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Nachrichten-Archiv: September 2008

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28.9.2008 • Bayern: CSU will Gebühr für Lokalfunk über GEZ einziehen
Bayern Landtag und CSU-Alleinregierung Bayerns, am Wochenende abgewählt, haben medienpolitischen Sprengstoff hinterlassen. Sie wollen die Bürger des Freistaates auch in Zukunft für die Finanzierung des lokalen Privatfunks zur Kasse bitten. Für den Einzug der Nachfolgeversion des verfassungswidrigen „Teilnehmerentgelts“ (Kabelgroschen) soll die ansonsten heftig gescholtene GEZ in Anspruch genommen werden, meldet das Fachblatt Funkkorrespondenz.
Diesem Plan folgend, wäre die Rundfunkgebühr in Deutschland gespalten. Es gehe zwar nur um „10 bis 15 Cent pro Monat“. Betroffen wären aber nicht mehr nur die Kabelkunden, sondern alle TV-Teilnehmer. Damit würde verfassungswidrige Gebühr (2005: 10,4 Mio. Euro Einnahmen) „durch die Hintertür quasi als Lokalfernsehcent“ wieder eingeführt. Das wäre „das Ende einer einheitlichen Rundfunkgebühr in der gesamten Bundesrepublik“, so das Blatt. Dagegen hatten die Grünen im Landtag argumentiert: Die geplante dauerhafte Förderung „stellt eine unzulässige Subvention dar“.
Um das Teilehmerentgelt zu ermöglichen war die Landesmedienanstalt BLM per Landesmediengesetz als öffentlich-rechtlicher Träger des ansonsten kommerziellen Lokalfunks installiert worden. Das Bundesverfassungsgericht erklärte das 2005 das für verfassungswidrig, weil die Gebührenfinanzierung „Vorkehrungen für hinreichende Sicherungen einer gleichgewichtigen Vielfalt in den geförderten Programmangebote“ erfordere. Das sei aber nicht gewährleistet. Die Regelung wurde aber nicht außer Kraft gesetzt, da die Monatsgebühr 2007 von 45 auf 30 Cent reduziert wurde und ausläuft.
Die Auswirkungen einer Gebühren-Spaltung seien unkalkulierbar und könnten auch die ARD betreffen, kommentiert Funkkorrespondenz. Fiele der ARD-interne Finanzausgleich zugunsten der kleinen Anstalten, ständen SR und Radio Bremen auf der Kippe. Sie können sich allein aus den Gebühren der wenigen Hunderttausend Gebührenzahler ihrer Territorien keinesfalls finanzieren.
Quelle: Leitartikel der Funkkorrespondenz vom 26.9.2008.
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27.9.2008 • Sachsen-Anhalt: Lokal-TV á la Leipzig auch für Halle?
Sachsen-Anhalt Vorbereitungen für ein Lokal-TV Projekt á la Leipzig in Halle scheinen recht weit fortgeschritten. Es geht offenbar nicht mehr nur um das „ob“, sondern bereits um die praktische Realisierung. Das wird aus einem Interview mit Nikola Marquardt, Sprecherin des DVB-T Projektbüros Mitteldeutschland, deutlich. Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt prüfe zur Zeit, „ob lokale private Programmveranstalter ihre Programme im Rahmen eines Pilotprojektes starten werden oder ob sie sofort in den Regelbetrieb gehen“, erklärte Marquardt. Auch für Thüringen gebe es Bemühungen der Landesmedienanstalt TLM, „die öffentlich-rechtlichen DVB-T-Programme um lokale private TV-Angebote zu erweitern“.
Marquardt bestätigte zugleich Pläne der RTL-Gruppe, in Halle/Leipzig über DVB-T zu senden. Allerdings sei „noch etwas Geduld gefragt“, da nach wie vor weder Programmbelegung noch Sendeparameter oder gar ein Starttermin feststehen.
Quelle: Interview mit Digital Fernsehen vom 26.9.2008.
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26.9.2008 • Bayern: Schlußstrich für DVB-T in Deutschland
Bayern Mit dem 25. November wird die 2002 begonnene Umstellung des Antennenfernsehens auf digitale DVB-T Technik in Bayern und Deutschland „weitestgehend“ abgeschlossen. An diesem Tag gehen in Bayern neue Regionen in den Digitalbetrieb.
Digital können 12 Programme empfangen werden. Der ARD-Multiplex fasst DasErste, Arte, Phoenix und EinsPlus zusammen. Der ZDF-MUltiplex besteht - wie bundesweit - aus den Programmen ZDF, 3sat, KiKa/ZDFDoku und ZDFinfo. Im BR-Multiplex sind nebem dem 3. BR-Programm und BR Alpha regional abhängig weitere 3. Programme zu finden, darunter die 3. von MDR, HR und SWR. In einigen Regionen läuft ein nicht mit DVB-T nutzbares Testprogramm mit. Eine Übersicht über die Kanalbelegung findet sich in der Tabelle auf den Projektseiten von DVB-T Bayern. In Randbereichen ist ggfs. auch der Empfang aus anderen Bundesländern möglich.
