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Nachrichten-Archiv März 2011

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31.3.2011 • Niederlande: KPN gibt den DVB-H Dienst Mobiel-TV auf
Niederlande DVB-H Logo Der niederländische Netzbetreiber KPN stellt sein DVB-H Angebot Mobiel-TV zum 1.Juni 2011 ein. Mobiel-TV war 2008 mit zehn kostenlosen und zweo Pay-Kanälen gestartet. Anfänglich zeichneten 40.000 Kunden für den Dienst, wofür sie zwischen drei Handys wählen konnten. Die durchschnittliche Nutzungszeit wird mit neun Minuten täglich angegeben. Inzwischen sind es nur noch 20.000. KPN will die frei werdende Frequenz nun für den Ausbau des DVB-T Angebots Digitenne nutzen.
Das Mobilfernsehen mit DVB-H hatte sich (ebenso wie DMB) in Deutschland nicht durchsetzen können. Auch in der Schweiz und Österreich sowie in den USA der Standard-Konkurrent Mediaflo (Qualcomm) gaben das Geschäftsfeld auf.
Quelle: Presseinfo von KPN vom 30.3. / Hintergrund: DVB-H und DVB-T in den Niederlanden.
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30.3.2011 • DAB+: Lob für Bundesregierung
DABplus-Logo Schriftzug Am 1. August starten die bundesweiten DAB+-Programme. „Damit der Neustart des digitalen terrestrischen Radios in Deutschland ein Erfolg wird, muss auf auf landesweiter Ebene die Kommunikation für Digital Radio angekurbelt werden.“ Zu dieser Erkenntnis kommt die März-Ausgabe des Meinungsbarometers Digitaler Rundfunk.
Der indirekte Rüffel gilt den ARD-Anstalten. Bekannt ist lediglich, dass eine erste Phase des Sendenetzaufbaus Anfang 2013 beendet werden soll. Aktiv geworden beim Ausbau des eigenen landesweiten Netzes sei bisher nur der BR.
An gleicher Stelle zeigen sich Branchenvertreter befriedigt über Änderungen im TKG-Entwurf. Gelobt wird der Wegfall der Verpflichtung der Hersteller, Radios mit DAB-Tunern auszuliefern. Das „allein wird Digital Radio nicht zum Durchbruch verhelfen“, kommentiert Daniel Brückl (Digital Radio Mitteldeutschland). Für den VPRT kommentierte Fachbereichsvorsitzender Radio Klaus Schunk den TKG-Entwurf: Das Kerngeschäft UKW dürfe nicht „mit eventuellen Abschaltszenarien oder Zwansgverpflichtungen beschädigt werden“. Der Verband, der DAB/DAB+ im Vorfeld als nicht marktgerecht abgelehnt hatte, sei aber gesprächsbereit, um „die Zukunftsfähigkeit der Gattung Radio ... sicherzustellen“. In diesem Sinne könnte die Bundesregierung die „Zwangstuner“ allerdings in einem Gesetz zur Förderung des Digitalradios wieder aufnehmen, spekuliert der Infodienst.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk März 2011 / Hintergrund: Digital Radio.
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30.3.2011 • LTE: Unterlaufen Mobilfunker Auflagen beim Netzausbau?
Nach Angaben des Meinungsbarometers Digitaler Rundfunk wollen Telekom, Vodafone und O2 bereits in diesem Jahr LTE-Dienste in Ballungsräumen anbieten - Vodafone z.B. in Berlin, Hamburg und Bremen. „Damit unterlaufen die Mobilfunker allerdings eine wichtige Breitband-Vorgabe von Bundes- und Landespolitik: die unterentwickelten ländlichen Regionen schnell nach vorn zu bringen“, kommentiert der Dienst.
Kanzlerin Merkel hatte 2009 erklärt, „die Zukunft des ländlichen Raumes“ sei von der Breitbandversorgung abhängig. Allerdings hatten die Mobilfunker vorab immer deutlich gemacht, dass es ihnen beim Ausbau der LTE-Versorgung vorrangig um die Ballungsräumen geht, weil sie auf dem Land eine Refinanzierung nicht für möglich halten.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk März 2011.
