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Nachrichten-Archiv Februar 2018

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28.2.2018 • Digitalradio: LfM lässt Mehr!Radio für landesweites DAB+ zu
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Trotz der schleppenden Debatte um DAB+ auf lokaler Ebene will die LfM landesweiten Ausstrahlungen über DAB+ wohl nicht im Wege stehen. Am vergangenen Freitag bekam die Düsseldorfer Mehr!Radio UG laut einer Meldung dafür die erste Zulassung.
Für einen Sendestart ist das noch nicht ausreichend. Eine Frequenz muss dem Bundesland zugeteilt werden und der Netzbetreiber ist auszuwählen. Anschließend würden per Ausschreibung weitere interessierte Programme gesucht. Denn für einen Anbieter allein ist der Sendebetrieb nicht finanzierbar.
Sinnvoll wäre es, den Sendebetrieb spätestens Ende 2019 zu beginnen. Dann läuft der Pilotbetrieb aus, durch den das Kölner Domradio seit Mai 2013 als Gast im WDR-Mux sendet. Bis dahin wäre eine Entscheidung wünschenswert, wie überregionale Multiplexe in das „Hörfunkkonzept 2022“ passen.
Quelle: Meldung von radioszene vom 26.2. | Hintergrund: DAB+ in NRW.
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27.2.2018 • Digitalradio: LfM schiebt DAB+-Entscheidung weiter auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 LFM-NRW Die NRW-Medienanstalt LfM hat laut einer Meldung am vergangenen Freitag (23.2.) keine Entscheidung gefasst, um DAB+ in Nordrhein-Westfalen in ein sog. „Hörfunkkonzept 2022“ einzubringen. Stattdessen soll ein Gutachten klären, wie das „Zwei-Säulen-Modell“ des dortigen Lokalfunks in die digitale Radiozukunft übernommen werden kann. Das Berliner Institut Goldmedia, das bisher eher IP- und Mobilfunk präferiert hat, soll das Gutachten binnen zwei Monaten erstellen.
Die für Medienpolitik zuständige LfM-Mitarbeiterin Petra Gerlach gab den Gremienmitgliedern vier Entscheidungsmöglichkeiten für die Zukunft des in NRW mit auf den Weg:
1.Alles bleibt wie es ist. In NRW wird Privatradio landesweit und lokal weiter mit der 1950er UKW-Technik gesendet. Das Programmangebot bleibt limitiert und die Lokalradios werden vor neuen Wettbewerbern geschützt.
2.Die privaten Lokalradios bleiben auf UKW. DAB+ stünde für zusätzliche Privatradios zur Verfügung.
3.Mobilfunk-Streaming mit 5G-Technik und DAB+ ersetzen UKW, wobei die Lokalradios über DAB+ senden.
4.UKW, 5G-Streaming und DAB+ werden parallel betrieben. Um eine Systementscheidung „durch den Markt“ herbeizuführen, müssten viele Radios über alle drei Plattformen senden. Das ist schon wegen der Kosten in jedem Fall aussichtslos.
Auf dieser Grundlagen wollen die LfM-Gremien auf einer Klausurtagung im Sommer eine „Handlungsempfehlung“ für den Landtag erarbeiten. Erst nachdem das Parlament die Radiodigitalisierung ins NRW-Mediengesetz eingearbeitet hat - also vermutlich wirklich erst 2022 - können Frequenzen beantragt und Programmplätze ausgeschrieben werden usw.
Die NRW-Lokalradios haben DAB+ bisher grundsätzlich abgelehnt. Sie haben ein eigenes Gutachten angekündigt.
Hinweis : Das „Zwei-Säulen-Modell“ sichert den Zeitungsverlagen die Präsenz in einem abgeschotteten lokalen Radiomarkt. Lokale Institutionen haben geringen inhaltlichen Einfluß.
Mit DAB+ sind in NRW der bundesweite Multiplex und die Programme des WDR sowie (bis Ende 2019) Domradio Köln zu empfangen.
Quelle: Meldung von von radioszene vom 26.2. | Hintergrund: DAB+ und NRW-Lokalradios, in NRW.
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26.2.2018 • Digitalradio: Verkaufsrekord für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Den Verkaufsrekord bei DAB+-Radios (lt. Hemix wurden 2017 1,3 Mio. Radios gehandelt) ergänzt das Digitalradio Büro Deutschland um die Info, dass der Verkauf von UKW-Radios weiter sinkt. „Das Segment der HiFi-Tuner mit UKW-Empfang verzeichnet sogar ein Minus von 35 Prozent“ - das Dreifache des Umsatzrückgangs in der Produktsparte Personal Audio (die UKW-Produkte enthält) von 12,7 Prozent.
Hemix erfasse zudem weder Importe noch die Neufahrzeugausstattung, so dass die Stückzahlen real höher sind. Das Büro verweist dazu auf den DAT-Jahresbericht: Demnach hat sich die Zahl der mit DAB+-Radios ausgelieferten Neuwagen von 21 (2016) auf 40 Prozent fast verdoppelt. Eine Interoperabilitätspflicht, wie im Koalitionsvertrags-Entwurf der GroKo enthalten, würde den Abverkauf weiter beflügeln.
Quelle: Presseinfo von Digitalradiobüro vom 26.2. | Hintergrund: DAB+-Radios (Datenbank).
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26.2.2018 • Antenne: Noch lange kein Ende der Broadcast-Terrestrik
Terrestrik Der vielfach prognostizierte Durchmarsch von IPbasierten Technologien für die Rundfunkübertragung ist so bald nicht zu erwarten. „Berichte über ein Ableben der terrestrischen Verbreitung sind stark übertrieben.“ Diese Einschätzung vermittelt ein aktuelles Statement aus der Firma Rohde&Schwarz. Das deutsche Unternehmen liefert Sendetechnik für Broadcast und Mobilfunk.
Broadcast (also DVB-T2 HD, DAB+ etc) sei das effektivste Verfahren, um einheitliche Inhalte an ein großes Publikum zu bringen. Vor allem außerhalb der Städte und Ballungsräume sei eine flächendeckende Versorgung über Kabelnetze oder Mobilfunk nicht gewährleistet. Daher sind viele Länder vom Rundfunk-Broadcast abhängig.
Auf der anderen Seite stehen Fortschritte des Mobilfunks. Dazu zählt Rohde&Schwarz den im Sommer 2017 veröffentlichten Release 14 von LTE. Die Integration von FeMBMS ermögliche z.B. die Übertragung hoher Datenmengen in großflächigen Funkzellen. Der Empfang sei auch ohne SIM-Karte (d.h. frei) möglich.