Franken: Die Sender Pfaffenberg, Hesselberg, Büttelberg (nur Multiplexe von ARD und 3. Programmen), Bamberg und Ochsenkopf werden auf DVB-T umgestellt. Die bisherigen Sendeanlagen Spessart, Coburg, Hof, Bayreuth und weitere Füllsender gehen komplett außer Betrieb.
Oberpfalz (Norden), Oberbayern, Schwaben: Die Versorgung mit DVB-T erfolgt über die Sender Amberg und Gelbelsee. DIe Sender Hühnerberg und diverse Füllsender gehen außer Betrieb. Teile der nördlichen Oberpfalz werden vom Ochsenkopf, Teile Nordschwabens vom Hesselberg versorgt.
In den neuen Empfangsgebieten müssen wegen des Entfalls von Füllsendern Dachantenne unter Umständen neu ausgerichtet werden.
Am gleichen Tag gibt es einen Programmwechsel im Versorgungsbereich Nürnberg und Dillberg: Das Bouquet des BR wechselt dort vom Kanal 59 auf den Kanal 47. Der Kanal von ProSiebenSat1 wechselt am Fernsehturm Nürnberg vom Kanal 40 auf Kanal 52. Außerdem gibt es am 25. November Änderungen im Angebot in einigen Regionen. In Franken wird das 3. MDR-Programm durch den SWR ersetzt.
Hinweis: Im Zusammenhang mit den Kanalwechseln bzw. Programmänderungen ist ein Suchlauf notwendig. Viele Geräte ermöglichen dies für einzelne Kanäle. Zuvor werden die alten Programmbelegungen für die genannten Kanäle am besten gelöscht, um Doppeleinträge in der Liste zu vermeiden. Einzelheiten sind den Bedienungsanleitungen zu entnehmen.
Quelle: Presseinfo von Projektbüros Bayern vom 26.9.2008.
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25.9.2008 • Ungarn: DVB-T kurz vor dem Start
Ungarn Ungarn, MinDigTV-Logo Am 1. Dezember soll DVB-T in Ungarn mit drei Multiplexen unter der Bezeichnung „MinDigTV“ und überwiegend als FreeTV starten. Für 2012 ist der Analog Switch Off angekündigt, durch den zwei weitere Multiplexe für DVB-T frei werden. Gesendet werden soll mit MPEG-4 Videokompression. Ein weiterer Multiplex ist für Handyfernsehen mit DVB-H reserveriert.
Der Weg für das digitale Antennenfernsehen in Ungarn wurde frei, nachdem die Kommunikationsbehörde NHH Anfang des Monats die Sendelizenz mit 12 Jahren Laufzeit für die fünf DVB-T- und einem weiteren Radio- (DAB) Multiplex an den Netzbetreiber Antenna Hungaria vergeben hatte. Mitgeboten hatte die slowakische Firma Digital Broadcasting.
Von Budapest, Szentes und Kabhegy aus werden zunächst 60 Prozent der Bevölkerung erreicht, bis Ende 2010 sollen acht weitere Sendestandorte die Reichweite auf bis zu 95 Prozent ausbauen.
Ein DVB-H Dienst im Raum Budapest soll ebenfalls noch 2008 starten. Bis 2012 sollen 50 Prozent der Bevölkerung, schwerpunktmässig rund um den Balaton, versorgt werden.
Quelle: Presseinfo von Antenna Hungaria (englisch) vom 5.9.2008 / DVB-T in Ungarn beim DVB-Projekt (englisch).
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24.9.2008 • DAB: Neustart könnte Ende 2009 beginnen
DAB-Logo 13 Jahre nach dem ersten Startsignal für den digitalen Hörfunk mit DAB-Technik seien knapp eine halbe Million Endgeräte im Markt, so BLM-Direktor Wolf-Dieter Ring auf einer Fachveranstaltung der BLM. Das laufe darauf hinaus, dass etwa 0,2 bis 0,3 der in Deutschland betriebenen Radios für DAB ausgelegt sind. Von den 79 Programmen stammen 54 von privaten Veranstaltern. Wegen auslaufender Förderungen sei die Programmzahl rückläufig.
Ring kritisierte vor allem, adss bislang nur die Programmanbieter das finanzielle Risiko tragen; die Sendenetzbetreiber müssten stärker einbezogen werden. Die Redner schossen sich daraufhin auf den Sendenetzbetreiber Media Broadcast (Ex Telekom-Konzern) und die Telekomtochter Deutsche Funkturm GmbH als Eigentümer der Sendetürme ein. Von Media Broadcast wurde eine Kostensenkung in Aussicht gestellt: Die bundesweite Verbreitung eines Digitalradioprogramms würde künftig im unteren einstellen Millionenbereich ausgepreist.
