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Nachrichten-Archiv: November 2006

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30.11.2006 • DVB-H: Pilot in Indien
Indien Indiens nationaler Fernsehveranstalter Doordashan sieht DVB-H als „logische Erweiterung“ seiner DVB-T Aktivitäten. Mit Nokia wurde nun ein ab Frühjahr 2007 einsetzender Pilotbetrieb vereinbart. Getestet werden sollen neben der Bildqualität die Möglichkeiten, die das Handy-TV wegen seiner IPTV-Eigenschaften für interaktive Anwendungen und neue Werbeformen bietet. Der Test soll außerdem Aufschluß über Verbrauchererwartungen bringen.
Quelle: Presseinfo von Nokia vom 30.11.2006 (in englischer Sprache) / Leitseite Handy-TV.
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29.11.2006 • Watcha: Handy-TV ein „Debakel“, MFD will gegensteuern
Watcha-Logo Das Handy-TV „Watcha“ mit DMB-Technik erweist sich als „Debakel“, titelt die Zeitung „Die Welt“. Nur „mehrere Tausend Kunden“ konnte Vermarkter Debitel seit Ende Mai von dem Dienst mit vier TV- und einem Visual-Radio-Programm gegen Monatsgebühr überzeugen. Debitel hatte im Oktober eine drastische Preissenkung durchgeführt und vermarktet seinen Gerätebestand seither bundesweit auch ohne TV-Vertrag.
Der Plattformbetreiber MFD erklärte in der Financial Times Deutschland, nach Debitel und Mobilcom nun mit einem dritten Vermarkter in Verhandlung zu stehen. MFD-Geschäftsführer Jens Stender will weiterhin mobile Videoplayer und Navigationsgeräte mit DMB-Empfang auf den Markt bringen. „Aktuelle Staumeldungen werden über den gleichen Kanal gesendet wie das Videosignal“, schreibt FTD. Es gibt aber keine Andeutung, wer das (auf welcher medienrechtlichen Grundlage und unter welchen sendetechnischen Voraussetzungen) anbieten könnte.
Während sich „Watcha“ wohl für keines der beteiligten Unternehmen positiv entwickelt, steht die Konkurrenz DVB-H weiter im Wartestand. Ein gemeinsames Verfahren der Landesmedienanstalten das Zulassungsverfahren steht ebenso noch aus wie eine Entscheidung des Bundeskartellamts über die Zulässigkeit der Vermarktungsallianz der Mobilfunkbetreiber Vodafone, T-Mobile und O2, aus der E-Plus kürzlich ausgestiegen war.
„Obwohl DVB-H die bessere Technologie für das Handyfernsehen ist, stürmt die Konkurrenz von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), die den DMB-Standard benutzt, mit Siebenmeilensteifeln davon“, behauptet die Zeitschrift Digital Fernsehen. Es scheint eher, dass zwar viel Wind gemacht wird, aber der Sturm ausbleibt.
Quelle: Berichte der Welt vom 28.11.2006 und der FTD vom 25.11.2006 / Hintergrund: Watcha / Leitseite Handy-TV.
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27.11.2006 • Bayern: Kurz vor dem Start nichts übereilen
Bayern Das DVB-T-Projektbüro Bayern weist eine Woche vor der Umschaltung auf DVB-T in Ostbayern darauf hin, dass Digitalboxen erst am 6. Dezember ab etwa 8 Uhr in Betrieb genommen werden sollen. Erst zu diesem Zeitpunkt ist die Umstellung der Sendetechnik abgeschlossen. Erinnert wird auch an die Abschaltung analoger Sendeanlagen. Dazu das Projektbüro: „Außer der Digitalumstellung der Grundnetzsender Hohe Linie, Hoher Bogen, Brotjacklriegel und Pfarrkirchen, werden in der Region zeitgleich auch die Sender Regensburg (Ziegetsberg), Deggendorf und Passau sowie eine Reihe von analogen Fernsehfüllsendern (versorgen nur einen Ort oder ein kleines Gebiet) abgeschaltet. In einigen Orten, die bisher von Füllsendern versorgt wurden, kann DVB-T nicht oder nur teilweise empfangen werden. Wer nach dem 6. Dezember keinen DVB-T-Empfang hat, muss ggf. auf Satellit oder Kabel umsteigen.“
Einen hochoffiziellen symbolischen Knopfdruck wird zum Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt im Schloss zu Thurn und Taxis durch Bayerns Medienminister Sinner, den Regensburger Oberbürgermeister Schaidinger und den Technischen Direktor des BR Tillmann geben.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros Bayern vom 27.11.2006.
