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Nachrichten-Archiv April 2019

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20.4.2019 • Österreich: DAB+-Mux Österreich ab 28.5 auch vom Pfänder
Österreich Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 Wie aus einem Upgrade der „Informationen zur Interessensbekundung“ hervorgeht, zieht ORScomm, der Betreiber der nationalen DAB+-Plattform für Österreich, die ursprünglich für 2020 geplante Inbetriebnahme der Sendeanlage
auf dem Pfänder bei Bregenz vor. Damit wird auch der Bodenseeraum ab dem Sendestart am 28. Mai versorgt. Die Abdeckung erreicht damit 45,7 Prozent (portabel Indoor) bzw. 61,45 Prozent (mobile) der Österreicher.
Programmplätze für die nationale Verbreitung waren zunächst den im Wiener DAB+-Mux vertretenen Programmen sowie dem ORF anzubieten. Uner den elf bekannten Zulassungen ist Klassikradio ein Neueinsteiger, Arabella und Radio Max kündigen neue Ableger an. Bis zu acht Radios
Versorgung per 28.5.2019. Klickbare Grafik: ORScomm.
werden vom Wiener in den nationalen Mux wechseln. Um die dort entstehende Lücke zu füllen wurden kürzlich Nachfolge-Programme für den Hauptstadt-Mux ausgeschrieben.
Ob eines der landesweit zugelassenen Privatradios einsteigt, bleibt vorerst offen. KroneHit hatte bisher DAB+ als „Frontalangriff auf UKW“ bezeichnet und eine auf das Internet orientierte Strategie verkündet. Die konkurrierende Oe24-Gruppe kündigte nach Erhalt einer nationalen Sendezulassung an, „auf UKW und im neuen Digitalradiostandard DAB+“ aktiv werden zu wollen.
Der ORF hatte seine Ablehnung bisher mit dem Verbot begründet, ein neues und auf die Besonderheiten von Digitalradio ausgerichtetes Programm zu etablieren; auch seien die zusätzlichen Sendekosten nicht finanzierbar.
Quellen: Dokument vom 11.4., Der Standard zu Oe24 vom 21.2. | Hintergrund: Nationaler und Wiener DAB+-Mux.
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18.4.2019 • Digitalradio: Pure FM schaltet am 30. Juni ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Über das Vermögen der Pure Medien Network pmn GmbH wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen gibt daher der Medienanstalt Berlin Brandenburg (MABB) seine Frequenzen zum 30. Juni zurück. Das betrifft auch die Verbreitung im Berliner DAB+-Multiplex, bestätigt die MABB auf Anfrage von dehnmedia. Eine zeitnahe Ausschreibung des Programmplatzes sei vorgesehen. Bekannt geworden war die Insolvenz durch die gestern veröffentlichte Ausschreibung der UKW-Frequenzen von Pure FM für Frankfurt/Oder und Brandenburg/Havel.
Meldungen über eine Insolvenz des Radiosenders hatte es bereits im Dezember 2018 gegeben, als das Programm - wie schon um den Jahreswechsel 2017/18 - in Berlin zeitweise abgeschaltet war. Bereits vor etwa einem Jahr wurde PureFM aus dem Angbot in Bayern genommen. Das erfolgte laut Medienanstalt BLM, „weil die pure Medien Network pMN GmbH die Vertragsbedingungen mit der bmt nicht erfüllt hat“.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der MABB vom 17.4. | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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18.4.2019 • Rundfunkbeitrag: ARD beharrt auf Teuerungsausgleich
Beitragsservice Für die ARD hat deren Vorsitzender Ulrich Wilhelm erneut einen Teuerungsausgleich gefordert. „Ein Teuerungsausgleich ist notwendig, wenn die Qualität der Angebote nicht massiv leiden soll“, sagte er nach einer Sitzung der ARD-Intendanten. Aufgrund der Sparzwänge sende man mehr Wiederholungen, Produktionen müssten mit weniger Drehtagen auskommen und die Altersversorgung für jüngere MitarbeiterInnen wurde reduziert. Die neun ARD-Anstalten werden von 1993 und bis Ende 2020 etwa 20 Prozent der Stellen abbauen.
Derzeit ist der monatliche Rundfunkbeitrag bis 2020 auf 17,50 Euro festgelegt. „Wir haben seit 2009 bei den verwendbaren Mitteln, also bei den Beitragsgeldern, die wir echt verwenden dürfen, nicht die Teuerung ausgeglichen bekommen, nicht den Verbraucherpreisindex und erst recht nicht die rundfunkspezifische Teuerung“, sagte er nach einer Sitzung der ARD-IUntendanten.
Wilhelm äußerte sich kurz bevor die ARD-Anstalten, das ZDF und das Deutschlandradio Ende April ihre Budgetwünsche bei der KEF einreichen müssen. Die 16 Experten werden Streichungen vornehmen und das Ergebnis den 16 Landesregierungen vorlegen. Die fixieren ihre Entscheidung in einem Staatsvertrag, der von allen Länderparlamenten zu beschließen ist. Erst dann werden etwaige Änderungen wirksam.
Quelle: Bericht von digitalfernsehen vom 17.4. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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18.4.2019 • Österreich: Ersatzbeschaffung für Wiener DAB+-Programme
Österreich Als Plattform-Betreiber hat RTG Radio Technikum jetzt Kapazitäten von 300 CUs für den Wiener DAB+-Multiplex ausgeschrieben. Das ist, abhängig von der gewünschten Bandbreite, ausreichend für mindestens fünf Programme. Ein Radioprogramm nutze samt Datendiensten üblicherweise 54 CUs, so RTG. Das entspreche einer Datenrate von 72 kBits/s und ist für eine gute Musikqualität geeignet.