Dennoch führt das gemeinsame Interesse, mit dem digitalen Hörfunk nach zehn Jahren Randexistenz endlich wirksam durchzustarten, alle in dem Bekunden zusammen, an Rahmenbedingungen für den neuerlichen (nach dehnmedia-Rechnung vierten) Start seit 1998 mit zuarbeiten. Passend stellte Harald Hammann, Rundfunkreferent in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, stellte in Aussicht, dass die Ministerpräsidenten der Bundesländer während ihrer bevorstehenden Jahreskonferenz (22. bis 24. Oktober) die Bedarfsanmeldung für einen bundesweiten Radiomultiplex auf den Weg bringen wollen. Damit wäre der Neustart mit der Technik DABplus bis Ende 2009 möglich. „Spätestens ab der IFA 2009 muss mit einer bundesweiten PR-Kampagne begonnen werden, wenn man an dem derzeitigen Termin für den Neustart festhalten will“, fordert Ring.
Quelle: Presseinfo der BLM und Rede Prof. Ring vom 23.9.2008.
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24.9.2008 • HDTV: Deutschland ist HDready, aber nicht bereit
HDTV-Empfangslogo der EICTA Die Einführung von HDTV in Deutschland sieht Matthias Arkenstette (Verbraucherzentrale NRW) durch ein „Ensemble von Partikularinteressen“ gefährdet. Er fordert, dass die Bundesregierung die Akteure an einen Tisch holt „und mit Kraft zu Verabredungen bewegt, die den Zuschauern nutzen“.
Bis Ende 2008 wird mit 10 Mio. verkauften HDTV-Fernsehern („HDready“, „HDready1080“), jedoch nur 550.000 HDTV-fähige Empfangsgeräten im Markt gerechnet. „Keinem Verbraucher ist gesagt worden, dass er das, was er in den Geschäften – meist Offline – sehen kann, zu Hause zunächst nicht sehen wird“, kritisiert Arkenstette den Handel. Auch „das privatisierte Kabelnetz bremst die Digitalisierung mehr als das es sie fördert.“ Er wiederholte seinen schon auf der IFA geäußerten Standpunkt: „Die Privaten verstecken sich hinter den Öffentlich-rechtlichen“, die 2010 mit regelmässigen HDTV-Übertragungen beginnen wollen. Realistisch sein ein Zeitfenster von 2010 bis 2015 - „aber nur dann, wenn Kabelnetzbetreiber und Satellitenbetreiber nicht durch kundenunfreundliche Angebots- und Preispolitik alles noch weiter verzögern.“
Quelle: Interview in Infosat vom 23.9.2008.
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19.9.2008 • DAB: Empfängerprofile für Digitalradio begrüßt
DAB-Logo Die Festlegung von Empfängerprofilen für Geräte der DAB-Familie durch EICTA, EBU und WorldDMB hat ein positives Echo in Deutschland gefunden.
Die Technische Kommission der Landesmedienanstalten (TKLM) hatte in ihren Leitlinien für Digitalradio vom November 2007 bereits einheitliche Standards gefordert. Die neuen Mindestanforderungen, so TKLM-Vorsitzender Martin Deitenbeck, „unterstützen die Pläne für den Neustart des digitalen Hörfunks in Deutschland“. Nun sei man dem Roll-Out näher. Deitenbeck hofft, „daß sich alle Beteiligten den noch offenen Aufgaben widmen, damit ein erfolgreicher Neustart von Digitalradio ohne Verzögerungen erreicht wird“.
Auch die technische Kommission von ARD und ZDF (PTKO) sieht in dem technischen Konzept eine Voraussetzung für den Neustart des digitalen Radios.
Bayerns Medienminister Sinner (CSU) findet nun eine gemeinsame Bedarfsanmeldung aller Bundesländer für einen bundesweiten Digitalradio-Multiplex auf den Weg zu bringen. Die DAB-Slots im L-Band würden schon bald durch das VHF-Band mit besserer Reichweite ersetzt werden.
Nach bisherigem Informationsstand soll mit einem neuen Anlauf für das Digitalradio mit DAB (bzw. dessen Nachfolger DAB+) im kommenden Jahr begonnen werden. Die erste Einführung von DAB datiert von 1998, seither gab es mehrere Starts (unter anderem mit der Bezeichnung „Digital Radio“). Jedoch fanden das System kaum Verbreitung; nach Auslaufen von Förderungen klinken sich die Programmveranstalter zunehmend aus.
Quellen: Presseinfos der LMAs (16.9.2008), der Bayerischen Staatskanzlei (19.9.2008) und der PTKO (15.9.2008).
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16.9.2008 • IBC: DVB-T2 und HD-Stereoskopie im Technik-Trend
IBC-Logo Die heute zuende gehende Amsterdamer Fachmesse IBC ist die wichtigste europäische Schau für Fernseh-Produktions- und Sendetechnik. Neben HDTV spielten dort zukunftsorientierte Themen wie DVB-T2, 3D-Übertragungen in HDTV und die japanische Super-Hi-Vision-Technik eine Rolle.
