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Nachrichten-Archiv: April 2010

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29.4.2010 • Satellit: Gemeinsame Infokampagne startet
Sat-Schüssel Nach der Antenne naht nun auch bei der Satellitenübertragung das Ende der analogen Verbreitung. Stichtag dafür ist der 30. April 2012. Jetzt wurde eine Informationskampagne „klardigital“ gestartet, die auf den Abschalttermin vorbereiten soll. Die Kampagne wird von den Landesmedienanstalten gemeinsam mit ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat1 und dem VPRT betrieben. Sitz des Projektbüros ist bei der ALM-Geschäftsstelle in Berlin.
Betroffen sind nach aktuellen Angaben rund 6,8 Mio. TV-Haushalte, die das Fernsehen analog per Satellit empfangen. Zu Auftakt wurde eine Website freigeschaltet. Nicht nur Verbraucher werden beraten. Zielgruppen sind auch Fachhandel und -handwerk sowie Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber.
Quelle: Kampagnen-Presseinfo auf klardigital.de vom 29.4. / Hintergrund: DVB-T in Zahlen.
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28.4.2010 • Österreich: UHF-Dividende wird Mobilfunkern ausgezahlt (2)
Österreich Die Mobilfunklobby lobte die Entscheidung zur Dividende, der Koalitionspartei ÖVP ist die Vorbereitungszeit zu kurz. Ein Lob gab es auch von Koalitionspartner SPÖ, die nun eine „flächendeckende Versorgung mit Breitbandtechnologie“ erwartet.
Kritik kommt von einer Allianz aus Kabelnetz-Betreibern, Konzertveranstaltern und TV-Firmen. Für diese kritisierte ORS-Sprecher Michael Weber „eine voreilige Entscheidung, untermauert mit einer zweifelhaften Studie“ und befürchtet Millionenschäden durch Störungen des TV-Empfangs und des Mikrofonfunks. Die Regierung habe den Weg beschritten, „zuerst die Entscheidung zu treffen und dann den Schaden zu präsentieren“. Ein Kompromiss wären Abschlagszahlungen für Folgeinvestitionen.
Die genannte Untersuchung behauptet hinsichtlich DVB-T, dass „eine Störungsvermeidung durch Zwischenschaltung eines Filters möglich“ sei. Dieser sei zwischen Antenne und Empfangsgerät einzusetzen und koste unter 10 Euro. USB-Empfänger müssten allerdings ausgetauscht werden, auch da wird mit geringen Kosten von 20 Euro argumentiert. Für einen späteren Umstieg auf DVB-T2 wird für Wien ein „harter Umstieg“ oder die Nutzung von VHF empfohlen, in allen anderen Regionen könne ein Simulcast über die nicht genutzten Kanäle stattfinden.
Weiterhin wird unterstellt, dass „Kabelnetzbetreiber möglicherweise nicht über eine Zuweisung“ für genutzte Frequenzen oberhalb von Kanal 60 verfügten. Damit wischt die Studie mögliche Störungen des Kabelfernsehens vom Tisch, ohne dass dafür eine „abschließende Klärung“ vorliegt. Es sei auch „anzunehmen“, dass die „Interessen der betroffenen TV-Konsumenten berücksichtigt“ würden. Gleichwohl seien technische Tests zum Störpotenzial angeraten.
Die Studie setzt wesentlich bei den LTE-Sendeanlagen an, auf die Wirkungen von LTE-Endgeräten auf die TV-Empfangssituation wird nicht eingegangen.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 27.4. / Hintergrund: Studie, Digitale Dividende.
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27.4.2010 • Österreich: UHF-Dividende wird Mobilfunkern ausgezahlt (1)
Österreich Wie in Deutschland hat auch beim Alpennachbarn die Politik dafür gesorgt, dass die dort ebenfalls umstrittene Digital Dividende - die UHF-Kanäle 61 bis 69 - an die Mobilfunker vergeben wird. Auch in Österreich wird die Breitband-Versorgung ländlicher Räume argumentiert, obwohl nur eine nationale Versorgung wirtschaftlich tragfähig ist.
Die Entscheidung erfolgte, obwohl eine Studie offene Fragen einräumt - und sieht damit auch die hierzulande schon diskutierten Kritikpunkte. Klärungsbedarf bestehen hinsichtlich der Auswirkungen auf TV-Kabelnetze und für ein alternatives Spektrum für Funk-Mikrofone. Noch vor dem Sommer soll ein Fahrplan zur Vorgehensweise bis zur Auktion vorliegen.
Vom Eingang der 166seitigen Studie bis zur Entscheidung dauerte es nur rekordverdächtige fünf Tage übers Wochenende. Für die Vorarbeiten will man sich aber mehr Zeit als Deutschland (10 Monate) lassen: Eine Versteigerung könnte laut Infrastrukturministerin Bures frühestens Ende 2011/Anfang 2012 beginnen.
Quelle: Presseinfo des Infrastrukturministeriums vom 27.4. / Hintergrund Digitale Dividende.
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27.4.2010 • IFA: Funkausstellung will der Krise trotzen
Int. Funkausstellung Berlin Die Internationale Funkausstellung peilt zum 50. Jubiläum trotz Krise wieder ein Wachstum an. Auf der weltgrößten Fachmesse für Unterhaltungselektronik und weisse Ware (Berlin, 3. bis 8. September) sollen 3D-TV, eMedia und Lifestyle die Branche voranbringen. Eine neue IFA iZone-Halle bietet Apple-Produkten eine Plattform, eBooks und Tablet-PCs stehen im Zentrum des Messeteils IFA eLibrary. Die Forschungsschau TecWatch zieht in die publikumswirksamere Halle 8.1 um. Zum Messeerfolg sollen wiederum umfangreiche Präsentationen von Hausgeräten beitragen.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 24.4.
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27.4.2010 • Digitale Dividende: Zweiter LTE-Versuchssender für NRW
Überallfernseh-Logo Während die Auktion des oberen UHF-Bereichs ohne Rücksicht auf Verluste auf Hochtouren läuft, werden neue Sendeanlagen für die Mobilfunktechnik LTE errichtet. Offiziell gilt der im Aufbau befindliche zweite NRW-Sender in Lüdenscheid-Heedfeld indessen als Testanlage. Messungen am Sender Nordhelle deuten nach Angaben des LTE-Projekts NRW „nicht auf mögliche DVB-T Störungen durch die Basisstation bei gleichzeitiger Aussendung von LTE und leistungsstarken (100kW) DVB-T Signalen“, heißt es zu den Ergebnissen. Jedoch wurde der Betrieb von LTE-Endgeräten, dem in mehreren Tests ein hohes Störpotenzial benachbarter Fernseher und Settopboxen bescheinigt wurde, nicht untersucht. Das wird auch in Lüdenscheid nicht der Fall sein, wo es wiederum um die Beeinflussung des TV-Empfangs - hier auch Kabelanlagen in Reichweite der LTE-Basisstation - geht.