Die Ausschreibung wird offensichtlich erforderlich, weil viele Programme in den am 28. Mai startenden nationalen DAB+-Multiplex wechseln werden. Entsprechend verweist die Ausschreibung auf Starttermine „ab frühestens 28.5.2019 bis spätestens 1.7.2019“.
Beim Versorgungsgebiet - dem Großraum Wien und weiter Teile Niederösterreichs und des Burgenlandes - handele es sich um die „in Bezug auf Hörerreichweite, Kaufkraft und technische Effizienz attraktivsten regionalen Programmplätze Österreichs“, wirbt RTG. Anbietern, „die eine meinungsvielfältige Bereicherung des regionalen Ensembles darstellen“ will man einen Vertrag anbieten. Das sei die Grundlage für die Beantragung der Sendezulassung durch die Medienbehörde KommAustria.
Quelle: Info von RTG vom 15.4. | Hintergrund: Nationaler und Wiener DAB+-Mux.
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17.4.2019 • Digitalradio: Fünf Bewerber für zwei Plätze im Voralpen-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf die Ausschreibung zweier Programmplätze für den neuen DAB+-Multiplex für die Voralpen-Region gingen fünf Bewerbungen ein. Das bestätigt eine BLM-Sprecherin auf Anfrage von dehnmedia. Es handelt sich um die Programme AlpinFM der gleichnamigen Anbietergemeinschaft, um TopFMplus der Amperwelle GmbH und Radio Buh sowie das Münchner Kirchenradio des Sankt Michaelsbundes und Radio Lora. Mit einer Entscheidung sei für die Medienrats-Sitzung am 6. Juni zu rechnen, heißt es weiter.
Der letzte Mux des bayerischen Regionalisierungskonzeptes soll im Juli starten und zwar mit fünf Programmen. Zwei bereits lizenzierte Programme kommen nach der Erweiterung des Sendegebietes im kommenden Jahr hinzu. In den gerade veröffentlichten neuen DAB+-Flyer der BLM hat sich bezüglich des Voralpen-Muxes der Fehlerteufel eingeschlichen. Falsch ist der dort genannte Sendekanal. Es bleibt beim Kanal 7A, bestätigt die BLM-Sprecherin.
Sie bestätigte zugleich die geplante Einbeziehung des Sendestandortes Pfänder in das Sendenetz des Allgäu-Muxes (K 8B). Aufgrund der bevorstehenden Verhandlungen mit Österreich werde „keine Inbetriebnahme vor Mitte 2020 erwartet“, so die BLM-Sprecherin.
Der dreiseitige Flyer informiert über das Programmengebot im Freistaat auch die Reichweiten der landresweiten und regionalen Multiplexe.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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17.4.2019 • Digitalradio: Privatmux für das Saarland ausgeschrieben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt LMS bringt einen Privatradio-Multiplex für das Saarland auf den Weg. Jetzt wurde die schon länger angekündigte Ausschreibung veröffentlicht. Die Lizenzen werden bis Ende 2030 gelten. Bewerbungen werden bis zum 16. Mai angenommen.
Die Ausschreibung richtet sich sowohl an einzelne Programme als auch an potenzielle Plattformbetreiber. Als Plattform wird üblicherweise ein Angebot aus einer Hand für die technische Signalverbreitung und ein Programmpaket bezeichnet. Nachdem Media Broadcast von der Bundesnetzagentur bereits mit dem Betrieb des Sendenetzes im Kanal 11C beauftragt wurde, kommt für eine Plattform-Lösung wohl kein anderer Anbieter in Frage. Media Broadcast hatte, wie zwei Unternehmen aus dem Saarland, dieses Interesse im Zuge einer Interessenbekundung bereits 2017 dargestellt. Für eine DAB+-Verbreitung hatten sich 13 Radioprogramme, davon zehn aus dem Saarland. ins Gespräch gebracht. Zu den damals drei Programmen der Funkhaus Saar GmbH kamen zwei neue hinzu, die kürzlich für UKW lizenziert wurden. Als einziges Privatradio sendet Radio Salü seit 2011 im SR-Mux.
Quelle: Ausschreibung der LM Saar vom 16.4. | Hintergrund: DAB+ in Saarland.
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17.4.2019 • Digitalradio: Bewerbungen für Nürnberg bekannt geworden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bis zum 18. März konnten sich Interessenten für zwei Programmplätze im Nürnberger DAB+-Stadtmux (Kanal 10C) bewerben. Laut satnews gelte als sicher, dass der die einzigen Bewerber Pirate Radio und N90.4 Beat den Zuschlag erhalten. Beide werden vom Funkhaus Nürnberg veranstaltet.
Die Medienanstalt BLM hatte diese Ausschreibung beschlossen, weil drei Bewerbungen einer vorherigen Ausschreibung von Funkhaus Nürnberg und Mega Radio (für ein türkischsprachiges Radio) wegen „nicht behebbarer Formmängel“ nicht behandelt werden konnten. Laut satnews hätte Radio B2 einen Platz bekommen können; der Berliner Veranstalter wollte jedoch angeblich sowohl für Nürnberg als auch für Augsburg zugelassen werden; für Augsburg war RT1.Relax zugelassen worden.