Das DVB-Projekt rechne mit einem fließenden Übergang von DVB-T zu DVB-T2, das mit MPEG-4 AVC (H.264) Kompression auch für die terrestrische HDTV-Verbreitung geeignet ist. Aufgrund der eher hohen Gerätekosten sei DVB-T2 nicht für den Analog-Digital-Umstieg geeignet, sondern als Nachfolger von DVB-T gedacht. Die Spezifikation soll in diesem Jahr offizieller ETSI-Standard und damit einführungsreif werden. Im Vorfeld der britischen Pläne, DVB-T2 ab 2009 einzufühzren, wurde erstmals eine Übertragung gezeigt.
Noch weiter voraus schaut Super-Hi-Vision, ein noch im Laborstadium stehendes japanisches Verfahren, das die Bildauflösung von 1920 mal 1080 HDTV-Pixeln auf 7.680 mal 4.320 Bildpunkte hochkatapultiert und dem Ton im 22.2-Kanalformat (davon 9 Kanäle von oben) beigibt. Welche Datenmengen nötig sind, illustrierte in 18-Minuten Testfilm: 3,5 Terabyte Daten wurden von 16 HDTV-Playern abgespielt. Gedreht wurde mit einer speziellen 8k-Kamera (aktuelle Profikameras schaffen nur bis zu 3k Auflösung).
Näher an der Gegenwart ist das 3D-Kino - das mit dem Begriff „Stereoskopie“ (im Gegensatz zur 3D-Computeranimation) m.E. besser beschrieben ist. Jeffrey Katzenberg, Chef des Animationsstudios Dreamworks und aus USA per Stereo-Projektion zugeschaltet, sieht darin auch die Zukunft für Spielfilme. Während der Berliner Medienwoche verlautete, dass gegenwärtig 49 Stereoskopie-Filme in Planung sind. Vorhandenen Titel (u.a. „Monster vs. Aliens“ und „Kung Fu Panda“) sind bisher nur fürs Kino gedacht. Zur in Deutschland noch wenig verbreiteten digitalen Projektion wird Zusatztechnik benötigt. Der Raumeffekt kommt nur mit speziellen Brillen zum Tragen.
Philips hatte auf der Funkausstellung stereoskopisches Fernsehen gezeigt. Dabei werden die digitalen Bilddaten für das rechte und linke Auge getrennt und durch eine besondere Beschichtung der LCD-Front so sichtbar gemacht, dass der räumliche Effekt ohne Brille sichtbar wird.
Quellen: Meldung von Heise und IBC-Meldung (englisch) vom 16.9.2008.
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15.9.2008 • DAB: Empfängerprofile für Digitalradio
DAB-Logo Der europäische Industrieverband EICTA, die European Broadcast Union und WorldDMB haben mit der Erarbeitung von Mindestanforderungen für digitale Radiogeräte der DAB/DAB+/DMB-Familie begonnen. Drei Geräteprofile werden vorgeschlagen:
• Profil 1: das Standardgerät für den europäischen Massenmarkt und für die gesamte Standardfamilie;
• Profil 2: Mediaempfänger mit Display, auch zum Empfang von Standbildern, interaktiven Grafiken und Texten ggeignet, und
• Profil 3: Multimediagerät für Handys, Mediaplayer usw., geeignet für der weiterentwickelte Multimediadienste einschließlich mobilen Videodiensten.
WorldDMB will sich zugleich mit den Automibil-Empfängern und deren speziellen Mobilitäts-Diensten beschäftigen. Dazu zählen u.a. die Umschaltung beim Wechsel des Sendegebietes, neue Reise- und Verkehrsdienste sowie die Echtzeit-Informationen an Satelliten-Navigationssysteme.
Die gemeinsame Initiative soll die Grundlage für einen einheitlichen Gerätemarkt in Europa schaffen und damit dem Interesse der Hersteller an hohen Stückzahlen und der Sendeanstalten und Hörer an europaweit einheitlichen technischen Grundlagen nutzen.
Quelle: Presseinfo der EICTA (englisch) vom 3.9.2008.
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15.9.2008 • Schweiz: Evaluierung von DVB-T in zwei Kantonen
Schweiz Bis zum 24. Oktober können Netzbetreiber, Medienverbände und öffentlich-rechtliche Körperschaften an einer Umfrage des Bundesamtes für Kommunikation zum künftigen Netzkonzept für DVB-T in den Kantonen Oberwallis und Graubünden teilnehmen. Dort laufen die geltenden Sendelizenzen am 341. März 2009 aus. Im Vorfeld der Neulizensierung soll festgestellt werden, wie das Sendenetz effizienter konzipiert werden kann. Dabei wird „längerfristig“ die Ausweitung des Sendegebietes auf das ganze Wallis und die gesamte Südostschweiz in Aussicht gestellt.