Quelle: Info des LTE-Projekts NRW vom 20.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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26.4.2010 • Digitalradio: Kommission will am 3. August entscheiden
ZAK DAB-Logo Die Zulassungskommission der Landesmedienanstalten ZAK gibt den Bewerbern für das bundesweite Digitalradioangebot mit DABplus Zeit. Die Entscheidung soll am 3. August bekannt gegeben werden. Zuvor müssen sich die sieben verbliebenen der ursprünglich neun Bewerber, sich mit die elf Angeboten und Diensten auf die Ausschreibung vom Dezember 2009 beworben haben, untereinander über die Kapazitäten verständigen und Vorverträge mit dem Netzbetreiber Mediabroadcast abschließen. United Christian Broadcaster und Süddeutscher Verlag hatten ihre Bewerbungen zurückgezogen. Verblieben sind folgende Programmveranstalter:
• Entspannungsradio GmbH (LoungeFM),
• ERF Medien e.V. (ERF Radio),
• Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft (Radio Rauschgold),
• Radio 97,1 MHz (Energy) - muss Unterlagen nachreichen,
• Regiocast Digital GmbH (90elf, RemiX Radio, Litera, EPG/Datenkanal und TPEG-Angebot in einem Bouquet),
• Walt Disney Deutschland (Radio Disney),
• Media Broadcast (Telemediendienste).
Können sie sich nicht über gemeinsame Nutzungen der Programmplätze einigen, geht die Entscheidungsbefugnis an die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten über, die am 8. September tagen. Sechs Programmplätze stehen für die Privaten zur Verfügung, drei weitere für den Deutschlandfunk.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 26.4. / Hintergrund: Digitalradio.
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26.4.2010 • Rheinland-Pfalz: Wartungstermine
Rheinland-Pfalz Neben dem Sender Ahrweiler (0 bis 5 Uhr) wird ebenfalls am 28. April auch am Sender Kaiserslautern (Dansenberg) gearbeitet. Auch dort sind alle drei Multiplexe zwischen 9.05 und 10.30 Uhr von Einschränkungen betroffen.
Quelle: Info von DVB-T Südwest.
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26.4.2010 • Mitte: MDR und Lowpower wechseln am 10. Mai den Kanal
Sachsen Sachsen-Anhalt Die für den 10. Mai bereits lancierten Kanalwechsel sind nun offiziell bestätigt. Danach wechselt am Vormittag des 10. Mai das MDR-Bouquet in Leipzig vom Kanal 9 auf Kanal 37 und in Halle von Kanal 35 auf Kanal 38. Damit die Umstellung in Leipzig klappt, gibt der gleichzeitig in den Regelbetrieb übergehende Privat-Multiplex den Kanal 37 zugunsten des Kanal 31 frei.
Quelle: Info des MDR / Hintergrund: Kanalwechsel.
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26.4.2010 • Italien: ZDF HD, Arte, 3Sat, La Una für Südtirol
Italien - Autonome Provinz Bozen Südtirol BBC One und das schweizerische HD Suisse werden in Südtirol nicht über DVB-T ausgestrahlt. Statt dessen kündigt der Netzbetreiber RAS für den Multiplex 4 die Programme ZDF HD, 3Sat, Arte und La Una, den öffentlich-rechtlichen Kanal der italienischsprachigen Schweiz an. Die Aufschaltung, vorwiegend auf dem Kanal 59, soll ab dem 6. Mai beginnen.
RAS hatte noch vor kurzen HD Suisse und BBC One avisiert, jedoch zugleich auf die ausstehende Genehmigungen verwiesen. Nun lernen die Zuständigen, daß BBC nur per Sat verbreitet werden darf, während für HD Suisse „die technischen Voraussetzungen für eine terrestrische Verteilung“ fehlen. Für den vierten Mux war auch ein regionaler Infokanal in die Diskussion gebracht worden.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 26.4. / Hintergrund: DVB-T in Südtirol.
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26.4.2010 • Hessen: Programmplatz ausgeschrieben
Hessen Die Landesmedienanstalt LPR Hessen hat einen Programmplatz für das 3. Privatbouquet des Kanals 64 ausgeschrieben. Über die Standorte Großer Feldberg, Frankfurt/FMT und Wiesbaden (Hohe Wurzel) können bis zu 6 Mio. Zuschauer erreicht werden. Bis zum 10. Juni können sich Anbieter bundesweiter TV-Programme und Telemedien bewerben. Die LPR will die Vergabe vor den Sommerferien entscheiden. Aufgrund der Digitalen Dividende sei mit einem Kanalwechsel zu rechnen.
Nach Auskunft der LPR wird das auszuwählende Programm Eurosport ersetzen. Der Sportsender hat sich bereits aus anderen DVB-T Regionen zurückgezogen. Es werde aber keinen bundesweiten Ausstieg von Eurosport geben, hatte ein Sendersprecher gegenüber dehnmedia erklärt.
Quelle: Presseinfo der LPR Hessen vom 26.4. / Hintergrund: DVB-T in Hessen.
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24.4.2010 • Digitale Dividende: Versteigerung zieht an (3)
Überallfernseh-Logo Beim weiteren Fortschreiten der Frequenzauktion zeigt sich die überragende Bedeutung der - wegen möglicher Störungen des TV-Empfangs und der Folgekosten für den Veranstaltungs- und Produktionsfunk umstrittenen - „Digitalen Dividende“ im 800 Megahertz-Bereich für die künftigen mobilen Internetdienste der Telekom-Firmen. Nach zehn Versteigerungstagen und 76 Gebotsrunden haben die vier zugelassenen Telekoms insgesamt 1,467 Mrd. Euro geboten. Davon sind 1,056 Mrd. Euro auf die sechs Pakete im 800 Megahertz-Bereich gerichtet. Für die 35 weiteren Pakete zwischen 1,8 und 2,6 Gigahertz wurden in den letzten Tagen nur unwesentlich höhere Gebote abgegeben.