Der Hörfunkausschuß der BLM wird voraussichtlich am 23. Mai die Entscheidung vorbereiten. Der Medienrat der BLM tagt am 6. Juni.
Quelle: Meldung von satnews vom 16.4. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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16.4.2019 • Digitalradio: Allgäu-Mux geht hochoffiziell auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit hochpolitischem Rang wurde heute der Allgäu-Multiplex (Kanal 8B) offiziell in Betrieb gesetzt. Zum symbolischen Knopfdruck sprachen der BLM-Präsident Siegfried Schneider (CSU), Medienminister Florian Herrmann (CSU) und die BLM-Medienrätin und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer (CSU) sowie Sendervertreter. Allseits wurden die Chancen durch DAB+ hervorgehoben. Zugleich wurde die letzte Etappe der bayerischen Regionalisierungsstrategie angekündigt. Längst bekannt ist, dass ein regionales Netz für das ostbayerische Voralpen-Gebiet „im Sommer“ aufgeschaltet werden soll.
Für das Allgäu kommen „im Laufe des Jahres“ Markt Wald und Pfronten zu den beiden Standorten Grünten und Memmingen hinzu. Kürzlich hieß es seitens der BLM in anderem Zusammenhang, Markt Wald werde „voraussichtlich im Mai“ aufgeschaltet.
Ab 2020 soll Bayern das erste Bundesland sein, in dem alle lokalen Programme auch in DAB+ gesendet werden. Dazu tragen die „kräftigen Zuschüsse“ des Landes und der BLM bei, hatte Schneider hervor gehoben.
Quelle: Presseinfos von BLM vom 16.4. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.4.2019 • Digitalradio: Neuer Sendenetzer und Small Scale für BaWue?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vor Vertretern der Privatradios, Nichtkommerzieller (NKLs) und Lernradios hat Baden-Württembergs Medienanstalt LfK ihre Pläne für DAB+ vorgestellt. Laut einem Bericht soll der Multiplex im Kanal 11B mit 16 Privatsendern bis 2026 verlängert werden. Ein Konsortium privater Veranstalter trete mit einem günstigeren Angebot gegen den bisherigen Sendenetzer Digitalradio Südwest (Media Broadcast, Südwestfunk) an. Werde dieser Betreiber von der Bundesnetzagentur zugelassen, verspreche die LfK den Ausbau des Sendenetzes ab 2021 über das bisherige Versorgungsgebiet hinaus sowie höhere Sendeleistungen.
Die LfK nimmt jetzt endgültig Abstand von ihrem 2016 vorgestellten Konzept einer in vier Regionen teilbaren landesweiten Bedeckung. Die Frequenzen sollen aber geblockt werden, um sie bei Bedarf auszuschreiben.
Die LfK stellte den lokalen Anbietern Betriebsversuche mit Small Scale-Technik in Aussicht, an denen sich auch NKLs und Lernradios beteiligen könnten. Ein erstes Projekt sei für Tübingen vorgesehen, hieß es.
Seit der Sendeplatz der Freien Radios im Kanal 11B einem Kommerzsender übertragen wurde, kämpfen NKLs und Lernradios um einen eigenen DAB+-Multiplex. Ein Konzept mit lokalen Lowpower-Sendern ist offenbar in der Diskussion. Laut der Meldung seien noch Fragen der Organisation und Finanzierung zu klären.
Quelle: Meldung von satnews vom 15.4. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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15.4.2019 • Italien: Umstieg auf DVB-T2 HD mit HEVC wird vorbereitet
Italien DVB-T2 Logo (DVB Project) 2020 beginnt in Italien der Umstieg der terrestrischen Fernseh-Verbreitung auf DVB-T2. Der Umstieg in der deutschsprachigen Provinz Bolzano (Südtirol) ist für das 2. Halbjahr 2020 angekündigt. Dem gehen Tests voraus.
Der in Südtirol tätige öffentlich-rechtliche Sendenetzer RAS nutzt für seinen Piloten sieben Standorte (siehe klickbare RAS-Karte). Gesendet werden - natürlich in HDTV und wie in Deutschland mit HEVC-Kompression - ORFEins und ORF2 (im Wechsel), ORF3 und Arte sowie in italienischer Sprache RSI LA1.
Die Terrestrik hat in anderen Ländern Europas traditionell eine viel größere Bedeutung als in Deutschland. Für Italien wird der Anteil der Terrestrik mit bis zu 10 Mio. Haushalten angegeben. Betroffen sind natürlich auch Zuschauer der nationalen Programme von RAI und der Bezahlsender von Mediasat und Sky.
Empfangsgeräte müssen in Italien bereits seit Anfang 2017 mit DVB-T2 Tuner und HEVC ausgestattet sein. Zwischenzeitlich wurde ein Zeitplan für den Umstieg veröffentlicht. Die erste von vier Stufen setzt im 1. Quartal 2020 ein und betrifft u.a. die Toscana und Sardinien. Den Abschluß machen u.a. die Regionen Verona, Rimini, Bologna und Venedig bis Ende 2021.
Quelle: DVB-T2 Infos von RAS vom 5.4., altroconsumo (Verbraucherschutz) vom 8.4. | Hintergrund: DVB-T/DVB-T2 in Südtirol.