Quelle: Presseinfo der BAKOM vom 15.9.2008.
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15.9.2008 • Hessen: Drei Bewerber um DVB-T Programmplatz
Hessen Zur Ausschreibung von Anfang August für den vierten Programmplatz auf dem DVB-T Kanal 64 im RheinMain-Gebiet meldet die Landesmedienanstalt LPR den Eingang von drei Bewerbungen: „Noch im Herbst“ soll die Entscheidung zwischen den christlichen Spartensendern BibelTV und Evangeliumsrundfunk und der Betreibergesellschaft RegioOnline aus Hannover fallen.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 15.9.2008.
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15.9.2008 • Österreich: HDTV als Verbraucherrätsel
Österreich Obwohl der ORF bereits ein Programm in HDTV ausstrahlt, geht die Einführung des hochauflösenden Fernsehens in Österreich ähnlich schleppend voran, wie in Deutschland. Beim Salzburger Medientag wurde mitgeteilt, dass den verkauften etwa 1 Mio. für die Darstellung von HDTV-Bildern geeigneten Fernsehern nur 120.000 verkaufte Empfangsgeräte gegenüberstehen. „In Wahrheit ist das Ganze nur ein Rüstungswettlauf“, kommentierte Andreas Kunigk von der Regulierungsbehörde RTR. Nach seinen Angaben wüsste nur die Hälfte der 55 Prozent der Österreicher, denen der Begriff HDTV bekannt ist, dass sie dafür auch ein Empfangsgerät brauchen. Kabelkunden benötigten für die drei bis fünf angebotenen zumeist verschlüsselten Programme auch noch ein spezielles Kabel, so ein Vertreter eines Kabelnetzers.
Deutschland Auch in Deutschland stehe es um die HDTV-Einführung nicht gut, hatte Prof. Ulrich Reimers, einer der „Väter des digitalen Fernsehens“, während der Funkausstellung eingeschätzt. Ende 2008, so die Öffentlich-rechtlichen, werde es etwa 10 Mio. „HDready“-Fernseher in deutschen Haushalten geben, jedoch nur 550.000 Empfänger. Diese 1,5 Prozent der Fernsehhaushalte seien für den Start eines Regelbetriebes zu wenig. Daß ARD/ZDF ganz froh sind mit ihrer behutsamen Einstiegsstrategie sind (im Gegensatz zur gescheiterten von ProSiebenSat1) wirkt da durchaus verständlich. Auf 1Festival werden noch vier „Showcases“ (Weihnachten 2008/2009, Leichtathletik-WM und IFA 2009) folgen, bevor DasErste und das ZDF-Hauptprogramm ab der Winterolympiade 2010 via Satellit in HDTV verbreitet werden.
Quellen: Meldung von Digital Fernsehen vom 14.9.2008 / Eigene Recherche.
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13.9.2008 • Bayern: Veranstaltungen zu November-Starts
Bayern Anlässlich des Starts von DVB-T am 25. November in den letzten noch unversorgten Gebieten Bayerns kündigt das Projektbüro vier Veranstaltungen an: In Zusammenarbeit mit den Elektroinnungen wird nach Coburg (25.9.), Ochsenkopf (26.9.), Hof (7.10.) und Weiden (7.10.) eingeladen. Eine Teilnahme ist nach Anmeldung beim Projektbüro möglich, dass dann über Ort und Zeit der Veranstaltungen informiert.
Quellen: Info bei DVB-T Bayern vom 3.9.2008.
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13.9.2008 • Irak: DVB-H in den Startlöchern
Irak Während in Deutschland die Lebensfähigkeit von Plattformbetreiber Mobile 3.0 gefährdet scheint, steht mit dem Irak ein weiteres Land im Nahen Osten in der Spur fürs Handy-Fernsehen. Durch eine Info des Codierspezialisten Kudelski wurde bekannt, dass der TV-Veranstalter AlsumariaTV vor dem Start steht. Das Mobision genannte Angebot soll bis zu 20 Tv-Programme umfassen, Für die Decodierung bekommt der Kunde eine MicroSD Karte mit dem System Nagravision von Kudelski, auf der DVB-H Sendungen aufgezeichnet werden können.
Quelle: Presseinfo von Kudelski vom 12.9.2008.
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12.9.2008 • Österreich: Umstieg geht am 16. September weiter
Österreich DVB-T Logo Österreich In elf Regionen Österreichs in den Bundesländern Kärnten, Oberösterreichs und Voralbergs wird am 16. September der Umstieg auf DVB-T mit der Abschaltung der analogen Sendeanlagen beendet. In weiteren Regionen der Steiermark wird das digitale Signal, zunächst noch parallel zum analogen, aufgeschaltet.
Sender Region Aufschaltung Analog-Absch.