Quelle: Auktions-Seiten der BNetzA, Meldung von DF vom 22.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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23.4.2010 • Hamburg: Vier neue TV-Programme
Hamburg Die Landesmedienanstalt MA HSH hat nach Auswertung einer Ausschreibung vom November, die Belegung für den neuen Kanal 36 im Raum Hamburg beschlossen. Die vier Programmplätze gehen für zehn Jahre an Das Vierte, Tele 5, Euronews partagiert mit Channel21 und QVC. Damit gibt es in der Hansestadt 28 Fernsehprogramme über DVB-T. Ein Sendebeginn wurde nicht genannt.
Im Vorfeld war der Plan gescheitert, einen der vier Programmplätze mit 16 Radiosendern zu belegen.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 23.4 / Hintergrund: DVB-T in Hamburg.
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23.4.2010 • Schleswig-Holstein: Das Vierte ersetzt Eurosport
Schleswig-Holstein Den Programmplatz von Eurosport in Lübeck (Kanal 59) und Kiel (Kanal 57), das dort spätestens Ende Mai die DVB-T Verbreitung beendet, übernimmt Das Vierte. Das entschied der Medienrat der Landesmedienanstalt MA HSH. Der Sportsender will sich spätestens Ende Mai aus der DVB-T Verbreitung in der Region zurückziehen.
Wie in Hamburg sollte dieser Programmplatz von Eurosport ursprünglich mit 16 Radiosendern gefüllt werden.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 23.4 / Hintergrund: DVB-T in Schleswig-Holstein.
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22.4.2010 • Digitalradio: MDR mit im DABplus-Boot
DAB-Logo In den mitteldeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekommt MDR die Hälfte der Sendeplätze im regionalen DABplus-Paket für Radioprogramme sowie begleitende Inhalte und Telemedien. Die schon angekündigte Aufteilung mit Laufzeit bis Ende 2013 wurde nun mit den Landesmedienanstalten vertraglich vereinbart.
Zuvor hatten die drei Landesmedienanstalten DABplus-Kapazitäten für Private ausgeschrieben, zuletzt für Thüringen.
Diese landesweite bzw. regionale DAB-Plattform ist nicht zu verwechseln mit der laufenden Bewertung der Ausschreibungsergebnisse durch die ZAK: Dort geht es um ein erstmalig mögliches bundesweit verbreitetes Programmangebot.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitteldeutschland vom 21.4. / Hintergrund: Digitalradio.
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22.4.2010 • DVB-SH: Testnetz in Frankreich vergrößert
DVB-SH Logo Solaris Mobile hat die Tests für das mobile Fernsehen mit hybrider DVB-H/DVB-S Technik jetzt über Paris hinaus auf die Regionen Rennes und Nancy ausgeweitet. Für die „nahe Zukunft“ wird ein „paneuropäischer Roll-out“ angekündigt.
Im Projekt ist Alcatel-Lucent für die Systemintegration und die Sendetechnik zuständig, TowerCast betreibt das terrestrische Sendenetz. Für den Satellitenpart stehen zwei 15 Megahertz breite Frequenzblocks im S-Band zur Verfügung. Damit kann mobiles Fernsehen EU-weit verbreitet werden, wobei sich Satellit und Antenne gegenseitig ergänzen. Das Solaris-Konsortium wurde 2008 von den Sat-Betreibern Astra und Eutelsat gegründet.
Quelle: Presseinfo von Solaris Mobile vom 21.4 / Hintergrund: DVB-SH.
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22.4.2010 • Digitale Dividende: Versteigerung zieht an (2)
Überallfernseh-Logo Nach 8 Tagen geht es bei der Frequenzversteigerung der Digitalen Dividende jetzt kräftig zur Sache. Für die Pakete im 800 Megahertz-Spektrum wurden in Runde 61 gestern erstmals je 100 Mio. Euro überboten. Jetzt geht es schnell voran: In der Bieterrunde 69 waren am heutigen Vormittag zwischen 147,8 und 163,4 Mio. Euro je Paket aufgerufen. Dahinter bleiben die Gebote für die anderen fünf Frequenzbereiche mit derzeit maximal 22,9 Mio. Euro weit zurück. Die Summe der Höchstgebote in Runde 69 liegt bei 1,127 Mrd. Euro.
Indessen beziffern, nach der Presseinfo des Deutschen Bühnenvereins, erstmals einzelne Theater die auf sie zukommenden Folgekosten. So rechnet das Theater Erfurt mit 100.000 Euro für die Umstellung seiner Funkmikrofon-Anlage. Beim Deutschen Nationaltheater in Weimar ist von einem kompletten Umbau der Bühnentechnik die Rede.
Quelle: Auktions-Seiten der BNetzA, Meldung von DF vom 22.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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22.4.2010 • Brandenburg: RBB-Radios befristet über DVB-T
Brandenburg Der RBB strahlt seine Radioprogramme für Oberlausitz und Spreewald befristet über DVB-T aus. Wegen laufender Sanierungsarbeiten arbeiten die UKW-Anlagen des Senders Calau bis zum 25. Juni nur mit reduzierter Leistung.
Die Radioprogramme Antenne Brandenburg, Radioeins, Fritz, Kulturradio und Inforadio sind daher während der Arbeiten zusätzlich im RBB-Multiplex auf dem DVB-T Kanal 57 des Senders Calau zu empfangen.
Quelle: Meldung des RBB vom 20.4.
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21.4.2010 • Österreich: Streit um Dividende
Österreich DVB-T Logo Österreich Auch in Österreich bahnt sich ein Streit um die Verwendung der Digitalen Dividende an - nicht nur wegen möglicher Störungen des Fernsehempfangs. Die freien Frequenzen sollen helfen, „um Fernsehen weiter zu entwickeln und auch in Zukunft störungsfreien Empfang zu gewährleisten“, forderte der Verband der Österreichischen Privatsender (VÖP). Die terrestrische Infrastruktur werde auch in für HDTV oder 3D-TV benötigt. Die Sender hätten die Kapazitäten durch ihre Millioneninvestments in DVB-T freigemacht. Daher könne es nicht sein, dass sie „nun für die Mobilfunker verwendet werden sollen, anstatt für die Weiterentwicklung des Fernsehens“, so VÖP-Vizevorsitzender Markus Breitenecker (Puls 4). Dass in der aktuellen Debatte Argumente der Mobilfunk-Lobby unhinterfragt wiedergegeben würden, lasse „Schlimmes erahnen“. Fernsehen sei nicht nur ein Wirtschafts- sondern auch ein Kulturgut und wichtig für die Demokratie. Das dürfe „nicht aus kurzfristigen wirtschaftlichen Erwägungen heraus“ beschnitten werden.