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12.4.2019 • TV-Verbreitung: Satellit führt / „substanzielle HD-Lücke“
Terrestrik Der Satellit bleibt laut Astra TV Monitor trotz eines leichten Rückgangs mit 17,5 von 38,35 Mio. (2017: 17,72 von 38,58 Mio.) Haushalten der führende TV-Verbreitungsweg in Deutschland. Der Marktanteil wird mit 45,6 Prozent angegeben. Kabelfernsehen nutzen demnach 16,18 (2017: 16,39) Mio. Haushalte bzw. 42,2 Prozent. IPTV hatte einen geringen Zuwachs um 140.000 auf 2,78 Mio. und einen Marktanteil von 7,2 (2017: 6,8) Prozent. Die Zahl der Antennenhaushalte stieg um 50.000 auf 1,88 Mio., der Marktanteil von 4,7 auf 4,9 Prozent. Der Anteil der Antennenhaushalte ist in Berlin und Hamburg am Höchsten und in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern am Geringsten.
Die Studie stellt eine „substanzielle HD-Lücke“ fest. Der Anteil der HDTV-Haushalte stieg zwar von 27,48 auf 29,84 Mio. Das entspricht 77 Prozent; jedoch besitzen 84 Prozent der Haushalte einen HD-Fernseher und weitere 15 Prozent sogar ein UltraHD-Gerät, so dass tatsächlich 97 Prozent der TV-Haushalte HDTV nutzen könnten. Warum die verbleibenden 8,5 Mio. Haushalte nur in SD-Qualität empfangen fragt die
TV-Empfangswege 2018 (oben), HDTV-Empfang (unten). Klickbare Grafiken: Astra TV Monitor 2018.
Studie offenbar nicht ab. Auch bei HDTV sei der Satellit mit 13,51 Mio. Haushalten führend, gefolgt vom Kabel (12,8 Mio.), IPTV (2,52 Mio.) und der Terrestrik mit 1,73 Mio. Haushalten (bei 2018 noch nicht beendetem Umstieg auf DVB-T2 HD).
Über Astra werden 114 deutschsprachige HDTV-Programme verbreitet, davon sind jedoch nur 59 frei empfangbar - zumeist öffentlich-rechtliche Programme, LokalTV und Shopping-Sender.
Die Daten wurden im 4. Quartal 2018 von Kantar TNS für den Satellitenbetreiber bei 6.000 Haushalten erfragt.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 11.4. | Hintergrund: Astra TV-Monitor 2018.
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11.4.2019 • Digitalradio: Radio SMÜ für den Allgäu-Mux zugelassen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das im DAB+-Mux Augsburg (Block 9C) vertretene Radio Schwabmünchen bekommt - wahrscheinlich ab Mai mit der Inbetriebnahme des Standorts Markt Wald - einen freien Sendeplatz im Allgäu-Mux (Block 8B). Es handele sich „um eine Interimslösung“, erläutert der BLM-Medienrat seine heutige Entscheidung. Derzeit sei das Programm in seinem Zielgebiet Schwabmünchen mit dem Augsburger DAB+-Mux zwar mobil, aber nicht indoor empfangbar. Das werde sich mit der für 2020 angekündigten Aufschaltung des K 9C am Standort Markt Wald ändern. Radio SMÜ wird dann im K 8B abgeschaltet.
Bestätigt wurde auch die Vergabe der UKW-Frequenz 87,7 MHz in der Region Schweinfurt an das seit Oktober 2017 auf DAB+ sendende Radio Hashtag+. Der Jugendsender ist damit in beiden Radioverbreitungs-Welten präsent.
Quelle: Presseinfos der BLM vom 11.4. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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11.4.2019 • Digitalradio: Erster Integrations-Chip für Smart Radio
DABplus-Logo Schriftzug Die britische Chipschmiede Frontier Smart Technologies beginnt jetzt mit der Massenproduktion ihres nach eigenen Angaben „weltweit ersten integrierten Smart Radio Chips“. „Chorus 4“ vereint Internet, DAB/DAB+ und UKW.
Mit dem ersten Produkt, Platine „Venice X“ (Grafik klickbar), steht den Geräteherstellern eine kostengünstige hochintegrierte Technikplattform zur Verfügung. Neben dem Radioempfang sind noch Dualband-WiFi und Bluetooth 4.2 samt Antennen on Board sowie die Unterstützung von Farbdisplays. Herstellern steht neben Bedien-Apps in deren Markendesign über iOS oder Android auch ein SDK zur Verfügung.
Quelle: Presseinfo von Frontier Smart vom 10.4.
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11.4.2019 • DVB-T2 HD: Ran Fighting via HbbTV
Media Broadcast erweitert das Angebot von Freenet Connect jetzt um Ran Fighting. Den Kampfsportkanal können Kunden von FreenetTV gegen Freischaltung und zusätzliche monatliche Gebühr von 2,49 Euro buchen. Voraussetzung ist neben dem Abo ein geeignetes Empfangsgerät, „erkennbar am freenet TV connect-Logo“ der Anschluß des Gerätes ans Internet mit mindestens 6 Mbit/s.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 11.4. | Hintergrund: DVB-T2 HD und HbbTV.
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11.4.2019 • Italien: DAB+ wird bei VW und Skoda Serie
Italien Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 Ab 2020 werden DAB+-Radios bei Volkswagen und dessen Konzerntochter Skoda zur Serienausstattung von Neufahrzeugen. Das werde nicht mit einer Preiserhöhung verbunden.
