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Nachrichten-Archiv: Juni 2008

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28.6.2008 • GEZ: Immer mehr Befreiungen bringen Millionenlöcher
GEZ Gegenüber der Agentur EPD hat GEZ-Geschäftsführer Hans Buchholz die Angaben des RBB über den Ausfall von 14,5 Prozent der Rundfunkgebühren aufgrund von Befreiungen aus sozialen Gründen bestätigt. Auch beim MDR sind mit 11,7 Prozent überdurchschnichttlich (8,9 Prozent) viele Haushalte befreit.
Buchholz beklagt „Wellen der Verweigerung und Abmeldung“. Daher seien die Einnahmen an Rundfunkgebühren 2007 (7,3 Mrd. Euro) erstmals rückläufig gewesen. Er erwartet bis 2012 einen weiteren Rückgang der gebührenpflichtigen Haushalte, sowohl wegen der demografischen als auch der sozialen Entwicklung. Dafür sieht er einen Schwerpunkt beim MDR und RBB und dem geringsten Teil des NDR-Sendegebietes.
Aufgrund der Gebührenbefreiungen entgingen laut Buchholz dem MDR 2007 etwa 72,3 Mio. Gebühreneuro, beim RBB waren es 54,6 Mio. Euro. Um das trotz Gebührenerhöhung für 2009 bis 2012 erwartete Defizit von 54 Mio Euro zu mildern, will der RBB die TV-Sendung Polylux und von Radio Multikulti zum Jahresende einstellen. Der RBB bemühte sich bisher vergeblich um die Hilfe der „großen“ Schwesteranstalten.
Quellen: EPD-Meldung in Die Welt vom 28.6.2008.
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27.6.2008 • Terrestrik: FAN-TV auch am Norisring? (2)
Überallfernseh-Logo DVB-T Prognose Norisring 2008. Grafik: Mugler AG Nach dem Nürburing wird es auch am kommenden DTM-Wochende am Nürnberger Norisring ein Fan-TV via DVB-T geben. Das bestätigte Sendetechnik-Dienstleister Mugler AG in einer Pressemitteilung. Direkt an der Strecke wird ein 30 Watt-Sender für den Kanal 27 errichtet. Der mit der TV-Produktion beauftragte Dienstleister WiGe Media liefert vier Kanäle mit TV-Bildern und Zusatzinformationen zu, die in unmittelbarer Streckennähe mit portablen Geräten empfangen werden können.
Den Test am Nürburgring wertete ADAC-Organisationsleiter Peter Geishecker als Erfolg. Die Programme konnten an der Rennstrecke „und noch in einiger Entfernung in sehr guter Qualität empfangen werden. Wenn sich die neue Technik für Event-TV via DVB-T im Dauertest bei einer Großveranstaltung wie dem 24h-Rennen bewährt hat, kann sie wirklich überall eingesetzt werden“.
Quellen: Pressinfos der DTM und der Mugler AG vom 27.6.2008.
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27.6.2008 • England: BBC testet HDTV mit DVB-T2
England Im Südwesten Londons (Sender Guildford) hat ein Praxistest der BBC mit der terrestrischen Übertragung von HDTV-Sendungen des Programms BBC HD begonnen. Es handele sich um den ersten Einsatz nach Fertigstellung der DVB-T2 Spezifikation, die zur Zeit der ETSI zur Standardisierung (EN 302 755) vorliegt. Der Test steht im Vorfeld der von der Medienbehörde Ofcom ab Ende 2009 beabsichtigten Einführung von DVB-T2 auf der DVB-T-Plattform Freeview.
Quelle: Presseinfo der BBC vom 27.6.2008.
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25.6.2008 • Digitalradio: LMAs leiten Bedarfsanmeldung ein
DLM Die Direktoren der Landesmedienanstalten wollen Frequenzen für digitalen Hörfunk im Band III (VHF). Im Ergebnis des „Call for Interest“ wollen die LMAs die Bundesländer um Prüfung einer Bedarfsanmeldung bei der Bundesnetzagentur bitten.
Klärungsbedarf bestehe für die Betreiberschaft des Sendenetzes, wofür sich bisher kein Unternehmen bereit erklärt hat. Auch die Forderung der Radioanbieter, „dass sie nicht die Kosten für die digitale Verbreitung ihrer Programme tragen müssen“ sei neben dem Interesse für bundesweites Digitalradio eines der wichtigsten Ergebnisse der Call-Aktion. Jetzt liege es an der Marktplayern, ihre Absichten „zu konkretisieren und ein überzeugendes Geschäftsmodell zu entwickeln“. Ergebnisse des Calls sollen „zeitnah“ veröffentlicht werden.
„Ein Neustart des digitalen Radios ausschließlich mit bundesweiten Angeboten und ohne zusätzliche landesweite öffentlich-rechtliche Programme (erscheint) nicht erfolgsversprechend.“ Daher soll der Bedarf an Kapazitäten auf Länderebene ebenfalls geprüft und koordiniert werden.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 25.6.2008.
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24.6.2008 • Mitteldeutschland: Fünf neue Sender startbereit
ThüringenSachsen-Anhalt Die Sendeanlagen Inselsberg, Sonneberg, Saalfeld/Kulm und Jena/Kernberge für Thüringen und Dequede für die Altmark, über die ab 1. Juli digital 12 öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt werden, sind betriebsbereit. Mit Sendebeginn werden rund 8,9 Mio. Einwohner der drei mitteldeutschen Bundesländern mit DVB-T versorgt. Der Ausbau ist damit abgeschlossen. Der offizielle Startschuß zum Ende der Analogübertragung im MDR-Einzugsbereich fällt am Vormittag des 1. Juli in Jena.
Die Hotline (01805 - 107909, 14 Ct. pro Minute aus dem Festnetz) arbeitet auch an den Wochenenden 28./29. Juni und 5./6. Juli von 12 bis 20 Uhr. Der Antennenbedarf kann wie üblich unter „Empfangsprognose“ auf den Projektseiten abgefragt werden.