 Kärnten
Liebenfels Liebenfels, Glanegg 6.6.2008 16.9.2008
 Oberösterreich
Ried/Innkreis Ried/Innkreis 28.5.2008 16.9.2008
 Steiermark
Gsollerkogel Gratkorn 16.9.2008 7.10.2008
Pöllau Pöllautal 16.9.2008 7.10.2008
Grafendorf Grafendorf 16.9.2008 7.10.2008
Kainach Kainach 16.9.2008 7.10.2008
 Vorarlberg
Baumgarten Bezau, Bregenzer Wald 26.8.2008 16.9.2008
Gasünd Bludenz und Umgebung 26.8.2008 16.9.2008
Golm Schruns, Silbertal 26.8.2008 16.9.2008
Dalaas Dalaas (harte Umschaltung 16.9.2008 16.9.2008
Gaschum Gaschum (harte Umschaltung 16.9.2008 16.9.2008
Lech Lech (harte Umschaltung 16.9.2008 16.9.2008
Kreuzbühel Raggal, großes Walsertal (harte Umschaltung 16.9.2008 16.9.2008
Hohenweiler Hohenweiler (Empfang von Pfänder) 16.9.2008
Sibratsgfäll Sibratsgfäll (Empfang von Pfänder) 16.9.2008
Silbertal Silbertal (Empfang von Golm/Schruns) 16.9.2008
Fontanella Fontanella (Empfang von Kreuzbühel/Raggal) 16.9.2008
Quelle: Infos von DVB-T Österreich / dvb-t.at.
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12.9.2008 • RBB: Weiter Hilfe der ARD gefordert
Rundfunk Berlin Brandenburg Nachdem sich seit 2005 die Gebührenbefreiungen erhöht haben, sinken beim RBB die Einnahmen aus den Gebühren. Sie lagen 2007 bei rund 342,2 Mio. Euro - 2,1 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Für 2007 meldet der Sender zwar einen Ertrag von 408,8 Mio. Euro und einen Gewinn von 8,9 Mio. Euro (1,5 Mio. Euro unter Vorjahr) erwirtschaften. Der Rundfunkrat blickte jedoch bei den Beratungen über den Jahresabschluss 2007 beorgt Voraus. Wie schon gemeldet wird für die kommende Gebührenperiode ein weiterer Rückgang der Einnahmen erwartet - von 2009 bis 2012 von insgesamt 54 Mio. Euro. Daher soll nicht nur der Sparkurs fortgesetzt werden, dem zum Jahresende die Radiowelle Multikulti und das TV-Programm Polylux zum Opfer fallen. Es „zeichnet sich ab, dass der rbb seine wirtschaftlichen und strukturellen Schwierigkeiten nicht ohne die Hilfe der wirtschaftlich stärkeren ARD–Häuser überwinden kann“, so der Rundfunkrat. Die GEZ bestätigte den überdurchschnittlichen Rückgang der RBB-Einnahmen um 14,5 Prozent aufgrund der demografischen und sozialen Entwicklung.
Quellen: Presseinfo des RBB vom 11.9.2008.
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11.9.2008 • ARD/ZDF: Rundfunkstaatsvertrag ist „schwammig“
ARD/ZDF Die mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag beabsichtigten Einschnitte der Online-Nutzung von TV- und journalistischen Inhalten stößt bei ARD/ZDF weiter auf Kritik: Der dort benutzte Begriff „elektronische Presse“ sei „schwammig“ und biete damit Konfliktpotenzial, so ARD-Vorsitzender Raff. Er gehe davon aus, dass die bisherigen Webangebote nicht eingeschränkt werden. Kritik übte er wiederum an der Regelung, nach der der Videoabruf über die Mediatheken sieben Tage nach TV-Sendung beendet werden muss.
Dabei geht es nicht einfach nur darum, dass sich Zuschauer z.B. zu aktuellen Nachrichten aus dem Archiv Hintergrundinformationen holen könnten - die im Übrigen durch die Rundfunkgebühr ja schon bezahlt sind. Auch die Frage, dass Privatsender und Printverlage sich als Nachrichten- und Informationsmedien die lästige Konkurrenz über gesetzliche Regulierung vom Halse schaffen wollen, tritt in den Hintergrund. Alle aktuellen Studien zur Mediennutzung gehen davon aus, dass Jugendliche weniger fernsehen und stattdessen im Internet recherchieren. Der TV-Konsum lag im 1. Halbjahr 2008 im Schnitt fast unverändert bei 185 Minuten. Aber die 14- bis 19jährigen verbringen 120 Minuten im Netz, nur 100 Minuten am Fernseher. 92 Prozent der Altersgruppe rufen Videos ab und schauen TV live oder zeitversetzt Online. Wird ARD und ZDF die Möglichkeit genommen, dieses Publikum angemessen über das Web zu bedienen, gehen ihnen die künftigen Zuschauer und Hörer an die Privaten verloren.
