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Nachrichten-Archiv: Dezember 2010

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29.12.2010 • EU-Recht: Fernsehgeräte ab November mit Umweltkennung
Recht, Gesetze Die EU hat am 20. Dezember eine Verordnung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Fernsehgeräten in Kraft gesetzt. Danach müssen die Hersteller ab dem 30. November 2011 ihre Fernseher mit einem Aufkleber zur Energieeffizienz kennzeichnen. Ähnlich wie schon länger bei Kühlschränken oder Waschmaschinen steht der Wert A (grün) auf der Skala für verbrauchsgünstige Geräte und der Höchstwert G (rot) für schlechteste Verbrauchswerte.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 29.12.
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28.12.2010 • Digitalradio: Weiter Bedenken der KEF?
DAB-Logo Möglicherweise sind noch nicht alle Bedenken der KEF gegen den Start von Digitalradio ausgeräumt. Das meldet Satellifax unter Berufung auf eine „von den Projektgesellschaftern offiziell anerkannten Facebook-Seite“ Die Verträge der Programmanbieter erfüllten nur eine der Bedingungen, die die KEF mit der Freigabe der DAB-Budgets für D-Radio und ARD verknüpft hatte. Offen sei unter anderem die Planung der öffentlich-rechtlichen Sender für die Beendigung der teuren Mittelwellenverbreitung und der Umfang des bundesweiten DAB+-Sendestarts.
Quelle: Meldung von Satellifax vom 27.12., Facebook-Seite / Hintergrund: DAB.
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28.12.2010 • Digitalradio: Deutschland soll DAB+ in Europa anschieben
DAB-Logo Von der geplanten Einführung eines nationalen DAB+-Multiplexes in Deutschland gehen Impulse für die Durchsetzung von DAB+ in Europa aus. „Diese proaktive, positive Strategie sollten alle Länder in der EU verfolgen, um sicherzugehen, dass alle Verbraucher weiterhin die Vorteile des Radios nutzen können, jedoch mit dem Mehrwert des digitalen Radios“, fordert Jørn Jensen, Präsident des internationalen Lobbyverbandes WorldDMB. DAB+ sei „einzige ausgereifte, zur Einführung bereite digitale Radioplattform“ in Europa. Er verwies zugleich auf positive Entwicklungen in England, der Schweiz und Australien. Deutschland sei aufgrund seiner föderalen Struktur „ein sehr spezieller Markt“. Den Mehrwert von DAB+ seiht Jensen vor allem in Zusatzdiensten mit Multimediafunktionen.
Quelle: Interview mit Infosat vom 28.12. / Hintergrund: DAB.
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23.12.2010 • ZAK: Restliche DAB-Kapazitäten werden ausgeschrieben (1)
DAB-Logo ZAK Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat, wie angekündigt, die Ausschreibung der freien Übertragungskapazitäten des bundesweiten DABplus-Multiplexes auf den Weg gebracht. Dies betreffe drei Sendeplätze für Radioprogramme. Ziel sei es, bis zum Frühjahr das gesamte Angebot der Privaten zusammenzustellen. Nun werden die 14 Landesmedienanstalten einzeln ausschreiben. Bewerbungen sind bis um 31. Januar an die Landesmedienanstalt Saar zu richten.
Am Vormittag hatten sich bereits Interessenten für zwei Programmplätze gemeldet.
Damit wird es insgesamt acht private und drei öffentlich-rechtliche Radioprogramme in dem bundesweiten Multiplex geben.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 23.12. / Hintergrund: DAB.
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23.12.2010 • Berlin: Neues TV-Programm ab 1. Januar über DVB-T
Berlin iMusic1 Ab dem 1. Januar kann im Raum Berlin ein neues Programm über DVB-T empfangen werden. Dann geht das Musikfernsehen iMusic1 auf dem Kanal 56 (754 Megahertz) auf Sendung.
In Berlin, wo Ende 2008 weltweit erstmalig die Analogabschaltung vollzogen wurde, gibt es bereits ein besonders umfangreiches DVB-T Programmangebot. Nach Angaben des Netzbetreibers Media Broadcast ist Berlin mit 25,7 Prozent die reichweitenstärkste DVB-T Region in Deutschland.
Für den Empfang des neuen Programms ist ein Sendersuchlauf, ggfs. begrenzt auf den Kanal 56, notwendig.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 23.12. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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23.12.2010 • LTE: MABB meldet Erfolg des Wittstock-Projektes
LTE und Fernsehen Das Breitbandprojekt im brandenburgischen Wittstock bewertet die Landesmedienanstalt MABB wie folgt: Es „lässt sich festhalten, dass die Internet-Breitbandübertragung in Rundfunkfrequenzbändern technisch möglich ist, Interferenzen und EMV-Probleme in einigen Fällen aber besonderer Aufmerksamkeit bedürfen“. Damit habe dieses erste derartige Pilotprojekt „wichtige Anstöße für die Versachlichung der Diskussion zur Nutzung der Digitalen Dividende geliefert“.
Während des am 1. Dezember 2008 gestarteten Projekts hatten 80 Teilnehmer TD-CDMA Funktechnik auf dem UHF-Kanal 55 genutzt. Für den Regelbetrieb der funkbasierten Internetversorgung über den UHF-Frequenzbereich kommt jedoch LTE-Technik zum Einsatz. Zudem liegt Wittstock in einem mit DVB-T schlecht versorgten Gebiet.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 22.12. / Hintergrund: LTE-Pilotprojekte.