Im Thüringer MDR-Bouquet wird der WDR durch das Programm des Bayerischen Rundfunks ersetzt. Nach Angaben des Projektbüros ist daher ein Sendersuchlauf notwendig.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros Mitteldeutschland vom 24.6.2008.
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24.6.2008 • LMK: Veranstaltungs-TV mit DVB-T rund um die Nürburg
LMK Die rheinland-pfälzische Landesmedienanstalt LMK hat ein Veranstaltungsfernsehen für 10 Termine am Nürburgring genehmigt. Der Betreiber Westerwald-Wied GmbH erhielt für neun kommende Rennveranstaltungen sowie Rock am Ring (rückwirkend) eine Lizenz. Gesendet wird in der unmittelbaren Umgebung mit DVB-T auf dem „kleinräumig“ einsetzbaren Kanal 35.
Im Mai war beim 24 Stundenrennen des ADAC erstmals Lowpower-Technik nach Leipziger Vorbild für ein Fan-TV mit DVB-T genutzt worden, das am kommenden Wochenende auch am Norisring
Quelle: Presseinfo der LMK vom 23.6.2008.
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21.6.2008 • EU: Kampfansage gegen Stromfresser
EUROPA Die Kampfansage der EU gegen Stromfresser betrifft nicht nur, wie schon bekannt, Glühbirnen. Auch StandBy-Schaltungen soll es an den Kragen gehen: Einer Untersuchung zufolge hat der StandBy-Betrieb von Unterhaltungselektronik, Computern usw. 2004 in Deutschland 18 Mrd. Kilowattstunden verschlungen; das entspreche der Abgabeleistung zweier Atomkraftwerke. In Europa, so EU-Energiekommissar Andris Piebalgs, könnte mit verbindlichen Regelungen Strom in Größenordnung des Gesamtverbrauchs Ungarns gespart werden. Beschlüsse seien ab 2009 aus Brüssel zu erwarten.
Quelle: Meldung in Die Welt vom 21.6.2008.
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20.6.2008 • Saarland: Bibel-TV kommt durch die Luft
Saarland Der Medienrat der saarländischen Landesmedienanstalt hat den christlichen Sender Bibel-TV für DVB-T als Vollprogramm lizensiert und ihm den freien Programmplatz auf dem Kanal 49 zugeteilt. Damit werden, nach (noch nicht bekanntem) Verbreitungsbeginn, 16 TV-Sender per Antenne im Saarland zu empfangen sein.
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 20.6.2008.
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20.6.2008 • DVB-H: ARD und ZDF verzichten auf Zusatzprogramm
DVB-H Logo Überraschend haben ARD und ZDF die Rundfunkkommission der Bundesländer gebeten, „von der geplanten Beauftragung mit einem gemeinsam veranstalteten Programm für den mobilen Empfang abzusehen“. Die Verbreitung der beiden Hauptprogramme über Mobile 3.0 sei nicht betroffen.
Der Wegfall des speziellen öffentlich-rechtlichen Mobilkanals kann als weiterer Rückschlag des DVB-H Betreibers Mobile 3.0 gewertet werden. Damit wollen die Anstalten zeigen, dass sie „nicht auf Gedeih und Verderb ständig neue Programme veranstalten wollten“. Das im Entwurf zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag vorgesehene gemeinsame Handy-TV-Programm „einschließlich regionaler Elemente“ bedeute einen hohen Aufwand und sei mit „erheblichen finanziellen Folgen“ belastet.
Die Anstalten hatten ursprünglich je einen eigenen zusätzlichen Kanal für Mobile 3.0 vorgeschlagen, der mit vorhandenen geeigneten Inhalten gespeist werden sollte. Dies wäre in „in einem überschaubaren finanziellen Rahmen“ machbar gewesen und hätte „die Attraktivität der Plattform Mobile 3.0 gesteigert“.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 20.6.2008.
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20.6.2008 • DVB-H: Mobile 3.0 könnte scheitern
DVB-H Logo In Deutschland, einem der Pionierländer des Handy-Fernsehens, gab es Pilotprojekte mit DVB-H Sendetechnik bereits seit 2003. Nun könnte die Überführung des DVB-H Testdienstes von Mobile 3.0 scheitern. Diesen Schluß lässt ein Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zu. Immer noch fehlten vier Sendelizenzen für die Bundesländer Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das, obwohl die zuständigen Landesmedienanstalten den Beginn des Regelbetriebes zu Beginn der Fußball-EM gefordert hatten. Laut FTD sehen Brancheninsider die Chance, den seit Anfang Juni laufenden Testbetrieb bis zum Frühjahr 2009 in den Regelbetrieb zu überführen, jetzt bei „unter 50 Prozent“. Zudem werden die neuen DVB-T Handys - zumindest in den Ballungsgebieten mit Privatprogrammen per Antenne - als ernstzunehmende Konkurrenz für den kostenpflichtigen DVB-H Dienst bewertet. Nach wie vor sei das von Mobile 3.0 angestrebte Geschäftsmodell unklar. Gespräche über Vertriebspartnerschaften mit den Mobilfunkfirmen (die inzwischen DVB-T Handys vertreiben) habe es nicht gegeben. Das Programmangebot sei immer noch nicht komplett und die von den Landesmedienanstalten geforderten speziellen Mobil-Dienste nicht in Sicht.
