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Nachrichten-Archiv Juli 2019

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31.7.2019 • Italien: Drei Umstiegsschritte zu DVB-T2 mit HEVC
DVB-T2 Logo (DVB Project) Italiens Regierung hat jetzt eine Roadmap für das Antennenfernsehen veröffentlicht. Nach Angaben des Netzbetreibers RAS betrifft das das terrestrische Programmangebot in Südtirol wie folgt:
Im Zusammenhang mit der Umwidmung zugunsten des Mobilfunks müssen die Kanäle 50 (Mediaset, Standort Kronplatz), 51 (RAS Mux2 an den Standorten Sulden, Montoni, Graun, Mals, Rosskopf, Brenner, Kronplatz, Toblach und Winnebach) sowie 52 (Mediaset, Standorte Kronplatz und Rosskopf) zwischen dem 1. Juni und 31. Dezember auf niedrigere Frequenzen wechseln.
Vom 1. September bis 31. Dezember 2021 sind weitere Kanalwechsel vorgesehen. Dies geschieht in Verbindung mit der Änderung der Codierung von MPEG-2 auf MPEG-4.
In den letzten Junitagen 2022 folgt die dritte Phase mit der Umstellung auf DVB-T2 mit HEVC-Kompression. Fernsehgeräte, die ab 2017 in den Handel kamen, müssen bereits mit beiden Standards ausgestattet sein. RAS bietet außerdem einen Test-Multiplex in diesem Modus an. Die Anschaffung von DVB-T2 Equipment wird vom Staat u.U. bezuschußt.
Quelle: Info vom 22.7., Testmux von RAS | Hintergrund: DVB-T2 und DVB-T in Südtirol.
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30.7.2019 • Österreich: Zwei neue Programme für den Wiener DAB+-Mux
Zur Programmerweiterung beim DAB+-Citymux Wien wurden heute zwei neue Programme im Kanal 11C aufgeschaltet.
Die neue Station Vienna Hood Radio ist nach eigenen Angaben das „neue terrestrische Radio, das eine neue Ära für die HipHop Hood Wiens einleitet“. Vom gleichen Veranstalter kommt auch High Live Radio, das in mehreren Sprachen auf ein junges migrantisches und kosmopolitisches Wiener Publikum orientiert. Die ITM-NET GmbH wurde im März 2019 gegründet. DAB+ sei „das neue multimediale terrestrische Radioformat“, das „mittelfristig UKW als technologischen Standard ablösen“ wird.
Nachdem sechs Programme Ende Mai vom Wiener in den neuen nationalen DAB+-Multiplex wechselten, wurden für den Citymux Wien 300 CU ausgeschrieben. Das entspricht der Kapazität für fünf bis sechs Stationen.
Quelle: Meldung von satnews vom 30.7., Homepages ITM Net GmbH, Hood Music, High Live | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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29.7.2019 • Österreich: Bald neue Programme für den Wien-Mux?
Etwas leichter als auf nationaler Ebene geht es beim DAB+-Citymux Wien zu. Dort können die Radiohörer mit einer Erweiterung des aktuellen Angebots von neun DAB+-Programmen rechnen.
Nach Angaben auf der Citymux-Website des Plattformbetreibers Radio Technikum wurden im Ergebnis einer Ausschreibung vom April jetzt „alle freien Kapazitäten am MUX II Wien mittels Verbreitungsverträgen vergeben“. Vor dem Sendebeginn steht jedoch die Genehmigung durch die Medienbehörde des Landes. „Die Programme werden namentlich genannt, sobald positive Programmbewilligungsbescheide seitens der Kommunikationsbehörde Austria vorliegen und Rechtskraft erlangt haben.“
Quelle: Info auf citymux.at vom 18.7. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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29.7.2019 • Österreich: Schwierige Aussichten auf mehr Programme
DABplus-Logo Schriftzug DABWorld Matthias Gerwinat, Geschäftsführer des Digitalradio-Vereins Österreich und von ERF Austria, erwartet, dass sich zu den neun Programmen im nationalen DAB+-Mux weitere Anbieter hinzu gesellen. Konkrete „Signale“ gebe es vom Klassiksender Radio Stephansdom, der sich bereits am Wiener Probebetrieb beteiligt hatte. Das erklärt Gerwinat gegenüber der Zeitschrift InfoDigital (Print, 8/2019).
Gerwinat verweist zudem auf Hörer-Wünsche für eine DAB+-Beteiligung des ORF mit Ö3 oder ORF1 und verweist auf die DAB+-Verbreitung von ORF-Radios in Südtirol. Spekulationen um einen eigenen Multiplex hat der öffentlich-rechtliche Sender jedoch zurückgewiesen; ein Hinderungsgrund könnte sein, dass die Chefetage auf 5G orientiert. Gerwinat und Arabella-Chef Wolfgang Struber fordern aber auch die Streichung gesetzlicher Regelungen, die dem ORF „DAB+ only“-Spartenkanäle verbieten und ebenso die Möglichkeiten der Privatradios einschränken. Struber fände z.B. einen werbefreien ORF-Kinderkanal sinnvoll.
Privatradios, die nur auf UKW senden, müssten mit dem Verlust von Marktanteilen rechnen, ergänzt Gerwinat. Er rechne damit, dass sich die national per UKW zugelassenen Sender KroneHit und Oe24 spätestens 2022 an DAB+ beteiligen.
Der bis September 2020 geplante Reichweiten-Ausbau auf 83 Prozent unterliege zwar im Vergleich den 95 Prozent des ORF über UKW, sei aber nicht zu gering. Denn die Privaten erreichen über UKW ebenfalls „nicht wesentlich mehr als 80 Prozent“ der Bevölkerung.
Quelle: Kurzinfo von infosat vom 29.7. | Hintergrund: DAB+ national in Österreich.
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29.7.2019 • Digitalradio: NRW-Ausschreibung verschiebt sich auf 2020
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, rechnet nicht damit, dass DAB+-Angebote für NRW wie bisher angekündigt im Spätsommer ausgeschrieben werden können.
Der Antrag auf Zuweisung von Frequenzen für zwei landesweite Abdeckungen, davon eine regionalisiert, werde von der Bundesnetzagentur (BNetzA) bearbeitet. Das schließe die internationale Koordinierung mit Nachbarländern ein. Das Frequenzkonzept eines landesweiten Multiplexes wirke wiederum auf die regionalen komplexen Frequenzplanungen. „Aus heutiger Sicht erscheint eine Zuordnung vor Ende des Jahres eher unwahrscheinlich“, wird Schmid weiter zitiert. Erst wenn BNetzA die Frequenzplanung fertigstellt und diese über die Landesregierung der Medienanstalt LfM zugeordnet ist, können Ausschreibungen erfolgen. „Bisher wurde auf Anfrage mitgeteilt, dass dem Land NRW zur Bedienung des Bedarfes einer landesweiten DAB+ Bedeckung ausreichend Übertragungskapazität zur Verfügung stehen wird“, so Schmid.
Auf einen Call for Interest gingen Ende 2018 46 Stellungnahmen bei der LfM ein. Erst kürzlich hatte der NRW-Landtag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP eine finanzielle Förderung eines DAB+-Engagements von NRW-Lokalradios abgelehnt.
Quellen: Meldung von radioszene.de vom 29.7. | Hintergrund: DAB+ in NRW
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28.7.2019 • Digitalradio: SWR setzt Ausbau des Sendenetzes fort
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR will „voraussichtlich“ am kommenden Mittwoch (31. Juli) um ca. 13 Uhr die Sendeanlage Bitburg Stahl im Kanal 11A in Betrieb nehmen. Damit wird die Versorgung mit dem DAB+-Multiplex des SWR in Bitburg und im Landkreis Bitburg-Prüm verbessert, teilt der SWR mit.
Die Rundfunkanstalt beginnt damit ihre diesjährigen Ausbau-Maßnahmen in Rheinland-Pfalz, wo die Standorte Alf Bullay, Bleialf, Diez an der Lahn, Kirn, Haardtkopf (mit Leistungserhöhung), Oberes Ahrtal und Zweibrücken bis Jahresende folgen sollen. Für Baden-Württemberg werden die Standorte Brandenkopf, Mühlacker und Wertheim angekündigt.
Quellen: DAB+-Seiten des SWR vom 26.7. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg
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27.7.2019 • Digitalradio: Bundesmux2-Probebetrieb zur IFA ist abgesagt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Konsortium Antenne Deutschland verzichtet auf den angekündigten Demobetrieb des zweiten nationalen DAB+-Multiplexes anlässlich der Funkausstellung Anfang September. Das erfuhr Radiowoche von dem Unternehmen.
„Antenne Deutschland steht auch nach dem erstinstanzlichen Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig dazu, so schnell wie möglich den zweiten bundesweiten Multiplex mit den neuen DAB+ Programmen auf Sendung zu bringen. Eine finale Prüfung der Urteilsbegründung ist allerdings erst möglich, nachdem diese vorliegt. Dies ist bis heute nicht der Fall. Insofern käme ein Testbetrieb zur IFA eindeutig zu früh“, werden Arnold Stender und Willi Schreiner, die beiden Geschäftsführer, zitiert.
Die bei der Auswahl für den zweiten Bundesmux unterlegene Firma DABP hatte gegen die Entscheidung der Medienanstalten zugunsten von Antenne Deutschland geklagt. Das Sächsische Verwaltungsgericht hatte Ende Mai 2019 geurteilt, dass das Auswahlverfahren wiederholt werden muss. Nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung haben die Beteiligten vier Wochen Zeit, um über ihr weiteres Vorgehen zu entscheiden. Das Gericht hatte eine Revision beim Oberverwaltungsgericht ebenso wie eine Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht zugelassen.