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26.11.2006 • Vattenfall-Störung legt NDR-TV lahm
NDR „Mehrere massive Netzstörungen im Bereich des Energieversorgers Vattenfall waren die Ursache für einen knapp einstündigen Totalausfall des NDR Fernsehens am Sonntagmorgen“, teilt die Anstalt mit. Betroffen war die Stromversorgung am Sitz den NDR in Hamburg-Lokstedt, die auch die NDR-eigene Notstromversorgung lahmgelegt hätten. Ab 9.48 Uhr fiel bis etwa 10.30 Uhr das NDR-Fernsehen auf allen Verbreitungswegen komlett aus. Danach konnte der Sendebetrieb schrittweise - erst für DVB-T, dann für Kabel und Satellit - wieder aufgenommen werden. Ab 11 Uhr sei die Situation wieder stabil gewesen.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 26.11.2006.
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25.11.2006 • ITU: Einflussreichster Kommunikationsstandard
ITU-Logo Aus Anlaß des 50. Jubiläums hat die Internationale Fernmeldeunion (ITU) ihre Mitglieder über den einflussreichsten Telekommunikationsstandard abstimmen lassen. Mit 25 Prozent der Stimmen und großem Abstand wurde dabei das Format H.264/MPEG-4 AVC zur wichtigsten Telekommunikationserfindungen der letzten 50 Jahre gewählt. Dieser Standard wird unter anderem für das Handy-TV DVB-H verwendet und wurde massgeblich in Deutschland - am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut Berlin - entwickelt. H.264 ermöglicht die effiziente Speicherung von Bewegtbildern und deren Übertragung in guter Qualität - auch bei relativ geringen Datenraten. Auf Platz 2 kam mit 17,9 Prozent das Signalisierungssystem Nummer 7 (SS7) aus der Festnetz-Telefonie gesetzt, auf Platz 3. kam die JPEG-Familie (9,5 Prozent). ITU ist eine Organisation der UNO (franz. Kürzel UIT) mit Sitz in Genf und das weltweit einzige Gremium, dass Standardisierungen für die Telekommunikation vornimmt.
Quelle: Presseinfo des HHI.
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25.11.2006 • ULR-Tagung, Bundes-Grüne: Kontra Grundverschlüsselung
Euro-Münze Bei den Mediatagen Nord diskutierte das Projekt einer „Grundverschlüsselung“, das unter dem Namen Entavio 2007 vom Satellitenbetreiber Astra eingeführt werden soll, ausgesprochen.
Der Vorsitzende des Medienrats der schleswig-holsteinischen Landesmedienanstalt ULR Jörg Howe sieht dort nicht nur die Gefahr des „gläsernen Zuschauers“, sondern auch „keine wirtschaftliche Notwendigkeit für eine solche 'zweite Rundfunkgebühr'“. Durch Grundverschlüsselung, so der Vertreter der Verbraucherzentrale Bundesverband, mutierten die Privatprogramme von Free-TV zu Pay-TV, Zuschauer müssen in neue Settopboxen mit Common Interface investieren. In Entavio sieht der NDR eine Bremse für die Digitalisierung. Die Entavio-Befürworter (auf der Veranstaltung von Astra und RTL) sehen nur so Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und - mit Blick auf Sportrechte - „urheberrechtliche Probleme“ zu lösen.
Die Grünen-Fraktion will im Bundestag einen Beschluß durchsetzen, um den „gläsernen Zuschauers“ durch Datenschutz-Massnahmen zu verhindern und „einen offenen Standard der Entavio-Plattform sicherzustellen“, um ein Monopol zu verhindern.
Quelle: Presseinfo der ULR vom 24.11.2006 und Rede Howe (pdf) / Grünen-Antrag vom 22.11.2006 (pdf) / Hintergrund: Grundverschlüsselung.
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22.11.2006 • DLM: Keine Perspektive für „alte“ DAB-Variante
DLM Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) sieht (im Gegensatz zu SRG - nächste Meldung) unter den Bedingungen in Deutschland keine Perspektive für DAB mit MPEG-1 Layer2-Codierung. Es seien nur zwischen 50.000 und 100.000 Geräte verkauft worden. „Die DLM muss feststellen, dass DAB weder von den Hörern noch von vielen Radioveranstaltern angenommen wurde.“ Für die Zukunft setzen die Direktoren auf den AAC+ Codec, wodurch wesentlich mehr Programme verbreitet werden können. Dies auch um den Preis, dass die bisher verkauften Digitalradios dann nicht mehr brauchbar sind.