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28.3.2011 • Ukraine: DVB-T2 könnte ab Ende 2011 starten
Ukraine DVB-T2 Logo (DVB Project) Schon Ende 2011 könnten in der Ukraine Übertragungen mit DVB-T2 beginnen, der ASO könnte schon 2013 stattfinden. Das kündigte der Netzbetreiber Zeonbud an, der vier Multiplexe betreiben darf. Zuvor hatten die Behörden dem Unternehmen freie Hand bei der Wahl der Sendetechnik eingeräumt.
Auf zwei weiteren für DVB-T lizensierten Multiplexen wird nicht gesendet, wofür einer der Betreiber von den Behörden verwarnt wurde.
Quellen: Meldung von Broadband TV News vom 28.3. / Hintergrund: DVB-T2.
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28.3.2011 • EU: HDTV weiter im Vormarsch
EUROPA In Europa waren 2010 9.893 TV-Sender aktiv, davon 7.622 in den 27 EU-Staaten. Knapp 40 Prozent senden national. 300 neue Stationen, darunter 47 Sportkanäle, gingen auf Sendung. 118 Veranstalter stellten den Sendebtrieb ein.
Der Digitalisierungsgrad liegt, bezogen auf 36 Staaten, nunmehr bei 56,1 gegenüber 45,3 Prozent im Vorjahr und reduziert auf die EU-Mitglieder sogar bei 71,5 Prozent. In HDTV senden inzwischen 414 (Vorjahr: 274) Programme für 13 Länder. Wichtigstes HD-Genre ist der Sport mit 20 Prozent der Sender.
„Treibende Kraft dieser Digitalisierung sind die Einführung des terrestrischen Digitalfernsehens, die Digitalisierung der traditionellen Multikanal-Plattformen wie Kabel und Satellit sowie der Boom von IPTV“, kommentiert die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle ihre in der Datenbank MAVISE zusammengefassten Statistiken. „Inwieweit sich das 3D-Fernsehen in den europäischen Haushalten durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.“
Quellen: Presseinfo der EU vom 28.3. / Hintergrund: Datenbank MAVISE.
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26.3.2011 • Berlin: Neuer Musiksender auf Kanal 59 ab Freitag (1)
Berlin Deutsches Musikfernsehen Das Deutsche Musikfernsehen beginnt seine Sendungen im Berliner DVB-T Angebot am 1. April. Über den Kanal 59 können etwa 25 Prozent der Berliner Haushalte von 6 bis 12 Uhr laufen deutsche Schlager, Discofox, Country- und Volksmusik.
Quellen: Meldung vom Deutschen Musik Fernsehen vom 26.3. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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24.3.2011 • Reichweiten: Sat-Anteil steigt
Sat-Schüssel Von den 37,7 Mio. deutschen TV-Haushalten empfangen laut Astra mit dem Erstgerät 16,6 Mio. über Sat, 18,6 Mio. per Kabel und 2 Mio. per Antenne sowie 0,9 per IPTV. Nach der für Astra von TNS Infratest erhobenen Statistik für 2010 hat das Kabel damit etwa 0,4 Mio. Haushalte an den Satelliten verloren; IPTV legte um 0,3 Mio. Haushalte zu, der Anteil der Antenne war stabil.
Die Reichweite des digitalen Sat-Empfangs stieg zeitgleich um 13 Prozent auf 13,7 Mio. Haushalte. Damit liegt laut Astra der Sat-Marktanteil nun bei 58 Prozent. Insgesamt empfangen 23,5 Mio. Haushalte digital (plus elf Prozent).
1,2 Mio. Sat-Haushalte stiegen 2010 auf den digitalen Empfang um, den nun 2,9 Mio. Haushalte (82 Prozent der Sat-Haushalte) nutzen. Das unterstützt den am 30. April 2012 geplanten Ausstieg aus der analogen Sat-Verbreitung. Nur etwa eine halbe Mio. Haushalte ersetzten den analogen durch den digitalen Kabelempfang (plus acht Prozent), so dass der Digitalanteil nur bei 38 Prozent der Kabelhaushalte liegt.