Unabhängig vom Stand dieses Hauptverfahrens wäre laut einem Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts der kurzfristige Sendestart des zweiten Bundesmuxes juristisch möglich. Vor dem Hintergrund hatte Antenne Deutschland den Regelbetrieb für das 4. Quartal in Aussicht gestellt. Ob dieses Vorhaben - wegen der ausstehenden Urteilsbegründung - gefährdet ist, bleibt offen.
Quellen: Meldung von radiowoche.de vom 26.7. | Hintergrund: Bundesmux 2.
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26.7.2019 • Terrestrik: Vodafone macht Mobilfunksender verkaufsfähig
Terrestrik Der Vodafone-Mutterkonzern will seine „tower“ bis Mai 2020 in eine Tochterfirma ausgliedern und verkaufen. Investoren werden mit einem Gewinn vor Steuern (EBITDA) von 900 Mio. Euro jährlich gelockt. Der Verkauf sei ein Beitrag zur Reduzierung der Konzernschulden. Strategisch setze man auf gemeinsame Ressourcennutzung mit anderen Anbietern, was in einigen Ländern erfolgreich laufe.
Mit 61.700 Standorten in 10 Ländern sei man der größte Eigner von „towers“ in Europa. Davon ist mit 19.300 Standorten das größte Länderpaket in Deutschland. Die genannte Zahl lässt darauf schließen, dass es sich wesentlich um Mobilfunk-Masten handelt, auch wenn der Begriff „tower“ der englischen Presseinfo in wörtlicher Übersetzung irritieren mag. Weitere Auskünfte, auch ob dennoch Broadcast-Standorte dazu gehören, gibt Vodafone nicht.
Quellen: Presseinfo von Vodafone vom 26.7. | Hintergrund: DAB+ in Funktürme, Streit um UKW-Antennen.
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25.7.2019 • Digitalradio: DAB+ im BLM-Medienrat
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In seinem Bericht an den BLM-Medienrat verwies BLM-Präsident Siegfried Schneider auf die positive Bilanz der jüngsten Funkanalyse Bayern zu DAB+. Die Nutzung „entspricht einer Tagesreichweite von zwei Millionen und bedeutet eine Steigerung um fast ein Viertel seit der letzten Untersuchung.“
Mit Blick auf den Niedersachsen-Beschluß stellte Schneider fest: „Der Verkauf von DAB+-fähigen Radios wird nicht an den Grenzen von Niedersachsen Halt machen. Und auch in Niedersachsen wird DAB+ weiter über das bundesweite Netz und das Netz des NDR laufen. Im Übrigen hat sich Niedersachsen ja noch nie für DAB+ engagiert.“ UKW könne durch einen Verzicht auf DAB+ nicht gerettet werden. DAB+ sei für ihn Teil einer hybriden Strategie von Terrestrik und Online-Audio, so Schneider. „Wer nicht beide digitalen Ausspielwege nutzt, wird Hörer, Marktanteile und damit Erlöse verlieren. Das kann sich eigentlich kein privatwirtschaftlich finanzierter Sender erlauben.“ Die Medienpolitik sollte daher nicht in die Vielfalt der Verbreitungswege eingreifen. DAB+ werde ab 2020 durch die EU-Richtlinie zur Radio-Ausstattung von Neuwagen und die TKG-Novelle an Fahrt zunehmen.
Der Medienrat verlängerte die Zuweisung im Allgäu-Multiplex an Hitradio.rt1 Südschwaben bis zum 30. September 2029. Zugleich wurden Erwartungen deutlich gemacht: „Der Anteil lokaler Beiträge außerhalb der Nachrichten ist jedoch ausbaufähig.“
Quellen: Presseinfos zu Präsidentenbericht und Medienrat vom 25.7. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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24.7.2019 • Digitalradio: Werbekampagne für DAB+ beginnt mit der IFA
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Digitalradio Büro kündigt eine neue Werbekampagne für DAB+ an. Sie beginnt mit einem bundesweiten Thementag der ARD-Radiosender und von Deutschlandradio am 5. September. Ansatzpunkt dafür ist die Funkausstellung vom 6. bis 11. September in Berlin. Martin Wagner, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission, begrüßt, dass „auch die privaten Veranstalter sich dieser Gattungsaktion anschließen“.
Zu den gemeinsamen Maßnahmen von Herstellern, Netzbetreibern, den öffentlich-rechtlichen und vielen privaten Radios gehören Print-Anzeigen im IFA-Umfeld und crossmediale Aktivitäten im Weihnachtsgeschäft. Bis Jahresende sind zudem 3.200 Besuche von Promotern in Elektromärkten und Teilnahmen an Outdoor-Events vorgesehen.
Das Digitalradio-Büro verweist zugleich u.a. auf insgesamt 260 Stationen im (regional abhängigen) Programmeangebot und auf eine Neuwagen-Ausstattung mit DAB+-Radios von fast 50 Prozent. Ein weiterer Beleg für die Attraktivität von DAB+ sind mehr als 1,4 Mio. DAB+ Radios, die 2018 in Deutschland verkauft wurden; der Absatz stieg gegenüber 2017 um 10 Prozent. Zudem wird auf die aktuelle gfu-Studie verwiesen, wonach DAB+ mit 76 Prozent der Nennungen wesentlich bekannter ist als gehypte Techniken wie 5G (55 Prozent) oder UltraHD (50 Prozent). (siehe klickbare gfu-Grafik).
Quelle: Presseinfo von DRD vom 24.7. | Hintergrund: DAB+.
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24.7.2019 • Nordmazedonien: DAB+-Testprojekt hat begonnen
DABplus-Logo Schriftzug In Nordmazedonien hat der Sendenetzbetreiber P.C. Makedonija (PE National Broadcasting) ein Testprojekt mit DAB+ begonnen. Die Technik ist seit dem 27. Juni im Betrieb. Nach einer weiteren Meldung werden neun Programme für den Raum der Hauptstadt Skopje im Kanal 11C gesendet.
Abgesehen von den Vorteilen, die DAB+ u.a. für die Hörer und hinsichtlich der Kosten bietet, bringe DAB+ das Land näher an die EU-Standards im Hörfunk-Bereich heran. DAB+ soll durch die Zusammenarbeit mit Privatradios auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Netzbetreibers beitragen.
Für einige LeserInnen ist vielleicht auch der Blick auf die Sendetechnik auf der Homepage des Netzbetreibers interessant.
Quellen: News von PE vom 23.7., Meldung von satnews vom 23.7.
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23.7.2019 • Spanien: DAB+ in Marbella im Test
DABplus-Logo Schriftzug Im südspanischen Urlaubsort Marbella haben im Juni Testausstrahlungen über DAB+ begonnen. Im Ensemble „DAB+C.del Sol“ werden im Kanal 7B RRN-Marbella, The One und Jamm FM sowie drei Testprogramme mit je 96 kbps verbreitet. Weitere Angaben, z.B. zu Sendeleistung und Sendegebiet, zur Dauer des Testbetriebs und einem möglichen nachfolgenden Regelbetrieb liegen nicht vor.
Der Test ist umso interessanter, weil die spanische Regierung jegliche Debatte über Digitalradio verschoben hat. Ein ähnliches Projekt ist auch von Gran Canaria bekannt.
Quellen: Meldung von satnews vom 23.7., Mux-Eintrag bei ukwtv.de.
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23.7.2019 • Österreich: Programm-Änderungen bei SimpliTV
Bei der österreichischen DVB-T2-Programmplattform wurden heute Änderungen des Programmangebots vorgenommen. Neu im kostenpflichtigen Plus-Paket ist das 3. NDR-Programm (Programmliste Platz 27) und der ARD-Kanal One (Platz 36). Nachdem der Schweizer Rundfunk SRG die terrestrische Verbreitung im Inland beendet hat, werden SRF1 und SRF2 auch in Österreich nicht mehr auf der DVB-T2 Plattform ausgestrahlt. Ein Sendersuchlauf ist notwendig.
Quelle: Meldung von Digitalfernsehen vom 23.7. | Hintergrund: DAB+ in SimpliTV.
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23.7.2019 • Digitalradio: NDR-Mux sendet ab 24. Juli auch von Stade
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Schiffdorf, Sylt und Röbel steht die Aufschaltung des NDR-Muxes nun am Sendestandort Stade (Niedersachsen) bevor. Ab dem 24. Juli wird im Kanal 9B die Region zwischen Freiburg (Elbe), Wischhafen, Drochtersen, Grünendeich, Jork, Buxtehude, Harsefeld, Bremervörde, Lamstedt, Hemmoor und Cadenberge versorgt. In Stade, Himmelpforten, Horneburg und Fredenbeck ist der NDR-Mux (mit NDR1 Niedersachsen) im Haus zu empfangen. Im Alten Land ist auch der Hamburg-Mux des NDR mit der Stadtwelle NDR 90,3 empfangbar.
Unbeschadet von der umstrittenen Positionierung des Niedersachsen-Landtages gegen DAB+ wird der NDR den Ausbau seiner Sendenetze weiter vorantreiben. In Niedersachsen ist für den weiteren Jahresverlauf die Versorgung der Regionen Wesergebirge und Wilhelmshaven und der Region Stormarn-Süd in Schleswig-Holstein angekündigt.
Hinweis : Der NDR hatte eine Startmeldung irrtümlich schon im Juni veröffentlicht.