Das Münchner Unternehmen will beide Plattformen zusammen führen. Anwendungen, die die für die jeweilige Situation optimale Übertragungsweise verwenden, sollen den Netzbetreibern beider Seiten neue Geschäftsmodelle bieten. Solche Technologien will das Unternehmen in diesem Jahr vorstellen.
Inzwischen wurden zwar die dafür glänzend geeigneten 700 MHz-Frequenzen dem Mobilfunk zugeschlagen. Die Mobilfunker wollen aber die Kosten der Auktion und des technischen Ausbaus refinanzieren und werden bestimmt keinen freien Empfang bereit stellen, so dass sie nichts daran verdienen können. Daran war bereits DVB-H gescheitert.
In Deutschland und Schweden hatten 2014 mehrere Studien u.a. auf die technischen Schwächen und hohen Kosten der bisherigen Mobilfunktechnik für die Rundfunkversorgung hingewiesen. Die 2017 gegründete 5G Media Initiative will die Perspektiven ausloten.
Die EU will neue Technologien für den Rundfunkfunk und deren Geschäftsaussichten nicht vor 2025 untersuchen. Entscheidungen über europaweite Standardisierungen und die Einführung neuer Technologien - und damit der Abschied vom Broadcast mit DAB+ und DVB-T2 - sind erst gegen Mitte der 2030er Jahre zu erwarten.
Quelle: Beitrag bei Rohde&Schwarz vom 15.2. | Hintergrund: Broadcast oder Mobilfunk?, eMBMS-Projekt IMB5.
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25.2.2018 • DVB-T2 HD: Ausbauplanung wurde leicht verändert
Auf der Website dvb-t2hd.de findet sich eine aktualisierte Auflistung der Umschalttermine von DVB-T auf DVB-T2 HD. Wesentliche Änderungen gegenüber der letzten Vorschau vom Juli 2017 betreffen Niedersachsen, wo der Sendestandort Oldenburg entfallen ist. Auch sollen die ARD/NDR-Sendestandorte Dannenberg, Uelzen und Visselhövede (auch ZDF) erst im Frühjahr 2019 auf Sendung gehen. Damit gehören diese Empfangsgebiete (wie auch einige Regionen und NRW und Brandenburg) zu den letzten Umstellungsgebieten in Deutschland.
Bei den bisher bekannten Plänen für den 24./25. April scheint es keine Änderungen gegeben zu haben.
Quelle: Aktuelle Listen bei www.dvb-t2hd.de vom 20.2. | Hintergrund: DVB-T2 HD Netzausbau.
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24.2.2018 • Unterhaltungselektronik: TV-Verkauf steigt wieder
gfu Der Verkauf von TV-Geräten ist 2017 von 6,87 Mio. um 2,2 Prozent auf 7,02 Mio. Stück und erstmals seit 2014 (8,1 Mio. Stück) wieder gestiegen. Damit wurde die Prognose vom Vorjahr gering überschritten. Das ist eines der Ergebnisse des Handelsindexes Hemix für das Gesamtjahr 2017.
Besonders großformatige Fernseher ab 37 Zoll Diagonale boomten und trugen 3,6 Mrd. Euro bei, das sind 85 Prozent des Umsatzes mit Fernsehern. 63 Umsatzprozente entfielen auf UHD-Fernseher (2,72 Mio. Stück, +37 Prozent). Der Verkauf von TVs mit OLED-Displays stieg zwar um 147 Prozent, gehandelt wurden aber nur bescheidene 111.000 Stück. Die großen Formate und hochauflösenden Displays trieben den Durchschnittspreis eines Fernsehers von 584 auf 604 Euro (+3,4 Prozent) hoch. Der Umsatz der TV-Produkte wuchs auf 4,24 Mrd. Euro bzw. um 5,6 Prozent.
Aufgrund des Umstieges auf DVB-T2 HD und der Kabel-Analogabschaltung in drei Bundesländern explodierte der Handel mit Settopboxen. Es wurden 5,34 Mio. Stück (2016: 2,85 Mio., +87,7 Prozent) gehandelt. DAB+ stimulierte den Gerätemarkt wieder nachhaltig: „Empfänger für Digitalradio (DAB+) verzeichneten in 2017 einen Stückzahlzuwachs um elf Prozent auf knapp 1,3 Mio. Geräte. Der Umsatz stieg in diesem Segment auf 198 Millionen Euro (+13 %)“, teilt die gfu als einer der Branchenverbände mit, die die Erhebungen tragen.
Der Gesamtmarkt für Home Electronics (einschließlich großer und kleiner Haushaltsgeräte wuchs um 3 Prozent auf 41,6 Mrd. Umsatzeuro. Auf die klassische Unterhaltungselektronik entfallen knapp 10 Mrd. Euro (+ 8,2 Prozent), so dass der Rückgang von 2017 gegenüber 2016 ausgeglichen wird. 2018 sollen UHD- und OLED-Fernseher den Umsatz mit Fernsehern um 7 Prozent anschieben. Im Segment Netzwerk-Audio sollen es sogar 10 Prozent werden, während die Steigerung bei Smartphones auf nur noch 2 Prozent geschätzt wird.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 23.2. | Hintergrund: Hemix 2017 (download).
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23.2.2018 • Kabel: Auch Pyur steigt in den Analog-Ausstieg ein
Kabelanschluß „2018 ist das Jahr der Einstellung der analogen TV-Signale im Kabel“, heißt es beim Dienstleister Pyur. Als Testregion beginnt Quedlinburg am 20. März mit der Abschaltung des analogen Kabelrundfunks. Kabelradio wird künftig in DVB-C übertragen und sei mit einem „DVB-C Radiotuner“ empfangbar.
Das Unternehmen hat bei einer Wohnungsgesellschaft der Weltkulturerbestadt am Nordharz (Sachsen-Anhalt) 3.200 Kundenhaushalte. Pyur (eine Marke des drittgrößten Netzanbieters Tele Columbus) versorgt nach eigenen Angaben 3,6 Mio. Haushalte in Deutschland.
Quelle: Presseinfo von Pyur vom 16.2. | Hintergrund: DAB+ und Kabelradio.
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22.2.2018 • Satellit: FreenetTV geht Ende März in den Orbit
1" Freenet TV FreenetTV, das Terrestrik-Paket der privaten HDTV-Programme, wird Ende März auch über Satellit starten. Aus dem Orbit bleibe es bei monatlichen 5,75 Euro und die bekannten FreenetTV-Module können (neben bisher einer zertifizierten Box) genutzt werden. Es bleibt auch beim Monatspreis von 5,75 Euro. Spekulationen zum Thema hatte der Freenet-Betreiber Media Broadcast im Juni 2017 mit der Bemerkung zurückgewiesen, es gebe „keine konkreten Pläne in diese Richtung“.