Quelle: Astra-Meldung laut Sat und Kabel vom 23.3.
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23.3.2011 • Recht: Keine digitalen Pflichttuner für Radios im TKG
Recht, Gesetze DABplus-Logo Schriftzug Das Plan, den Einbau von Digitaltunern für DAB/DAB+ in Radiogeräte ab 2015 per Gesetz zu erzwingen, ist vom Tisch. In der vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurfsfassung der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) fehlt der entsprechende Passus (§48, Abs. 4) des Referentenentwurfs komplett. Damit wurde offenbar Kritik, die u.a. vom Industrieverband ZVEI kam, Rechnung getragen. Es bleibt aber bei der Aufhebung der Festlegung von 1998, wonach die Radiodigitalisierung 2015 zu beenden und UKW abzuschalten sei. Stattdessen soll die Bundesnetzagentur Lizenzen für UKW-Programme über 2015 hinaus um maximal zehn Jahre verlängern.
Die Novelle soll im April im Bundesrat und im Mai im Bundestag erstmalig behandelt und noch in diesem Jahr in Kraft gesetzt werden.
Quellen: Kabinettsfassung der TKG Novelle.
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19.3.2011 • Österreich: Weitere Umstiegstermine / ORF3 offen
Österreich DVB-T Logo Österreich Nach diversen Aufschaltungen in Kärnten am 27. April steht das Ende der analogterrestrischen TV-Verbreitung am 7. Juni für weitere Empfangsgebiete in Niederösterreich (11 Standorte) und der Steiermark (21 Standorte). Während in Kärnten hart umgeschaltet wird, laufen Digital- und Analogbetrieb für 6 steiermärkische Sendeanlagen ab dem 17. Mai parallel. Der Umstieg auf DVB-T soll in Österreich im Juni 2011 beendet werden.
Völlig unklar scheint ob der neue Info- und Kulturkanal ORF3 in Österreich auch über DVB-T verbreitet werden wird. Nach einem Bereicht der Zeitung Der Standard scheint es, dass sich ORF-Intern die Leitung des Sportkanals Sport Plus gegen einen Austausch wehrt. Um ab dem geplanten Sendebeginn am 1. Mai einen zusätzlichen Kanal auszustrahlen fehle jedoch die Lizenz.
Quellen: Infos auf dvb-t.at, Bericht von Der Standard vom 18.3. / Hintergrund: DVB-T und Änderungen in Österreich.
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18.3.2011 • Landesmedienanstalten: Neuer gemeinsamer Auftritt
Die Medienanstalten Die bisher in der „Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten“ (ALM) gebündelten gemeinsamen Aktivitäten der Medienregulierer der Bundesländer firmieren ab sofort unter der Dachmarke „die medienanstalten“. Auf der neuen Homepage www.die-medienanstalten.de finden sich alle Informationen der 2010 in Berlin gegründeten gemeinsamen Geschäftsstelle und der gemeinsam geführten Gremien, darunter die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK), die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM).
Quelle: Presseinfo Die Medienanstalten vom 17.3.
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17.3.2011 • DAB+: Klassik Radio und Norfom-Radios kommen digital
DABplus-Logo Schriftzug ZAK Wenn am 1. August das bundesweite Digitalradio-Paket startet werden Norfom Medien mit Radio 3.0 und UIP Urban Independent Pop sowie Klassik Radio mit auf Sendung sein. Das entschieden die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten, nachdem sich die Bewerber um die letzten drei Programmplätze nicht miteinander über gemeinsame Projekte verständigen konnten. Damit haben das christliche Radio Horeb und der Sender Caruso der Regiocast-Gruppe abschlägige Bescheide erhalten. Regiocast ist bereits mit mehreren Programmen im Paket vertreten und schied daher unter Berücksichtigung der Anbieter-Vielfalt aus der Entscheidung aus. Radio Horeb kann, so die Medienhüter, nachrücken, wenn es freie Kapazitäten geben sollte.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 16.3. / Hintergrund: DAB/DAB+ nationaler Mux.