Quelle: Presseinfo des NDR | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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22.7.2019 • Digitalradio: 5G Broadcast ist für das Radio nicht gedacht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 5G-Broadcast ist „aus technischer Sicht“ zwar für die Radioverbreitung geeignet. „Die speziellen Anforderungen des Hörfunks an die Verbreitung seiner linearen Inhalte, wie z.B. flächendeckende Versorgung und Regionalisierung, werden durch die Einführung von 5G-Broadcast nicht automatisch erfüllt.“ Dies erklärt die 5G Media Initiative heute unter Hinweis auf die (durch den Niedersachsen-Beschluß aufgekommene, dehnmedia) Debatte um die Zukunft der Radioverbreitung.
Dazu wird erläutert: „Die derzeitigen Versorgungsziele richten sich an den Vorgaben für TV aus.“ Erst wenn 5G Broadcast für das Fernsehen erfolgreich sei, „ergeben sich theoretisch Optionen für den Hörfunk“. Das bedeute aber keinen automatischen Erfolg auch für das Radio.
Die Presseinfo verdeutlicht, dass 5G für die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen des Mobilfunks für Audiostreams „nur marginale Unterschiede zum existierenden 4G-Mobilfunk (LTE)“ bringt. 5G-Broadcast (wie im Bayern-Projekt 5G Today im Test, dehnmedia) ziele darauf, „free-to-air-TV-Angebote auf Endgeräte wie Smartphones, Tablets und in Fahrzeuge zu bringen“. Vor der Markteinführung von 5G Broadcast stehen noch die Verfügbarkeit von Chipsets und Endgeräten und der notwendigen Sendefrequenzen, wird zum Stand der Dinge festgestellt.
In der 5G Media Initiative arbeiten Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen, Hersteller, Netzbetreiber und Sender zusammen. Programmveranstalter, die 5G als angeblich einzig brauchbare Verbreitungsplattform für das lineare Radio behaupten, wirken dort nicht mit.
Quelle: Presseinfo der 5G-Media Initiative vom 22.7. | Hintergrund: DAB+ oder Mobilfunk?, 5G Today-Projekt.
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21.7.2019 • Vor 50 Jahren: Rücksturz ins Fernsehen
Seit Wochen kündigt sich das Jubiläum in den Radio- und TV-Programmen an: Am 21. Juli 1969, um 3.56 Uhr MEZ - also vor genau 50 Jahren - soll Neil Armstrong (1930-2012) als erster Mensch den Mond betreten haben. Das war ein kleiner Schritt für Mr. Armstrong und ein großer für das Fernsehen. Während des Kalten Krieges und des Wettrennens zwischen Ost und West um Weltraum-Premieren waren die USA bisher im Hintertreffen gewesen. Nun pflanzte Armstrong das Sternenbanner in den Mondstaub - live für alle irdischen Zeitzonen:
Die Mond-Nichtlandung wurde übrigens in Hamburg, Germany, gedreht. Das zeigt das klickbare Foto aus dem Miniaturwunderland.
America First. Der WDR berichtete für das ARD-Fernsehen 27 Stunden am Stück über Apollo 11.
Vielleicht war das aber die größte Medienente zwischen dem „Krieg der Welten“ und den Hitler-Tagebüchern? Für Verschwörungstheorien gibt es etliche Beweise, abgesehen von den Artikeln der BILD-Zeitung. Ein Indiz könnte der Film „Unternehmen Capricorn“ sein. Da wird zwar eine Marsreise behauptet. Der Streifen wirkt aber eher wie ein misslungener Dokumentarfilm. Um einen Spielfilm vorzutäuschen wurden u.a. Szenen
Ein Spezialisten-Team des WDR kommentierte für die ARD die Mondlandung
(klick zur ARD-Chronik).
mit Promis wie Telly Savalas und O.J. Simpson eingeschnitten. Seit seinem Erscheinen 1978 hat der Film sicher Gewinne eingespielt und die NASA soll ihren Anteil in die Raumfahrt investiert haben. Angeblich eingeweihte Personen behaupten seit damals steif und fest, Donald Trump hätte das finanziert, um später mit der Filmerei in einer seiner Immobilien anzugeben. Auch W.R. Hearst habe ja außer seinem Schloß auch eine Filmfirma besessen. Jedoch habe die CIA, um die Geheimhaltung zu sichern, Trump unter heftigen Druck gesetzt, wird apekuliert. Der schweigt seither zu diesem Thema. Geblieben sei nur seine Losung „America First“ und die Angst vor der Aufdeckung von Verstrickungen.
Dass die NASA das Medienprojekt schon damals mit 8k-Technik produziert hätte, ist aber wirklich nicht mehr als ein Gerücht. Weil man auf die TV-Technik von Übermorgen verzichtete, konnten dem Medienereignis sogar europäische Schwarzweiss-TV-Besitzer beiwohnen. Auf überlagertem 35mm-Filmmaterial gedreht wirken die „Störungen“ der „Liveübertragung“ vom Mond viel überzeugender als mit den Möglichkeiten der digitalen Film-Postproduktion des 21. Jahrhunderts.
Das Live-Fernsehen ist übrigens nicht auf dem Mond oder von der NASA erfunden worden. Als erstes international live gesendetes Ereignis gilt die BBC-Produktion der Krönung von Elisabeth II. am 2. Juni 1953.
Quelle: Wikipedia (NASA-Video), ARD-Chronik, Info zum Film (IMDB).
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20.7.2019 • Digitalradio: DAB+ hält nicht vor der Grenze Niedersachsens
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Niedersachsen wird DAB+ mit dem Bundesmux und dem des NDR weiter stattfinden. Davon ist der Vorsitzende der Technischen Konferenz der Landesmedienanstalten (TKLM) und Präsident der BLM Siegfried Schneider nach dem Anti-DAB+-Beschluß überzeugt.
„Auch der Verkauf von DAB-fähigen Radios, der laut GfK aktuell bei über 30 Prozent liegt, wird nicht an den Grenzen von Niedersachsen Halt machen. Die privaten Hörfunkveranstalter in Niedersachsen werden sich also – wenn nicht heute, dann spätestens morgen – die Frage stellen müssen, ob sie auf die DAB+-Endgerätereichweite in Niedersachsen verzichten wollen und können“, erklärte Schneider der Plattform Medienbarometer. 5G-Mobilfunk ist für Schneider auf absehbare Zeit kein Allheilmittel. Mit DAB+ habe ein digitaler Radio-Verbreitungsweg „den Point of no Return erreicht“, sagte Schneider. „Die Medienpolitik sollte daher die Digitalisierung des Hörfunks insgesamt fördern, sie nicht verhindern oder in die Vielfalt der Verbreitungswege eingreifen.“
Quelle: Meldung bei BDR vom 19.7. | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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19.7.2019 • Vor 65 Jahren: Fernbedienung - vom Stolperdraht zum WLAN
Anfang der 50er Jahre überlegte Eugene F. McDonald (1886-1958), der Gründer von Zenith Electronics, wie man die damals schon lästig empfundene Werbung ausbooten könnte, ohne den bequemen Sessel zu verlassen. So entstanden die Idee der Fernbedienung und das erste Produkt, „Lazy Bones“ mit dem einer Handgranate ähnelndem Design und Knöpfen zum Ein-, Aus- und Umschalten. Das quer durch Wohnzimmer führende Kabel wurde zur Stolperfalle und der „Faulpelz“ konsequenterweise zum Ladenhüter. Danach brachte Zenith „Flash-Matic“ (1954) und „Space Command“ (1956) auf den Markt. Beide Produkte nutzten sichtbares Licht und Fotozellen an den Ecken des TV-Geräts. Dort aufscheinendes Sonnenlicht sorgte für unerwünschtes Schalten. Daher verlegte man sich zunächst auf Ultraschall, das sich als nicht zuverlässig genug erwies. Angesichts solcher Widrigkeiten und erst mit Infrarot-Technik und kostengünstiger Massenproduktion der Sende- und Empfangskomponenten wurde die
Zappen am Draht: „Lazy Bones“ (Grafik: Wikipedia).
Fernbedienung ab etwa 1975 zur Standard-Ausstattung.
Heute ist Infrarot das verbreitetste „Transportmittel“ für Steuersignale. Im Alltag gibt es freilich kaum Bedarf für die Vielzahl der Tasten, die einer kaum beherrschbaren Funktionsvielfalt
geschuldet sind. Das löst regelmäßig Bekenntnisse der Hersteller aus, man wolle die Bedienung vereinfachen - in der Zukunft. Daher gibt es für manche Fernseher eine zweite, abgespeckte Zapping-Einheit. Heute steuert der deutsche „Couch Potato“ nach Angaben der gfu um die 150 Mio. AV-Produkte aller Art drahtlos. Zwischendurch entstand ein neues Produkt: Programmierbare und Universal-Fernbedienungen wollen die Sammlung auf dem Couchtisch reduzieren; bis zu 900.000 Exemplare sollen in Gebrauch sein.
Das brandaktuelle „Druck(tasten)mittel“ ist die App: Smartphones und Tablets senden Befehle über WLAN oder Bluetooth ans Gerät. Nach langer Entwicklungszeit wurde etwa gleichzeitig die Sprachsteuerung reif für den Massenmarkt; Alexa und GesellInnen schalten freilich nicht nur das Wunschprogamm ein, sondern reichen diese Daten auch quasi als „stille Post“ weiter. Fragt sich nur, was es Google&Co angeht, welchen Sender Sie schauen. Hinzu kommen neue Anwendungen von HbbTV-Angeboten und Streaming-Diensten über Daten-Heimnetzwerke bis zur Licht- und Wohnungs-Steuerung.
Aufs Altenteil gehört die Fernbedienung also noch lange nicht. Auch wenn
Werbung für „Flash-Matic“: „You can also shut off long, annoying commercials ...“ (klickbar).