Quelle: Presseinfo des VÖP vom 20.4. / Hintergrund Digitale Dividende.
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20.4.2010 • Schweiz: HDTV per Antenne startet durch
Schweiz Rund 1,4 Millionen der 2,9 Millionen TV-Haushalte in der Schweiz nutzen laut TNS Infratest digitale Empfangswege. Dabei dominiert das Kabel mit 73 Prozent vor dem Satelliten mit 18 und der Antenne mit 4 Prozent (110.000 Haushalte) Marktanteil. Der Digitalisierungsgrad stieg 2009 um mehr als ein Drittel und liegt nun bei den Sat-Haushalten bei 93, während - ähnlich wie in Deutschland - das Kabel mit nur 31 Prozent hinterher hinkt.
Quelle: Meldung von DF vom 20.4.
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20.4.2010 • BLM: Internetkosten für Radios sparen
BLM Die Bayerische Landesmedienanstalt BLM will Radiobetreibern helfen, Verbreitungskosten zu reduzieren. Vor allem die Internetkosten, die mit der Zahl der User steigen, sollen minimiert werden.
Ein Konzept der BLM-Techniktochter Bayerische Medientechnik (BMT) setzt darauf, dass das Radiogerät beim Empfang von Webradios auf einen anderen Verbreitungsweg umgeschaltet wird, wenn der gewählte Sender vor Ort per DAB oder UKW verfügbar ist. Die BLM gehe davon aus, dass in einer solchen Hybrid-Radio-Lösung „ein hohes Potenzial für eine zukünftige Radioentwicklung liegt, die sich sowohl auf UKW, als auch auf Digital Radio (DAB) auswirkt“. Ergebnisse eines Pilotprojektes werden Mitte Oktober vorgestellt.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 20.4.
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19.4.2010 • Südwesten: Wartungstermine
Baden-Württemberg Für Sender in Baden-Württemberg sind folgende Wartungstermine angekündigt: Am 21. April geht die Anlage in Ulm-Ermingen zwischen 9.05 und 12 Uhr für alle drei Multiplexe ausser Betrieb. Am 22. April zwischen 3 und 5 Uhr sowie zwischen 9.05 und 12 Uhr wird an den drei Multiplexen des Senders Freiburg (Vogtsburg) gearbeitet. Ebenfalls am 22. April wird der Sender Bad Mergentheim gewartet. Am ARD-Multiplex wird dort von 9.30 bis 10.30 Uhr gearbeitet, der SWR-Multiplex folgt von 10.30 bis 11.30 Uhr und das ZDF-Bouquet von 11.30 bis 12.30 Uhr.
Rheinland-PfalzAm 28. April werden die drei Multiplexe der Sendeanlage Ahrweiler zwischen 00 und 5 Uhr wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb gehen.
Quelle: Info auf DVB-T Südwest vom 19.4.
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17.4.2010 • Italien: Mehr Programme für Südtirol (2) - ARD/ZDF ohne WM?
Italien - Autonome Provinz Bozen Südtirol Die neuen Programme für Südtirol werden nunmehr ab dem 6. Mai um 12.30 Uhr aufgeschaltet. Dies erfolge noch im Mai für alle Haupttäler, teilt der Sendenetzbetreiber RAS mit. Damit verbunden sind Kanalwechsel der bereits gesendeten beiden Multiplexe an einigen Sendeanlagen, für die kein Termin genannt wurde.
Zu den bereits ausgestrahlten Programmen ARD, ZDF, BR3, KiKa, ORF1, ORF2, SF1 und SF2 kommen ab Mai die HDTV-Varianten der beiden ORF-Programme im Multiplex 3 und Arte, HD Suisse und BBC One im Multiplex 4. Für die beiden letztgenannten Programme liegt allerdings noch keine Erlaubnis der jeweiligen Anstalt vor.
Um die Spiele der Fußball-WM bei ARD und ZDF zu sehen, werden deutsche Urlauber in Südtirol allerdings auf die Satelliten-Übertragung angewiesen sein: ARD und ZDF haben die Senderechte für DVB-T nur für Deutschland; die FIFA vergibt Senderechte staatenweise und nicht regional.
Quelle: Presseinfos von RAS / Hintergrund: DVB-T in Südtirol.
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16.4.2010 • Digitale Dividende: Versteigerung müde (1)
Überallfernseh-Logo In der ersten Woche hat sich die Versteigerung der Frequenzen für Mobilfunkdienste eher müde dahingeschleppt. Nach 35 Runden wurde für die 42 Frequenzpakete erst gut 191 Mio. Euro geboten. Diese Summe liegt noch weit unterhalb der Erwartungen. Wegen der besten Ausbreitungseigenschaften ist der 800 Megahertzbereich besonders begehrt, allein für die dortigen 6 mal zwei 5 Megahertzblöcke liegen die Gebote bei 83 Mio. Euro. Bis der von Experten für möglich gehaltene Erlös eines einstelligen Milliardenbetrages erreicht ist, kann es noch lange dauern.
Unter den Hammer kommen neben dem wegen der nicht störungsfreien Nachbarschaft mit dem Fernsehen umstrittenen 800 MHz-Bereich weitere 35 Blöcke á 5 MHz in den Bereichen 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz. Als Bewerber wurden Telekom, O2, E-Plus und Vodafone zugelassen.
Quelle: Auktions-Seiten der BNetzA / Hintergrund: Digitale Dividende.
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16.4.2010 • Viseo+: Zahlen wohl erst im Oktober
DVB-T und Pay-TV. Montage: Dehn Viseo+ Nutzerzahlen für das kostenpflichtige private Programmpaket der RTL-Gruppe Viseo+ werden erst ein Jahr nach dem Start, also nicht vor Oktober 2010, bekannt gegeben. Die Verkaufszahlen „liegen in unseren Erwartungen“, wird Martina Rutenbeck, Geschäftsführerin der mit dem Vertrieb beauftragten Eutelsat-Tochter, zitiert. Noch im Januar war eine Handelsbefragung von nicht mehr als 2000 Kunden ausgegangen.
Indessen überprüfen die Landesmedienanstalten das Jugendschutzverfahren für die Freischaltung des Paketes, dass im Gegensatz zu allen anderen DVB-T Ausstrahlungen in Deutschland nicht nur mit Gebühren gekoppelt ist, sondern auch das MPEG-4-Verfahren nutzt. Daher sind spezielle Geräte notwendig, von denen derzeit nur zwei angeboten werden.