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17.3.2011 • DAB+: Kooperation von Veranstaltern und Herstellern (2)
DABplus-Logo Schriftzug Im Vorfeld des DAB+-Starts haben auch die Hersteller Pure und Dual eine Marketing-Vereinbarung mit drd Digitalradio Deutschland GmbH der beteiligten Privatsender bekannt gegeben. Das stelle die gegenseitige Bewerbung der Programme und Endgeräte sicher. Eine ähnliche Vereinbarung besteht bereits mit der Chipschmiede Frontier Silicon.
Quelle: Presseinfos von drd zu Pure (16.3.), Dual (14.3.) / Hintergrund: DAB/DAB+ nationaler Mux.
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16.3.2011 • Frankreich: HbbTV-Dienste per Antenne
Frankreich HbbTV Der französische Netzbetreiber TDF (Mutterfirma von Media Broadcast) will interaktive HbbTV-Dienste über DVB-T anbieten. Kommende Woche soll das auf einer Fachmesse demonstriert werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 15.3. / Hintergrund: HbbTV.
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15.3.2011 • Israel: ASO in der Nacht zum 1. April
Israel Israel vollzieht die Abschaltung der analog-terrestrischen TV-Übertragung in der Nacht vom 31. März zum 1. April. Das 2009 gestartete Paket IDANplus nutzt bislang 13 Sendeanlagen, weitere 40 sind von der Umschaltung betroffen. Die Programme IBA 1, IBA 33, Channel 2, Channel 10 und Knesset Channel werden mit MPEG-4 Technik ausgestrahlt.
Weitere Planungen sehen im Anschluß den Aufbau eines zweiten Muliplexes mit der HDTV-Variante von IBA 1 und nationalen und regionalen Radios vor. 2012 soll ein 3. Mux aufgeschaltet werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 14.3.
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11.3.2011 • DVB-T2: Zusatzangebote statt schneller Umstieg?
DVB-T2 Logo (DVB Project) An schnelles Ende von DVB-T samt Ersetzung durch DVB-T2 ist in Deutschland vorerst nicht zu denken. Das machte Henrik Rinnert, Media Broadcast, im Interview mit Infosat deutlich.
Offenkundig könnte DVB-T2 für die Privaten eingeführt werden, wenn deren DVB-T-Sendelizenzen 2014 auslaufen. Man müsse aber 2014 nicht abwarten, so Rinnert. Denkbar sei, dass dann „zusätzliche DVB-T2-Angebote eingeführt werden und DVB-T weiterhin als 'Grundversorgung' fortgesetzt wird“. Dafür gebe es ausreichende Frequenzen. Vor wenigen Tagen wurde aus der ARD beklagt, die Digitale Dividende verhindere einen Simulcast.
Rinnert verwies darauf, dass DVB-T2 nicht nur den Privaten ein „attraktiveres Modell“ biete und die mobile und portable Nutzung verbessere. Der norddeutsche Test zeige, „dass HD-Programme problemlos terrestrisch verbreitet werden können“.
Zu erwarten ist allerdings, dass private HD-Programme terrestrisch - wie schon via Sat und Kabel - nicht mehr frei empfangbar sind, sondern á la Viseo+ grundverschlüsselt und mit „Transportgebühren“ belegt werden.
Quelle: Interview bei Infosat vom 11.3. / Hintergrund: DVB-T2.
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11.3.2011 • DVB-T: „Handover“ wird optimiert
Überallfernseh-Logo Rund 1,5 Mio. DVB-T Empfänger sorgen für den Fernsehempfang in deutschen Autos. Unangenehm ist allerdings der Sendersuchlauf beim Wechsel des Versorgungsgebiets. Dem wollen die Deutsche TV-Plattform und das Institut für Rundfunktechnik zusammen mit dem HR und BMW (für die Automobilbranche) mit einem automatischen Verfahren für das „Handover“ abhelfen. Es biete „nahezu unterbrechungsfreien Empfang“. Dafür wird eine Erweiterung der DVB-T Begleitdaten (Service Information, SI) verwendet. In den zu Testzwecken mit ausgestrahlten Daten sind auch Geodaten enthalten, so dass eine weitere Optimierung mittels GPS erfolgen kann. Die erweiterte Datenstruktur kann nach Angabe von Torsten Köhler (HR) auch für DVB-T2 genutzt werden und sei damit zukunftstauglich.