Verkraftete keine Sonne: „Space Command“.
Foto: Ehlers (klickbar).
die lobenswerte Idee mit dem Ausblenden unerwünschter Werbeblöcke nur selten Sinn macht, weil die meisten Privatsender ihre Werbeunterbrechungen ungefähr zeitgleich senden.
Quellen: Presseinfo der gfu vom 18.7.; Wikipedia: Lazy Bones, Flash-Matic; NZZ vom 23.2.2007 | Hintergrund: Rundfunk-Chronik.
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18.7.2019 • Digitalradio: NRW-Koalition schmettert DAB+-Förderung ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Gegensatz zu den Niedersachsen-Genossen unterstützt die SPD-Landtagsfraktion in NRW DAB+. Die Koalitionsparteien CDU und FDP haben jedoch einen Antrag zur Unterstützung von DAB+ am 4. Juli aus der parlamentarischen Debatte herausgestimmt.
Der Antrag schlägt vor, „die privaten Lokalfunkanbieter beim technischen Einstieg von UKW in DAB+ finanziell (zu) unterstützen“. Ein Runder Tisch zur Zukunft des Radios in NRW soll etabliert und das für die privaten Lokalradios geschaffene „Zweisäulen-Modell“ erhalten bleiben. In einer Anhörung Anfang Mai 2019 wurde deutlich, dass die NRW-Lokalfunker weiter ohne Wettbewerber bleiben und daher UKW so lange wie möglich nicht antasten wollen.
Vertreter von Radioverbänden hatten u.a. auf die begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Lokalradios verwiesen. Horst Röper (Formatt-Institut) hatte dies u.a. mit der durch DAB+ zu erwartenden neuen Konkurrenz und dadurch sinkenden Werbeeinnahmen verbunden. Weil die Großen des Geschäfts das eher verkraften können, drohe ein „Zwei-Klassen-Lokalfunk“, so eine Horrorvision aus der Branche.
Im Sinne der Lokalradios müssten „politisch und wirtschaftlich Wege gefunden werden“, um das Zweisäulen-Modell des NRW-Lokalfunks trotz der fortschreitenden Digitalisierung zu sichern. Vorschläge dazu hatten sie freilich nicht. Auch gegen eine Förderung stellt man sich nicht unbedingt - wen wundert das. Das sei aber erst angemessen, „wenn die Entwicklung der DAB-Nutzerzahlen erkennen lässt, dass eine Refinanzierung der Kosten auch absehbar möglich ist“. Mit anderen Worten: Kann man sich DAB+ nicht mehr entziehen, möchte man seinen Späteinstieg mit „Staatsknete“ vergoldet bekommen. Da würde also das Unausweichlichen statt der Innovation gefördert.
Die Lokalradios würden offenbar einem „behutsamen“ DAB+-Ausbau in NRW nicht im Wege stehen, wenn „erst ein landesweiter Ausbau und danach ein regionaler Ausbau“ (und eben keiner im Lokalbereich) stattfinde. In diesem Sinne hat die Landesmedienanstalt LfM ja bereits Frequenzen für zwei landesweite DAB+-Netze beantragt. Mit der Zuweisung rechnet LfM-Direktor Tobias Schmid im Spätsommer oder Herbst. Schmid stellte während der Anhörung Behauptungen infrage, eine DAB+-Beteiligung koste einen dreistelligen Millionenbetrag. Nach seiner Erkenntnis sei mit Sendekosten von maximal 7 bis 8 Mio. Euro pro Jahr zu rechnen. Das sei zwar auf die Programme zu verteilen, gleichwohl aber schwierig zu finanzieren.
Radio NRW ist die Dachgesellschaft, die den NRW-Lokalradios das Mantelprogramm und überregionale Werbung zuliefert. Von dort wird „Vorrang für die den Lokalfunk stützenden Programme auf DAB+“ gefordert. In die Debatte um die Radiozukunft brachte zudem schon vor einiger Zeit die Forderung nach einem jugendorientierten Programm über eine landesweite UKW-Senderkette ein. Dafür müssten wahrscheinlich andere UKW-Programme aus der Luft geworfen werden.
Uwe Peltzer sieht für die Lokalradio-Betriebsgesellschaften in DAB+ keine Lösung sondern einen Teil eines wesentlich größeren Problems. Jedoch räumt er ein: „Wir haben abgewartet, was passiert und es ausgesessen. So werden wir in Zukunft nicht mehr handeln können. Das System in der jetzigen Form unterstützt uns nicht, sondern behindert uns.“
Quellen: SPD-Antrag, Anhörung vom 9.5. | Hintergrund: DAB+ in NRW.
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17.7.2019 • Digitalradio: NDR schaltet DAB+-Mux in Röbel auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Morgen schaltet der NDR seinen DAB+-Multiplex am Senderstandort Röbel auf. Über den Kanal 10C (Gleichwellenbetrieb mit Neubrandenburg) und mit 5 kW Sendeleistung wird das Feriengebiet der Mecklenburgischen Seenplatte zwischen Meyenburg, Goldberg, Moltzow, Kratzeburg und Mirow versorgt. Auf der A19 zwischen Wittstock und Rostock ist nun ein durchgehender Empfang möglich, so der NDR. Das jedoch über verschiedene Kanäle. In Waren, Rechlin, Röbel, Plau am See und Karow sei Inhouse-Empfang möglich.
Für den 24. Juli kündigt der NDR bereits die Inbetriebnahme des Senders Stade an. Im 2. Halbjahr soll die Versorgung der Regionen Stormann-Süd, Wesergebirge und Wilhelmshaven folgen.
Quelle: Info des NDR vom 17.7. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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16.7.2019 • Digitalradio: Neue Antennen am Berliner Scholzplatz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der RBB hat umfangreiche Umbauten am Sendemast Scholzplatz im Berliner Westen am 9. Juli beendet. Der RBB geht davon aus, dass der Indoor-Empfang der beiden RBB-Multiplexe (Berlin: K 7D, Berlin/Brandenburg K 10B) Dank neuer Antennen im Umland bis zu ca. 50 km Entfernung und der Indoor-Empfang „wesentlich verbessert“ wird. Davon profitieren die Hörer der sechs RBB-Programme (einschließlich der Regionalversionen von Antenne Brandenburg und Radio1) und von acht Sendern anderer ARD-Anstalten, darunter BR Klassik, MDR Jump und Cosmo.
Wie das RBB-Inforadio weiter mitteilt, wurde der Wirkungsgrad der Anlage im VHF-Band neu abgestimmt und durch Drehung der gerichteten VHF-Antennen optimiert. Außerdem wurde die Signalzuführung komplett erneuert.
Von dem 1963 in Betrieb genommenen Mast werden vier Programme des RBB und zwei private über ebenfalls erneuerte UKW-Technik und drei DVB-T2 Multiplexe ausgestrahlt.
Quelle: Meldung von RBB-Inforadio vom 14.7. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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16.7.2019 • Digitalradio: WDR erhöht Sendeleistung an zwei Standorten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie der WDR heute mitteilt, wurde die Sendeleistung für den DAB+-Mux des WDR an zwei Standorten erhöht. Die Sendeleistung am Standort Hohe Warte wurde am 11. Juli auf 1 kW verdoppelt, um den Empfang um Wiehl und Engelskirchen zu verbessern. Am Sender Siegen wurde am 9. Juli von 0,36 auf 1 kW erhöht, wodurch sich der Inhouse-Empfang im Stadtgebiet verbessere.
Der WDR wiederholt seine Ankündigung zum weiteren Ausbau des Sendenetzes in 2019/2020. Der WDR hatte im Mai die Sendeleistung am Standort Nordhelle erhöht.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 16.7. | Hintergrund: DAB+ in NRW.
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16.7.2019 • Digitalradio: RT.1 Relax sendet in Augsburg auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit der Aufschaltung des Webradios RT.1 Relax ist das Angebot von 14 privaten Programmen im Augsburger DAB+-Multiplex (Kanal 9C) jetzt komplett on air. Für 2020 wird mit Markt Wald ein dritter Sendestandort für den Stadt-Mux angekündigt.
Quelle: Presseinfo von RT.1 vom 16.7. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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16.7.2019 • Digitalradio: Radio Bremen testet mit höherer Leistung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Radio Bremen hat die Sendeleistung am Standort Bremen-Walle von 1 auf 4 kW erhöht. Es handele sich um einen technischen Test, der mit der Bundesnetzagentur abgestimmt ist. Das bestätigt eine Sprecherin des Senders auf Anfrage von dehnmedia ohne weitere Angaben.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bremen.
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15.7.2019 • Schweiz: Wird das UKW-Aus vorgezogen?
DABplus-Logo Schriftzug DABWorld Kommt die UKW-Abschaltung in der Schweiz schon vor dem bisher für 2024 geplanten Ende des teuren Parallelbetriebes mit UKW? Entsprechende brancheninterne Debatten sind bereits seit einem Jahr bekannt. Edi Estermann, der Pressesprecher der SRG, bestätigte jetzt einen neuen Vorschlag.
Für die öffentlich-rechtliche Anstalt kommt laut Estermann aber kein Alleingang in Frage. Gleichwohl sei man „offen für eine vorzeitige Lösung“. Die könnte so aussehen, dass die SRG schon Mitte 2022 ihre UKW-Ausstrahlungen beendet. Dieser Idee folgend würden die Privatradios UKW bis Januar 2023 aufgeben.
Unter dem Motto „Radio zieht um auf DAB+“ wird bereits seit Anfang 2017 für DAB+ geworben. Die Schweiz wäre nach Norwegen das zweite Land, dass UKW zugunsten der terrestrischen Radioverbreitung mit DAB+ abschaltet. Unüblich ist, dass neben den üblichen großflächigen Sendernetzen 15 lokale Multiplexe mit kostengünstigen Small Scale-Technikkonzepten in Betrieb und weitere fünf geplant sind.