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23.12.2010 • Digitalradio: Allianz will Programmlücke füllen
DAB-Logo Laut Medienberichten haben die NWZ Funk und Fernsehen (Nordwest Medien Gruppe) und die Frank Otto Medienbeteiligungsgesellschaft eine gemeinsame Firma gegründet, um bundesweites Digitalradio mit DABplus zu betreiben. Mit dem Netzbetreiber Media Broadcast sei bereits ein Verbreitungsvertrag über zwei Programme abgeschlossen. Nun will man sich an der von den Landesmedienanstalten angekündigten Ausschreibung freier Kapazitäten im bundesweiten DABplus-Projekt beteiligen.
Quelle: Meldung von Horizont vom 22.12. / Hintergrund: DAB.
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22.12.2010 • Digitalradio: Gerade noch geschafft! (3)
DAB-Logo Deutschlandradio-Intendant Willi Steul rechnet mit einem Start des bundesweiten DABplus-Pakets am 1. August 2011. Die Anstalt wird dort mit seinen drei Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen präsent sein. Nach dem Vollausbau des Sendenetzes erreiche der Versorgungsgrad etwa 90 Prozent der Bevölkerung.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 21.12. / Hintergrund: DAB.
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22.12.2010 • Analog-Sat: Die letzten 500 Tage ...
Sat-Schüssel Nach dem terrestrischen TV-Empfang steuert auch die Sat-Verbreitung in Richtung Analogabschaltung. Der Termin dafür ist der 30. April 2012. Zwar empfangen laut Astra bereits 12,6 Mio. (80 Prozent) der deutschen Sat-Haushalte bereits digital. Umstellungsbedarf herrsche aber noch bei etwa 3,6 Mio. analogen Sat-Haushalten. Astra rechnet im Schnitt mit zwei Fernsehern pro Haushalt. So freuen sich die Hersteller über ein Marktpotenzial von bis zu 7 Mio. Geräten. Um Lieferengpäasse zu vermeiden, fordert Astra die Analogzuschauer zum baldigen Umstieg auf.
2010 ist der Verkaufsanteil von Fernsehern mit Digitalempfang, insbesondere mit Triple-Tunern, erheblich gestiegen. Damit sind Haushalte, die einen Fernseher mit DVB-S bzw. DVB-S2 angeschafft haben, nicht zu weiteren Anschaffungen gezwungen. Sat-Zuschauer, die ohnehin einen TV-Neukauf plant, sollten statt des Zusatzgerätes gleich ein HDTVgeeignetes Fernsehgerät mit DVB-S2-Tuner in ihre Überlegung einbeziehen. Ob TV oder Settopbox: Wer über Sat private HDTV-Programme beziehen will, sollte beim Kauf die Eignung des Geräts für die HDTV-Plattform HD+ (und die nach einem Jahr fälligen Zusatzkosten) beachten.
Kritik am Handel, der immer noch analoge Sat-Boxen anbiete, kam indessen von der baden-württembergischen Landesmedienanstalt LfK: „Diese Geräte sind in wenigen Monaten nur noch Elektroschrott. Hier wird die Unkenntnis einiger Verbraucher ausgenutzt, um Ladenhüter kurz vor knapp noch an den Mann zu bringen“, kommentierte LFK-Präsident Thomas Langheinrich.
Quelle: Presseinfos von Astra vom 17.12. und der LfK vom 22.12.
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22.12.2010 • Baden-Württemberg: Digitalisierungsbericht
LFK Baden-Württemberg 7,1 Prozent der Haushalte Baden-Württembergs nutzen nach Angaben des Digitalisierungsberichtes der Landesmedienanstalt LfK DVB-T. Dass das hinter den Bundesdurchschnitt von 11,1 Prozent zurückfalle, liege daran, dass „aus Kostengründen mit Ausnahme von Stuttgart in Baden-Württemberg kein privater Fernsehsender sein Programm digital über Antenne ausstrahlt“. Ob indessen das grundverschlüsselte RTL-Paket Viseo+ (für das nur zwei Geräte angegeboten werden) etwas zur Attraktivität von DVB-T im Stuttgarter Empfangsgebiet beigetragen hat, wird nicht ausgewiesen.
Laut LfK-Bericht liegen die Digitalanteile beim Kabel- (37,8 Prozent) und Sat-Empfang (85,4 Prozent) über den jeweiligen bundesweiten Werten. Als eine der Ursachen wurde der Kabelnetzer Kabel BW für seine gut ausgebauten Netze gelobt.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 22.12.
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21.12.2010 • Digitalradio: PR-Hilfe von Chipfirma (2)
DAB-Logo Auch der Gerätehersteller Pure Digital will die Einführung des bundesweiten DABplus-Multiplexes „tatkräftig unterstützen“. Das Unternehmen tue dies, „indem wir unsere komplette Digitalradio-Produktpalette in Deutschland vermarkten.“
Zuvor hatte die britische Chipschmiede Frontier Silicon ihre Beteiligung an der Werbekampagne zur Einführung angekündigt.
Quelle: Presseinfo von Pure Digital vom 20.12. / Hintergrund: DAB.