Laut Digital Fernsehen fordern die Landesmedienanstalten, dass der Regelbetrieb im Herbst beginnt. Indirekt drohte ein Sprecher der baden-württembergischen Landesmedienanstalt LfK mit Lizenzentzug: „Die Fortführung des laufenden DVB-H-Versuchsprojekts ist unter diesen Umständen nicht sinnvoll.“
FTD erinnert daran, dass das britische BT Movio nach einem Jahr eingestellt wurde (Movio war allerdings ein befristetes Pilotprojekt) und für das Angebot des italienischen Mobilfunkers 3 in 18 Monaten „nur“ eine halbe Million Kunden gewonnen werden konnten. Auch in Deutschland seien die Marktaussichten nicht rosig: Die Analysten von Accenture rechneten damit, dass nur 17 Prozent der Mobilfunkkunden Handy-TV nutzen würden, dem damit allenfalls ein Nischendasein beschieden sei.
Quellen: Berichte von FTD und DF vom 20.6.2008 / Hintergrund: DVB-H Projekte in Deutschland.
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20.6.2008 • RBB: Reim fordert Umverteilung der Gebühren (4)
Rundfunk Berlin Brandenburg Mit einem Rechtsgutachten will der RBB nun die ARD-interne Gebührenverteilung neu aufrollen. „Verfassungsrechtlich muss danach jede Landesrundfunkanstalt den Anteil am Gesamtgebührenaufkommen erhalten, der ihrem von der KEF geprüften und anerkannten Finanzbedarf entspricht. Dies ist bislang nicht der Fall“, so der Gutachter. Damit sei der RBB als kleinere Landesrundfunkanstalt strukturell unterfinanziert. Das RBB-Gutachten soll nun der KEF vorgelegt werden, die bereits von den Bundesländern mit Vorschlägen für eine neue Regelung beauftragt wurde.
Der SWR-Rundfunkrat verwahrte sich indessen dagegen, den bestehenden Kompromiß zur Gebührenverteilung aufzukündigen. Zusätzliche Zahlungen an kleine Sender würden „weitere Mittel in beträchtlicher Höhe“ von dessen Programmen abziehen. Der Rundfunkrat rüffelte mit Anspielung auf den RBB: Es sei seien Gebührenzahlern „nicht zuzumuten, auf programmliche Leistungen ihres Senders zu verzichten, weil ihre Gebührengelder zur Ausgleichsfinanzierung von Sendern verwendet werden, die möglicherweise noch nicht alle Wirtschaftlichkeitseffekte ausgeschöpft haben“. Zugleich rühmte sich der Rundfunkrat der eigenen Sparanstrengungen. 2007 wurde ein Gewinn von 79 Mio. Euro erwirtschaftet, die wirtschaftliche Situation bleibe aber weiter angespannt.
Der RBB erwartet hingegen für 2009 bis 2012 einen Fehlbetrag von 54 Mio. Euro. Um gegenzulenken sollen das TV-Magazin Polylux und die Radiowelle Multikulti zum Jahresende eingestellt werden.
Quellen: Presseinfos: RBB vom 19.6.2008 / SWR vom 20.6.2008.
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19.6.2008 • Schweiz: Demnächst fünf Programme pro Multiplex
Schweiz Die schweizerische Medienbehörde BAKOM hat der öffentlich-rechtlichen SRG die Verbreitung eines fünften Programms via DVB-T genehmigt. „Dank besserer Technologie“ und vorheriger „positiver Erfahrungen“ im Kanton Graubünden könne künftig neben SF1, SF2, TSR1 und TSI1 auch SF info per Digitalantenne verbreitet werden. Ein Termin für den Sendestart ist noch nicht bekannt.
Quelle: Presseinfo von BAKOM vom 18.6.2008.
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19.6.2008 • Terrestrik: Kampf um „digitale Dividende“ geht weiter (2)
DLM Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) will mit einer Aktionsgruppe „Rundfunk und Digitale Dividende“ die diskutierte Umwidmung von UHF-Frequenzen zugunsten der Internet-Versorgung im ländlichen Raum „ausloten“ und den Frequenzbedarf dafür sichern. Es deute „bei den privaten Veranstaltern wenig darauf hin, dass sie ihre DVB-T Aktivitäten über die Ballungsräume hinaus ausweiten wollen“. Diese Kapazitäten (speziell die Kanäle 61 und 69) könnten die Länder nun für mobile Breitbanddienste und verbunden mit einem „öffentlichen Auftrag“ verwenden. Es müsse verhindert werden, dass nur die Ballungsgebiete von der digitalen Dividende profitieren, so der DLM-Vorsitzende Thomas Langheinrich. Vorher sei zu klären, ob solche Dienste Störungen der Rundfunkversorgung mit sich brächten.
Vertreter einiger Landesmedienanstalten, darunter auch Langheinrich, hatten in den letzten beiden Jahren desöfteren auf ein angebliches Interesse der RTL-Gruppe für den Einstieg in weiteren DVB-T Regionen verwiesen. Dabei wurden zumeist Stuttgart, Leipzig/Halle und Bielefeld/Ostwestfalen als Interessenssphären genannt. Mehr als laue Stellungnahmen von RTL hatte es jedoch nie gegeben. Im Gegensatz dazu beschloß die MABB im Januar ein Pilotprojekt „Breitband-Internet über Rundfunkfrequenzen“.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 18.6.2008.
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19.6.2008 • Terrestrik: FAN-TV auch am Norisring?
Überallfernseh-Logo Für das DTM-Rennen auf dem Nürnberger Norisring am 29. Juni ist wiederum ein Fan-TV via DVB-T im Gespräch, meldet Infosat unter Berufung auf „beteiligte Kreise“. Wie beim 24 Stundenrennen auf dem Nürburgring im Mai soll nicht nur die PublicViewing-Schirme, sondern auch DVB-T Geräte der Zuschauer längs des Rundkurses mit digitalen Bildern und Zusatzinformationen versorgt werden. Für das TV-Signal zeichnet wiederum die WiGE-Media AG verantwortlich; den DVB-T Part rund um die Nürburg hatte die Oberlungwitzer Mugler AG beigetragen, deren Sendetechnik auch beim Leipziger Lokal-TV-Projekt eingesetzt wird.