Die heutige Kurzinformation kommt im Vorfeld der Hausmesse der Handelskette Electronic Partner und wenige Tage, nachdem der Anbieter M7 seine Sat-Plattform Diveo mit 70 HD-Sendern ab monatlich 7,90 Euro ankündigte.
Über Astra werden etwa 46 Prozent der 38 Mio. deutschen TV-Haushalte erreicht. Der etablierte Wettbewerber HDplus meldete Ende 2016 etwa 2,1 Mio. zahlende Haushalte.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 22.2. | Hintergrund: Freenet TV.
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22.2.2018 • Digitalradio: Ausschreibungen für Bayern-Regionen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt BLM hat jetzt die angekündigten Ausschreibungen für zwei DAB+-Regionalnetze veröffentlicht. Demnach sollen für die Oberpfalz (Kanal 12D) zwei Programme und im Netz Niederbayern (Kanal 7D) eine Station zugelassen werden. Damit wird das Angebot zusätzlich zu den lokalen UKW-Radios auf sechs Lokalradios pro Region erweitert. Die Sendekosten werden mit monatlich 2.268,00 Euro (netto; ohne Förderung) je Region angegeben. Bis zum 21. März können sich interessierte Radios für eine Zulassung auf zehn Jahre bewerben. Der Sendebetrieb könnte mit der Trennung des Regionalnetzes Niederbayern/Oberpfalz starten. Das ist laut BLM für den 3. Juli vorgesehen.
Quelle: Ausschreibungen für Oberpfalz, Niederbayern vom 21.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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22.2.2018 • DVB-T: Kanalwechsel am Sender Amberg am 21. März
Überallfernseh-Logo Bayern Am 21. März wird der DVB-T Multiplex der ARD am Sender Amberg bei Hirschau vom Kanal 30 auf Kanal 37 umgeschaltet. Das geschieht zwischen 9 und 13 Uhr. Antennen-Zuschauer im Raum Amberg und den Kreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf und Weiden müssen einen Sendersuchlauf durchführen, um DasErste, Arte, Phoenix und One wieder wieder zu empfangen.
Kanal 30 ist in den Planungen für DVB-T2 HD für Oberbayern vorgesehen und wird dort ab dem 25. April genutzt. Die Umschaltung erfolgt, um Störungen zu vermeiden, bis im November Amberg, Bamberg, Ochsenkopf und weitere bayerische Sendestandorte auf DVB-T2 HD wechseln.
Quelle: Presseinfo des BR vom 21.2. | Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 HD in Bayern.
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21.2.2018 • 21. KEF-Bericht (5): Neue TV-Terrestrik als Sparmodell
KEF-Logo Die ARD hatte ihre Anmeldungen der Kosten der TV-Terrestrik gegenüber dem 20. Bericht schon von knapp 240 Mio. auf knapp 195 Mio. Euro reduziert. Der KEF reicht das nicht. Sie spekuliert weiter mit der „im 20. Bericht dokumentierten Erwartung, dass der Bund die Kosten der Aufwendungen zur Räumung des 700 MHz-Bandes erstatten wird“. Für DVB-T2 HD wurden daher von den angemeldeten 46,9 Mio. Euro kräftige 20 Mio. Euro gestrichen.
Das ZDF kalkuliert eine Kostensenkung der Terrestrik durch den Umstieg auf DVB-T2 HD um etwa zehn Prozent. Die Mainzer reduzierten ihre Anmeldung gegenüber dem 20. Bericht von 168 auf 151 Mio. Euro.
Hintergrund: 21. KEF-Bericht (u.a. Tz.84, 96, 475f).
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21.2.2018 • 21. KEF-Bericht (4): Kritik der ARD
KEF-Logo Scharfe Kritik am 21. KEF-Bericht übte der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm. So seien die Pauschalkürzungen beim Personalaufwand um 20 Prozent nicht nachvollziehbar. Darüber werde auch das Programmangebot beeinflußt, für das „80 Prozent des Personals unmittelbar ... eingesetzt werden“, kommentierte Wilhelm eine der Positionen, wo die KEF den Rotstift angesetzt hat.
Die Ankündigung der KEF, sich mit den Kosten von Sportsendungen und TV-Krimis zu befassen, sei unzulässig: „Die KEF hat keinen Auftrag, sich zur Programmgestaltung zu äußern. Das gilt für die Sportberichterstattung genauso wie für die Krimiproduktion. Der Etat für Sportrechte ist im Übrigen seit 2012 eingefroren.“
Schlußendlich sei der von der KEF behauptete Überschuß der ARD von 502,4 Mio. Euro im Zeitraum 2017 bis 2020 „nicht nachvollziehbar“, fasste Wilhelm zusammen.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 19.2. | Hintergrund: 21. KEF-Bericht (download), Rundfunkbeitrag.
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21.2.2018 • 21. KEF-Bericht (3): Wieder erhebliche Kürzungen bei DAB+
KEF-Logo Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die KEF hat 22,7 Mio. Euro aus der ARD-Planung für DAB+-Digitalradio gestrichen; 100 Mio. Euro verbleiben für den Zeitraum 2017 bis 2020. Dabei hatte die ARD ihre Anmeldungen gegenüber dem 20. Bericht (94,2 Mio. Euro) schon auf 77,1 Mio. Euro reduziert. Beim Deutschlandradio wurde um 3,3 auf 63,6 Mio. Euro reduziert.
Die KEF unterstellt weiterhin, dass bis 2020 Kostensenkungen bei der UKW-Verbreitung möglich sind. Und auch bei DAB+ werden „Erwartungen“ Grundlage der Budget-Kalkulation. Desweiteren gibt die KEF politische Entscheidungen vor, auf die ARD und D-Radio erfahrungsgemäß wenig Einfluß haben - weil einige Bundesländer (z.B. NRW) Entwicklungen blockieren. So setzt die KEF wiederum bis zum Frühjahr 2019 zu erreichende Entscheidungen der Landes- und Bundespolitik für eine künftige Finanzierung von DAB+ voraus:
1.Die Entscheidung des Bundes und der Länder zum Konzept der UKW-Abschaltung liegt vor,
2.eine zwischen den Marktpartnern verabredete Methodik zur Ermittlung der DAB+-Nutzung existiert und Nutzungszahlen wurden publiziert,
3.durch geeignete, evtl. regulatorische Maßnahmen wurden bedeutende Automobil-Hersteller bewegt, DAB+-Radios als Serienausstattung anzubieten,
4.mindestens 27 Prozent der Haushalte besitzen DAB+-Empfänger (10 Prozent 2015 sowie 3,5 jährliche Steigerungsraten von jeweils 33 Prozent).