Quelle: Meldung von DF vom 16.4. / Hintergrund: Viseo+.
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16.4.2010 • Österreich: MHP-Boxen werden weiter gefördert
Österreich DVB-T Logo Österreich In Österreich werden DVB-T Geräte, die für den Empfang der MHP-Anwendung Multitext geeignet und TÜV-zertifiziert sind, weiterhin gefördert. Einkommensschwache Haushalte, die von der Rundfunkgebühr (GIS) befreit sind, können dafür einen Zuschuß von 30 Euro beantragen. Das ausgefüllte Formular muss gemeinsam mit einer Rechnung, aus der u.a. die Bezeichnung des gekauften Gerätes hervorgeht, an die Medienbehörde RTR geschickt werden.
Quelle: RTR-Newsletter, Digitaler Rundfunk / Hintergrund Geförderte Geräte.
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14.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (6)
Überallfernseh-Logo Anlässlich der Versteigerung legt auch die Deutsche TV-Plattform noch einmal nach. Neben den 24 Mio. Haushalten mit terrestrischen Empfang könnten die Besitzer von 6 Mio. portablen Fernsehern und etwa 1,5 Mio. Autos mit DVB-T von Störungen durch LTE-Dienste betroffen sein.
Die Bundesnetzagentur vergebe die Frequenzen, „ohne das gesamte Ausmaß möglicher Störungen zu kennen oder gar konkrete Maßnahmen zur Reduzierung bzw. zur effektiven Beseitigung von Verträglichkeitsproblemen“ zu haben. „Behauptungen, Schutzfilter könnten problemlos Abhilfe in den Haushalten schaffen, sind bisher weder praxistauglich noch zutreffend. Am Ende werden die Fernsehzuschauer die Last der Frequenz-Veräußerung zu tragen haben“, so der Verband. Gefordert wird „Empfangssicherheit für alle Rundfunknutzer“ und „ein Maßnahmenplan zur Vermeidung von Empfangsstörungen bei existierenden und neuen Empfangsgeräten - inklusive einer damit verbundenen Kostenübernahme“.
Die Deutsche TV-Plattform hatte bereits im September 2009 einen „Verträglichkeitsbericht“ vorgelegt.
Quelle: Presseinfo vom 14.4., Verträglichkeitsbericht / Hintergrund: Digitale Dividende, betroffene Multiplexe.
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14.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (5)
Überallfernseh-Logo In der Debatte um die Folgen der Digitale Dividende hat sich der Deutsche Bühnenverein zu Wort gemeldet. Gefordert wird der Stopp der vorgestern begonnen Auktion des oberen UHF-Bereichs. Dieser sei „entgegen öffentlichen Behauptungen – nicht frei, sondern (wird) von vielen Kultur- und Konferenz-Veranstaltern für drahtlose Mikrofonanlagen (Mikroportanlagen) genutzt. Eine parallele Nutzung der Frequenzen von Mobilfunk und bisherigen Betreibern ist nicht möglich.“
Die vom Bund angekündigten Kostenerstattungen für den Umstieg auf Ausweichfrequenzen würden „nur in Einzelfällen zu einer minimalen Erstattung führen. Obwohl die Erlöse der Versteigerung ausschließlich dem Bund zugute kommen, bleiben die gesamten Umstellungskosten an Ländern und Kommunen bzw. an den Kultureinrichtungen und Unternehmen hängen“. Der Verband rechnet mit mehreren hundert Millionen Euro, die Theater, Konzertsäle, Kirchen, Konferenzzentren und Kleinunternehmen aufbringen müssen. Für einzelne Theater sei mit Kosten bis 300.000 Euro zu rechnen.
Am zweiten Versteigerungstag lagen die Gebote mit 120 Mio. Euro noch weit unter den Erwartungen des Bundes.
Quelle: Presseinfo des Deutschen Bühnenvereins vom 13.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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13.4.2010 • Sachsen: Lowpower Leipzig ab Mai im Regelbetrieb
Sachsen Das im März 2008 gestartete Lowpower-Projekt in Leipzig geht am 10. Mai in den Regelbetrieb. Per Ende April verkauft die bei dem Projekt für lokalen Rundfunk via DVB-T federführende Landesmedienanstalt SLM die Sendetechnik an den Netzbetreiber Mugler AG. Das sächsische Unternehmen hatte das Sendenetz entwickelt, über das von fünf Standorten das Leipziger Stadtgebiet versorgt wird. Das technische Konzept macht es möglich, Regionen gezielt zu versorgen und ist daher vor allem für lokale Programmveranstalter kostengünstig.
Der inoffiziell bekannt gewordene mögliche Wechsel des Sendekanals (von 37 auf 31) am 10. Mai, um den es gerüchtelt, wurde in der Presseinfo der SLM nicht erwähnt.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 12.4. / Hintergrund Lokalprojekt Leipzig.
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12.4.2010 • Österreich: Pilot mit DVB-T2 ist unterwegs
Österreich DVB-T2 Logo (DVB Project) Das bereits angekündigte Pilotprojekt für DVB-T2 in Österreich hat heute offiziell begonnen. Den Rahmen des einjährigen Tests sollen unter anderem HDTV-Bilder der Fußball-WM in Südafrika bilden. Der Sendenetzbetreiber ORS überträgt dafür beide HDTV-Programm des ORF sowie das Ö1-Radio in einem Multiplex. Bis dahin sind unter anderem umfangreiche Messfahrten im Raum Wien vorgesehen, um unterschiedliche Senderkonfigurationen zu untersuchen.
Im Ergebnis soll auch über die digitale Antenne der Zugang zu HDTV-Programmen angeboten werden. „Die Digitale Dividende (darf) nicht zur Gänze dem Mobilfunk zugesprochen werden. Denn ohne die – teilweise – Nutzung der freiwerdenden Rundfunkfrequenzen wird die TV-Zukunft in Österreich nicht stattfinden“, verband ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer die Ankündigung des Projektes mit dem kritisch diskutierten Beginn der Dividende-Auktion in Deutschland.
Quelle: Meldung von Infosat vom 12.4. / Hintergrund DVB-T2.