Wie es weiter heißt, schielen deutsche und österreichische Radios auf frei werdende grenznahe schweizerische UKW-Frequenzen.
Quelle: Meldung von satnews vom 15.7. | Hintergrund: DAB+-Homepage für die Schweiz.
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15.7.2019 • Digitalradio: Radio Schwabmünchen wird Radio Schwaben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Lokalradio Schwabmünchen will sich nach eigenen Angaben per 1. September 2019 in Radio Schwaben umfirmieren. Der Sender teilt mit, die Medienanstalt BLM habe für die Umbenennung „am 11.07.2019 grünes Licht gegeben“.
Der Sender wurde im April 2017 als Webradio gestartet und bekam vor einem Jahr die DAB+-Zuweisung für den Augsburger Stadt-Mux. Im April erfolgte eine „Interims-“ Zuweisung für den Allgäu-Mux. Diese gilt laut BLM-Medienrat bis zu der für 2020 vorgesehenen Erweiterung des Augsburg-Muxes um den Standort Markt Wald.
Quelle: Website von Radio Schwabmünchen vom 15.7. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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12.7.2019 • Digitalradio: Frontier verkauft 50 Mio. DAB+-Lösungen
DABplus-Logo Schriftzug DABWorld Der Chipentwickler Frontier Smart Technologies meldet 50 Mio. verkaufte DAB+-Produkte. Wird die kürzlich veröffentlichte Zahl von 75 Mio. weltweit verkauften DAB/DAB+-Empfangsgeräte zugrunde gelegt, ist das britische Unternehmen mit großem Abstand Marktführer in dem Bereich.
Das Angebot reicht von kostengünstigen Lösungen bis zu Plattformen für Empfang und Signalverarbeitung von DAB+, UKW, Webradio, Audio-Abrufdiensten und Podcasts. Als Kunden werden u.a. Sony, Panasonic, Bose, Denon, Onkyo, Yamaha, TechniSat, Hama, Grundig und Pure genannt. Das Unternehmen erwartet u.a. angesichts der DAB+-Aktivitäten in Österreich, Frankreich und Belgien und der Vorgaben zur Radioausstattung mit DAB+ ab 2020 für Frankreich und Italien eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.
Quelle: Presseinfo von Frontier vom 10.7.
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12.7.2019 • Digitalradio: Linkspartei votiert für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die nicht im Niedersachsen-Landtag vertretene Partei Die Linke lehnt den Anti-DAB+-Beschluß ab. In einer Presseerklärung erklärt die Landesvorsitzende Heidi Reichinnek u.a.: „Anstatt die privaten UKW-Radio-Sender vor Wettbewerb zu schützen sollte die Förderung von DAB+ weiter fortgesetzt werden“.
5G-Mobilfunk sei im Gegensatz zu DAB+ „ein reiner Kurzstreckenfunk“ und nur so wirtschaftlich zu betreiben. „Für ein Flächenland wie Niedersachsen ist das fatal.“ Künftige schnelle Internetzugänge werden angesichts der Unterversorgung im ländlichen Raum als Scheinargument gewertet. „In diesen Gebieten ist Streamen schlichtweg nicht bzw. nicht ruckelfrei möglich.“ Die Nutzung von Webradio in größerem Umfang würde obendrein „die Netzauslastung deutlich erhöhen“ und das Problem verschärfen. Webradio als Breiten-Medium setze „also zunächst flächendeckend einen guten Internetzugang auch für die ländliche Bevölkerung voraus“, wird festgestellt. Weitere Nachteil sind die laufenden Kosten für Mobilfunks, die z.B. die Anschaffung eines DAB+-Radios „in der Summe bei Weitem übersteigen“. Dazu kommen die beim Radiohören hinterlassenen Datenspuren, „deren Datensicherheit und Weiternutzung ungeklärt ist (z B. Einschalt- / Ausschaltzeitpunkt, persönliche Präferenzen durch die Wahl des Internetradios und des dort angebotenen Programms, etc.)“.
UKW stößt an technische Grenzen, 5G liege in der Zukunft. Zu DAB+ wird auf die europaweite Anerkennung des Standards und die EU-Beschlüsse zur Kfz-Ausstattung verwiesen. Die Partei Die Linke unterstützt die Strategie des NDR, seine DAB+-Versorgung weiter auszubauen.
Quelle: Bericht von radioszene vom 11.7. | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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11.7.2019 • Digitalradio: DAB+ mit „Phantomhörern“?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Meldung macht auf mögliche Unklarheiten bei den DAB+-Angaben der Media Analyse II 2019 aufmerksam. Demnach würden Privatsendern aus Niedersachsen und NRW wie Antenne Niedersachsen, Radio 21 und Radio NRW DAB+-Hörer zugeordnet, obwohl diese tatsächlich nicht über DAB+ senden. Wie stark die dadurch verursachten Fehler im Zahlenwerk sind, bleibt unklar. Als Hintergrund wird eine Unschärfe der Hörer-Befragung vermutet. Möglicherweise glauben Besitzer von DAB+-Radios, diesen Verbreitungsweg zu nutzen. Tatsächlich nutzen sie in diesen Fällen offenbar das in DAB+-Radios integrierte analoge UKW.
Quelle: Bericht von satnews vom 11.7.
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10.7.2019 • Digitalradio: Beteiligung bei DAB+ bringt Hörer
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Wer nicht zumindest auch auf das Pferd DAB+ setzt, kann in naher Zukunft Reichweiten verlieren.“ Das ist das Fazit des Infodienstes satnews aus Senderdaten der heute veröffentlichten Media Analyse 2019 II.
So erreicht Radio Energy (DAB+-Bundesmux) 250.000 Hörer pro Stunde, beim Schwarzwaldradio (ebenfalls im DAB+-Bundesmux, nur eine lokale UKW-Frequenz) werden 20.000 Hörer pro Stunde gemeldet. Auch Schlagerparadies, Klassik Radio, Absolut Relax, Sunshine live und Radio Bob (Hessen) schneiden gut ab. Auf der anderen Seite könnte sich die DAB+-Verweigerung rächen: „Vor allem in Nordrhein-Westfalen gab es - freilich auf hohem Niveau - leichte Einbrüche bei radio NRW und einigen Lokalfunk-Kombis, was auf veränderte Hörgewohnheiten und eine Abwanderung der Hörer zu Digitalwellen hindeutet“, heißt es in der Meldung. Auch Rockland in Rheinland-Pfalz habe Hörer offenbar an konkurrierende Musikspartenradios auf DAB+ wie Radio Bob und Rockantenne verloren.
Quelle: Bericht von satnews vom 10.7.
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10.7.2019 • Digitalradio: Start des Voralpenmux offiziell mitgeteilt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Sendenetzbetreiber Bayern Digital Radio bestätigt jetzt die Aufschaltung des DAB+-Regionalmultiplexes Voralpenland.
Zunächst sind von den Sendeanlagen Herzogstand (5 kW) und Wendelstein (10 kW) im Kanal 7A die Programme Arabella Kult, Charivari Rosenheim, Galaxy Rosenheim, Radio Alpenwelle und Radio Oberland zu empfangen. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Stadt Rosenheim und die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. 393.000 der etwa 498.000 Einwohner des Sendegebietes können das Signal mit einer Zimmerantenne empfangen. Das Straßennetz in der Region ist zu 92 Prozent abgedeckt.
Noch in 2019 soll das Versorgungsgebiet auf Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen erweitert werden, wenn die Sendeanlagen Hohenpeissenberg und Oberammergau in Betrieb gehen. Der Endausbau soll 2020 erfolgen. Zum Programmangebot kommen dann Alpin FM, Bayernwelle, Radio BUH und Radio ISW hinzu.
Mit einem landesweiten, acht regionalen und vier lokalen Sendenetzen ist damit das Regionalkonzpet für DAB+ in Bayern wesentlich umgesetzt. Nach dem Endausbau der Sendenetze Allgäu und Voralpenland wird Bayern 2020 das erste Bundesland, in dem alle UKW-Lokalradios parallel auf DAB+ senden.
Quelle: Presseinfo von BDR vom 10.7. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.7.2019 • Digitalradio: Erstmals Hörerdaten für alle Radio-Sendewege
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 93,8 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre hören täglich 258 Minuten Radio. Das sind Eckwerte der Media-Analyse II, die neben UKW erstmals die Nutzung von DAB+ und Internetradio berücksichtigt. Die MA II ergänzt mit drei Monaten Abstand die MA I vom März 2019. Damals wurden 93,7 Prozent und eine Hördauer von 249 Minuten berichtet.
DAB+ wird demnach „insbesondere in der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen genutzt“. Dort beträgt der Wert 13,1 Prozent, die Verweildauer 145 Minuten. Insgesamt nutzen 11,6 Prozent der Deutschen DAB+, die Verweildauer liegt bei DAB+ 144 Minuten. Online hören mit 19,1 Prozent zwar mehr Menschen Radio, jedoch liegt die Verweildauer dort bei nur 96 Minuten - es wird also schneller ab- oder umgeschaltet.
Hinweis : Die MA Audio gibt den Entscheidern der Radiosender (ähnlich wie die TV-Einschaltqouten) statistische Informationen über die Nutzung ihrer Programme. Die genannten Prozentwerte beziehen sich hier auf den „weitesten Hörerkreis“ (WHK) - das ist ein durchschnittlicher 4-Wochen-Zeitraum. In Telefoninterviews werden 377 Radioprogramme abgefragt. Die DAB+-Daten werden von 9.000 Haushalten erhoben, die mindestens ein DAB+-Radio besitzen.