Nachdem die GroKo sich im Koalitionsvertrag auf die Verankerung hybrider Radiotuner beschränkt und das Thema UKW-Abschaltung aufgrund des Widerstands der Privatradios gestrichen hat, zeigt schon Punkt 1, wie realitätsfern die Vorgaben der KEF sind und wie die weitere Entwicklung von DAB+ in Deutschland auf dem Umweg über die Budgets von ARD und D-Radio letztlich den Privaten und ihrem Einfluß auf die Medienpolitik überlassen wird.
Hintergrund: 21. KEF-Bericht (Tz.283 f.).
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21.2.2018 • 21. KEF-Bericht (2): SD-Abschaltung bis 2020?
KEF-Logo 1" Neben Annahmen und „Erwartungen“ werden auch „Hoffnungen“ zu Grundlagen der von der KEF im 21. Bericht vorgelegten Finanzplanung für ARD, ZDF und D-Radio bis 2020.
So behauptet die KEF eine Kostensenkung um 6,3 Prozent für die TV-Verbreitung in Standard-Qualität (SD) via Astra. Die müsste die ARD mit Astra erst einmal die Vertragverlängerung nach 2018 erfolgreich aushandeln. Vorsorglich streicht die KEF das schon mal und fordert die (auch von der ARD beabsichtigte) Abschaltung des SD-Simulcast im Jahr 2020. Dazu heißt es: „Es besteht nunmehr Hoffnung, dass ein solcher Schritt seitens der öffentlich-rechtlichen Programmanbieter zur Jahresmitte 2020 möglich sein könnte.“ Die KEF streicht daher diese Kosten ab Mitte 2020.
Hintergrund: 21. KEF-Bericht (Tz.89).
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21.2.2018 • 21. KEF-Bericht (1): Es bleibt bei 17,50 Euro, aber ...
KEF-Logo Jetzt hat die KEF ihren 21. Bericht vorgelegt. Es handelt sich um einen Zwischenbericht nach zwei Jahren, der den Zeitraum zwischen 2017 und 2020 betrifft. Kernaussage ist: Der Rundfunkbeitrag bleibt bis 2020 bei monatlich 17,50 Euro eingefroren, nachdem die Kommission einen Überschuß von 544,5 Mio. Euro festgestellt hat. Dieses Geld darf jedoch (sofern es bis Ende 2020 tatsächlich eingenommen wird) nicht ausgegeben werden. Es wird vielmehr von den erwarteten Einnahmen des Nachfolgezeitraums (2021 bis 2024) abgezogen.
Die KEF geht für die vier Jahre von Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag von 31,185 Mrd. Euro und aus Werbung von 1,029 Mrd. Euro aus. Dem stehen Anmeldungen der Anstalten von 38,24 Mrd. Euro gegenüber. Die genannten 544,5 Mio. Euro kommen zusammen, indem die KEF 748,2 Mio. Euro gestrichen hat. Davon entfallen 364,5 Mio. Euro auf „Ertragszuschätzungen“ - das sind von der KEF angenommene höhere Einnahmen.
Bei den anerkannten 16,613 Mrd. Euro für den Programmaufwand handelt es sich - das muss man wissen - um die reinen Produktionskosten von Sendungen. Mit einigem Interesse darf der Ankündigung entgegensehen, dass die KEF die Kosten der Sportberichterstattung und einzelner Krimi-Produktionen untersuchen will.
Darüberhinaus haben natürlich Redakteure, Journalisten, Regisseure, Kameraleute usw. - d.h. der größte Teil des Personals (ob festangestellt oder projektbezogen beschäftigt) direkt mit dem Programm zu tun. Sie verschwinden buchhalterisch in einem allgemeinen Personalaufwand, in dem auch die Kosten für Reinigungskräfte, Sekretariate usw. enthalten sind. Die Personalkosten von insgesamt 8,8 Mrd. Euro sind also großteils Ausgaben für das Programm, auch wenn es anders aussieht. Der Personalbestand entspricht laut KEF 41.500 Vollzeitstellen. Sie fordert „weiterhin deutliche Reduzierungen der Zahl der besetzten Stellen“.
Kommentar : Die KEF hat auch im 21. Bericht ihren Ruf als Rotstiftkommission bestätigt. Das liegt daran, dass ihr Auftrag sinnvolle Massnahmen gar nicht zulässt - z.B. die Umwidmung gesparter Gelder zugunsten der Programm-Budgets. Wenn aber erfahrene Chefs von Landesrechnungshöfen (5 der 16 KEF-Mitglieder) und Wirtschaftsprüfer am Werk sind, erwartet man Seriosität. Einige Massnahmen der KEF lassen geben jedoch der Spekulation Raum, dass die Rundfunkanstalten mithilfe von Spekulationen über die pure Möglichkeit von Kostensenkungen klein gehalten werden. Würde eine Privatfirma ihre Finanzplanung so stark an Spekulationen, Hoffnungen und Erwartungen orientieren - wie lange wäre diese Geschäftsführung im Amt?
Quelle: Presseinfo der KEF vom 19.2. | Hintergrund: 21. KEF-Bericht (download), Rundfunkbeitrag.
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19.2.2018 • Digitalradio: Bundesmux 2 mit Teilfrage beim OVerwG
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Verfahren um die Plattform-Zuweisung für den 2. Bundesmux an Antenne Deutschland geht in eine Phase juristischer Feinheiten. Das Verwaltungsgericht Leipzig lässt nun die Teilfrage prüfen, „ob die Vorlage der teils mit Schwärzungen versehenen Verwaltungsakten - bestehend aus 5 Ordnern - der Antragsgegnerin ( ... ) rechtmäßig ist“. Dafür ist das Sächsische Oberverwaltungsgericht zuständig. Das teilt das Verwaltungsgericht in einer Aussendung mit. Ein Verhandlungstermin liegt noch nicht vor.
Klägerin ist die unterlegene Bewerberin DABP, Antragsgegnerin ist die sächsische Medienanstalt SLM, die das Verfahren für die Medienanstalten geleitet hatte.