Damit folgen die Italien-Töchter beider Marken einer gesetzlichen Auflage. Italien hatte Hybridtuner schon ein Jahr vor der EU zur Pflicht gemacht und nicht nur auf Autoradios beschränkt.
Quelle: Meldung von autoblog.it vom 9.4.
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11.4.2019 • UltraHD: Ultra-überhöhte Verkaufs-Auflösung
Astra Logo Der Marketing-Zweck heiligt offenbar jeden Fake: „2018 wurden 9,5 Millionen UHD-Fernseher in Deutschland verkauft, das sind zehnmal so viele wie noch vor vier Jahren.“ Das meldet der Sat-Betreiber Astra im Rahmen seines jährlichen Zahlenwerks Astra TV-Monitor, dessen Werte von Kantar TNS erhoben werden.
Da wird der Herstellertraum wohl zum Vater der Veröffentlichung: Nicht einmal in den Boomjahren 2011/2012 wurden in Deutschland 9,5 Mio. Fernseher jeglicher Ausstattung verkauft. 2018 gingen in Deutschland bescheidene 6,79 (-3,2%) Fernseher durch den Handel. Von denen waren immerhin 3,62 Mio. für UltraHD geeignet. Das meldete der Verband der Herstellerbranche gfu. Nach diesen Zahlen mag es sein, dass seit 2015 um die 9,5 Mio. UHD-Geräte die Läden passiert haben.
Unten: gfu-Zahlen zum TV-Verkauf zwischen 2009 und 2013. Verkaufte Fernseher 2017/2018 insgesamt (Mitte) und der UHD-Anteil daran (rechts).

Wie schief die gesamte Presseerklärung liegt zeigt die Behauptung, die veröffentlichten Zahlen seien „basierend auf der Befragung von 38,35 Millionen TV-Haushalten in Deutschland“ zustande gekommen. Wurden Sie befragt?
Anmerkung : Die gravierenden Fehler der Presseinformation wurden inzwischen auf der Website von Astra berichtigt. Inwieweit sich das bis zu den Redaktionen herumgesprochen hat, die den Unsinn übernommen haben, bleibt offen. Auch so entstehen Fake News, die dauerhaft im Netz verbleiben und als vertrauenswürdig angesehen gelten.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 11.4. (pdf).
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10.4.2019 • Digitalradio: Ausdehnung des Stadtmuxes Augsburg?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Offenkundig ist der Standort Markt Wald (Mittelneufnach) für den DAB+-Multiplex Augsburg in Richtung Süden geplant. Das geht aus einem Beschlußvorschlag für die morgige Sitzung des BLM-Medienrats hervor.
Der Vorschlag des Hörfunkausschusses bezieht sich auf eine Kapazitäts-Zuweisung an Radio Schwabmünchen „im lokalen DAB-Versorgungsgebiet Allgäu bis zur Aufschaltung des DAB+-Füllsenders Markt Wald im Versorgungsgebiet Augsburg 9C“.
Quelle: Info des Hörfunk-Ausschusses der BLM | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.4.2019 • Terrestrik: Weiter keine Smartphones mit Broadcast-TV
Terrestrik Handyhersteller werden auch in Zukunft keine TV-Tuner in ihren Smartphones verbauen. Das wurde jetzt erneut auf NAB, der wichtigsten Fachmesse für TV-Produktions- und Sendetechnik, deutlich. Seitens der Messeveranstalters, des Industrieverbandes NAB kritisierte dessen Präsident und CEO Gordon Smith dieses Verhalten und warf vor allem Apple laut Meldungen Absprachen und Machtmißbrauch vor.
Nokia N92. Archv dehnmedia Neu ist die Ablehung von TV-Chips in Handys nicht. Einzelne Geräte wie das beim DVB-H-Test während der Fußball WM 2006 eingesetzte N92 von Nokia (Foto: Archiv) hatte es vor Jahren (auch für DMB) gegeben. Die Mobilfunkunternehmen hatten schon damals diese Produkte nicht vermarktet, weil der kostenlose TV-Empfang via Antenne gegen ihre Einnnahmen aus Datenübertragung konkurriert.
Ändern wird sich diese Haltung, wenn die Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen mit den neuen Techniken des 5G-Mobilfunks in die Geschäftsmodelle der Mobilfunker integriert werden. Die Mobilfunk-Unternehmen laufen schon jetzt Sturm gegen die Idee, dass TV-Programme wie bisher ohne Extrakosten (und SIM-Kartenfunktion) zugänglich sein sollen. Mit einer Einführung von 5G-Broadcast ist allerdings nicht vor 2030 zu rechnen. Zuvor steht in der EU eine Prüfung von bis etwa 2023 verfügbaren Technologien an, um Entscheidungen vorzubereiten.
Quelle: Meldung von radioszene vom 9.4. | Hintergrund: DVB-H, T-DMB, Broadcast mit 5G.
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8.4.2019 • Digitalradio: Domradio Studio Nahe bereitet Neustart vor
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das nichtkommerzielle Lokalradio Domradio Studio Nahe steht kurz vor der Wiederaufnahme des DAB+-Sendebetriebes. Derzeit läuft eine Testschleife über die Sendeanlage auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach, berichtet Projektleiter Michael Pauken auf Anfrage von dehnmedia. Er geht davon aus, dass in der kommenden Woche das per UKW und online verbreitete Programm aufgeschaltet werden kann.