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12.4.2010 • Rheinland-Pfalz: Feldversuch mit DRM+ über VHF beendet
LMK Die rheinland-pfälzische Landesmedienanstalt LMK hat den im Februar begonnenen Feldversuch für digitales Radio im VHF-Band beendet. Nach einer ersten Mitteilung konnte nachgewiesen werden, dass die Übertragungstechnik DRM+ nicht nur auf UKW-Frequenzen, sondern auch im VHF-Bereich (unterhalb 230 Megahertz) und gemeinsam mit DAB/DAB+-Ausstrahlungen einsetzbar ist. Damit sei zusätzlich zur bundesweiten Versorgung mit DAB/DAB+ auch die Verbreitung lokaler und regionaler Radio über DRM+ möglich. Detaillierte Ergebnisse sollen auf einer Fachkonferenz Ende Mai vorgestellt werden.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 12.4., Website der DRM+-Projekte.
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12.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (4)
Überallfernseh-Logo „Es ist nicht haltbar, dass deutsche Haushalte zum Experimentierfeld werden“, kritisiert auch ZVEI-Vizepräsident Hans-Joachim Kamp die heute beginnende Frequenzversteigerung. Fernsehgeräte würden „in der berechtigten Annahme gekauft, dass diese voll funktionsfähig und dem analogen Empfang überlegen sind“. Störungen, wie in analogen Zeiten, seien da nicht akzeptabel. Kamp forderte die Drosselung der Sendepegel für die neuen Dienste und einen Schutzabstand von mindestens 10 Megahertz zwischen Rundfunk und neuen Diensten.
Die Bundesnetzagentur setze - einmalig in Europa - gemäß der politischen Vorgabe auf Tempo. Aber gegen die 24 Mio. möglicherweise betroffenen TV-Haushalte stehen laut Bundesregierung nur 1,35 Mio Haushalte, die nicht mit DSL-Anschlüssen versorgt werden können und daher auf Funkverbindungen angewiesen seien.
Hersteller und Handel erwarten nicht nur hohe Kosten für die Entwicklung neuer Geräte, die ab 2012 auf den Markt kommen sollen, für nicht mehr verkäufliche Produkte und intensive Beratung. Auch drohe ein Imageverlust, weil die Verbraucher zwischen Störungen und einem Geräteverlust nicht unterscheiden können.
Quelle: Interview von Infosat vom 12.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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12.4.2010 • Stereoskopie: HDMI-Spezifikation wieder erweitert
3D-Brille (XpanD) Gerade erst kommen Fernseher und BluRay-Player mit der neuen Schnittstellenversion HDMI 1.4 auf den Markt. Diese unterstützt die Übertragung stereoskopischer Inhalte zwischen Bildquelle (Settopbox oder BluRay-Player) und Fernsehgerät. Jedoch hat das HDMI-Konsortium noch im Dezember 2009, schon nach einem halben Jahr, die Spezifikation überarbeitet und um einige Signalformate ergänzt. HDMI 1.4a bezieht nun die „3D“-Signalformate „Side-by-Side Horizontal“ und „Top-and-Bottom“ ein. In der Version 1.4 vom Juni 2009 war nur „Frame Packing“ für die Vollbilder von BluRay-Content und Spielen berücksichtigt worden.
Quelle: Bericht von Heise vom 5.3. / Hintergrund Stereoskopie, FAZ net am 2.4.
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12.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (3)
Überallfernseh-Logo Weitere Kritik zum Umgang mti der „Digitalen Dividende“ wurde anlässlich der heute beginnenden Frequenzauktion geäußert. „Dass es Störungen geben wird, ist unstrittig. Nur das Ausmaß ist noch unklar“, so Jochen Mezger, Leiter der Abteilung Programmverbreitung des Instituts für Rundfunktechnik IRT. Grundlage dieser Einschätzung sind Messungen des IRT zur Verträglichkeit von Fernsehen und der neuen LTE-Dienste. Nutze ein Nachbar das neue Funk-Internet sind Störungen den TV-Empfangs über Kabel und Antenne nicht ausgeschlossen.
Für den Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisierte Michael Bobrowski die Haltung der Bundesnetzagentur. Das ungelöste Problem scheint dort „ziemlich egal zu sein“. Er forderte die Klärung der Verantwortlichkeit für etwaige Störungen. „Es muss klar sein, dass der Verursacher dafür aufkommt, eine Störung zum Beispiel mit einem speziellen Filter zu beheben, und nicht etwa der Verbraucher selbst.“
Quelle: Meldung von Der Tagesspiegel vom 11.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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10.4.2010 • Berlin/Potsdam: DSF wird Sport1
Berlin Sport1 Logo Morgen wird die Umbenennung des Spartensenders DSF in Sport1 vollzogen. Damit werden die Bezeichnungen des vor 17 Jahren gegründeten Spartensenders und der Website Sport1.de zu einer Marke zusammengeführt. Die Constantin Medien AG, der beide Unternehmen gehören, will damit auf Verluste im Sportbereich reagieren.
Über DVB-T ist Sport1 nur im Berliner Kanal 56 zu empfangen.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 9.4. / Hintergrund: DVB-T in Berlin/Potsdam.
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9.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (2)
Überallfernseh-Logo „Die Digitale Dividende ist in vielen Gegenden die einzige wirtschaftlich tragfähige Möglichkeit für eine Breitbandversorgung“, kommentiert der Industrieverband Bitkom die bevorstehende Frequenzauktion. „Die Bedeutung der Auktion für den Standort Deutschland ist daher kaum zu überschätzen“, so BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Zur Kritik an der Umnutzung der UHF-Frequenzen zwischen den Kanälen 61 und 69 und den möglichen Störungen des TV-Empfangs und der Veranstaltungstechnik nahm der Verband nicht Stellung.
Um die Probleme wissend wurde in Österreich, wo etwa jeder Dritte Haushalt den terrestrischen Empfang nutzt, eine rechtliche Prüfung in Auftrag gegeben, wer für die Beseitigung von möglicherweise eintretenden Störungsfällen zum Schadenersatz herangezogen werden kann. Auftraggeber ist das Bundesgremium des Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Der Einzelhandel sehe sich nicht in der Lage, mögliche Kosten zu tragen, wolle aber seine Kunden nicht im Stich lassen.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 9.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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8.4.2010 • Digitale Dividende: Weitere Kritik an der Versteigerung (1)
Überallfernseh-Logo Kurz vor der am 12. April beginnenden Frequenzauktion für den oberen UHF-Bereich meldeten sich ARD und ZDF nochmals mit Kritik zu Wort. Unter der Überschrift „ARD und ZDF befürchten Schrottbilder“ fragt das Handelsblatt heute: „Kann es sein, dass der telefonierende Nachbar mit seinem Handy den ARD-„Tatort“ am Sonntagabend in der Nachbarwohnung blockiert?“
SWR-Technikdirektor Bertram Bittel wird mit der Bemerkung zitiert: „Die Voraussetzungen für die Räumung der Rundfunkkanäle 61 bis 69, und zwar befriedigende Lösungen der Störproblematik sowie eine Kostenerstattung für die Verlagerung der DVB-T-Sender und Drahtlosmikrofone, sind bisher nicht erfüllt.“ Nicht ausreichende Verträglichkeitstests moniert auch ein ZDF-Sprecher in dem Beitrag. Er forderte, „dass die Verursacher von möglichen Schäden dafür aufkommen“. Dies betreffe - angesichts 20 Millionen verkaufter DVB-T Geräte - den Fernsehempfang, aber auch Störungen des Produktions- und Veranstaltungsfunks.