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20.12.2010 • Digitale Dividende: CDUler will Radio/TV über Mobilfunk
Überallfernseh-Logo Thomas Jarzombek, CDU-Hinterbänkler im Bundestag, konterkariert das Ziel der Bundesregierung, die „weissen Flecken“ auf der Internetkarte durch Versorgung mit brauchbaren Datenraten zu beseitigen. Er forderte laut Pressemeldungen eine „Digitale Dividende 2.0“. Dadurch sollen die Mobilfunkfirmen verpflichtet werden, Radio- und TV-Programme zu übertragen. Das würde dazu führen, dass sich die Zuschauer in einem Versorgungsgebiet die verfügbare Datenrate teilen müssten - je mehr Zuschauer, desto schlechter wird dann die Empfangsqualität. Dafür will Jarzombek dem Rundfunk offenbar weitere angestammte Frequenzbereiche wegnehmen, was nach dem Verlust der Kanäle 61 bis 69 die Entwicklungsmöglichkeiten von DVB-T weiter einschränkt.
Vertreter des Bundes hatten gefordert, die Attraktivität des Antennenfernsehen zu erhöhen, um eine weitere Wegnahme von Frequenzen (im Bereich 500 bis 790 MHz) zu vermeiden. Allerdings wurde die Attraktivität von DVB-T durch die „Digitale Dividende“ bereits beschädigt: RTL schaltete Ende Oktober seinen Multiplex in Nürnberg ab, weil die Bundesregierung sich weigert, Folgekosten der Frequenzumwidmung zu erstatten.
Quelle: Meldung von DF vom 20.12. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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19.12.2010 • Rundfunkbeitrag: Entwurf unterzeichnet (4)
Euro-Münze Anlässlich der Unterzeichnung des Rundfunkstaatsvertrages hat der Deutsche Leichtathletikverband die scharfe Kritik der Sportorganisationen am dort ab 2013 vorgesehenen Sponsoringverbot bekräftigt. ARD und ZDF würden künftig ihre Budget vorwiegend für den Fussball benötigen, so Verbandspräsident Clemens Prokop.
Im Vertrag gibt es in §4 eine Ausnahme für das Sponsoringverbot nur für die Milliardengeschäfte des internationalen Fußballs und der Olympische Spiele. Handball, Schwimmen, dem Radsport, Leichtathletik und Wintersport und erst recht dem Regional- und Breitensport drohe daher das Aus bei ARD/ZDF. Bei den Verbänden fehlen dann nicht nur die Fernsehgelder. Auch die eigenen Sponsoren, die nicht dann mehr im TV präsent sind, könnten sich zurückziehen. Dann entfällt das Fernsehen als Plattform für die Selbstdarstellung der Sportarten und Vereine. Damit werde in Frage gestellt, „ob man in Zukunft Kinder noch für Randsportarten begeistern kann“, deutete Prokop eine Folge des Sponsoringverbots an.
Quelle: Meldung von DF vom 18.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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18.12.2010 • Rundfunkbeitrag: Entwurf unterzeichnet (3)
Euro-Münze Nach Unterzeichnung des Rundfunkstaatsvertrages mit dem neuen Finanzierungsmodell richten sich Spekulationen darauf, dass die Einführung an Nordrhein-Westfalen scheitern könnte. Laut einem Bericht des Spiegel würden FDP und Linke gegen den Vertrag stimmen. So könnte die rot-grüne Minderheitsregierung eine Zustimmung des Landtages nur mit Schützenhilfe der CDU-Abgeordneten erreichen. Auf die sei aber, so Medienstaatssekretär Eumann (SPD), kein Verlass. Hintergrund ist das Scheitern des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages, dem die Landtags-CDU diese Woche die Stimmen verweigerte. Dort heißt es, man habe das Thema noch nicht besprochen.
Infrage gestellt werden darf, ob die CDU mit ihrem Abstimmungsverhalten im Landtag Ziele verfolgt, die mit der Sache gar nicht verbunden sind. Möglicherweise geht es dort eher um parteipolitische Strategien.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 18.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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17.12.2010 • Bitkom: Settopboxen werden teurer und können mehr
Bitkom Bitkom-Grafik - Ancklicken zum Vergrößern Der Trend bei Settopboxen für digitales Fernsehen gehe zu umfangreicherer Ausstattung - z.B. mit IPTV oder Festplatten-Recording und höherer Qualität. „Daher leiden diese Geräte auch nicht unter dem Preisverfall wie viele andere Bereiche der Unterhaltungselektronik“, so der Industrieverband Bitkom. Habe ein Beisteller 2007 im Schnitt noch 90 Euro gekostet, so wurden 2010 117 Euro bezahlt und 2011 soll der Durchschnittspreis auf 124 Euro klettern. Auch die Verkaufszahlen steigen - von 4,33 Mio. auf 6,07 Mio. in 2010 - Tendenz weiter steigend.
Das Marktsegment soll perspektivisch unter anderem von der Abschaltung der analogen Sat-Übertragung am 30. April 2012 sowie von HDTV profitieren.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 17.12.
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17.12.2010 • LTE: O2 lässt Freunde testen
LTE und Fernsehen Seine neuen LTE-Netze in München, Ebersberg, Halle und Teutschenthal lässt BEtreiber O2 von mehreren hundert Teilnehmern testen, die kostenlosen Zugang bekommen. Auf einer presseveranstaltung seine Downloadraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht worden. O2 kündigt den kommerziellen Start für 2011 an.