Quelle: Meldung von Infosat vom 18.6.2008.
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17.6.2008 • LMAs: „Antenne wieder eine feste Größe“
DLM „Die Terrestrik ist mit dem Umstieg auf DVB-T wieder eine feste Größe geworden“, bilanzieren die Landesmedienanstalten in ihrem Jahrbuch 2007 den Stand der TV-Digitialisierung. Der Marktanteil der Antenne lag Ende 2007 bei immerhin 11,5 Prozent; Der Anteil liege in Regionen mit Privatprogrammen bei bis zu 20 Prozent. Entgegen bisheriger Annahmen werde die Antenne dort nicht überwiegend mit dem Zweit- sondern mit dem Erstgerät genutzt. Zum Beginn der DVB-T Einführung 2002 hatte die Statistik fünf Prozent für die Antenne gemeldet; dieser Anteil wird in den nur von mit öffentlich-rechtlichen Programmen versorgten Regionen immerhin gehalten. Es sei aber fraglich, „ob hier Aufand und Nutzen noch in einem angemessenen Verhältnis stehen“. Mit Blick auf DVB-T2 und die Erwartung der Privaten, Programme ggfs. auch per DVB-T verschlüsselt auszustrahlen, heißt es: Das Argument der Investitionssicherheit der Zuschauer dürfe „nicht dauerhaft eine Fortentwicklung der Übertragungssysteme blockieren“. Gleichwohl sei DVB-T2 derzeit nicht in Sicht.
Quelle: ALM-Jahrbuch 2007 (pdf), Online-Version.
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17.6.2008 • Mobilfunk: Kombichip für Mobilfunk-Daten und DVB-T
Huawei E510 Daten/DVB-T-Modul Die Chipschmiede Dibcom stattet Geräte des chinesischen Herstellers Huawei mit Chips seiner Serie DIB9080-H aus, die neben den Mobilfunk-Datenverfahren HSPA und UMTS auch den TV-Empfang mit DVB-T sowie DVB-H ermöglichen. Mobilkom Austria führt das Huawei Daten- und TV-Modem E510 mit diesem Chipsatz bereits im Katalog. Für August avisiert O2 ein Gerät mit identischen Werten als O2 Surf & TV Stick für den deutschen Markt.
Quelle: Presseinfo von Dibcom (pdf) vom 17.7.2008.
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17.6.2008 • Digitalradio: Universalchip für Empfänger
DAB-Logo Der britische Chipentwickler Frontier Silicon kündigt ein universelles Empfangsmodul für den digitalen Hörfunk an. Es soll mit allen in Europa und darüber hinaus bestehenden Standards kompatibel sein, die Band III und das L-Band nutzen. Unterstützt werden DAB, DAB+ und DMB-Audio sowie FM-RDS. Die Produktreihe seiner Venice 5.1-Serie vereint auf 52 mal 40 Millimetern Fläche alle für Empfang und Signalverarbeitung erforderlichen Komponenten und Schnittstellen; nur Stromversorgung, Display, Tastatur, Audioverstärker und Lautpsrecher müssten interessierte Endgerätehersteller ergänzen. Sie erhalten erste Muster im 3. Quartal, die Serienproduktion soll gegen Jahresende anlaufen.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon vom 16.6.2008.
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14.6.2008 • MHP: Kostenlose Lizensierung für Free-TV Programme
MHP-Logo MHP: ARD Portal - Nachrichten. Foto: ARD Die Mitglieder des Patentpools der Multimedia Home Platform (MHP) stellen ihre Patente jetzt für Free-to-Air Programmveranstalter jetzt kostenlos zur Verfügung. Dies geht aus einem Schreiben der Lizenzverwaltung an das Genfer DVB-Projekt hervor.
MHP, vom DVB-Projekt als Add-On für interaktive Anwendungen mit dem Digitalfernsehen entwickelt, konnte sich kaum durchsetzen. In Deutschland stiegen die Privatsender schon vor einiger Zeit aus der Anwendungsentwicklung aus, das ZDF stellte die DVB-T Übertragung seines Digitextes im August 2007 ein. Lediglich die ARD bietet in einigen DVB-T Regionen MHP-Dienste an. Die Anzahl der verkauften DVB-T/MHP-Geräte wird von Insidern als „homöopathisch“ bezeichnet. Größere Verbreitung hat die MHP in Verbindung mit DVB-T vor allem in Italien und Österreich, wo entsprechende Geräte bezuschußt wurden.
Quelle: Info des DVB-Projekts vom 13.6.2008.
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14.6.2008 • Rundfunkstaatsvertrag: ARD/ZDF ohne Werbung?
Recht, Gesetze In der Debatte um die Reglementierung der Online-Aktivitäten von ARD und ZDF im neuen Rundfunkstaatsvertrag hat sich nun auch Mathias Döpfner, Vorstandschef des Pressekonzerns Springer, zu Wort gemeldet. Sein Statement: Wenn die Öffentlich-rechtlichen auf jegliche Werbund, Sponsoring und E-Commerce verzichten - sich also nur aus den Gebühren finanzieren - bekommen sie volle inhaltliche Freiheit im Web. Döpfner griff eine alte, gegenwärtig wohl aus taktischen Gründen nicht herausgestellte, Forderung des Privatfunkverbandes VPRT auf.
ARD-Vorsitzender Fritz Raff wiederholte dazu Bekanntes: Ohne Werbung und Sponsoring müsste die Rundfunkgebühr um unzumutbare 1,42 Euro monatlich steigen. Hinsichtlich der Auslegung von Begriffen des Vertrages wie „elektronische Presse“ rechnet Raff mit Gerichtsprozessen: „Ich warte darauf, dass ein Gericht anordnet, dass wir die erste Information aus dem Netz nehmen.“
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 14.6.2008.