Der Neustart des wird durch eine Änderung des Landesmediengesetzes möglich. Demnach können jetzt in Rheinland-Pfalz Versuchsprojekte mit bis zu fünf Jahren Laufzeit durchgeführt werden. Das von der katholischen Gemeinde Bretzenheim veranstaltete Programm hat vor diesem Hintergrund eine Lizenz für zwei Jahre von der Medienanstalt LMK bekommen. Gesendet wird, entsprechend der BNetzA-Zulassung, im Kanal 12A und mit 0,5 kW Leistung. Es handelt sich um ein Small Scale-Projekt, wie das zuvor vom August 2017 bis Ende April 2018 der Fall war.
Nach Ostern kündigt Michael Pauken ein neues Programmkonzept an. Dann soll der Eigenanteil lokaler Inhalte gestärkt werden. Montags bis Freitags wird das Programm des NRW-Radios NovumFM zwischen 18 und 22 Uhr übernommen. In der restlichen Sendezeit liefert Domradio aus Köln zu.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz, Small Scale DAB+.
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8.4.2019 • Sachsen: SLM-Medienrat vertagt Personalie „unbestimmt“
Krach in der sächsischen Landesmedienanstalt: Der fünfköpfige Medienrat der SLM hat die Berufung eines neuen Geschäftsführers „unbestimmt“ vertagt. „Zunächst müsse versucht werden, die Kommunikation zwischen Medienrat und Versammlung zu verbessern“, heißt es weiter. Die 35köpfige Versammlung hatte den Personalvorschlag des Medienrates und das Besetzungsverfahren mit scharfen Worten zurückgewiesen.
Künftig soll Medienrat Rüdiger Steinmetz das Gremium in der Versammlung vertreten, auch die Vertretung der Verwaltung soll eine andere Person übernehmen. Der Medienrat bittet seinerseits die Versammlung, „zu prüfen, welche Maßnahmen dort ergriffen werden können, um die Kommunikation zwischen beiden Organen zu verbessern“ und will das Gespräch über das Stellenbesetzungsverfahren aufnehmen.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 8.4.
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8.4.2019 • Digitalradio: NDR setzt seine DAB+-Radiotour fort
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auch 2019 wird der NDR für Digitalradio seine schon traditionelle DAB+-Radiotour wieder aufnehmen. Bis Ende September werden 20 Orte in den vier NDR-Bundesländern besucht. Es handelt sich zum Teil um Gebiete, wo der NDR seinen DAB+-Multiplex dann kürzlich aufgeschaltet hat. Vorgesehen sind wieder Locations beim Fachhandel, einige Termine werden mit Auto- oder Elektronikmessen und NDR-Events verbunden. Die nächsten Termine sind am 12. April in Schwerin bei Expert und am 13. April am Rostocker Mediamarkt. Flensburg (Expert) wird am 26., Schleswig (Mediamarkt) am 27. April besucht. Am 28. April zeigt der NDR bei der Messe Autoroute in Bad Oldesloe DAB+-Flagge. Vorgesehen sind laut NDR auch Husum, Kiel, Westerland, Hannover, Lingen, Osnabrück, Göttingen, Lüneburg, Stade und Stralsund.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 5.4. | Hintergrund: DAB+-Tour, DAB+ in Hamburg, M-V, Miedersachsen, Schleswig-Holstein.
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5.4.2019 • Digitalradio: HR bestätigt neuen Standort Gelnhausen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 HR-Empfangsprognose. Stand: 2015 Der Hessische Rundfunk hat jetzt die Aufschaltung seines DAB+-Multiplexes am Sendestandort Gelnhausen offiziell bekannt gegeben. Von dort aus sind die HR-Programme im Kanal 7B in der topografisch schwierigen Region Kinzigtal entlang der A66 von Hanau bis Schlüchtern besser zu empfangen, so die Anstalt. Zugleich wurde eine um den Sender Gelnhausen aktualisierte Versorgungskarte (klickbar) für den HR-Mux veröffentlicht.
Den schon für das 1. Quartal avisierten Sendestandort Gießen-Dünsberg kündigt der HR nun für das 2. Quartal 2019 an.
Quelle: Presseinfo des HR vom 5.4. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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5.4.2019 • Schweiz: Über 4 Mio. DAB+-Radios im Markt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Schweizer Regierung ruft Autobesitzer, deren Fahrzeuge noch nicht mit DAB+-Radios ausgestattet sind, zur Umrüstung auf. Bedarf bestehe bei 3,5 Mio. Gebrauchtautos. Vorhande Radioanlagen würden durch DAB+-Adapter, zusätzliche Blackboxen oder den Austausch des UKW-Radios für DAB+ tauglich.
Bereits 91 Prozent der Neuwagen werden im Nachbarland mit DAB+-Radios ausgeliefert; 2018 waren es 85 Prozent. Ansteigend ist auch der Trend beim Radiokonsum während der Fahrt: Inzwischen wird für 40 von 100 Hörminuten der Digitaltuner eingeschaltet. Das entspreche einer Verdopplung innerhalb von drei Jahren.
Für den Umstieg wird bereits seit einiger Zeit unter dem Motto „Radio zieht um“ geworben. In der Schweiz wird DAB+ 2020 zum offiziellen Radiostandard erklärt. Spätestens 2024 sollen die letzten UKW-Sendeanlagen abgeschaltet sein und terrestrisches Radio wird nur mit DAB+ gesendet. Genaue Termine sollen im August veröffentlicht werden.