Im Nachklang zur Veröffemtlichung der Daten verbreiten die Radiostationen üblicherweise Jubelmeldungen über ihre Hörerakzeptanz.
Quelle: Presseinfo der AGMA vom 10.7., weitere Presseinfos | Hintergrund: Interview auf radioszene.de zur Erhebung.
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9.7.2019 • Kabel: PŸUR bringt 96 Radios ins TV-Kabel
Kabelanschluß Der Kabel-TV-Anbieter PŸUR (Tele Columbus) bietet seinen Kunden jetzt 96 digitale Radioprogramme an. Ihnen wird empfohlen, „das gesamte Angebot über die Taste „Radio“ an der TV-Fernbedienung“ zu nutzen. „Die Kapazität und Übertragungsqualität im digitalen Kabelradio DVB-C lässt Sender und Hörer von einer breiten Auswahl profitieren.“
Nicht nur „jeder Fernseher kann auf die Radioprogramme umschalten“, heißt es weiter. Angepriesen werden die Vorzüge von DVB-C-Radios, von denen jedoch nur zwei Produkte lieferbar sind. Dann fehlen nur noch Kleinigkeiten, so der praktische Rat des Kabelbetreibers: „Um Fernseher und DVB-C-Radiotuner parallel zu betreiben ist somit noch ein T-Adapter erforderlich sowie ein weiteres Antennenkabel. Die Kosten für einen DVB-C-Radioempfänger liegen bei etwa 60 Euro.“ Eine Liste des Programmangebots ist nicht auffindbar. Zu Paketkosten gibt es keine Ausführungen.
Quelle: Presseinfo von Tele Columbus vom 9.7. | Hintergrund: DAB+ in Kabelnetzen.
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8.7.2019 • Digitalradio: Planungssicherheit und Small Scale in BaWue
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt LfK will den Privatradios in Baden-Württemberg längerfristige Planungssicherheit für ihr DAB+-Engagement und die Entwicklung von Erlösmodellen geben. Bei der Bundesnetzagentur wurde die telekommunikationsrechtliche Verlängerung des Multiplexes bis 2026 beantragt. Die Zuteilung für den Kanal 11B laufe am 30. November 2020 aus, so die LfK. Damit bekommen „interessierte Betreiber ... die Möglichkeit ... sich für den Netzbetrieb zu bewerben“. Das deutet die Erwartung an, dass sich alternative Unternehmen bewerben.
LfK-Präsident Wolfgang Kreißig räumt „zunächst“ dem „möglichst flächendeckenden“ Netzausbau Priorität vor regionalen Multiplexen ein. Für 2020 kündigte er Pilotversuche an: „Mit Small Scale möchten wir DAB+ gezielt für lokale Stadtgebiete adaptieren und einen kostengünstigen, niedrigschwelligen Zugang zu Digitalradio ermöglichen“, so Kreißig weiter. Man wolle die vielfältige lokale Hörfunklandschaft im Bundesland „auch im Digitalen erhalten“.
Erst kürzlich hatte sich ein neuer Anbieter für Small Scale im Bundesland stark gemacht. Selbst Klaus Schunk, der im Verband Vaunet gegen DAB+ polemisiert, ist mit den Programmen von Radio Regenbogen bei DAB+ auf Landesebene dabei.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 8.7. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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8.7.2019 • Digitalradio: Bundesmux sendet jetzt auch vom Hochberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast hat den Bundesmux am Sendestandort Hochberg bei Traunstein aufgeschaltet. Das teilt das Unternehmen über Twitter mit. Laut einem Bericht steht für das Versorgungsgebiet, das das Chiemgau einschließt, eine Sendeleistung von 8 kW zur Verfügung. Die Aufschaltung wurde vorgezogen; ursprünglich war der Standort erst für das 4. Quartal angekündigt.
Quelle: Meldung von satnews vom 8.7. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.7.2019 • Digitalradio: „Es gibt kein Zurück zur alten UKW-Welt“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Unter diesem Titel veröffentlichte die FAZ einen Gastbeitrag von Stephan Raue, in dem sich der Intendant von Deutschlandradio mit dem Beschluß gegen DAB+ aus Niedersachsen beschäftigt. Raue äußert Respekt für die Entscheidung, bezweifelt aber deren Recherche: „Deutschlandradio, dessen DAB+-Experten den Landtagsfraktionen gerne bis zum Schluss zur Sachklärung zur Verfügung gestanden hätten, nimmt das zur Kenntnis.“
Mit Klaus Schunk von Vaunet hat sogar „der hartnäckigste Bekämpfer von DAB+“ eingeräumt, DAB+ habe den Point of no return überschritten, so Raue. Den Landespolitikern wirft er Realitätsferne vor.
Mobilfunk, wie in dem Beschluß präferiert, sei keine Alternative für den Hörfunk: „Wer bisher jenseits des stabilen häuslichen W-LAN Internetradio nutzt oder besser nutzen will, muss starke Nerven und viel Geduld haben, gerade im mobilen Empfang.“ Das betreffe auch den kommenden 5G-Standard. Der Bedarf an „mehreren hunderttausend“ neuen Funkmasten mache 5G zu einem Ausbauprojekt von Jahrzehnten. Raue erinnert daran, dass die Mobilfunk-Unternehmen ihre Ausgaben für die Frequenzen und weitere Milliarden-Investments in Sendetechnik und für Betriebskosten refinanzieren müssen. „Das bedeutet, dass sich Hörerinnen und Hörer auf wesentlich höhere Kosten für die technische Nutzung der Programme über 5G einstellen müssen. Von direktem und frei zugänglichem Radioangebot, für die öffentlich-rechtlichen Angebote rechtlich geboten, keine Spur.“
Quelle: Bericht von satnews vom 8.7. | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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8.7.2019 • Polen: Neuer Anlauf für DAB+ nach längerem Stillstand
DABplus-Logo Schriftzug In Polen wurde das dort 2007 gestartete DAB+ von der 2015 an die Macht gewählten PIS-Partei blockert. Das war laut einem Bericht im Interesse der Privatradios, die (wie in Deutschland) das Internet als Verbreitungsplattform propagieren. Jetzt geben die Medienbehörden DAB+ neuen Schwung.
Das betrifft nicht nur Polskie Radio. Von dem öffentlich-rechtlichen Sender wurde nach dem Machtwechsel behauptet, dessen DAB+-Aktivitäten hätten 2013 bis 2015 umgerechnet 12,3 Mio. Euro verschlungen. Tatsächlich kostete die DAB+-Verbreitung nur 1,8 Mio. Euro. Die Gesamthöhe betrifft die redaktionellen Kosten der drei Wellen, die nur mit DAB+ und im Internet - und nicht über UKW - verbreitet werden. Die Anstalt will ihr DAB+-Sendenetz noch 2019 von 24 auf 39 Sendeanlagen ausbauen und zusätzlich 5 Mio. Menschen versorgen. Weitere Ausbauphasen folgen 2020 und 2021.
Parallel haben die Medienbehörden KRRIT und UKE Ausschreibungen für Privatradios in sieben lokalen Gebieten (u.a. Warschau, Poznan und Katowice) veröffentlicht. Weitere Ausschreibungsrunden folgen im 4. Quartal und 2020. Laut dem Bericht ist die minimale Datenrate bei 96 kbit/s fixiert (in Deutschland sind 72 kbit/s üblich), so dass in einem Multiplex bis zu 12 Stationen Platz finden.
Laut dem Bericht wurden Lokalradios in dem Versorgungskonzept nicht berücksichtigt. Um ihre Sendegebiete sinnvoll einzugrenzen, senden einige Small Scale Multiplexe (u.a. in Gdansk, Breslau, Warschau) im befristeten Versuchsbetrieb.
Künftig seien weitere Ausschreibungen für 24 regionale Multiplexe vorgesehen. Darauf sollen landesweite Multiplexe folgen.
Quelle: Bericht von radioszene.de vom 6. Juli.
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5.7.2019 • Sachsen: Landtag gießt Öl in Debatte um die SLM
SLM Sachsen Sachsen Landtag gießt Öl ins Debatten-Feuer um die Medienanstalt SLM und deren undemokratische Struktur. Die Parlamentarier wählten mit Fabian Magerl einen zweiten CDU-Funktionär in den Medienrat. Damit sind drei der fünf Mitglieder Parteigänger der Regierungskoalition.
Das „Gesetz über den privaten Rundfunk und neue Medien in Sachsen“ fordert eine Besetzung des Gremiums mit „Sachverständigen“, die ihre „besondere Eignung auf dem Gebiet der Medienwirtschaft, der Medienwissenschaft, der Rechtswissenschaft, der Medienpädagogik, der Rundfunktechnik, des Journalismus oder sonstiger Kommunikationsbereiche nachweisen“ müssen. Magerl arbeitet als Landesgeschäftsführer einer Krankenkasse und ist Vizechef der CDU-Mittelstandsvereinigung Sachsen. Präsident des SLM-Medienrates ist Michael Sagurna, zuvor langjähriger Sprecher der CDU-geführten Landesregierung. SPD-Mitglied Eva Brackelmann und die Medienräte ohne bekannte Parteizugehörigkeit Markus Heinker und Rüdiger Steinmetz sind ausgewiesene Medienfachleute.