Quelle: Presseinfo von O2 vom 17.12. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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16.12.2010 • Rundfunkbeitrag: Entwurf unterzeichnet (2)
Euro-Münze VPRT Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), die Lobby der großen Privatsender, begrüßte den Modellwechsel der Rundfunkfinanzierung als „Einstieg in den Ausstieg aus der Werbung bei ARD und ZDF“. Sollte das neue Modell zu Mehreinnahmen führen, müßte die Werbung ganz verboten werden.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 15.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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15.12.2010 • Digitalradio: Gerade noch geschafft! (2)
DAB-Logo Auch Deutschlandradio hat heute seinen DAB-Vertrag mit dem Sendenetzer Media Broadcast unterzeichnet. Intendant Steul geht nun davon aus, dass „die Bedingungen erfüllt sind, die von der KEF vor allem in punkto Wirtschaftlichkeit formuliert wurden“. DER DABplus-Start 2011 sei ein „wesentlicher Schritt zur Zukunftssicherung des Radios in der digitalen Welt“. Die bisher unzureichend mit UKW-Frequenzen ausgestattete Anstalt könne nun ihrem Auftrag der bundesweiten Versorgung nachkommen.
Die ARD begrüßte den Vertragsabschluß und sieht nach der Ansage des Chipherstellers Frontier Silicon über ein „beträchtliches finanzielles Engagement zur Unterstützung der Einführung von Digitalradio“ gute Startbedingungen. Man wolle nun „umgehend mit allen Marktbeteiligten Gespräche über ein gemeinsames Einführungsszenario“ aufnehmen.
Quelle: Presseinfos von D-Radio und ARD vom 15.12. / Hintergrund: DAB.
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15.12.2010 • Digitalradio: Gerade noch geschafft! (1)
DAB-Logo Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich die verbliebenen fünf Bewerber um Kapazitäten auf dem bundesweiten DAB+-Multiplex und der Netzbetreiber Media Broadcast doch noch über die Verbreitungskosten einigen können. Das sei „ein gutes Signal für den für 2011 vorgesehenen Start von bundesweitem Digitalradio“, so Gerd Bauer und Martin Deitenbeck für die Landesmedienanstalten. Bauer will nun die - nach dem Rückzug von Disney Radio - freien Kapazitäten neu ausschreiben.
Den Vertrag haben unterzeichnet: die Entspannungsradio GmbH i.Gr. (für Lounge FM), der ERF Medien e.V. (ERF Radio), die Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (Radio Rauschgold), die Radio 97,1 MHz Hamburg GmbH (Energy) und die Regiocast Digital GmbH (90elf, RemiX Radio und litera).
Damit kann nach monatelangen Verhandlungen die Bedingung der KEF erfüllt werden, die - nach mehreren Verschiebungen - bis zum heutigen 15. Dezember einen Vertragsabschluß forderte. Es ist nun damit zu rechnen, dass die KEF die DAB-Mittel für Deutschlandradio freigibt, dass drei Kanäle im bundesweiten DAB-Mux bekommt. Die Landesmedienanstalten werden am 21. Dezember über die Lizensierung der fünf Bewerber beschließen.
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 15.12. / Hintergrund: DAB.
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15.12.2010 • Rundfunkbeitrag: Entwurf unterzeichnet (1)
Euro-Münze Die Ministerpräsidenten haben den nächsten Schritt auf dem Weg zum neuen „Rundfunkbeitrag“ getan: Heute wurde der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unterzeichnet. Bis zum Inkrafttreten der neuen Regelungen zum 1. Januar 2013 müsen noch alle 16. Länderparlamente zustimmen.
Während ARD und ZDF davon ausgehen, „dass die Erträge auf keinen Fall über dem Niveau von 2009 liegen werden“, spekulieren andere Quellen auf Mindereinnahmen von 200 oder gar 800 Mio. Euro. Die Höhe des künftigen Beitrags wird von der KEF vorgeschlagen und im Rundfunkgebührenstaatsvertrag der Bundesländer vereinbart. Laut ARD und ZDF, die Vertrag und Neuregelung erneut begrüßten, profitieren rund 1,5 Millionen Teilnehmer vom Wegfall einer mehrfachen Gebührenpflicht. Darüber hinaus sind auch ab 2013 Gebührenbefreiungen aus sozialen Gründen sowie Reduzierungen für Seh und Hörgeschädigte möglich. Auch viele Unternehmen werden wohl günstiger als bisher herangezogen: 90 Prozent der Firmen zahlen nur 1/3 oder einen Beitrag pro Betriebsstätte.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt vom 15.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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14.12.2010 • Digitalradio: Unterzeichnung verschoben - DAB vor dem Aus?
DAB-Logo Der für den 13. Dezember geplante Vertragsabschluß über die Verbreitungskosten von Digitalradio ist verschoben worden. Das meldet die Fachzeitschrift Medien Bulletin. Als Grund werden die „offensichtlich sehr komplexe Verhandlungen mit Geräteherstellern, die zur Finanzierung der Deckungslücke zur Programmverbreitung beitragen sollen“ genannt.
Damit wird der „Schwarze Peter“ nun von den am bundesweiten DAB+-Multiplex interessierten privaten Radios, die seit April mit Media Broadcast über die Kosten der Sendeanlagen verhandeln, weitergeschoben. Es soll sich um rund acht Mio. Euro handeln, die die verhandelnden Radios an die Hersteller durchreichen wollen. Bisher hatte sich aber nur Frontier Silicon in ungenannter Höhe zur Beteiligung an einer PR-Kampagne bereit erklärt. Das war zwar als positives Signal gewertet worden, reicht aber offenbar noch lange nicht aus, um das Projekt auf den Weg zu bringen.