Quelle: Presseinfo von Medienstelle DAB+ vom 5.4.
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3.4.2019 • Sachsen: SLM-Versammlung will neue Bewerberrunde
Die Versammlung der Medienanstalt SLM hat der Berufung des SLM-Verwaltungschefs Hardy Sieglitz zum Geschäftsführer der Medienanstalt eine Absage erteilt. Mit 23 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen empfiehlt das Gremium dem Medienrat ein neues Bewerbungsverfahren. Der Presseinfo ist zu entnehmen, dass das Gremium wohl weder das Besetzungsverfahren noch die Person für geeignet hält.
Zunächst sei „sicherzustellen, dass das Auflösungsverfahren (die Entlassung von Geschäftsführer Martin Deitenbeck, dehnmedia) rechtssicher mit dem Amtsvorgänger abgeschlossen ist“. Dann sei eine Neuausschreibung mit sechswöchiger Bewerbungsfrist zu veranlassen. Die Versammlung hält obendrein den Kandidaten des Medienrats wohl für ungeeignet und „empfiehlt dem Medienrat angesichts der gewandelten Herausforderung im Medienbereich, der Breite der Aufgaben, denen sich die SLM zu stellen hat und der zeitgleich herrschenden schlechten Außenwahrnehmung der SLM, hinsichtlich der Bewerberinnen und Bewerber ein deutlich breiteres Anforderungsprofil bei Qualifikation und Eignung zu fassen.“
Laut dem Sächsischen Privatradiogesetz (§30 Abs.11) ist die 35köpfige Versammlung bei dieser Stellenbesetzung lediglich anzuhören. Die Entscheidung treffen die fünf Medienräte (§33 Abs.1). Für verschiedene Themen (jedoch nicht für diesen Fall) gibt das Gesetz ausdrücklich vor, dass der Medienrat eine von der Empfehlung des Medienrats abweichende Entscheidung zu begründen hat.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 2.4. | Hintergrund: Privatradiogesetz.
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3.4.2019 • Digitalradio: Allgäu-Mux geht offiziell auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ausstrahlungen am Sender Grünten haben bereits Anfang Dezember 2018 begonnen. Jetzt meldet der Netzbetreiber Bayern Digital Radio die „Aufschaltung des Regionalnetzes Allgäu Anfang April“. Zunächst werde von Grünten (4 kW) und (neu:) Memmingen (1,5 kW) für rund 348.000 Einwohner der Landkreise Unterallgäu und Oberallgäu gesendet. Davon können laut BDR 266.000 den Mux im Kanal 8B mit einer Zimmerantenne empfangen. Noch in 2019 sollen „voraussichtlich“ Markt Wald und Pfronten in Betrieb gehen, werden bisherige Informationen bestätigt.
Zunächst bleibt es bei dem bisherigen Programmangebot mit Allgäuer Heimatmelodie, AllgäuHit, Griaß di Allgäu, Hitradio RT1 Südschwaben, Radio Arabella Kult, Radio Galaxy Kempten und RSA Radio Oberallgäu. Später sollen „voraussichtlich“ die Programme RSA–der Allgäusender mit Ostallgäufenster und ein Bodensee-Fenster dazu kommen.
Die Bayern-Medienanstalt BLM will die letzte Etappe des Radioregionalisierung mit DAB+ am 16. April feiern. Mit landespolitischem Brimborium ist eine „Stabübergabe“ vom Allgäu an das Voralpenland geplant. Dort soll „im Sommer“ der letzte Regionalmultiplex auf Sendung gehen und die Regionalisierungskampagne beenden. Land und Medienanstalt unterstützen die Lokalradios mit einer Förderung der Verbreitungskosten, so dass alle für eine parallele Verbreitung über DAB+ und UKW gewonnen wurden.
Quelle: Presseinfos von BDR und BLM vom 3.4. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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3.4.2019 • Norwegen: DAB+ bringt Vielfalt, steigert Hördauer
DABplus-Logo Schriftzug Der von DAB+-Gegner orakelte Verfall des Radios nach der UKW-Abschaltung in Norwegen hat nicht stattgefunden. „Die Reichweiten haben sich nach der Umstellung von UKW auf DAB+ wieder vollständig erholt“, bilanziert Ole Jørgen Torvmark, CEO von Norsk Radio, die Entwicklung im Jahr 1 nach der UKW-Abschaltung. Laut einer Studie erreichen Radioprogramme aktuell täglich etwa 67 (2016: 68) Prozent der Bevölkerung. Die Hördauer stieg zeitgleich von 127 auf 146 Minuten am Tag. Der Marktanteil von DAB+ am täglichen Radiokonsum stieg von 55 auf 86 Prozent.
DAB+ bringt den Norwegern statt bisher fünf nun 32 Radioprogramme auf nationaler Ebene. Laut einer Studie kommen einige der neuen Wellen auf einen Anteil von bis zu 36 Prozent am Radiokonsum. NRK Sport verzeichnete zu Höhepunkten der Winterolympiade und der Fußball-WM eine Explosion der Hörerzahl von üblichen ein bis zwei auf bis zu 20 Prozent und war zweitweise drittgrößter Radioanbieter des Landes. Das zeige das hohe Interesse an saisonalen und Eventradios.