Dieser juristische Nebenschauplatz trägt nicht eben zu einem zeitnahen Sendebeginn bei, der im Sinne der Radiohörer und der Werbung für DAB+ wäre. Antenne Deutschland, ein Venture von Media Broadcast und Absolut Digital, will das Sendenetz des zweiten Bundesmuxes erst aufbauen, wenn die Zuweisung Bestandskraft hat - also, wenn ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.
Hintergrund: Zweiter DAB+-Bundesmux.
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14.2.2018 • Digitalradio: Klaren DAB+-Sound auch im Kabel genießen?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Mit DAB+ Radio digitalen Klang genießen“ - das geht auch in Kabelnetzen, so heute das Digitalradio Büro Deutschland. DAB+ biete terrestrisch „klaren, digitalen Empfang ohne zusätzliche Kosten für einen Internetzugang“. Verwiesen wird desweiteren auf die vom bayerischen Netzbetreiber M-Net durchgeführten Tests. „Mit DAB+ Radio digitalen Klang genießen“ kann man allerdings beim zweiten Beispiel, dem Schweizer Netzanbieter UPC, nicht. UPC sendet die DAB+-Programme proprietär in einem terrestrisch nicht genutzten Frequenzbereich, für den die Tuner der in Europa handelsüblichen DAB+-Radios nicht ausgelegt sind. Für UPC sind daher spezielle Empfänger erforderlich. Deutsche Kabelnetzer nutzen DAB+ nicht, sondern verweisen auf DVB-C Boxen. Die Antenne mit DAB+ ist weiterhin eine nicht mit Extrakosten belastete Alternative zum Kabelradio.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 14.2. | Hintergrund: DAB+ im Kabel.
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12.2.2018 • Schweiz: DAB+ doch im UPC-Kabel - aber mit Spezialradios
DAB-Logo Schriftzug Im Juni 2017 hatte der Schweizer Kabelanbieter UPC seine Pläne zu den Akten gelegt, im Zuge der Kabeldigitalisierung den Hörfunk von UKW auf DAB+ umzuschalten. Jetzt wirbt das Unternehmen auf seiner Website für „DAB+ Cable“: „In der Schweiz wird analoges Radio (UKW-Radio via Luft und Kabel) mittelfristig durch die digitalen Radiostandards DAB+ und DAB+ Cable abgelöst.“ UPC unterstellt, dem Rechnung zu tragen, und biete nun mittels „DAB+ Cable ... ein vielfältiges, überregionales Radioprogramm“ von „rund 70 Sendern“.
Bei Begriff und Logo „DAB+ Cable“ handelt es sich jedoch nicht um einen offiziellen technischen „Standard“, sondern nur um eine Werbemarke von UPC. Das digitale UPC-Kabelradio sendet oberhalb des üblichen Empfangsbereiches, der bis 240 MHz reicht. Der Kanal 13 (zwischen 230 und 240 MHz) ist in Deutschland terrestrisch für militärische Aufgaben reserviert, könnte im Kabel aber genutzt werden. DAB+ im UPC-Kabel sendet oberhalb von 240 MHz, weshalb spezielle Radios mit erweitertem Frequenzbereich notwendig sind. UPC nennt zur Zeit fünf Produkte, die z.T. offenbar erheblich teurer sind, als die für UPC nicht geeigneten üblichen DAB+-Radios. Das war ein Grund für die bereits im Versuchsstadium vom Verbraucherschutz geübte heftige Kritik an der firmeneigenen Insellösung.
Quelle: Radioseite von UPC Schweiz | Hintergrund: DAB+ und Kabelradio.
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10.2.2018 • Schweiz: Digitale Plattformen mit 61% des Radiokonsums
DAB-Logo Schriftzug „Radioprogramme werden in der Schweiz Ende 2017 bereits zu 61 Prozent digital konsumiert. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist das in der Deutschschweiz immer opulärer werdende DAB+.“ Zahl und Einschätzung teilt die Schweizer Medienbehörde Bakom unter Berufung auf die Migrations-AG DigiMig mit.
Demnach liegt der DAB+-Anteil am gesamten Radiokonsum bei 34 Prozent (+11 Prozent seit Herbst 2015). 66 Prozent der DAB+-Nutzung passiert zuhause, 29 Prozent im Auto. Die Nutzung digitaler Plattformen fürs Radiohören stieg damit in der Schweiz binnen eineinhalb Jahren um zehn Prozent, während die UKW-Nutzung von 51 auf noch 41 Prozent abfiel.
Bis Mitte 2017 wurden im Nachbarland (8,4 Mio. Einwohner) 3,25 Mio. DAB+ Radiogeräte verkauft. Die Kfz-Ausstattung habe sich innerhalb eines Jahres auf 750.000 Fahrzeuge „fast verdoppelt“. DAB+-Radios werden inzwischen in zwei Dritteln aller Neuwagen als Serienausstattung ab Werk eingebaut.
In der Schweiz ist der UKW-Ausstieg fest geplant. Die Kampagne „Radio zieht um“ bereitet schon jetzt auf die UKW-Abschaltungen vor, die zwischen Anfang 2020 und 2024 vorgesehen sind.
Quelle: Presseinfo von Bakom vom 9.2. und Dokumente | Hintergrund: DAB+-Homepage CH.
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9.2.2018 • DVB-T2 HD: ARD Alpha und 3. aus Bremen ab 2019 nativ in HD
ARD Alpha wird „voraussichtlich ab Januar 2019“ nativ über Astra in HDTV verbreitet. Die ARD gehe davon aus, dass die HDTV-Variante des vom BR produzierten Bildungskanals von den Kabelnetzbetreibern übernommen werde, so ein BR-Sprecher des gegenüber Infodigital. In Bayern werde das Programm über DVB-T2 HD bereits in Full HD ausgestrahlt, jedoch wird es derzeit jedoch vom SD-Format hochkonvertiert. Der BR will die Produktionsinfrastruktur für ARD Alpha im Laufe des Jahres für HDTV ausstatten.
Radio Bremen stellt seine Infrastruktur mit Investitionen von 5,4 Mio. Euro auf HDTV um. Ab dem 1. Quartal 2019 wird natives HDTV produziert und gesendet.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 9.2. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Bayern und Bremen.
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9.2.2018 • England: Steht der Einstieg in den UKW-Ausstieg bevor?
DAB-Logo Schriftzug In England werden für 49,9 Prozent (+9 Prozent) des Radiokonsums digitale Plattformen genutzt, 62 Prozent der Briten hören Radio mindestens einmal in der Woche mit einem Digitalgerät. Das teilt der Forschungsverbund Rajar für das 4. Quartal 2017 mit. Die 50 Prozent-Quote, ab der Parlament und Regierung den UKW-Ausstiegsplan auf den Weg zu bringen wollen, wurde 2017 also nur knapp verpasst.