Zudem scheinen inzwischen zwei der sechs privaten Bewerber ausgestiegen zu sein, wodurch das finanzielle Problem wohl noch verschärft wird.
Nun scheint es nahezu unmöglich, den von der KEF nach mehrfacher Verschiebung gesetzten Termin einzuhalten. Die KEF hatte gefordert, Verträge bis zum 15. Dezember abzuschließen. Dies ist die Voraussetzung für die Freigabe der DAB-Mittel des Deutschlandradios, das auf dem bundesweiten DAB-Mux drei Programme senden soll. Die Landesmedienanstalten hatten einen Verbreitungsvertrag zur Voraussetzung für die Lizensierung der beteiligten Privatsender zu machen. Das zuständige Gremium tagt am 21. Dezember.
Kommt keine schnelle Einigung zustande, dürfte das Digitalradio mit DAB/DAB+ in Deutschland - nach etlichen Anläufen seit 1998 - endgültig gescheitert sein.
Quelle: Meldung von Medien Bulletin / Hintergrund: DAB.
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14.12.2010 • LTE: Telekom schließt Kyritz-Projekt ab
LTE und Fernsehen Im Gegensatz zu den üblichen gemeinsamen Presseerklärungen aller Beteiligten ist die Telekom bei der Bewertung des Projektes für mobiles Internet im brandenburgischen Wittstock/Dosse vorgeprescht. Nach vorherigen Erklärungen war dort LTE nicht getestet worden. Telekom teilt nun mit, der LTE-Test habe am 30. August in Kyritz begonnen. „Die Teilnehmer des Breitbandpiloten Wittstock/Dosse werden am nun beginnenden LTE-Pilotbetrieb in Wittstock teilnehmen.“ Dies sei für die 80 Personen, unter ihnen der zuständige Landrat, kostenlos. Ab dem 1. Quartal 2011 soll die Kundenakquise beginnen.
Telekom will bis Ende 2010 mehr als 500 Orte - wesentlich über dem Fernsehen weggenommene UHF-Frequenzen - mit Funk-Internetverbindungen bis zu „Geschwindigkeiten von bis zu drei Megabit pro Sekunde“ versorgen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 13.12. / Hintergrund: LTE-Pilotprojekte.
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14.12.2010 • TV-Historie: Premiere für elektronisches TV vor 80 Jahren
Kalenderblatt Was heute anders nicht mehr denkbar ist, demonstrierte Manfred von Ardenne (damals für Loewe in Berlin tätig) am 14. Dezember 1930: Sein Versuchsaufbau für das vollelektronische Fernsehen arbeitete mit Braunschen Röhren, auf denen 20 Bilder pro Sekunde in 100 Zeilen dargestellt wurden. Es handelte sich allerdings noch nicht um eine Funkübertragung.
In den 80 Jahren seither entwickelt sich die Technik in immer schnellerem Tempo. Bis zur Einführung der Farbe (BRD: 1967, DDR: 1969) dauerte es noch fast 40 Jahre; wenig später folgten Videotext und Stereoton. Die 1970 patentierten LCD-Schirme brauchten fast 40 Jahre bis zur Massenverbreitung. Seit 1995 wird digital gesendet, heute auch in HDTV und (wenn Programm vorhanden) stereoskopisch.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 13.12. / Hintergrund: TV-Geschichte.
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13.12.2010 • RTL: Bald mit digitalen Untertiteln
RTL-Logo Bei ARD und ZDF liest man seit Juni 1984 in der ersten Reihe. Nun bewirbt RTL sich mit gesellschaftspolitischem Engagement zugunsten hörgeschädigter Zuschauer: Ab dem 19. Dezember werden zu Primetime-Filmen Untertitel gesendet. Dies ist jedoch auf die digital verbreiteten SDTV-Kanäle beschränkt. Via DVB-T (wie auch per Kabel und Sat) können die Untertitel über geeignete Empfangsgeräte, die für DVB-Subtitle vorbereitet sind, mitgelesen werden.
Quelle: Meldung von DF vom 13.12.
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13.12.2010 • Digitalradio: Gemeinsame Dienste?
DAB-Logo ARD-Logo Die ARD hat den kommerziellen Radioveranstaltern angeboten, gemeinsam neue Dienste und Funktionen für das digitale Radio zu entwickeln. Man sollte, „wie schon beim Gattungsmarketing oder beim Deutschen Radiopreis, innerhalb des dualen Systems auch in technischen Fragen noch enger zusammenarbeiten“, so der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission Bernhard Hermann (SWR). Er begrüßte auch das Engagement der DAB-Chipschmiede Frontier Silicon. Das Radio könne „nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten ... in die multimediale Welt überführt werden“. Hermann hob zugleich hervor, „dass es dazu neben dem Internet als Verbreitungsweg für Radioprogramme auch digitale Sendeanlagen mit einem speziell für die mobile Audio-Nutzung optimierten System geben sollte“.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 13.12. / Hintergrund: DAB.