Auf den medienpolitischen Veranstaltungen während der Funkausstellung hatten sich Spitzenleute von ARD/ZDF nachdrücklich für Spielräume im Netz eingesetzt. Nun hat BaWü-MP Oettinger (CDU) zusätzlich noch ein komplettes Werbeverbot „so schnell wie möglich“ gefordert. Den Preis für die hintergründig erwarteten Mehreinnahmen der Privaten und Verlage sollen die Zuschauer zahlen: „Die Einnahmeausfälle der Sender könnten nur durch eine Gebührenanhebung gedeckt werden“, so Oettinger am Montag im Spiegel.
Die Novelle des Staatsvertrages wird auf der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten der Bundesländer vom 22. bis 24. Oktober abschließend behandelt und geht dann in die 16 Landesparlamente.
Quellen: Meldung von Sat und Kabel vom 10.9.2008 / Presseinfo von Media Perspektiven vom 1.8.2008.
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10.9.2008 • Landesmedienanstalten: ZAK konstituiert / Mobile 3.0 im Visier
DLM Eines der ersten Themen der neuen Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) war das Handy-Fernsehen mit DVB-H. Der Plattformbetreiber Mobile 3.0 war vor Monatsfrist aufgefordert worden, sich zu Stand und Fortgang des Dienstes zu äußern. „Bisher haben wir keine zufriedenstellende Erklärungen des Betreiberkonsortiums Mobile 3.0 bekommen. Noch in diesem Herbst sollte hier im Interesse aller Beteiligten Klarheit geschaffen werden“, erklärte dazu Thomas Langheinrich (LfK), der zuvor zum Vorsitzenden der ZAK gewählt worden war. Beauftragter für Programm und Werbung wurde Norbert Schneider (LfM), für Plattformregulierung und Digitalen Zugang ist Hans Hege (MABB) zuständig.
Quelle: Presseinfo der Landesmedienanstalten vom 10.9.2008.
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5.9.2008 • AGF: Kleiner Digitalsprung
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach dem eher verhaltenen Anstieg der TV-Digitalhaushalte seit Jahresbeginn meldet die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung für den August einen kleinen Sprung: Die Zahl der Digitalhaushalte stieg gegenüber dem Vormonat um 370.000 auf 11,56 Mio. Das entspricht 33 (Vormonat 32) Prozent der deutschen Fernsehhaushalte.
Beim Beginn der Antennendigitalisierung Ende 2002 nutzten nur 7,4 Prozent (2,53 Mio.) Haushalte den Digitalempfang.
Quelle: Website der AGF.
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3.9.2008 • IFA: Mehr Umsatz, weniger Besucher
IFA-Logo 2007 Die Aussteller der Internationalen Funkausstellung freuen sich über die Bestellungen des Handels, die um zehn Prozent auf ein Rekordhoch von mehr als 3 Mrd. Euro gestiegen sind. Hingegen ging die Zahl der „normalen“ Messebesucher von 235.000 auf 220.000 zurück. Das teilten die Messeveranstalter mit.
Damit ist der 10-Prozentanstieg der Orders vom vergangenen Jahr wiederholt worden. Nicht mitgeteilt wurde aber, wie die besagten 3 Mrd. Euro sich auf die bisher gezählte „braune“ und die erstmals gezeigte „weisse“ Ware aufteilen und was vom Zugewinn auf die Unterhaltungselektronik entfällt.
Die IFA findet 2009 vom 4. bis 11. September statt.
Quelle: Abschluß-Presseinfo der Messegesellschaft vom 3.9.2008.
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3.9.2008 • DVB-T: Sisvel vermarktet die Patente
Überallfernseh-Logo Die italienische Firma Sisvel hat die Vermarktung der Patente für DVB-T vom MPEG-LA-Konsortium übernommen. Sie wird damit künftig Lizenzgelder eintreiben, die bei der Nutzung von Erfindungen der Unternehmen France Telecom, Panasonic und JVC fällig werden. Die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen sollen sich nicht ändern. Sisvel wurde durch sein aggressives Vorgehen gegen Verletzungen von MP3- und MPEG-Patenten bekannt. Auf verschiedenen Messen waren Razzien durchgeführt worden. Zuletzt hatten während der IFA 220 Beamte von Kripo, Zoll und Bundespolizei an 69 Ständen fünf LKW-ladungen Geräte sicher gestellt.
Quelle: Presseinfo von Sisvel (pdf, englisch) vom 29.8.2008.
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2.9.2008 • Digitale Dividende: Wittstock bekommt Testnetz
IFA-Logo 2007 Am 1. Dezember soll das für Wittstock geplante Projekt für einen breitbandigen Internet-Zugang über Rundfunk-Frequenzen im Raum Wittstock starten. Es wird zunächst 60, später 100 Teilnehmer haben. Die MABB arbeitet mit dem Netzbetreiber T-Mobile zusammen. Gefunkt wird auf dem für das Fernsehen nicht genutzten UHF-Kanal 55. Erprobt werden soll eine angepasste Variante des aus den USA stammenden Übertragungsverfahrens IP Wireless. Mittels „Time Division Diversity“ werden die abgeforderten Internet-Daten in Zeitschlitzen auf Teilfrequenzen verteilt und zu den verschiedenen Nutzern transportiert.