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14.6.2008 • Mobilfunk: Der „Knochen“ - erstes Handy vor 25 Jahren
Erfinder Martin Cooper mit dem ersten Handy. Foto: Rico Shen/Wikipedia - GNU-Lizenz Mit dem ersten mobilen Handtelefon konnte man einfach nur telefonieren - und zwar „nur“ analog. Vor 25 Jahren, am 13. Juni 1983, läutete das DynaTac 8000x (Kürzel: DYNamicAdaptive Total Area Coverage) von Motorola in den USA den Beginn einer neuen Telefon-Ära ein. Es wurde wegen seines Designs „Knochen“ oder „Schuh“ genannt. Für damalige Verhältnisse war es mit 800 Gramm revolutionär leicht. Die Sprechzeit wird mit einer einer halben bis zu einer Stunde angegeben. Binnen Jahresfrist sollen immerhin 300.000 Stück des damals 3.500 Dollars teuren Geräts verkauft worden sein.
Der Durchbruch des Handys kam zehn Jahre später und mit digitaler Funktechnik. Für sein erstes GSM-Telefon International 3200 übernahm Motorola 1992 das „Knochen“-Design. Der Akku reichte für 110 Gesprächsminuten.
Heute gehört die ständige Erreichbarkeit per Mobiltelefon zum Alltag. In Deutschland gibt es mehr Handykontrakte als Festnetzanschlüsse und mehr Handys als Einwohner. 3,3 Milliarden Handys sollen weltweit im Einsatz sein. SMS, Fotografie oder Musikplayer sind längst Standard. Geht es ums neue Handy, sind inzwischen Internet-Zugang und TV-Empfang Optionen im Verkaufsgespräch.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 13.6.2008.
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13.6.2008 • Digitalradio: DRM+ geeignet für schnelle UKW-Digitalisierung
DRM Logo (DRM Konsortium) Die Übertragungstechnik DRM+ ist für eine schnelle Digitalisierung des UKW-Bereichs geeignet, so Joachim Lehnert, Technikchef der Landesmedienanstalt LMK, über das kürzlich erstmals praktisch gestete Verfahren. Das Ziel, das Radio bis 2015 vollständig zu digitalisieren, sei aber nicht zu erreichen. Damit könne, so Lehnert, erst ab 2020 begonnen werden. Jedoch sei es möglich, DRM+ ab 2012 - zuerst für einzelne Programme - auf den Weg zu bringen. Um das für die Programmveranstalter, die zunächst mit einem Reichweiteneinbruch rechnen müssten, interessant zu machen, forderte er Hybridgeräte, mit denen DRM+ UKW empfangbar sind. „Gerade im lokalen und regionalen Hörfunkbereich wird DRM+ der Weg für die Veranstalter in die digitale Welt sein, die einen DAB-Multiplex nicht füllen können und die ihre Identität über ihre bekannte Frequenz erhalten wollen.“
Seit den 60er/70er Jahren habe sich das Hörerverhalten stark zum mobilen und portablen Empfang entwickelt. Mit Blick auf die UKW-Digitalisierung sollten daher die aus dieser Zeit stammenden überholten Planungswerte überarbeitet werden.
Laut Lehnert werde „nicht das beste technische digitale UKW-Hörfunksystem das Rennen machen, sondern das System, das von der Geräteindustrie in die digitalen Radios, in die PDAs und die Handys eingebaut wird“ und einen Massenmarkt schafft. Dafür sei DRM+ der Favorit.
Die LMK hatte Ende Mai Ergebnisse des Pilotprojektes mit DRM+ vorgestellt. Partner des Projekts waren die FH Kaiserslautern und das Fraunhofer Institut für digitale Schaltungen sowie die Firma Atmel.
Quelle: Interview mit Infosat vom 12.6.2008.
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13.6.2008 • DVB-T: Fußball mit Tonproblemen?
Überallfernseh-Logo Eine Meldung auf den Ueberallfernseh-Seiten für Hessen und Rheinpland-Pfalz deutet auf Beschwerden über Tonprobleme bei Übertragungen der ARD von der Fußball-EM hin. Es könne bei Sendungen auf DasErste mit Dolby-Ton und „mit der Nutzung bestimmter Receivermodelle vorkommen, dass der Tonempfang aussetzt“. Dies geschehe, wenn kein Dolby-Verstärker benutzt wird. Das ist auch logisch: Ist die Dolby-Funktion eingeschaltet, wird der Stereoton-Ausgang der Settopox abgeschaltet und daher kein Tonsignal an den Fernseher weiter geleitet. Statt dessen geht der Dolby-Mehrkanalton über das optische oder koaxiale Kabel an einen Dolby-Audioverstärker. Ist so ein Gerät aber nicht vorhanden, läuft der Sound ins Nichts. Dann muss auf normalen Stereoton umgeschaltet werden. Wie das geht, ist der Bedienungsanleitung des DVB-T Gerätes zu entnehmen.
Quelle: Meldung des HR vom 12.6.2008.
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12.6.2008 • Rundfunkstaatsvertrag: „Enteignung der Gebührenzahler“
Recht, Gesetze Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben den Entwurf für den neuen Rundfunkstaatsvertrag verabschiedet. Heftig umstritten sind nach wie vor die Webaktivitäten von ARD und ZDF. Vorgesehen ist, daß ARD und ZDF online nur sendungsbezogen berichten dürfen; eine „elektronische Presse“ werde ihnen nicht und Unterhaltungs-Inhalte nur eingeschränkt gestattet. „Es wird keine Kontaktbörsen, Beratungsdienste oder Freizeittipps im Internet bei ARD und ZDF geben“, sagte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Sport-Berichte sollen nur 24 Stunden lang im Netz vorgehalten werden dürfen.