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11.12.2010 • österreich: Vom Netzbetreiber zum Plattformanbieter
Österreich DVB-T2 Logo (DVB Project) Der österreichische Sendenetzbetreiber ORS, eine Tochter des ORF (60%) und der Raiffeisengruppe will spätestens ab der Fußball-EM 2012 - ähnlich wie per HD+ in Deutschland - eine Endkundenplattform etablieren. Vorbeitungen dafür laufen unter der Bezeichnung „TVDirekt“. Bereits gegründet ist eine Tochterfirma, die laut einem Medienbericht die TVthek des ORF und kostenpflichtige Abrufdienste über das Internet anbieten soll. Die ORF-Programme sollen kostenlos sein, für weitere Programme sei eine „Bereitstellungsgebühr“ vorgesehen. Die Endgeräte sollen das IP-Angebot mit HD-Fernsehen über DVB-T2 oder DVB-S koppeln.
ORS betreibt bereits die technische Plattform des Abosenders Austriasat. Spekulationen richten sich darauf, dass darüber die HD-Programme der deutschen Privatsender in Österreich vermarktet werden könnten.
Für den ORF hatte ORS im Sommer ein Anforderungsprofil für HDTV-Empfangsgeräte („HDTV - IRD GUIDELINES AUSTRIA“) erarbeitet. Dort wird deutlich, dass der ORF die Möglichkeit offenhält, seine TV-Sendungen mit scharfen Nutzungsrestriktionen zu versehen.
Quelle: Bericht von Der Standard vom 10.12., Meldung von Sat und Kabel vom 11.12.
Hintergrund: DVB-T in Österreich.
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10.12.2010 • 3D: Erste Sendungen in Italien angekündigt
3D-Brille (XpanD) Italien In der italienischen Provinz Piedmont kündigt der Sender QuartareteTV erste terrestrische Stereoskopie-Übertragungen an. Zum Einsatz kommen soll das sog. Tile-Format; dabei werden die beiden Stereoskopie-Teilbilder jeweils im 720p-Format in einem 1080p-HDTV-Sendesignal übertragen. Damit kommen beim Zuschauer zwei 720p-HDTV-Bilder an. Zudem soll der 2D-Anteil von 3D-Ausstrahlungen auch von üblichen 2D HDTV-Fernsehern dargestellt werden.
Im Gegensatz dazu verwenden die europäischen Pay-Betreiber f+r ihre 3D-Sendungen das TOp-Bottom-Format, bei dem beide Bildanteile mit jeweils halber HDTV-Auflösung in ein normales HDTV-Signal gepresst werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV NEws vom 8.12. / Hintergrund: 3D-Fernsehen.
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10.12.2010 • Digitalradio: CSU will DAB anschieben (2)
DAB-Logo Um den DAB-Antrag seiner Landtagsfraktion zu unterstreichen hat CSU-Medienpolitiker Eberhard Sinner sich der Unterstützung von BMW, Audi, Nokia, der Landesmedienanstalt und des Interessenverbands Bayern Digital Radio versichert. Letzterer forderte bei einem Treffen in München „Ohne eine schnelle Digitalisierung wird der Hörfunk langfristig an Bedeutung - auch in wirtschaftlicher Hinsicht - verlieren.“ Die Autohersteller hoben die Vorteile gegenüber analogem Radio hervor. Der Handyhersteller kündigte einen DAB/DAB+-Empfänger für einige Smartphones an.
Zuvor hatten sich die Bayerische Landesmedienanstalt und der BR stark für DAB gemacht. Jedoch hatten die großen Radioveranstalter, zuletzt RTL, herausgestellt, dass Webradio für sie wesentlich interessanter ist. Das wird durch eine aktuelle Umfrage von Horizont gestützt. Der Dachverband VPRT hatte bereits 2009 DAB als nicht marktgetrieben abgelehnt.
Indessen rückt der 15.12. immer näher, an dem der zwischen den Radioveranstaltern und dem Netzbetreiber Media Broadcast umkämpfte Verbreitungsvertrag ausverhandelt sein muss. Das Portal Rein hören bezweifelt, dass das Engagement von Frontier Silicon, Hersteller von DAB-Tunerbausteinen, die verhandelte Finanzierungslücke „im einstelligen Millionenbereich“ stopfen kann. Daher wird um weitere Investoren spekuliert. Nachdem nur noch von vier statt von sechs am bundesweiten DAB-Multiplex interessierten Privatradios die Rede ist, könnte es schwieriger werden, die Finanzlücke zu schließen. Nach Medienmeldungen sollen sich Disney Radio und die NRJ-Gruppe zurückgezogen haben.
Quelle: Meldungen von Digitalradio.de vom 8.12., Rein Hören vom 9.12. / Hintergrund: DAB.
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8.12.2010 • Bayern: Kein Interesse an Nürnberger Multiplex
Bayern Für den dritten privaten Nürnberger DVB-T Multiplex auf Kanal 49 gibt es keine Interessenten. Ein Sprecher der Landesmedienanstalt BLM bestätigte das gegenüber Digital Fernsehen.
RTL hatte seinen Multiplex auf Kanal 66 wegen der bevorstehenden Einführung von LTE-Diensten räumen müssen. Ein Umzug auf Kanal 49 wurde abgelehnt, da der Bund die Erstattung von Folgekosten verweigert. Nun blieb die Neuausschreibung ohne Ergebnis.