Die Autobranche, so Bertram Hock, Leiter Entwicklung Broadcast-Receiver bei BMW, befindet die Mobilitätseigenschaften von DVB-T für verbesserungswürdig. Die zusätzlichen SI-Daten helfen, Fernsehen im Auto „in Zukunft nahezu lückenlos empfangen zu können, ohne dabei Infrastruktur zu ändern, oder Sendeleistung und damit den Ressourcenverbrauch zu erhöhen“.
Technik und Testergebnisse werden am 17. Mai beim IRT in München vorgestellt.
Quelle: Bericht TV-Zukunft März 2011.
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10.3.2011 • DAB+: Kooperation von Veranstaltern und Herstellern (1)
DABplus-Logo Schriftzug Ausweichend beantwortet Helmut G. Bauer, Geschäftsführer Digitalradio Deutschland, im Interview mit Infosat die Frage nach den Reichweiten, bei denen die Privaten mit ihren bundesweiten DAB+-Engagement in schwarze Zahlen kommen. „Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Erfolg ist zunächst eine genügende Zahl an DAB+-Radiogeräten.“ Die Hersteller und die Autoindustrie seien bereit, „in Zukunft nur noch DAB+-Radiogeräte zu verkaufen“.
Bund und Länder haben laut Bauer Arbeitsgruppen gebildet, die sich u.a. mit technischen Fragen der Endgeräte, dem Aufbau des Sendernetzes und den Werbe- und Marketingmassnahmen beschäftigen. Für das Marketing gebe es noch keine konkrete Planung. Klar sei aber, dass die Privaten mit Deutschlandradio und ARD zusammenarbeiten werden. Die Privaten wollen zu den bestehenden Absprachen mit Frontier Silicon, Pure, Philips und Bosch weitere Werbeverträge abschließen. Sie seien eine Voraussetzung, „um die notwendigen Investitionen der privaten Radioveranstalter wenigstens zu einem kleinen Teil refinanzieren zu können“.
Quelle: Interview bei Infosat vom 9.3. / Hintergrund: DAB/DAB+ nationaler Mux.
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9.3.2011 • VPRT: UKW soll auch nach 2015 bleiben
VPRT Recht, Gesetze das analoge UKW-Radio soll in Deutschland über das Jahr 2015 hinaus senden. Der Lobbyverband VPRT begrüßte jetzt eine geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes TKG, die im April im Bundestag behandelt wird. Der 1998 im TKG festgeschriebene Abschalttermin 2015 sei „völlig unrealistisch“ und drohe, „300 Millionen genutzte Radioapparate zum Elektronikschrott zu machen“. Die Neufassung des TKG, die eine Verlängerung der UKW-Sendelizenzen bis 2025 in Aussicht stellt, könnte die Privatradios allerdings bis zu zehn Mio. Euro kosten. Daher müsse der Übergang von der analogen zur digitalen Radioverbreitung im Gesetz statt auf der Verwaltungsebene genauer gefaßt werden, um Bürokratiekosten zu sparen.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 9.3. / Hintergrund DAB/DAB+, TKG-Entwurf.
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9.3.2011 • Italien: DVB-T Nutzung erreicht knapp 80 Prozent
Italien DVB-T Logo Italien 19,4 Mio. oder 79,1 Prozent der TV-Haushalte Italiens nutzen DVB-T. Seit Beginn der Umstellung Anfang 2004 und bis Ende 2010 wurden dort 46,9 Mio. DVB-T Geräte verkauft, davon 19,9 Mio. Fernseher mit integriertem Digitaleempfang. Der Verkauf erreichte im Dezember 2010 den Spitzenwert seit 2004 von 3 Mio. Einheiten, im Jahr 2010 waren es 18 Mio.
Quelle: Meldung von Telecom Paper vom 8.3., basierend auf DGTVI-Angaben / Hintergrund: DVB-T in Italien.