Quelle: Bericht im Handelsblatt vom 8.4. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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8.4.2010 • England: Antenne und Satellit treiben Digitalisierung an
England Ende 2009 hat der Digitalisierungsgrad in England 91,4 Prozent erreicht. Darüber hinaus werden 69 Prozent der Zweitgeräte für den digitalen Empfang genutzt. Damit liegt der Durchschnitt für alle Empfänger bei 79 Prozent (plus 6,7 zu Anfang 2009), meldet der jüngste Quartalsbericht der Medienbehörde Ofcom.
DVB-T Logo EnglandDie noch verbleibenden 21 Prozent sind analoge Antennenfernseher und gehalten, sich spätestens zum ASO-Termin Ende 2012 ein Digitalgerät anzuschaffen. Dank hoher Verkaufszahlen (4,7 Mio. Empfänger, davon 3,5 Mio. Fernseher, allein im 4. Quartal 2009) nutzen 10,1 Millionen Fernsehhaushalte DVB-T (d.h. das Paket Freeview) als einzigen TV-Empfangsweg. Das entspricht 40 Prozent aller Haushalte. 9,2 Mio. Haushalte (36 Prozent) nutzen digitales Pay-TV via Satellit.
FreeView HD-Logo EnglandVor wenigen Tagen startete England wieder in ein neues Antennen-Zeitalter: DVB-T2 ist die technische Grundlage für den neuen HDTV-Dienst FreeviewHD.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 1.4. / Hintergrund: DVB-T in England.
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7.4.2010 • AGF: Wieder mehr Digitalhaushalte in Deutschland
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Für den Monat März bilanziert die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) einen Anstieg der Digitalhaushalte um 230.000 auf 14,83 Mio. Dies entspricht einem Anteil von 41,8 Prozent der 35,49 Mio. TV-Haushalte in Deutschland. Im Vormonat war ein leichter Rückgang um 80.000 Haushalte gemeldet worden.
Damit stieg der Anteil der Digitalhaushalte seit Jahresbeginn um 0,4 Prozent. Zum Vergleich: Ende 2002 - also etwa kurz nach Beginn der DVB-T Einführung - waren 2,53 Mio. Digitalhaushalte gemeldet worden, das entsprach 7,4 Prozent der damals 34,37 Mio. Fernsehhaushalte.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.4.
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7.4.2010 • DAB: Ausschreibung auch für Thüringen und Sachsen-Anhalt
DAB-Logo Im Rahmen des von den Landesmedienanstalten Mitteldeutschlands betriebenen gemeinsamen DAB-Einführungsszenarios wurde nun auch die Ausschreibungen der Multiplexe für Thüringen und Sachsen-Anhalt bekannt gegeben. In Thüringen wurde ein Multiplex „für die digitale Verbreitung eines privaten Hörfunkprogrammes oder eines dem Rundfunk vergleichbaren Telemediums durch erdgebundene Sender in einem Standard der DAB-Systemfamilie“ ausgeschrieben. Für Sachsen-Anhalt ist von sechs Sendeplätzen für kommerzielle Anbieter die Rede.
Die Sendekapazität werden der MDR und Private zu gleichen Teilen nutzen. Es besteht die Möglichkeit für die Regionalisierung in vier Gebieten. Die Frist läuft bis zum 12. April.
Die Bundesnetzagentur werde den technischen Betrieb auf Grundlage der Bedarfsanmeldung ausschreiben teilt die Landesmedienanstalt TLM ergänzend mit.
Parallel läuft die Sichtung der neun Bewerbungen für das bundesweite DAB-Einführungsprojekt der Landesmedienanstalten durch deren gemeinsame Kommission ZAK.
Quelle: Ausschreibungen der TLM vom 15.3. und der MSA vom 7.4.
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4.4.2010 • Österreich: Umstiegstermine für Kärnten und Tirol
Österreich DVB-T Logo Österreich Auf der österreichischen DVB-T Website werden neue Umstiegstermine bekannt gegeben. Umfangreiche Umschaltungen sind für Tirol am 18. Mai geplant. Bereits vorab am 27. April gehen drei Sendeanlagen in den Simulcast. An der Sendeanlage Gries/Sellrain wechselt MuxA am 18. Mai von K 36 auf K49.
Stichtag für zahlreiche Regionen in Kärnten ist der 25. Mai. Vier Sendeanlagen werden bereits ab dem 4. Mai im Simulcast betrieben.
Wie üblich werden in beiden Bundesländern zahlreiche bisher analog betriebene Sendeanlagen überflüssig. Ab dem 18. bzw. 25. Mai werden sie durch digitale Sender an benachbarten Standort ersetzt. In wenigen Orten ist eine terrestrische Versorgung nicht mehr gewährleistet, es muss auf Satellit ausgewichen werden.
Quelle: Infos von DVB-T Österreich / Hintergrund Neue DVB-T Regionen.
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2.4.2010 • Stereoskopie: Übertragungsstandard mit zwei Phasen
3D-Brille (XpanD) Obwohl bereits einige Sender vorpreschen (BSkyB startet morgen einen „3D“-Kanal) arbeitet das DVB-Projekt weiter am Standard für die Übertragung stereoskopischer TV-Sendungen. Bis Jahresende wollen zwei Arbeitsgruppen kommerzielle bzw. technische Anforderungen erarbeiten. Die Arbeitsergebnisse werden dann zur endgültigen Festschreibung an ETSI und ITU weitergeleitet.
Ein „Phase 1 System“ soll vorhandene Settopboxen für den Empfang von „3D“-Programmen erweitern. Die Fernseher der ersten „3D“-Generation sollen Stereoskopie wie auch 2D gleichermassen darstellen können.