Nach wie vor ist ungeklärt, ob und in welcher Höhe der Bund eine Erstattung für Folgekosten der LTE-Einführung (die auch den Produktionsfunk treffen) leistet. Von daher ist die RTL-Entscheidung ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Politik. Andererseits hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium, DVB-T habe seine Zugkraft unter Beweis zu stellen, damit der Bund bei der EU gegen eine weitere Wegnahme von Frequenzen votiert. Andererseits beschädigt die bisherige Frequenzumwidmung - und der dadurch provozierte Nürnberger RTL-Ausstieg - die Attraktivität von DVB-T.
Neben dem Nürnberger Kanal 66 mussten auch die Privat-Multiplexe in Hessen (K64) und München/Südbayern (K66) und die ARD im Südharz (K65) die Kanäle wechseln. Es erwischte auch das von der Umnutzung der Kanäle 61 bis 69 eigentlich nicht direkt betroffene ZDF: Der Kanal 52 musste am Standort Angelburg für die dortigen Privaten freigegeben werden. Unklar ist, ob weitere Kanalwechsel im Bereich knapp unterhalb des Kanal 61 notwendig sind; dort werden Einstrahlungen von LTE-Diensten nicht ausgeschlossen.
Quelle: Meldung von DF vom 8.12. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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8.12.2010 • Gerätemarkt: Flachbild-TVs mit Multituner dominieren
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Nach Angaben der Deutschen TV-Plattform dominieren Multituner die Ausstattung von Flachdisplays. Allein im Oktober ermöglichten 94 Prozent 740.000 der in Deutschland verkauften LCD- und Plasmaschirme den Empfang auf mindestens einem digitalen Verbreitungsweg. TV-Geräte mit Triple-Tuner für DVB-T und digitalen Sat- und Kabel-Empfang haben 2010 das stärkste Wachstum; deren Marktanteil habe sich binnen eines Jahres vervierfacht.
Zugleich sei der Abverkauf von HDTVgeeigneten DVB-S2-Receivern binnen einem Jahr um 167, der von HDTVfähigen Kabelreceivern sogar um 233 Prozent angestiegen. Die steigende Verbreitung des digitalen Sat-Empfangs in Verbindung mit HDTV wertet der Verband als wichtigen Schritt im Vorfeld der Abschaltung vieler analoger deutscher Sat-Sender am 30. April 2012.
Ein nicht genannter Anteil der Geräte verfüge zudem „über eine digitale Schnittstelle der neuen Generation (CI Plus)“ für „den vereinfachten Zugang zur digitalen Programmvielfalt“. Mit dem - wegen der zusätzlichen Kosten und dem integrierten Kopierschutz umstrittenen CIplus - kann „das Marktpotential von iDTV und HDTV- wie Digital-Receivern ... voll ausgeschöpft werden“, so der Verband.
Quelle: Presseinfo der TV-Plattform vom 8.12.
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8.12.2010 • Digitalradio: PR-Hilfe von Chipfirma / Sender ausgestiegen?
DAB-Logo Die britische Chipschmiede Frontier Silicon will über vier Jahre die Werbung zur Einführung des DAB/DAB+-Digitalradios in Deutschland unterstützen. Das ist Gegenstand einer Absichtserklärung (letter of intent) des Unternehmens und der interessierten vier kommerziellen Radiounternehmen. Deren Namen werden nicht genannt. Bislang war von sechs Interessenten die Rede gewesen.
Die entscheidenen Schularbeiten für sind allerdings immer noch nicht gemacht. Seit April wird mit Media Broadcast über die Verbreitungsverträge verhandelt. Die Landesmedienanstalten macht die Lizensierung der Bewerber, die KEF die Mittelfreigabe für drei öffentlich-rechtliche Programme, vom Vertragsabschluß abhängig. Den Verhandlungspartnern wurden seither mehrfache Verlängerungen für die Vorlage von Verträgen, zuletzt bis zum 15. Dezember, eingeräumt. Gibt es bis dahin kein Ergebis, wird die KEF die Mittel für die Beteiligung von D-Radio sperren; damit dürfte das Projekt insgesamt zum Scheitern verurteilt sein. Enden die Verhandlungen positiv, könnte ein bundesweiter DAB-Multiplex mit neun Radioprogrammen und weiteren Diensten im Herbst 2011 starten.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon vom 8.12. / Hintergrund: DAB.
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7.12.2010 • AGF: Mehr als 16 Mio. schauen digital
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Digitalhaushalte in Deutschland nach Angaben der AG Fernsehforschung um knapp 2 Mio. auf 16,56 Mio. gestiegen; allein im November entschieden weitere 190.000 Haushalte für den digitalen TV-Empfang. Damit erhöhte sich der Digitalanteil am TV-Empfang von 41,4 (Januar) bzw. 46,1 (Vormonat) auf nun 46,7 Prozent. Basis sind 35,49 Mio. TV-Haushalte.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.12.
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5.12.2010 • Radio: Internet wird immer wichtiger
Webradio Grafik zur Webradio-Umfrage von Horizont, Dez. 2010. Doppleclick zum Vergrößern. Eine Umfrage des Fachblattes Horizont bestätigt die hohen Erwartungen des VPRT an das Webradio. Der Verband der Privatsender hatte DAB/DAB+ bereits im Juni 2009 eine Absage erteilt. Laut der vom Link Institut für Markt- und Sozialforschung geführten Befragung nutzen 9,4 Prozent der im November Befragten Radiosendungen via PC oder Notebook und Internetanschluß. Nach einer Steigerung um 84,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr findet sich Webradio nun hinter Autoradio, Küchenradio und Stereoanlage an vierter Stelle der Empfangstechnik. Bei den 14- bis 29jährigen landet Webradio hinter dem Autoradio sogar auf Platz 2.