Die SLM hatte sich den Zorn der Landesregierung zugezogen, als der 2. DAB+-Bundesmux in Abwesenheit der SLM-Vertretung nicht an den von der CDU/SPD-Koalition präferierten Leipziger Unternehmer Göpel vergeben wurde. Nach der überraschenden Entlassung des SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck (auch Ex-Funktionär der CDU) durch den Medienrat kam es zum Bruch mit der SLM-Versammlung. Den vom Medienrat ausgewählten Nachfolger und das Auswahlverfahren wies die Versammlung als nicht sachgerecht zurück. Im Zusammenhang mit dem kurz darauf notwendig gewordenen Wahlvorschlag für den Medienrat hatte die Versammlung grundsätzlich kritisiert, dass ihre 35 Vertreter von Verbänden und Institutionen nichts zu sagen haben, während die Entscheidungsbefugnisse allein bei den fünf vom Landtag eingesetzten Medienräten liegen. Das Gremium hatte den Landtag zu einer grundlegenden Reform aufgerufen.
Nach allem sei die Wahl des CDU-Gesundheitspolitikers Zeichen der Politik, „einfach weiterzumachen wie bisher“ und ein „falsches Signal“, kommentierte die Vorsitzende der SLM-Versammlung Brunhild Fischer.
Quellen: Meldungen von DF vom 5.7., Flurfunk Dresden vom 4.7.
Hintergrund: Landesmediengesetz (§31!), Politik-Einflüsse auf Landesmedienanstalten.
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5.7.2019 • Frequenzen: UHF-Band steht jetzt für 4G zur Verfügung
Bundesnetzagentur Das 2015 für eine Mrd. Euro versteigerte 700 MHz UHF-Bandes (Kanäle 48 bis 60) kann ab sofort für den Mobilfunk genutzt werden. Das teilt die Bundesnetzagentur mit.
Die genannten Frequenzen wurden durch den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 frei. „Technisch sind diese Frequenzen zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in ländlichen Regionen besonders geeignet, weil sie eine relativ hohe Reichweite haben.“ Eine entsprechende Verwendung wünscht sich daher BNetzA-Präsident Jochen Homann.
Gemäß den damaligen Vorgaben haben sich die Auktionsgewinner verpflichtet, bis „zum 1. Januar 2020 eine Mobilfunkversorgung von mindestens 97 % der Haushalte in jedem Bundesland und 98 % bundesweit zu erreichen“. Auch ist eine „vollständige Abdeckung der Hauptverkehrswege zu gewährleisten“, sofern dem nichts entgegen stehe. „Dabei sind Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde pro Antennensektor zu erreichen. Den Haushalten sollen im Wettbewerb der Anbieter in der Regel Übertragungsraten von 10 Megabit pro Sekunde und mehr zur Verfügung gestellt werden.“ Das nimmt Bezug auf den Einsatz von 4G-Mobilfunk mit LTE-Technik.
Die Nachbarländer haben bis zum 30. Juni 2020 Zeit mit der Umnutzung, in Ausnahmen auch bis zum 30. Juni 2022. In Grenznähe müssen die deutschen Mobilfunkanbieter bis dahin ausländische Rundfunknutzungen beachten.
Die letzten Kanalwechel infolge des Verlustes der TV-Kanäle sind in Norddeutschland für den 6. November und den 4. Dezember vorgesehen.
Quelle: Presseinfo der BNetzA vom 4.7. | Hintergrund: Digitale Dividende 1, Digitale Dividende 2, Kanalwechsel.
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4.7.2019 • Mobilfunk: Steht der 3G-Datenfunk vor der Abschaltung?
Laut einem Bericht von Spiegel Online könnten bis zu 53 Prozent der Mobilfunkkunden bald von schnellen Datendiensten ausgesperrt bzw. auf die langsamen Verbindungen des 2G-Mobilfunks mit Edge und GPRS zurückgesetzt werden.
Hintergrund ist die Absicht der drei Netzbetreiber, bald den 3G-Dienst UMTS abzuschalten. Das beabsichtige Vodafone zwischen 2020 und 2021 und die Telekom sichere die 3G nur noch bis Ende 2020 zu. LTE, also die 4. Mobilfunkgeneration, ist aber laut der Bundesnetzagentur nur für 47 Prozent der Handybesitzer zugänglich.
Betroffen wären vor allem Mobilfunkkunden mit älteren, für LTE nicht tauglichen, Handys oder fehlender geeigneten Smartphones ohne Freischaltung für LTE. Sie müssten wohl neue teurere Verträge abschließen. Zu der großen Gruppe zählen auch viele - möglicherweise ältere - Menschen, denen Telefonie und SMS ausreichen.
Auch mit einem 3G-Smartphone -Vertrag bestehen befürchtungen auf eine Verschärfung der Unterversorgung vor allem in ländlichen Regionen. Laut Netztest 2018 von Computerbild können beispielsweise Telekom-Kunden auf dem Lande zu 56,7 Prozent keine stabile 3G-Datenverbindung aufbauen. Der Grünen-MdB Oliver Krischer fordert, den Abbau der 3G-Netze um zwei Jahre hinauszuschieben und den Netzausbau in ländlichen Regionen aus den 5G-Auktionserlösen zu subventionuieren.
Quelle: Spiegel Online vom 3.7.
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4.7.2019 • Digitalradio: Voralpenmux sendet offiziell ab Samstag
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Angaben der Medienanstalt BLM geht der westliche Teil des neuen DAB+-Multiplexes für das Voralpenland am 6. Juli auf Sendung. Es handelt sich um die erste Ausbaustufe des letzten Regionalmuxes. Ziel des Regionalkonzepts ist es, bis 2020 alle UKW-Radios parallel auf DAB+ zu platzieren.
Nach Vergabe-Entscheidungen Anfang und Mitte 2019 gehen zunächst die Lokalsender Radio Alpenwelle, Radio Oberland, Charivari Rosenheim und Galaxy Rosenheim auf Sendung, ebenso das landesweit zugelassene Arabella Kult. Ein Testbetrieb von den Standorten Wendelstein und Herzogstand im Block 7A hatte Ende Juni eingesetzt. Netzbetreiber ist Bayern Digitalradio.
Für eine zweite Ausbaustufe sind noch vor Jahresende die Standorte Oberammergau und Hohenpeißenberg vorgesehen. Im 2. Halbjahr 2020 wird das Sendegebiet nach Osten um die Sendestandorte Hochberg, Untersberg, Neuötting und Isen erweitert. Passend zum Ausbau gehen Bayernwelle-Südost, Inn-Salzach-Welle, AlpinFM sowie Radio Buh auf Sendung im gesmten Versorgungsbereich.
Quelle: Eigene Recherche, ukwtv.de vom 25.6. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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3.7.2019 • Rundfunkbeitrag: Einnahmen konstant, viel mehr Befreiungen
Beitragsservice 2018 hat der Beitragsservice 8,009 Mrd. Euro an Rundfunkbeiträgen eingenommen, aus denen ARD, ZDF, Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten finanziert werden. Damit ist erstmals seit 2014 ein Anstieg zu verzeichnen, wenn auch nur um bescheidene 0,43 Prozent.
Zum Rundfunkbeitrag zahlen nun 3,9 Mio. Betriebsstätten (plus 1,4 Prozent) und 39,5 Mio. Privathaushalte (plus 1 Prozent) ein. Andererseits hat sich auch die Zahl der aus sozialen Gründen vom Rundfunkbeitrag befreiten Personen auf 3,07 Mio. erhöht. Weitere 450.000 Personen zahlen einen auf 1/3 ermäßigten Beitrag. Das sind gegenüber dem Vorjahr immerhin 11,3 Prozent mehr. Insgesamt führt der Beitragsservice rund 45 Mio. Konten für private Haushalte und Unternehmen.
Im Juli 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die Beitragspflicht für Nebenwohnungen mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Bis zu einer Neuregelung - die bis zum 30. Juni 2020 in Kraft treten muss - können Personen diese Befreiung beantragen, wenn sie den Rundfunkbeitrag bereits am Erstwohnsitz entrichten. Dazu gingen 233.500 Anfragen und Anträge ein, gut 122.000 Vorgänge wurden bis Jahresende 2018 bearbeitet. 19.517 Anträge wurden positiv beschieden, 23.183 mussten wegen fehlender Voraussetzungen abgelehnt werden. In weiteren 45.200 Fällen wurden fehlende Nachweise angefordert.
Quelle: Presseinfo vom 2.7., Jahresbericht 2018 des Beitragsservice | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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3.7.2019 • International: DAB+ in Europa
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Hier werden einige Meldungen zur Entwicklung von Digitalradio mit DAB+ in anderen Ländern Europas zusammen gefaßt:
Der in deutscher Sprache für Ostbelgien produzierende öffentlich-rechtliche BRF hat jetzt seinen zweiten Kanal BRF2 auf DAB+ gebracht. Die Programme sind im wallonischen Teil Belgiens in der Hauptstadt Brüssel und Umgebung (Block 6D), Lüttich (Block 6B) und der Region Namur-Luxembourg (Block 6C) zu empfangen. Um das kostengünstig zu ermöglichen, verteilt BRF seine Bandbreite von 96 kbit/s auf beide Programme.
Im flämischen Landesteil macht der Sender QMaximum DAB+ jetzt interaktiv: Über eine App können Musikwünsche geäußert werden; der Song mit den meisten Stimmen wird hernach gespielt.
Seit dem 2. Juli wird die Region um Nantes mit DAB+ versorgt. Insgesamt 39 Programme sind auf Sendung. Im nahen Saint-Nazaire senden seither 26 Programme; die Großregion wird im September auf La Roche-sur-Yon mit ebenfalls 26 Programmen ausgebaut.