Über alle Plattformen schalten 48,9 Mio. (90 Prozent) der Briten über 15 Jahre täglich das Radio ein - und hören wöchentlich im Schnitt 21,3 Stunden. So kommen wöchentlich rund 1,04 Mrd. Stunden Radiokonsum zusammen. Davon entfallen etwa 518 Mio. Stunden auf die Digital-Plattformen. Daran ist DAB mit 377 Mio. Stunden bzw. 73 Prozent beteiligt. Bezogen auf die Gesamthördauer entspricht das 36,3 Prozent. Online und Apps tragen 8,5 und DigitalTV 5,1 Prozent bei.
Radio Joint Audience Research (Rajar) ist ein Forschungsverbund der BBC und von Verbänden der Privatradios.
Quelle: Datenblatt von Rajar vom 8.2. | Hintergrund: DAB+.
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8.2.2018 • Digitalradio: Ein Programm, 2. Standort für Augsburg-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der BLM-Medienrat hat heute Hitradio RT1 Nordschwaben für einen zusätzlichen Sendeplatz im Augsburger Kanal 9C bis zum 30. Juni 2020 und im Simulcast mit UKW zugelassen. Laut BLM wird das Sendegebiet ab dem 2. Quartal um den Sendestandort Hühnerberg erweitert. Im K 9C werden dann rund 890.000 Einwohner in und um Augsburg und in den Landkreisen Aichach-Friedberg, Dillingen/Donau und Donau-Ries versorgt. RT1 Nordschwaben und der Sender Hühnerberg waren bereits für 2014 angekündigt worden.
Vor wenigen Tagen hatte der Hörfunkausschuß des Medienrats außerdem Ausschreibungen eines Programmplatzes für den neuen Niederbayern-Mux (K 7D spätestens ab 3. Juli) und für zwei Plätzen im Oberpfalz-Mux beschlossen. Damit würden die für beide Muxe bis zu sechs vorgesehenen Lokalradios erreicht.
Für Augsburg soll nach Angaben der BLM noch eine Ausschreibung bevorstehen: Radio Schwabmünchen hatte bereits angekündigt, dort „mit Antenne ab Frühjahr über DAB+ Digitalradio“ zu senden.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 8.2., Ergebnisinfo des Hörfunk-Ausschusses vom 1.2. | Hintergrund: DAB+ für Bayern.
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8.2.2018 • Digitalradio: GroKo will Hybridradios von vorn diskutieren (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt das Bekenntnis zu DAB+ im Koalitionsvertrag“. Das Regierungsprogramm von CDU/CSU und SPD wird als Unterstützung für „modernen Radio mit einer krisenfesten Infrastruktur, einer breiten Programmauswahl und noch genaueren Verkehrsinformationen für alle Autofahrer“ bewertet.
Begrüßt werden auch die Festlegungen zur europaweiten Sicherung der Interoperabilität des Radioempfangs, wonach „eine digitale Schnittstelle (...), zum Beispiel für DAB+“, in Radios eingebaut sein soll. „Nur so kann Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben.“ Dann könnten sich alle Verbraucher, vor allem die Autofahrer, „darauf verlassen, dass ihr Radio auch im Ausland alle verfügbaren Programme empfängt“, wird hervorgehoben.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 8.2. | Hintergrund: DAB+.
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8.2.2018 • AGF: Erste Schritte im Januar
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die AG Fernsehforschung (AGF) meldet zum Stichtag 1. Februar 37,36 (Vormonat: 37,16 Mio.) digital empfangende Fernsehhaushalte in Deutschland. Das entspricht einem Digitalisierungsgrad von 96,3 (95,8) Prozent. Demnach erhöhte sich die Zahl der Digitalhaushalte seit dem Jahreswechsel um etwa 200.000. Entsprechend verbleiben - bei 38,8 Mio. TV-Haushalten insgesamt - noch rund 1,44 Mio. analog empfangende TV-Haushalte in Deutschland.
Es handelt sich dabei ausschließlich um Kabel-Haushalte und wesentlich um Kunden von Vodafone/Kabel Deutschland; das Unternehmen hatte im Januar ein Pilotprojekt zum Analogausstieg durchgeführt. Ein für begleitende PR-Aufgaben gegründetes Projektbüro ging im Januar von etwa 3,2 Mio. Haushalten aus, die mit ihren Erst- und/oder Zweitfernsehern betroffen sein werden.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.2.2018, AGF-Übersicht seit 2001.
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7.2.2018 • Digitalradio: GroKo will Hybridradios von vorn diskutieren (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 CDU, CSU und SPD haben sich im heute vorgelegten Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode dafür ausgesprochen, Radios mit hybriden Tunern auszustatten. Das soll ins Telekommunikationsgesetz aufgenommen und auf europäischer Ebene unterstützt werden.
Zum digitalen Hörfunk finden sich folgende Formulierungen im im Koalitionsvertrag:
Wir werden die Regelungen zur Interoperabiltät in §48 Telekommunikationsgesetz (TKG) angesichts der veränderten Anforderungen an den digitalen Hörfunk weiterentwickeln, um das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken. Wir werden unter Einbeziehung aller Akteure im Digitalradio Board Maßnahmen entwickeln, um die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben. (Zeile 2150)
Wir setzen uns für eine Interoperabilitätsverpflichtung für Digitalradiogeräte auch auf europäischer Ebene ein. (Zeile 2226)
Nach mehreren Ablehnungen des Themas hatte die bisherige GroKo letztes Jahr doch noch eine Novelle des §48 TKG dazu vorgeschlagen, die nun aber wohl von Neuem im Digitalradio-Board (aus dem sich der VPRT verabschiedet hatte) diskutiert werden soll. Die Absicht, „die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben“, ist im Übrigen eine sehr unkonkrete Zielstellung. Auf EU-Ebene sind Regelungen zum hybriden Radioempfang unterdessen auch ohne deutsches Engagement recht weit gediehen.
Nicht mehr die Rede ist von einem UKW-Ausstieg, der während der Sondierungsphase im Gespräch gewesen sein soll, aber von den beiden großen Privatradio-Verbänden sogleich heftig angegriffen wurde. Stattdessen wird das Broadcast-Prinzip für Radio und Fernsehen (und damit die Verlagerung der Rundfunk-Verbreitung zugunsten der Telekoms) angegriffen:
Wir werden die Weiterentwicklung innovativer Rundfunksysteme im digitalen Zeitalter auch auf europäischer Ebene absichern (Sicherung Übertragungskapazitäten, 5G). (Zeile 2223)
Der 177seitige Koalitionsvertrag wird nun den Spitzengremien der Unionsparteien und der Mitgliedschaft der SPD zur Abstimmung vorgelegt.