Als es während der Medienwoche um die Nutzung der „Digitalen Dividende“ ging, gab es Kritik zum Projekt: Die „Verträglichkeit“ mit der Fernseh-Übertragung könne im Testgebiet nicht ausreichend überprüft werden, so RBB-Produktionsdirektor Nawid Goudarzi. Der RBB wolle sich solchen Projekten aber nicht in den Weg stellen. Man dürfe die Menschen in den „white spaces“ der DSL-Versorgung nicht vom breitbandigen Internet-Zugang (und damit auch nicht von den Webseiten von ARD und ZDF) ausschließen. Es gebe aber auch Alternativen (Wimax, Satellit, Mobilfunk) für diese Versorgung.
Quelle: Eigene Recherche.
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2.9.2008 • Halle/Leipzig: RTL kommt in weitere DVB-T Regionen
SachsenSachsen-Anhalt Auf der Berliner Medienwoche, dem die IFA begleitenden Fachkongress, wurden die Pläne von RTL für den Einstieg in weiteren DVB-T Regionen bestätigt. Der bei RTL für Medienpolitik zuständige Tobias Schmid erklärte, das Unternehmen habe das „angekündigt und wird das auch machen“. Er nannte konkret die Regionen Halle/Leipzig (wozu es kürzlich eine Meldung gab), Ostwestfalen und Stuttgart. DVB-T werde wegen der TV-Handys „kommerziell interessanter“. Schmid ergänzte, dass mit DVB-T2 und MPEG-4-Codierung auch andere Regionen (wegen der effizienteren Kapazitätsnutzung mit mehr Programmen, Red.) interessant werden können.
Das Thema „RTL via DVB-T in der Fläche“ wird seit zwei Jahren immer wieder ins Spiel gebracht - bislang aber ohne erkennbar zielführende Aktivitäten. Auf der Linie bleibend, nannte Schmid keine Einzelheiten oder Termin.
Quelle: Eigene Recherche.
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2.9.2008 • Landesmedienanstalten: „Digitalisierungsbericht 2008“ vorgelegt
DLM Digitalisierungsbericht 2008 Die Digitalisierung der TV-Verbreitung in Deutschland ist ins Stocken geraten. Während die Antenne (DVB-T) den Umstiegsprozess in diesem Jahr abschließen wird, erreichte der Digitalanteil etwa zwei Drittel beim Satellitenempfang. Hoffnungslos hinkt das Kabel weiter hinterher und erreicht nur 21 Prozent seiner Kunden mit digitaler Technik. Gleich wohl ist das Kabel mit 52,5 Prozent stärkster Übertragungsweg, gefolgt vom Sat-Empfang (42 Prozent) und der Antenne 11,1 Prozent). Das geht aus dem heute veröffentlichten „Digitalisierungsbericht 2008“ der Landesmedienanstalten hervor.
Mit Blick auf DVB-T ist im Zahlenwerk auffällig (aber auch erwartet), dass dort, wo die Privaten vertreten sind, der Marktanteil der Antenne von 5 Prozent vor der Digitalisierung bis heute zum Teil erheblich gestiegen ist: Er liegt in Berlin bei 18 Prozent, in Schleswig-Holstein/Hamburg und NRW bei 16,5 Prozent. Das Schlußlicht bilden hingegen Mecklenburg-Vorpommern mit nur acht öffentlich-rechtlichen TV-Programmen und einem Antennenanteil von nur 3,2 Prozent sowie Sachsen-Anhalt mit 2,6 Prozent.
Quelle: Presseinfo der Landesmedienanstalten vom 2.9.2008 / Download des Berichts (pdf).
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1.9.2008 • Landesmedienanstalten: ZAK übernimmt
DLM Heute hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) die Arbeit aufgenommen. Sie übernimmt Aufgaben von der bisherigen Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang (GSDZ). Einer der Arbeitsschwerpunkte ist die Zulassung und Aufsicht bundesweiter Rundfunkveranstaltungen und Contentplattformen. Für das Handy-Fernsehen mussten bisher alle Landesmedienanstalten gesondert entscheiden. Um die Sicherung der Meinungsvielfalt bundesweiter TV-Programme soll sich weiter die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) kümmern. Der Kreis der bisher sechs Fachleute wird um sechs Direktoren der Landesmedienanstalten erweitert. Rechtsgrundlage der Änderungen ist der am 1. September 2008 in Kraft getretene 10. Rundfunkänderungsstaatsvertrag. In dem Gremium sind die Direktoren aller Landesmedienanstalten vertreten.
Quelle: Presseinfo der Landesmedienanstalten vom 29.8.2008 / Gesetzestext (pdf).



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