Die zuständigen Behörden halten am zweiten nationalen DAB+-Multiplex Riksblock II fest, obwohl der Netzbetreiber Norkring die Lizenz wegen zu geringem Interesse von Privatsendern zurück gegeben hatte. Gibt es bei einem neuen Vergabe-Anlauf mehr Interessenten, werde an den Meistbietenden versteigert. Norkring betreibt bereits den ersten DAB+-Multiplex mit den Privatradios der Medienkonzerne Bauer und MTG. Norwegen hatte als erstes Land Ende 2017 UKW abgeschaltet.
Die Privatradiogruppe Nent kündigt den Regelbetrieb für den Sommer an. Zunächst wird der Testbetrieb von Teracom in Stockholm, Uppsala und Gävle überführt. Im Laufe des Jahres sollen weitere Programme hinzukommen und das Sendenetz wird auf Göteborg und Malmö erweitert. Bis Oktober soll die Versorgung 43 Prozent der Bevölkerung umfassen. Bei den Programmen gibt es eine Zusammenarbeit mit Guldkanalen.
Auch die offizielle Schweizer DAB+-Website benutzt jetzt das vor zwei Jahren vom MDR entwickelte Digitalradio-Logo auf seiner Website. Die Rechte liegen inzwischen beim Weltlobby-Verband World DAB, der es kostenlos für Marketing-Zwecke zur Verfügung stellt. Das Nachbarland will spätestens 2024 auf UKW verzichten.
Quellen: Infos zu BRF, QMusic, Frankreich, Norwegen, Schweden, Schweiz, Logo.
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2.7.2019 • Digitalradio: Drei Bewerber für DAB+ in Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Um zwei Sendeplätze im Berliner DAB+-Multiplex (Kanal 7B) haben sich drei Unternehmen beworben. Das teilt die MABB auf Anfrage von dehnmedia mit. Die folgenden Bewerbungen will der MABB-Medienrat am 27. August behandeln:
Die Megaradio GmbH will ein Programm Mega Radio Berlin veranstalten. Beantragt wurde für Berlin, „hilfsweise“ für den Zweiländerkanal 12D.
Beworben hat sich eine Radio Arabica GmbH in Gründung. Das Programm Radio Arabica soll vorzugsweise in Berlin, alternativ im Zweiländermux gesendet werden.
Ohne die Zweiländer-Option bewirbt sich die eagle Broadcast Brandenburg GmbH als Nachfolge-Betreiberin von Pure FM.
Ein Programmplatz wurde vakant, nachdem die MegaRadioSNA wegen der umfangreichen Zulieferungen des russischen Regierungssenders SNA keine Lizenzverlängerung bekam und abgeschaltet wurde. Der zweite Programmplatz musste wegen der Insolvenz der bisherigen PureFM-Betreiberfirma ausgeschrieben werden. Das ist unabhängig davon, dass der weiterlaufende Sendebetrieb von der MABB geduldet wird.
„Hilfsweise“ bedeutet hier, dass der Bewerber den Berliner Kanal 7B präferiert. Gibt es dort keine Möglichkeit, wird der Berlin-Brandenburg-Mux (Kanal 12D) in Kauf genommen. Nach dem Stand der Dinge besteht diese Ausweichmöglichkeit nicht. Der Zweiländer-Mux ist mit 15 Programmen voll belegt „Power Radio wird im Laufe des 2. Halbjahres über DAB+ auf Sendung gehen“, teilt die MABB dazu mit.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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2.7.2019 • Digitalradio: HR-Mux jetzt offiziell vom Sender Dünsberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk hat heute die Aufschaltung seines DAB+-Multiplexes am Sendestandort Dünsberg bei Gießen bestätigt. Dadurch wird der mobile und Inhouse-Empfang der HR-Wellen in und um Gießen verbessert.
HR-Empfangsprognose. Stand: 2019 Der HR teilt zugleich mit, dass die angekündigte Leistungserhöhung um das Dreifache auf 10 kW am Sendestandort Habichtswald bereits am 12. Juni vollzogen wurde. Damit werde die Versorgung in weiten Teilen Nordhessens von Bad Karlshafen über Kassel bis nach Korbach verbessert (siehe klickbare aktuelle Versorgungskarte des HR).
Zu weiteren Planungen für 2019 heißt es, für den Dünsberg und den im April aufgeschalteten Standort Gelnhausen sei im 3. Quartal eine Verdopplung der Sendeleistung vorgesehen. Auch der für den Herbst avisierte neue Sender Würzberg bei Michelstadt bleibt weiter im Plan.
Quelle: Presseinfo des HR vom 2.7., DAB+-Seiten des HR | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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1.7.2019 • Digitalradio: Bewerbungen für den SH-Modellversuch
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Ausschreibung für den DAB+ Modellversuch in Schleswig-Holstein „ist auf großes Interesse bei Plattformbetreibern und Programmveranstaltern gestoßen“. Der Medienrat wolle über die Frequenzzuweisungen am 21. August entscheiden. Das teilt heute die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MA HSH) mit.
Für eine landesweite Verbreitung im NDR-Mux hat sich nur Regiocast mit dem Programm R.SH beworben.
Um die lokalen Sende- und Programmplattformen für Kiel, Lübeck und Sylt haben sich mit Divicon Media, Media Broadcast und Uplink Network die drei wichtigsten Anbieter von Sendenetz-Dienstleistungen beworben. Plattformbetreiber bringen in der Regel Programme mit, die über eigene Zulassungen verfügen müssen.
Der Modellversuch soll landesweit wie regional die Programmvielfalt verbessern und einen Beitrag zur Akzeptanz der digitalen Hörfunkverbreitung in Schleswig-Holstein leisten.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 1.7. | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
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1.7.2019 • Digitalradio: Pure FM sendet mit MABB-Duldung vorerst weiter
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 PureFM hat aufgrund der Insolvenz des Veranstalters Pure Medien Network pmn GmbH zwar seine UKW- und DAB+-Frequenzen zum Monatswechsel zurückgegeben, sendet aber weiter. Das betrifft sowohl UKW 98.0 MHz in Frankfurt/Oder als auch den Berliner DAB+-Kanal 7B. Die MABB duldet „vorläufig“ die Weiterführung des Sendebetriebs durch die eagle Broadcast Brandenburg GmbH., wie eine Sprecherin der Medienanstalt MABB auf Anfrage von dehnmedia bestätigte. Der Medienrat will der neuen Firma offenbar eine Chance geben, tut dies aber „ausdrücklich ohne jedes Präjudiz für die Sach- und Rechtslage im laufenden Vergabeverfahren“.
Die neu gegründete GmbH wird (wie die Betriebsgesellschaft Funkhaus Oderturm) von dem Unternehmensberater Alexander Kayales geführt, dem Bruder des Pure Medien-Geschäftsführers Matthias Kayales, der das Programm inhaltlich verantwortet.
Genauso überraschend kommt die MABB-Zulassung der Pure Medien Network pmn GmbH für ein für ein UKW-Eventradio vom 22. Juli bis zum 11. August 2019 anlässlich des Christopher Street Day. Nach eigenen Angaben gibt es einzelne Ausstrahlungen über DAB+. Diese Zuweisung begründet der Medienrat mit dem großen öffentlichen Interesse an einem CSD-Eventradio und verweist auf Kriterien für die Zulassung von Veranstaltungsradios, die sich von denen für permanente Sender unterscheiden.
PureFM hatte zuvor mehrfach Schlagzeilen gemacht. In Berlin war das Programm Ende 2017 und Ende 2018 - zuletzt im Zusammenhang mit einer möglichen Insolvenz - auf DAB+ zeitweise nicht empfangbar. In den Multiplexen Augsburg, Ingolstadt und München wurde PureFM Ende März 2018 endgültig abgeschaltet, „weil die pure Medien Network pMN GmbH die Vertragsbedingungen mit der bmt nicht erfüllt hat“.
Quelle: Eigene Recherche, Homepage eagle Broadcast, Meldung von PureFM | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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1.7.2019 • Digitalradio: 5G wird „in vielen Jahren nicht verlässlich“ sein
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „DAB+ erlaubt Wachstum in der Gattung Radio und es trägt dem Umstand Rechnung, dass 5G noch in vielen Jahren keine verlässliche Übernahme von Radioangeboten ermöglicht.“ Diesen Satz von Ulrich Wilhelm zitiert das RBB-Medienmagazin. Der ARD-Vorsitzende hatte vor Journalisten zum Anti DAB+-Beschluß in Niedersachsen Stellung genommen.
Als Intendant vertritt Wilhelm spricht auch den Bayerischen Rundfunk. Der BR ist Mitveranstalter des Projektes 5GToday und arbeitet also selbst daran mit, die technischen Möglichkeiten auszuloten, die 5G für Fernsehen und Radio bieten könnte.
Quelle: RBB-Medienmagazin | Hintergrund: DAB+, Projekt 5GToday.
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1.7.2019 • Digitalradio: HR-Mux jetzt auch am Sender Gießen-Dünsberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk hat laut Meldungen den Sendestandort Dünsberg bei Gießen für seinen DAB+-Multiplex in Betrieb genommen. Eine offizielle Bestätigung durch den HR steht aber noch aus.
Durch die Ausstrahlung mit 5 kW von dem zusätzlichen Sendestandort wird der Empfangs des Programmpakets - einschließlich der drei Regionalisierungen von HR4 - im Gebiet zwischen den Sendern Biedenkopf und Großer Feldberg verbessert bzw. möglich. „Voraussichtlich im Herbst 2019“ soll auch der Sender Würzberg bei Michelstadt im Südosten des Bundeslandes ans Netz gehen. Außerdem wird eine Verdopplung der Sendeleistung am Standort Habichtswald angekündigt.
Quelle: Info auf ukwtv.de | Hintergrund: DAB+ in Hessen.



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