Dennoch nörgeln die Verleger. ARD/ZDF hätten jetzt „freie Bahn, jedes politische Thema, jedes Sportereignis, jeden Kulturevent und jede relevante Wirtschaftsberichterstattung mit beliebig viel Text- und Fotomaterial ins Netz zu verlängern“, klagte der Verband BDZV. Die Zeitschriftenverleger begrüßten zwar die Einschränkungen, die „sendungsbezogenen“ Inhalte geben jedoch Raum für spätere Gerichtsverfahren gegen die „staatlich finanzierte Presse durch ARD und ZDF“, wurde indirekt gedroht.
Die Verbraucherzentralen kritisierten die Sendungsbezogenheit von Webinhalten scharf. Im Gegensatz zum dezenten Lob der Verbände sehen sie in dem Entwurf „eine Enteignung der Gebührenzahler durch Vernichtung bereits bezahlten Wissens und bezahlter Information“.
Hintergrund sind die Forderung der EU-Kommission nach einer präzisen Definition der Aufgaben von ARD und ZDF und der erbitterte Widerstand der privaten Konkurrenz und der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage gegen die Webauftritte der Anstalten und ihre Mediatheken. Für die ARD erklärte deren Vorsitzender Fritz Raff, die Anstalten seien auf das Internet angewiesen: Die Gebührenzahler wollten Programme orts- und zeitunabhängig nutzen. Dabei sei auch die Unterhaltung unverzichtbar. Dass Berichte nur bis zu sieben Tagen nach Ausstrahlung im Web veröffentlicht werden dürfen, sei so nicht von Brüssel verlangt worden, so ZDF-Intendant Schächter.
Nun wird das Dokument der EU vorgelegt. Ab Oktober sollen die Parlamente der Bundesländer abstimmen. Erst wenn alle Länderparlamente zugestimmt haben, kann der Vertrag in Kraft treten.
Quellen: Meldungen von Sat und Kabel 1 und 2, Statements: BDZV, VDZ, ARD, ZDF vom 12.6.2008.
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11.6.2008 • Terrestrik: Kampf um „digitale Dividende“ geht weiter
Überallfernseh-Logo Der Streit um die Nutzung der durch die Digitalisierung frei werdenden terrestrischen Rundfunk-Frequenzen - die „digitale Dividende“ - wurde beim Medienforum NRW fortgesetzt. T-Mobile Vertreter Karl-Heinz Laudan will freie Sendekapazitäten für die Internetversorgung in der Fläche genutzt wissen. WDR-Mann Malfeld sieht hingegen die Kapazitäten für DVB-T schon „wegen Überfüllung geschlossen“, auch weil die noch nicht genutzten Frequenzen für Privatsender frei gehalten werden. Allenfalls im Band III (VHF) gebe es Reserven, die allerdings für Telekomdienste weniger interessant sind.
Begierige Blicke in Richtung VHF und UHF werfen offenbar auch Verlage, machte der Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen (ZVNRW), Udo Becker, deutlich. „Wir leben in digitalen und konvergenten Welten“, in denen Papier in Zukunft keine entscheidende Rolle spielen werde. Daher könne nicht sein, dass für den Rundfunk von diesem nicht benötigte Frequenzen gebunkert würden. Auch das Radio habe Interesse an neuen Frequenzen, so Dietmar Timm (Deutschlandradio); Deutschlandfunk und Deutschlandradio erreichten derzeit nur etwa 70 bis 80 Prozent ihres Verbreitungsgebietes.
Die Perspektiven sollten gemeinsam erarbeitet werden, forderte Jürgen Brautmeier (LfM NRW). Die Entscheidung dürfe weder der EU (die eine komplette Umnutzung der freien Rundfunkfrequenzen fordert) noch anderen offiziellen Stellen überlassen werden.
Quelle: Presseinfo des Medienforum NRW vom 10.6.2008.
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9.6.2008 • RTL: Umstieg auf 16:9 in den Startlöchern
RTL Für den 18. November kündigt die Mediengruppe RTL den Umstieg ihrer Programme RTL, Vox, RTL2, N-TV, SuperRTL und der Digital-Kanäle RTL Crime, Passion und RTL Living auf das Bildformat 16:9 an. Man strahle bereits seit zwei Jahren Breitbilder aus, zuletzt folgen die aktuellen Formate und die Nachrichtensendungen. Ab 3. November 2008 werden Werbespots nur noch im Format 16:9 entgegengenommen, in der Übergangszeit werden diese im 4:3-Letterboxformat gesendet. „Damit sind wir die erste private Sendergruppe in Deutschland, die einen Großteil ihrer Programme und vor allem die aktuellen täglichen Live-Sendungen vollständig in 16:9 präsentiert“, erklärt der Sender. ARD und ZDF haben die Umstellung bereits abgeschlossen.
Quellen: Presseinfos von RTL und IP Deutschland vom 9.6.2008.
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6.6.2008 • DVB-T: ARD trickst TV-Handy aus
Überallfernseh-Logo Fussball Die ARD will ihre Berichte von der Fussball-EM - eventuell auch von den Olympischen Spielen - in zwei Bundesländern via DVB-T auf Ausweichkanälen senden. Hintergrund ist die - auch durch einen ersten Test von dehnmedia (demnächst ausführlich) bestätigte - Tatsache, dass das derzeit kräftig beworbene TV-Handy LG HB620T für den VHF-Empfangsbereich nicht geeignet ist.
In einigen DVB-T Regionen wird der VHF-Bereich noch von der ARD genutzt. Laut heise.de wollen der BR und der NDR, in deren Sendegebieten DasErste terrestrisch auf VHF-Kanälen gesendet wird, auch den Besitzern des Handys und anderer „UHF-only“-Empfänger die Fussball-EM auf den Schirm bringen. Dafür wird DasErste während der Spiele auf Sendeplätzen Dritter Programme ausgestrahlt. Im Raum Hannover/Braunschweig werden die Live-Übertragungen statt des HR-Programms auf Kanal 36 verbreitet. In Bayern werden die DVB-H Testsendungen des BR verschoben und der Sendeplatz für DasErste eingesetzt. Jedoch sei für Nürnberg und Würzburg keine Lösung möglich. Der DVB-H Betrieb von Mobile 3.0 im Raum München ist nicht betroffen. Für den Empfang sei ein Suchlauf notwendig.