Quelle: Koalitionsvertrag vom 7.2. (letzter Entwurf, 12.45h) | Hintergrund: DAB+.
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6.2.2018 • Digitalradio: Veranstalter-Ini für raschen Umstieg auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In der Interessengemeinschaft Digitaler Rundfunk Deutschland haben sich jetzt einige kleine Radioveranstalter zusammengeschlossen. Sie wollen Digitalradio vorantreiben - im Gegensatz zu den Verbänden der Branchengrößen VPRT und APR.
Eine erste Presseerklärung greift mögliche Pläne der neuen GroKo auf und fordert (im Gegensatz zu VPRT und APR) „einen raschen Umstieg von UKW auf DAB+“. Das „wäre im Zuge einer vorgesehenen bundesweiten Digitalisierungsoffensive der neuen Regierung nur konsequent“, so der Sprecher Peter Maisel. Die Angst „einzelner Programmveranstalter“ vor einem UKW-Ausstieg sei unverständlich - schon wegen der Energieeffizienz von DAB+ und der sich daraus ergebenden günstigen Kosten. Das ermögliche zugleich „erstmals einen freien Wettbewerb zwischen etablierten und neuen Radioprogrammen“. Die wachsenden Hörer- und Verkaufszahlen belegten die steigende Attraktivität des digitalen Programmangebots. „In zahlreichen Regionen Deutschlands verfügen bereits heute über 30% der Haushalte über ein Digitalradio“ und ebenso 40 Prozent der Neuwagen, heißt es weiter.
In der Interessengemeinschaft haben sich Radio Augsburg, Mega Radio, Kultradio, St. Michaelsbund, Ilmwelle, Absolut Hot, Radio Hashtag+, Schlagerparadies, Schwarzwaldradio, Lulu.fm und Antenne Sylt zusammen gefunden.
Anmerkung : Im Ergebnispapier der Sondierung vom 12.1. kommt das Thema Hörfunk jedoch nicht vor.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 5.2. | Hintergrund: Sondierung - Ergebnisse vom 12.1., DAB+.
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5.2.2018 • Digitalradio: BR mit umfangreichen Ausbauplänen für 2018
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk plant im Jahresverlauf einen umfangreichen Ausbau seiner DAB+-Sendeanlagen. Das betrifft sowohl den landesweiten BR-Mux im Kanal 11D als auch die regionalen Multiplexe. Genaue Termine wurden nicht angegeben. Bereits angekündigt ist die zwischen Anfang Mai und Ende Juni vorgesehene schrittweise Teilung des bisherigen Regionalmuxes für Niederbayern und die Oberpfalz, für die zugleich Lokalradios zugelassen wurden. Anfang Juli könnten einige Regional-Programme in die entsprechenden Multiplexe wechseln. Im Einzelnen wurde mitgeteilt:
Landesweiter Mux : Der Kanal 11D bekommt ab dem Sommer neue Standorte: Wasserburg, Altenstadt an der Waldnaab, Rothenburg ob der Tauber, Mainburg, Neuötting, Einödriegel, Memmingen, Markt Wald und Ludwigsstadt.
Niederbayern (neu) : Die bisherigen K 12D-Standorte Landshut, Brotjacklriegel, Passau und Deggendorf wechseln in den neuen Kanal 7D. Das neue Regionalnetz wird um Sendeanlagen in Rattenberg, Pfarrkirchen, Dingolfing und ab Jahresmitte auch Mainburg und am Einödriegel erweitert. Neue Lokalradios sind Radio Trausnitz, Radio AWN, UnserRadio Passau/Deggendorf, Radio Galaxy Landshut und Radio Galaxy Passau/Deggendorf.
Oberpfalz : Die Versorgung erfolgt nach der bis Ende Juni 2018 vorgenommenen Trennung weiter über den K 12D, hinzu kommen die Standorte Ochsenkopf und Dillberg. Zugelassen wurden Radio Charivari Regensburg, Gong fm, Radio Ramasuri, Radio Galaxy Amberg/Weiden.
O'bayern/Schwaben : Für den K 10A sind in der ersten Jahreshälfte Tegernsee, Bad Tölz, Eichstätt, Hohenpeissenberg, Pfronten, Reit im Winkl, Wasserburg und Untersberg geplant. Später folgen Neuötting, Berchtesgaden Jenner, Memmingen und Markt Wald.
Franken-Netze : Der Netzausbau geht ab Ende Mai weiter. Vorgesehen sind Treuchtlingen und Rothenburg oT (Mittelfranken K 8C), Burgsinn (Unterfranken K 10A) und Ludwigsstadt (Oberfranken K 10B).
Quelle: Presseínfo des BR vom 5.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.2.2018 • Digitalradio: Internationale Front für EU-weite Hybrid-Pflicht
DABplus-Logo Schriftzug EUROPA In einer gemeinsamen Erklärung fordern die European Broadcast Union (EBU), die European Digital Radio Alliance (EDRA) und WorldDAB, „dass alle künftig in der EU verkauften Radiomodelle über eine Schnittstelle zum digitalen Radioempfang, z.B. für DAB+, verfügen sollen. Nur so könne Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben.“
Solche Festlegungen zur Interoperatibilität von Radios sollen in einem künftigen EU-Rundfunkcodex („European Electronic Communications Code“) aufgenommen werden, der im Entwurf vorliegt. Das werde dazu beitragen, „die Einführung von Digitalradio in der EU zu beschleunigen - und dadurch Innovation und Wettbewerb (zu) fördern, Größenvorteile (zu) schaffen und die Interoperabilität und grenzüberschreitende Portabilität von Geräten (zu) gewährleisten“.
Das Medium Radio erreíche 87 Prozent der Europäer und sei auch digital „eine sichere, zuverlässige, beliebte und kostenfrei empfangbare Plattform“, heißt es weiter. Zuverlässige Verkehrs- und Notfallinformationen gehören dazu. DAB+ effektiviere die Frequenznutzung erheblich. Eine europaweite Digitalisierung trage zudem zum Binnenmarkt bei.