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7.3.2011 • Frankreich: Paris wird „analogfreie Zone“
Frankreich DVB-T Logo Frankreich Auch die französische Hauptstadt wird nun zur „analogfreien Zone“: In der kommenden Nacht wird der Analogtransmitter auf dem Eiffelturm abgeschaltet. Nach Angaben der Medienbehörde CSA gibt es etwa 12 Mio. Antennenhaushalte in der Großregion Paris, doch nur etwa 210.000 sind vom Analog-Ende betroffen. Das Programmangebot umfasst zur Zeit 18 nationale und vier regionale frei empfangbare Stationen sowie vier HDTV-Programme und einige Pay-Sender.
Der Umstieg in Frankreich startete am 31. März 2005. Die letzten Analogsender Frankreichs sollen in der Region Languedoc Roussillon am 29. November abgeschaltet werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 7.3. / Hintergrund: DVB-T in Frankreich.
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7.3.2011 • AGF: Kommt die Digitalisierung ins Stocken?
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Ganze 20.000 Haushalte haben im Februar auf den digitalen TV-Empfang umgestellt. Es handelt sich damit um den geringsten Zuwachs seit langem. Laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung liegt der Digitalisierungsgrad damit bei unverändert bei 48 Prozent (17,22 Mio. von 35,86 Mio. TV-Haushalten in Deutschland). Das ist - erst recht im Vorfeld der Sat-Umstellung in gut einem Jahr - bemerkenswert.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.3.
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5.3.2011 • DAB+: Keine Einigung über gemeinsame Aktivitäten
DABplus-Logo Schriftzug ZAK Das „förmliche Verständigungsverfahren“ der vier DAB+-Bewerber um Kooperationen bei der Nutzung der vorhandenen drei Sendekapazitäten blieb ohne Ergebnis. Nach Angaben der ZAK-Kommission werden sich nun die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten - wahrscheinlich am 15. März - mit dem Thema beschäftigen und die Sendeplätze vergeben.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 4.3. / Hintergrund: DAB/DAB+ nationaler Mux.
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4.3.2011 • DAB+: Netzausbau beginnt in Ballungsräumen
DABplus-Logo Schriftzug Um den pünktlichen Start am 1. August zu sichern startet der Netzbetreiber Media Broadcast nun den Aufbau für die DAB+-Versorgung. In der ersten Stufe werden - wie schon bekannt - 27 Standorte errichtet. Damit werden 38 Mio. Hörer versorgt bzw. sind rund die Hälfte des Autobahnnetzes abgedeckt.
Das Unternehmen will parallel eine Datacast-Plattform für Daten- und Telemediendienste aufbauen, in der sich interessierte Anbieter mit Mehrwertdiensten beteiligen können. Da würden derzeit Gespräche mit potenziellen Kunden geführt.
D-Radio Intendant Steul nennt die Regionen Augsburg, München, Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg, Frankfurt/Main, Stuttgart, Saarbrücken, Berlin, Weimar, Dresden, Leipzig, Halle, das Ruhrgebiet, Hannover, Kiel, Hamburg, Bremen als Einzugsbereiche der 27 Sendeanlagen. Innerhalb von vier Jahren könnte ein flächendeckender Ausbau erreicht werden. Zunächst werde nur D-Radio Wissen im DAB+-Modus starten. Die beiden anderen Programme der Anstalt sollen später folgen, um ihren Hörern Zeit für den Umstieg von DAB auf DAB+ zu geben.
Quellen: Presseinfo von Media Broadcast vom 2.3., Steul bei Infosat vom 4.3. / Hintergrund: DAB/DAB+ national.
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3.3.2011 • Viseo+: Umstieg auf CI+-Verschlüsselung im März (2)
Viseo+ Logo Offenbar sind CI+-Module für das terrestrische Paypaket Viseo+ nicht im Plan des Anbeiters Eutelsat Visavision. Ab März werden zunächst CI+-Module für NDS-verschlüsselte Kabel-Pakete von Eutelsats Kabelkiosk angeboten. Im 2. Quartal sollen Module für die (auch von Viseo+ genutzte) Conax-Verschlüsselung im Kabel folgen.
Quelle: Presseaussendung von Eutelsat vom 2.3.