Laut heise.de sollen sich angeblich bereits etwa 200.000 Exemplare des TV-Handys im Markt befinden. Heise weist darauf hin, dass die in dem Handy verbauten DVB-T Chips von DibCom den Empfang der VHF-Kanäle ermöglichen; diese Option habe LG jedoch „unter den Tisch fallen lassen“ - offenbar, weil VHF nur noch in Deutschland für DVB-T genutzt wird.
Quelle: Meldung von heise.de vom 6.6.2008 / Hintergrund: DVB-T Über VHF-Kanäle.
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6.6.2008 • Österreich: DVB-H startet offiziell mit drei Vermarktern
Österreich Zum heutigen offiziellen Start des DVB-H Dienstes in der Alpenrepublik - zunächst in den Sendegebieten Wien, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck und mit 19 Programmen - ist auch der dritte große Mobilfunkanbieter Mobilkom Austria (A1) in die Vermarktung eingestiegen. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Netzbetreiber Media Broadcast wurde unterzeichnet, Konditionen würden demnächst bekannt gegeben. Das Unternehmen will damit seinen „Wachstumskurs bei Mobile TV“ fortsetzen. Das seit Februar 2007 bestehende UMTS-Angebot „HD Mobile TV“ (mit MPEG-4) habe eine sechsstellige Nutzerzahl, nun käme eine weitere Technologie ins Programm. A1 hatte bereits im Februar 2007 am DVB-H Pilotprojekt mitgewirkt und ein Samsung TV-Handy SGH-P910 angeboten.
Quelle: Presseinfo von A1 vom 6.6.2008 / Hintergrund: DVB-H in Österreich.
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5.6.2008 • Rheinland-Pfalz: Phase 4 läuft am 26. August
Rheinland-Pfalz Im Zusammenhang mit der Aufschaltung von DVB-T Programmen am 26. August - der 4. Phase der Umstellung in Rheinland-Pfalz - kommt es ab Anfang Juni zu Empfangseinschränkungen im analogen Betrieb der Sendeanlagen Ahrweiler und Bad Marienberg. Diese bereiten die DVB-T Ausstrahlungen im Gleichwellenbetrieb auf den Kanälen 56 (DasErste, Phoenix, Arte, EinPlus), 28 (ZDF, KiKa/Dokukanal, Infokanal, 3Sat) und 33 (SWR, HR, BR, WDR) vor. Während die Sendeanlagen Ahrweiler (10 kW digital), Bad Marienberg (20 kW digital) und Koblenz (50 kW digital) auch digital genutzt werden, werden die Anlagen Boppard (ZDF, SWR), Koblenz-Waldesch (DasErste) und Koblenz-Kühkopf (TDF, SWR) außer Betrieb genommen. Neben diesen Hauptsendern geht eine Reihe von Füllsendern vom Netz, da diese für die digitale Verbreitung nicht benötigt werden. Gegebenfalls müssen Dachantennen also neu ausgerichtet werden.
Mit der Umstellung der Sendeanlagen Haardtkopf (Hunsrück), Eifel (Daun), Trier und Saarburg im November wird die Umstellugn auf DVB-T in Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Etwa zeitgleich erfolgen weitere Umstellungen im benachbarten Baden-Württemberg.
Quelle: Infos auf ueberallfernsehen.de vom 3.6.2008.
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4.6.2008 • Mitteldeutschland: Abschluß der DVB-T Umstellung am 1. Juli
ThüringenSachsen-Anhalt Den Abschluß des DVB-T Umstiegs in Mitteldeutschland am 1. Juli leitet das Projektbüro mit der Herausgabe eines Mail-Newsletters ein. Für Handel und Handwerk werden Info-Pakete bereitgestellt, Fachvorträge werden für den 17. und 19. Juni angekündigt. eine Hotline soll Mitte Juni unter 01805-107909 den Betrieb aufnehmen.
Am 1. Juli wechseln, wie schon länger bekannt, die Sender Inselsberg, Sonneberg, Saalfeld/Kulm und Jena/Kernberge für Thüringen und Dequede (übrigens der erste Fernsehturm, der 1959 in der DDR wie kurz zuvor Stuttgart in Stahlbetonbauweise errichtet wurde) für die Altmark in den Digitalbetrieb. Damit werde für die drei mitteldeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine „nahezu flächendeckende“ Versorgung für 8,9 Mio. Einwohner mit 12 öffentlich-rechtlichen Programmen erreicht. Am Rand der Bundesländer bestehen nach Kartenlage Überdeckungen mit den Versorgungsgebieten der benachbarten Bundesländer. In Thüringen wird der WDR zeitgleich durch das Bayerische Fernsehen ersetzt.
Quelle: Newsletter des Projektbüros Mitteldeutschland (pdf) vom 4.6.2008.
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3.6.2008 • ARD: Eigener Videotext für Spartenprogramme
ARD Digital Logo Nachdem im Zuge der ARD-Qualitätsoffensive die Sendebandbreite via Satellit - also bei der Zuführung für DVB-T - erhöht wurde, gibt es nun für die in diversen DVB-T Regionen vertretenen digitalen Spartenprogramme EinsFestival und EinsPlus eigene Videotext-Inhalte.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 3.6.2008.
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3.6.2008 • DVB-H: Gute Chancen am Markt, aber ...