In Norwegen wurde 2017 in mehreren Schritten weltweit erstmalig UKW abgeschaltet und u.a. zwei nationale DAB+-Multiplexe in Betrieb gesetzt. Nur lokale Radios nutzen noch UKW. Während 98 Prozent der Neuwagen mit DAB+ ausgestattet snd, gibt es Nachholbedarf noch bei den Gebrauchtautos. Da setzen die Radioveranstalter auf die Nachrüstung mit Zusatztunern oder DAB+-Autoradios.
Quelle: Presseinfo von WorldDAB vom 2.4.
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2.4.2019 • Digitalradio: SWR beginnt Umsetzung der Ausbaupläne 2019
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auch der SWR beginnt jetzt mit dem angekündigten Ausbau seiner Sendenetze. Die erste Aufschaltung wird voraussichtlich am 16. April am Standort Buchen aufgeschaltet. Die Ausstrahlungen im Kanal 9D verbessern die DAB+-Versorgung im Raum Buchen-Hardheim-Walldürn, wird dazu mitgeteilt.
In Baden-Württemberg sind demnach noch die Standorte Brandenkopf, Mühlacker und Wertheim geplant. Bei den Inbetriebnahmen legt der SWR in diesem Jahr den Schwerpunkt aber auf Rheinland-Pfalz, wo Sender in Alf Bullay, Bitburg, Bleialf, Diez an der Lahn, Kirn, Haardtkopf (mit Leistungserhöhung), Oberes Ahrtal und Zweibrücken geplant sind.
Quelle: Meldung des SWR vom 2.4. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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1.4.2019 • Digitalradio: Doch keine Tricksereien mit DAB+ bei Audi
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Den Eindruck, dass Audi den DAB+-Empfang in seinen Neuwagen erst durch eine kostenpflichtige Freischaltung ermöglichen will und damit EU-Vorgaben aushebelt, hat ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Magazin Computerbase zurückgewiesen.
In den ab dem 21. Dezember 2020 EU-weit ausgelieferten Audis werden DAB/DAB+-Radios entsprechend der EU-Richtline serienmässig verbaut. DAB+ sei ohne Weiteres nutzbar und ein Aufpreis werde nicht erhoben. Für die bis dahin ausgelieferten Fahrzeuge sei DAB+ jedoch eine kostenpflichtige Sonderausstattung.
Eine entsprechende Äußerung des Audi-Vertreters auf der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog“ hatte für Furore gesorgt. Dort sei der falsche Eindruck entstanden, Audi halte die EU-Richtlinie für erfüllt, wenn allein eine (kostenpflichtig freizuschaltende) DAB+-Hardware verbaut ist, so der Audi-Sprecher.
Quelle: Meldung von computerbase vom 28.3. | Hintergrund: DAB+.
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1.4.2019 • DVB-T2 HD: Zweiter Schritt der Umstiegs-„Phase 3b“
Der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD geht am 3. April mit Neuaufschaltungen und Kanalwechseln weiter. In den genannten Regionen ist ein Suchlauf erforderlich, um die Empfangsgeräte auf den aktuellen Stand zu bringen. Im Rahmen der „Phase 3b“ des Umstiegs sind folgende Maßnahmen in drei Bundesländern vorgesehen:
Als letzte Aktivität in Brandenburg wird der Sender Calau bei Cottbus umgeschaltet. Dort werden dann drei Multiplexe von ARD und ZDF mit 17 Programmen in FullHD terrestrisch verbreitet.
In Bayern wird der ARD-Multiplex an den Sendeanlagen Nürnberg FMT, Büttelberg und Dillberg vom Kanal 55 nach K 42 verlegt. Der BR-Mux bezieht in diesem Verbreitungsgebiet den neuen Kanal 29 (zuvor: K 47). Zwei Multiplexe von FreenetTV wechseln am Sender Nürnberg auf den Kanal 25 bzw. 35. Das soll bis 10 Uhr erledigt sein.
In Sachsen bekommt der ZDF-Mux an den Sendeanlagen Dresden-Wachwitz und Löbau einen neuen Kanal. Dort wird vom Kanal 56 auf den K 36 geschaltet.
Die nächsten Maßnahmen am 22. Mai und 26. Juni betreffen Antennenhaushalte in den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Quellen: Presseinfos von BR, RBB, Media Broadcast | Hintergrund: DVB-T2 HD in Bayern, Brandenburg, Sachsen; Änderungen.
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1.4.2019 • Sachsen: Nachfolger für SLM-Spitze gefunden?
Hardy Sieglitz, bisher Vizechef und Verwaltungsleiter der Sachsen-Medienanstalt SLM, könnte den entlassenen SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck ersetzen. Das meldet die Website Flurfunk Dresden.
Die fünf SLM-Medienräte haben laut dieser Information nach Gesprächen mit vier Bewerbern einen Kandidaten ausgewählt. Das ist offenbar Sieglitz (Foto: SLM). Der SLM-Versammlung wird der Bewerber morgen präsentiert. Deren 35 Mitglieder müssen angehört werden; sie haben jedoch kein Entscheidungsrecht. Der Medienrat will seine offenkundig feststehende Entscheidung „voraussichtlich am 8. April“ treffen und dann den neuen SLM-Geschäftsführer offiziell vorstellen.
Martin Deitenbeck war seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer der SLM. Im Februar wurde er wegen „erheblicher Differenzen zu wesentlichen Fragen der strategischen Ausrichtung der Arbeit der SLM“ entlassen.
Quellen: Flurfunk Dresden vom 29.3., Presseinfo der SLM vom 28.3.



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