Neben der EU-Initiative hat u.a. Italien kürzlich die Verpflichtung auf hybride Radiotuner ab 2020 beschlossen. Die alte Bundesregierung hatte eine Hybrid-Vorgabe formuliert, die 4. TKG-Novelle blieb jedoch unerledigt.
Fast alle DAB+-Radioprodukte zeigen unterdessen, dass digitaler und analoger Radioempfang in einem Gerät Alltag sein kann.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 5.2. | Hintergrund: Statement, DAB+, DAB+-Radios (dehnmedia-Datenbank).
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1.2.2018 • Digitalradio: Privatradios bald auch für Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die MABB hat vorgestern 23 der 24 Bewerber für den neuen Berlin-Brandenburg Mux und den Berliner DAB+-Mux zugelassen. Ein Auswahlverfahren war unnötig, weil die Senderessourcen für alle Interessenten ausreichen.
Der neue Zweiländer-Mux (K 12D) soll 14 Programme umfassen. Im neu belegten Berlin-Mux senden neun Radios. Darunter ist überraschend Nice Radio, das im Dezember seinen Ausstieg bei DAB+ erklärt hatte. In diesem Mux sind weitere Sendeplätze verfügbar. Die Berliner DAB+-Hörer bekommen elf neue Programme, von denen sechs dort exklusiv digitalterrestrisch verbreitet werden. Hier die Verteilung der Programme auf die beiden Muxe:
Neuer Berlin/Brandenburg-Mux K 12D Neubelegung Berlin K 7B




Wann die Änderungen im Berliner Kanal 7B wirksam werden und der Kanal 12D auf Sendung geht, dessen Technik Media Broadcast verantwortet, bleibt offen. Laut BNetzA sind für den Kanal 12D zur Zeit der Berliner Fernsehturm am Alex und die brandenburgischen Standorte Cottbus, Hohenleipisch, Michendorf und Pritzwalk koordiniert. Der RBB unterstützt die Neubelegung des K 7B und zieht am 1. März SWR Aktuell und Bayern Plus von dort in seinen Berlin-Mux (K 7D) ab.
Die Zulassung von Megaradio wurde abgelehnt. Dazu teilt MABB-Direktorin Anja Zimmer mit: „MEGA Radio konnte den Medienrat nicht davon überzeugen, dass das Programm vollständig unter ihrer alleinigen medienrechtlichen Verantwortung steht.“ Zum Hintergrund heißt es: Megaradio übernimmt täglich 12 Stunden vom russischen Staatssender Rossija Segodnya gegen Bezahlung. Gegen diese Entscheidung können Rechtsmittel eingelegt werden. Aus dem bisherigen K 7B-Angebot ist auch das französische Musikradio FG.Chic (keine Bewerbung) nicht mehr dabei.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 1.2. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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1.2.2018 • Digitalradio: Galaxy Bayern jetzt in München und Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Heute wurde das Jugendprogramm Radio Galaxy in den DAB+-Lokalmultiplexen München (Kanal 11C) und Augsburg (Kanal 9C) aufgeschaltet.
Der BLM Medienrat hatte die Zulassung nur bis zum Oktober 2018 befristet. In beiden Regionen ist keine der 13 lokalen Galaxy-Ableger empfangbar, so dass keine Irritationen bei Höreren oder Kunden zu erwarten seien, so der Medienrat. Die landesweite Welle für 14-29jährige Hörer war seit August nach der Netzumstellung in Bayern und der Aufgabe des landesweiten Privatradionetzes nur Online zu empfangen.
Quelle: Info von BDR vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.2.2018 • Digitalradio: „Lokale Reichweite, bundesweite Strahlkraft“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die gestern „erfolgreich“ gestarteten DAB+-Lokalmuxe in Leipzig und Freiberg haben für Mike Lehmann, Geschäftsführer des Netzbetreibers Divicon, eine dreifache Funktion. Sie bringen „frische Impulse“ für lokale Informationsvielfalt, nutzen der weiteren Durchdringung von DAB+ und „lenken den Fokus auf die Wichtigkeit von Wettbewerb im Sendernetzbetrieb“. Das Projekt werde „trotz lokaler Reichweite bundesweite Strahlkraft entwickeln“.
Quelle: Presseinfo von Divicon Media vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale-Projekt.
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1.2.2018 • Digitalradio: Peilt die GroKo ein UKW-Abschaltdatum an?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Zum Erhalt der medialen Vielfalt werden wir das Digitalradio als niederschwelliges Medium weiterentwickeln. Damit mittelfristig Digitalradio das UKW-Angebot vollständig ersetzt, werden wir bis zum Ende der Legislaturperiode (das ist Ende 2021, dehnmedia) ein Abschaltdatum festsetzen.“ Dies sollen die GroKo-Verhandler in einem Ergebnispapier vereinbart haben.
Noch bevor das offiziell publik wurde, wehren sich die Privatfunk-Verband VPRT und APR vehement gegen diese Positionierung auf Bundesebene. Der Bund sei für Rundfunkpolitik nicht zuständig, so der APR. „Eine UKW-Abschaltung durch die Hintertür des Koalitionsvertrags“ würde „die Existenzgrundlage der Privatradios in Deutschland in Frage stellen“, so der VPRT. Ein Abschaltdatum dürfe erst festgelegt werden, wenn die analoge Radionutzung zehn Prozent unterschreite.
Die bisherige GroKo hatte eine Hersteller-Verpflichtung auf hybride Tuner in Radios jahrelang verzögert. Eine gemeinsame Roadmap scheiterte vor einem Jahr am Auszug des VPRT.
Quelle: Meldung von satnews, Presseinfo von VPRT und APR vom 1.2.
Hintergrund: Sondierung - Ergebnisse vom 12.1., DAB+-Roadmap.
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1.2.2018 • Kabel: Vorerst keine DAB+-Einführung im M-Net Kabel
Kabelanschluß Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der bayerische Kabelnetzanbieter M-Net beabsichtigt zur Zeit nicht, digitales Radio in seinen Netzen mittels DAB+ anbieten zu wollen. Das erklärte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von dehnmedia. Es habe jedoch gegen Ende 2017 entsprechende Tests im Kanal 13 und in Zusammenarbeit mit dem BR gegeben.
Der Schweizer Netzanbieter UPC hatte 2016 kabelbasiertes Radio mit DAB+ regional getestet. Aufgrund geringer Kundennachfrage habe man das Vorhaben zu den Akten gelegt. UPC hatte die Programme außerhalb DAB-üblichen Frequenzen verbreitet. Interessierte Kunden waren daher gezwungen, ein spezielles Radio für 119 Euro zu erwerben.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ und Kabelradio.



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