DVB-H Logo Mobiles Fernsehen mit DVB-H wird sich angesichts der neuen DVB-T Handys „möglicherweise zunächst nur als werbefinanziertes Kundenbindungsinstrument etablieren“. Zu diesem Schluß kommt die aktuelle Deloitte-Studie „Mobile Entertainment“ Zumindest gegenüber Mobilfunktechniken wie UMTS sei DVB-H zwar im Vorteil. Jedoch müssten sich die Inhalte des DVB-H Angebots „klar von konventionellen TV-Programmen differenzieren“. Zudem behinderten die fehlenden Sendelizenzen ebenso wie das Fehlen von Vermarktungspartnern unter den Mobilfunkunternehmen (die gegenwärtig auf DVB-T Handys setzen) den Start des DVB-H Dienstes.
Quelle: Presseinfo von Deloitte vom 3.6.2008 / Download der Studie (pdf, 1,2 MB).
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3.6.2008 • NRW: Änderung im WDR-Bouquet
Nordrhein-Westfalen In NRW ist ab sofort das 3. Programm des MDR mit Regionalisierung Sachsen-Anhalt zu empfangen. Statt der Sendung Länderzeit wird nun während zwischen 19 und 19.30 Uhr die Sendung Sachsen-Anhalt heute ausgestrahlt. Mittwochs ist um 21.30 Uhr Sachsen-Anhalt Spezial in der Luft. Der Programmplatz heisst nun MDR S-Anhalt statt bisher MDR Fernsehen. Geändert wurden aber nur die Sendernamen, nicht die Programm-IDs. Eine Neuprogrammierung ist nur für Geräte praktisch, die den neuen Programmnamen nicht automatisch aus den gesendeten SI-Daten übernehmen.
Die Änderung in NRW - wie auch rechtzeitig angekündigte Veränderungen für die DVB-T Region Berlin/brandenburg - steht in Zusammenhang mit der ARD-Qualitätsoffensive via Astra, von wo die Programme für die DVB-T Verbreitung herangeführt werden. Gleichwohl hatte die ARD zu ihrer Qualitätsoffensive vorab mitgeteilt: „Vom Transponderwechsel nicht betroffen sind Zuschauer, die ihr Fernsehprogramm noch analog empfangen. (...) Das Gleiche gilt für den Empfang über Antenne (DVB-T) ...“
Quelle: Presseinfo des MDR vom 3.6.2008.
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2.6.2008 • DVB-H: Sendebetrieb gestartet, fünf Lizenzen fehlen noch
DVB-H Logo Der Plattformbetreiber Mobile 3.0 gab den Start des DVB-H Betriebs bekannt. Zum Sendebeginn werde in Hamburg, München, Frankfurt und Hannover Empfang, Technik, Verschlüsselung und Handhabung getestet. Die „operative Phase des Dienstes“ soll nach Abschluß des Lizensierungsverfahren durch die Landesmedienanstalten beginnen. „Sobald alle Lizenzen vorliegen, wird Mobile 3.0 den weiteren Ausbau des Sendenetzes beauftragen und die Vermarktung in die Wege leiten.“
Die fehlenden fünf von 16 Lizenzen blockieren den Start in weiteren Regionen und mit umfangreicheren Programm. ARD und ZDF hatten ihre Interessen nicht ausreichend berücksichtigt gesehen und wendeten sich an die Staatskanzleien der Bundesländer. Diese stoppten das Verfahren.
Zunächst werden neun TV- und drei Radiosender verbreitet. Die öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste und ZDF, das zukünftige Regionalprogramm Deutschland 24 sowie die drei multimedialen Radiosender bigMUSIC, MyFun Radio und 90elf werden unverschlüsselt ausgestrahlt, während die Privatsender RTL, VOX, SAT.1, PRO 7 sowie n-tv und N24 verschlüsselt werden. Angekündigt wwerden DVB-H Handys von Nokia und Samsung.
Quellen: Presseinfo von Mobile 3.0 und Meldung von Sat und Kabel vom 2.6.2008.
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2.6.2008 • Portable Geräte: Akkus zu schwach
Überallfernseh-Logo Audio Video Foto Bild (Ausgabe 7/2008, ab 4.6. im Handel) testete je vier tragbare Fernseher und DVD-Player mit DVB-T Empfang in der Preisklasse zwischen 150 und 180 Euro. Bemängelt wurden die Betriebszeiten der Geräte. Die Akkulaufzeiten der DVD-Kombis reichen nur für bis 2,5 Stunden im Fernsehbetrieb. Die Spannugnsquelle des Testsiegers bei den portablen Fernsehern (Mustek PT2270, mit 7 Zoll-Display) reichte immerhin für 6,5 Stunden Dauerbetrieb.
Quelle: Presseinfo von Computerbild vom 2.6.2008.
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2.6.2008 • Sachsen: Leipziger Lokalprojekt mit ersten Erfahrungen
Sachsen Das Mitte März begonnene dreijährige Leipziger Testprojekt für Lokalrundfunk via DVB-T hat offenbar ein angeregtes Zuschauerecho. Nach Angaben von SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck werde das durch den „Umstand, dass uns vermehrt die zeitweise oder dauerhafte Nichtempfangbarkeit angezeigt wird“, dokumentiert. Ziel des Versuchsprojektes ist es, so Deitenbeck, die in der Theorie ermittelten Erwartungen an die Empfangbarkeit in der Praxis zu überprüfen. Dabei würden „vielfältige Funktionstests“, insbesondere zur „Analyse von Empfangsschatten“ durchgeführt. Die Empfangsunterschiede im Leipziger Stadtgebiet seien „häufig sehr gering“. „Die Wahl eines anderen Orts für die Empfangsantenne“ schaffe bei Problemen Abhilfe. Da unterscheidet sich also auch Lowpower-System nicht von der üblichen „großen“ Lösung für die DVB-T Verbreitung.
Laut Deitenbeck soll nach Ende der Versuchszeit der Regelbetrieb aufgenomen werden.
Quelle: Bericht von Digitalmagazin (kostenpflichtig) 2.6.2008/ Hintergrund: Lowpower-Projekt.



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