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2.3.2011 • Italien: Niederlage für Berlusconi
Italien DVB-T Logo Italien Nachdem die EU dem Pay-Fernsehen Sky Italia im Juli 2010 unter Auflagen die Bewerbung um fünf freie terrestrische Frequenzen erlaubt hatte, gab es nun auch Licht vom italienischen Staatsrat für Italiens Ableger der NewsCorp. Dessen Minister Romani hatte beim Staatsrat angefragt, ob Sky Italia wegen der ausländischen Mehrheitseigner und seiner Rolle als Sat-Plattform überhaupt um freie Antennenfrequenzen mitbieten dürfe. Die positive Antwort werten Beobachter als Niederlage des Wettbewerbers Mediaset (Canale5, Italia Uno, Rete4) von Ministerpräsident Berlusconi.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 2.3. / Hintergrund: DVB-T in Italien.
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1.3.2011 • DAB+: ARD plant erste Ausbauphase bis Anfang 2013
DABplus-Logo Schriftzug Nach der Freigabe der DAB+-Mittel durch die KEF steht auch die ARD in den Startlöchern. Die technische Kommission der ARD habe ihre Wünsche an die Geräteindustrie formuliert. so die ARD-Vorsitzende Monika Piel gegenüber dem Fachdienst Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk. Und mit den Privatsendern des nationalen Multiplexes wolle man intensiv Zusammenarbeiten.
Die ARD will bis Anfang 2013 die erste Phase die Netzausbaus für DAB+ abschließen. Jedoch sei die Ausgangssituation in den Bundesländern „sehr unterschiedlich“.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk (Februar 2011). / Hintergrund: DAB/DAB+ in den Bundesländern.
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1.3.2011 • DVB-T2: Digitale Dividende gefährdet Einführung
DVB-T2 Logo (DVB Project) Derzeit gibt es nach Angaben der Bundesnetzagentur keine freien Frequenzen für DVB-T2. „Noch wissen wir nicht, ob es dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelingt, das notwendige Frequenzspektrum für einen Simulcastbetrieb von DVB-T und DVB-T2 zu sichern“, kommentiert Heinz-Joachim Weber, Chef der Technikkommission der ARD. Aufgrund der „Digitalen Dividende“, wodurch die TV-Kanäle 61 bis 69 dem Mobilfunk zugeschlagen wurden, fehlt dem Fernsehen eine Umstiegsreserve.
Die norddeutschen DVB-T2 Tests laufen lauf Prof. Ulrich Reimers erfolgreich. Er sucht nach einem „nationalen Ansatz für eine Einführungsstrategie“, wobei der ARD und ZDF „vorangehen müssen“. Daher muten Äußerungen aus den Landesmedienanstalten über einen DVB-T2-Regelstart im Jahr 2014 „erstaunlich“ an. So sieht Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der Sächsischen Landesmedienanstalt SLM, das „Auslaufen der Verbreitungsverträge der Privatsender Ende 2014“ als „sinvollen Ansatzpunkt für den Wechsel auf DVB-T2“. Im Gegensatz zu Weber sieht er genug Kapazitäten - wenn das Fernsehen die dem LTE-Mobilfunk benachbarten Frequenzen „also beispielsweise auch die Kanäle 59 und 60, störungsfrei nutzen kann“.
Die Konsequenzen aus einer weiteren Folge der Digitalen Dividende bleiben ungeklärt: Nur 129 Mio. Euro will der Bund bis 2015 für die Ersetzung wertlos werdender Produktionsfunkstrecken aufwenden. Hingegen geht der Interessenverband APWPT von 700.000 zu ersetzenden Geräten aus und kalkuliert notwendige Entschädigungen auf 1,4 Mrd. Euro. Da sei die Installation noch nicht enthalten, so dass die Gesamtkosten bei 3 Mrd. Euro liegen. Ab 2015 dürfen die Funkstrecken für Mikrofone, Monitore und Heimkopfhörer oberhalb des Kanals 61 nicht mehr genutzt werden.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk (Februar 2011). / Hintergrund: DVB-T2, Digitale Dividende.



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