Ein „Phase 2 System“ könnte die Forderung aufgreifen, „3D“-Programme so zu senden, dass eine 2D-Variante herausgelöst werden kann. Damit will z.B. älteren Zuschauern entgegenkommen, die möglicherweise eine geringere Raumwirkung bevorzugen. Eine solche Forderung war vonseiten der EBU vorgetragen worden.
Quelle: Presseinfo des DVB Project vom 31.3. / Hintergrund Stereoskopie.
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2.4.2010 • Digitale Dividende: Flächendeckender Ausbau steht außer Frage
Überallfernseh-Logo Der Industrieverband Bitkom lobt in höchsten Tönen die Bundesregierung für den Ausbau der Breitbandversorgung. Ungeachtet der Bedenken wegen Störungen des Fernsehempfangs durch die neuen LTE-Funkdienste weist Manfred Breul, BITKOM-Bereichsleiter Kommunikationstechnologien, auf die Bedeutung der „Digitalen Dividende“ hin: „Nur mit Frequenzen unter 1 GHz ist in vielen Fällen eine schnelle und effiziente Versorgung der bislang noch unversorgten Regionen möglich.“
Er macht zudem deutlich, dass es nicht nur um die „weissen Flecken“ der Breitbandversorgung geht: „Die vier zum Auktionsverfahren zugelassenen Netzbetreiber haben alle schon im Vorfeld zugesagt – und so steht es auch in den Lizenzbedingungen – die unversorgten Regionen vorrangig auszubauen. Damit werden wir zu einer flächendeckenden Versorgung kommen.“
Quelle: Interview von Infosat vom 1.4. / Hintergrund Digitale Dividende.
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1.4.2010 • Italien: Digital überholt analog, DVB-T führt den Markt
Italien DVB-T Logo Italien Mit Stand vom Februar 2010 hat der digitale Fernsehempfang mit 51,2 Prozent der Haushalte den analogen überholt. Stärkster Verbreitungsweg ist die Antenne mit 35 Prozent aller bzw. 69 Prozent der Digitalhaushalte. 15,2 Prozent empfangen per Satellit und nur 0,4 Prozent per IPTV. Die Anzahl der DVB-T Haushalte wird mit 15,7 Millionen angegeben. Sie nutzen einschließlich Zweitgeräte etwa 24,17 Mio. Geräte. Allein seit Anfang Dezember 2009 wurden 1,1 Mio. DVB-T Geräte verkauft!
Quelle: Meldung von Advanced Television vom 30.3.
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1.4.2010 • Spanien: ASO fast vollzogen
SpanienDVB-T Logo Spanien - TDT Der Umstieg auf DVB-T ist in Spanien fast komplett durchgeführt worden. Am 30. März wurden die analogen Sender der Großstädte Madrid, Barcelona und Sevill abgeschaltet. Nach dem 2. April werden nur noch Teile der Regionen Asturien, Castilla y León, Galizien und der Kanarischen Inseln analog versorgt.
DVB-T erreicht 98,7 Prozent der spanischen Bevölkerung, der Geräteverkauf soll in den letzten Monaten explodiert sein. Landesweit werden 32 Free- und Pay-TV Programme geboten. Weitere Programme sind regional verfügbar.
Quellen: Meldung von Broadband TV News vom 29.3.
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1.4.2010 • Frankreich: CSA stoppt Umstellung
Frankreich DVB-T Logo Frankreich Die französische Medienbehörde CSA hat eine ab dem 5. Mai geplante Änderung der DVB-T Datentabellen auf nationaler Ebene bis 2013 ausgesetzt. Dagegen hatte die Verbraucherschutzorganisation UFC Que Choisir heftig protestiert. Nach deren Angaben könnten vor allem billige Einsteigerboxen die veränderten Daten der programmbegleitenden Network Information Tables (NIT, enthält u.a. Daten zur Identifizierung der Transportdaten-Ströme eines Multiplexes. Kanalbandbreite, den Gleichwellenbetrieb und zur hierarchischen Modulation) nicht einlesen. Es bestehe Gefahr, dass 300.000 bis 500.000 solcher „nicht normgerechter“ Empfangsgeräte unbrauchbar werden.
Obwohl das Problem bereits seit 2007 bekannt ist will die CSA nun für ihren Plan, der auf eine Erweiterung des Programmangebots zielt, eine mit den Altgeräten kompatible Lösung suchen. Die Regierung wurde aufgefordert, bei den Herstellern die Berücksichtigung der neuen Gegebenheiten durchzusetzen.
Laut CSA-Bilanz vom Februar 2010 nutzen Mitte 2009 43,1 Prozent (11,5 Mio.) der Digitalhaushalte den terrestrischen Empfang des TNT-Angebots.
Quellen: Info der UFC vom 14.3., Hintergrundinfo UFC, CSA-Info, CSA-Bilanz.
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1.4.2010 • Mitte: Weitere Wartungstermine
Das Projektbüro Mitteldeutschland kündigt folgende Wartungstermine an:
SachsenArbeiten am Sender Leipzig Süd finden für ARD (K24) und MDR (K9) am 1., 6. und 19. April sowie am 3. Mai, jeweils von 6.30 bis 11.30 Uhr statt. Der Sender Dresden für ARD (K29) und MDR (K39) ist am 1. Mai zwischen 8 und 19 Uhr betroffen.
ThüringenArbeiten betreffen die Multiplexe von ARD (K21) und MDR (K27) an den Sendern Jena (Kernberge) am 7. April, Saalfeld am 8. April, Erfurt am 20. April und Weimar am 21. April. Die Arbeiten finden jeweils von 9.05 bis 11.45 Uhr statt.
Quellen: Info des Projektbüros.
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1.4.2010 • Italien: Mehr Programme für Südtirol
Italien - Autonome Provinz Bozen Südtirol Der öffentlich-rechtliche Netzbetreiber RAS kündigt eine Erweiterung seines Programmangebots an. Bis zum 13. Mai sollen ORF1 HD, ORF2 HD (Multiplex 3) und Arte (Multiplex 4) auf Sendung gehen. Die Ausstrahlungen sollen auf den Kanälen 27 bzw. 59 erfolgen.
Für die ebenfalls angekündigten Programme BBCone und SRG HD Suisse im Mux 4 fehle jedoch noch die Sendeerlaubnis der betreffenden Fernsehanstalt. Auch für einen avisierten regionalen Informationskanal fehlen die rechtlichen Voraussetzungen. Nach Klärung der juristischen Fragen sind alle vier Multiplexe der RAS komplett belegt.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 30.3. / Hintergrund: DVB-T in Südtirol.



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