Quelle: Meldung von Horizont vom 2.12. / Hintergrund: DAB.
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4.12.2010 • Empfangswege: Kabel verliert wegen Geschäftsmodell
Kabelanschluß Der Kabelanschluß verliert an Boden; 2010 hatte das Kabel nach Angaben von Infosat einen Marktanteil von 52,7 Prozent, 2005 waren es noch 57,6 Prozent. Zeitgleich stieg der Sat-Anteil von 41,2 auf 45,7 Prozent.
Infosat sieht die Ursachen in den Geschäftsmodellen der Kabelbetreiber, die vom Kunden Kauf oder Miete einer Kabelbox verlangen - auch wenn man einen Fernseher mit digitalem Kabeltuner besitzt. Einge Versorger verlangen sogar „eine Art Strafgebühr“ für die Verwendung kundeneigener DVB-C Boxen. Dies mache klar, warum der Kabel-Anteil stark rückläufig sei.
Aus eigener Sicht kann ergänzt werden, dass die Geschäftspraxis der Kabelanbieter, für ein Basisangebot zum Teil dreifach zu kassieren (nämlich für Analog-, digital-SD- und HDTV-Sender eines Basisangebots) genauso abschreckend wirkt. Zu ergänzen ist auch, dass der Marktanteil des von Infosat nicht erwähnten Empfangswegs Antenne seit 2005 von 9,7 auf 11,1 Prozent gestiegen ist (Angaben: Digitalisierungsbericht 2010). Besonders hoch im Kurs steht DVB-T in ursprünglichen Kabeldomänen - Großstädten wie Berlin (25,7 Prozent), Bremen (23,8 Prozent), Hamburg und NRW (je 15,6 Prozent). Das nicht mit „Transportgebühren“ belastete DVB-T kommt vor allem in Regionen mit privaten Programmen gut an.
Quelle: Meldung von Infosat vom 2.12. / Hintergrund: DVB-T in Zahlen.
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2.12.2010 • Digitalradio: CSU will DAB anschieben (1)
DAB-Logo Die Bundesregierung soll die Verhandlungen zwischen privaten DAB-Interessenten und dem Netzbetreiber Media Broadcast „unterstützen“. Das fordert ein Dringlichkeitsantrag von CSU und FDP im Bayerischen Landtag. Zudem soll der Bund den für 2015 angesetzte Pflicht der Radioausstattung mit digitalem Empfang vorziehen. Darüberhinaus soll die Landesregierung „auf die Länder einwirken, die Zrückhaltung bei der Einführung„ des Digitalradios aufzugeben.
Auch die Bayerische Landesmedienanstalt und der BR hatten sich kürzlich vehement für DAB+ eingesetzt.
Kommt bis zum 15. Dezember keine Einigung mit dem Netzbetreiber über die Verbreitungskosten zustande, wird die KEF die DAB-Mittel für ARD und D-Radio sperren, die zu den sechs privaten Radios drei Sender in einem nationalen Multiplex beitragen sollen. Ob sich die Verhandlungen durch eine Einmischung der Bundesregierung beschleunigen lässt, bleibt zu bezweifeln.
Quelle: Wortlaut des Antrags vom 30.11., Presseinfo von Eberhard Sinner MdL / Hintergrund: DAB.
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2.12.2010 • England: Streitkampagne um DAB
England DAB-Logo Während in Deutschland um die Netzkosten für DAB+ weiter hart verhandelt wird, bekämpfen sich BBC und der Interessenverband Digital Radio UK mit einigen Privaten mittels Anzeigenkampagnen. Hier heißt es „Digital radio, more to love“. Die Gegner inserieren „A DAB radio may be for Christmas but might not be for life.“
Auch in England, das bisher als DAB-Musterland galt, geht es um den Netzausbau. Für das Erreichen einer Vollverversorgung sind 100 bis 200 Mio. Pfund veranschlagt. Die Eignung von DAB als Langzeit-Ersatz für UKW sei umstritten, so die Zeitung Guardian. Vor allem sei unklar, wie die Ausbaukosten verteilt werden und wie lokale und regionale Sender sich beteiligen. Diese fordern im Sinne ihrer Hörer Klarheit über den Netzausbau und die Verfügbarkeit der bisher analogen Sender in einer vergleichbaren Empfangsqualität.
Laut Guardian liegt der DAB-Ausbau in England weit unterhalb der UKW-Verfügbarkeit. Auch das für 2015 angesetzte Ende des Analogausstiegs konnte gefährdet sein.
Quelle: Artikel im Guardian vom 1.12. / Hintergrund: DAB.
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1.12.2010 • Sachsen: Weihnachtsputz für Leipzig-Süd
Sachsen Der DVB-T Sender Leipzig Süd scheint besonders wartungsintensiv zu sein. Nunmehr sind, beginnend mit dem 6. Dezember, wieder zehn Wartungstermine im Tagesrhythmus angekündigt. Betroffen sind - jeweils zwischen 8 und 17 Uhr - die Kanäle von ARD und MDR.
Quelle: Info von DVB-T Mitte / Hintergrund: alle Wartungstermine.



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