Die Direktoren haben ein Konzept für die Radiodigitalisierung erarbeitet, das auf 30 Seiten Digitalstandards, die Frequenzsituation und wirtschaftliche Aspekte diskutiert. Auch eine Grundverschlüsselung wird erörtert: Aufgrund des schnellen technischen Fortschritts müssten Radiogeräte immer wieder ausgetauscht werden. Dies sei nur realistisch, wenn „Empfangsgeräte über einmalige oder monatliche Entgelte“ finanziert würden - also á la Handy oder Pay-TV über ein Dienste-Abo bezuschußt werden.
Dem neuen DAB-Standard soll schließlich zum Durchbruch verholfen werden, in dem die Hersteller per Gesetz zum Einbau digitaler Empfänger in Radios zu verpflichtet werden.
Zur Debatte zwischen der ARD und den Privaten um die Frequenznutzung wurde erklärt, dass im Zuge der Digitalisierung frei werdende UKW-Frequenzen entsprechend der gesetzlichen Regelungen auch an Privatradios vergeben werden sollen.
Nach den gesetzlichen Vorgaben soll das Radio bis 2015 digitalisiert werden. Wegen des DAB-Fehlschlages hatte die MABB vor fast genau zwei Jahren grundsätzliches Umdenken zum Digitalradio gefordert und im August 2005 ein Pilotprojekt zur Radioverbreitung mit DVB-T gestartet. Der neue Codec scheint die Digitalradio-Strategie nun wieder in Richtung DAB zu führen - und damit die Milliardenfinanzierung durch das Europa-Projekt Eureka 147 doch noch verwertbar zu machen. Gemeinsam mit der ARD will die DLM nun das von den Ergebnissen der Wellenkonferenz RRC06 ausgehende Frequenzkonzept bis Februar 2007 mit den Privaten beraten und an die Bundesnetzagentur weitergeben. Als Ziel wird formuliert, dass im VHF-Band bis 2015 digitales Radio eingeführt wird. Das analoge UKW-Radio soll noch weit darüber hinaus für die „Radiogrundversorgung“ erhalten bleiben.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 21.11.2006 / Frequenzkonzept (pdf) / Hintergrund: Digitalradio.
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21.11.2006 • Schweiz: SRG will kein MPEG-4 für seine DAB-Radios
Schweiz „Die SRG SSR idée suisse begrüsst diese Weiterentwicklung, wird ihre Programme aber weiterhin im heute gängigen DAB-Standard ausstrahlen. Damit wird sichergestellt, dass die heutigen DAB-Hörerinnen und -Hörer ihre Lieblingsprogramme auch in Zukunft empfangen können.“ Mit diesen knappen Sätzen erteilt der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz dem AAC+-Standard mit MPEG-4-Codierung für seine DAB-Radios eine Absage. Der Verkauf von Geräten mit dem aktuellen DAB-Standard sei gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht worden. Der Versorgungsgrad habe 85 Prozent erreicht. Die Sendungen mit der gegenwärtigen Technik könnten auch mit künftigen DABplus-Geräten empfangen werden. SRG reagierte offenbar auf verunsicherte Hörer: Vor einer Woche wurde eine laufende DAB-Ausschreibung geändert, um die Kapazitäten mit DABplus zu erhöhen. WorldDMB hatte zuvor die Standardisierung eingeleitet.
Quelle: Presseinfo von SRG vom 21.11.2006.
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21.11.2006 • Bayern: Tests und Analog-Abschaltungen
Bayern In Vorbereitung der Umstellung auf DVB-T im Raum Ostbayern werden Leistungstests durchgeführt. An den Standorten Hoher Bogen (Programme ARD, BFS, ZDF), Brotjacklriegel und Hohe Linie (jeweils nur ARD) werden diese Arbeiten am 30. November von 0 bis 6 Uhr durchgeführt, in dieser Zeit ist kein Analogempfang möglich. Zeitgleich sind Beeinträchtigungen beim ZDF-Empfang über die Sender Deggendorf und Pfarrkirchen möglich. Am 1. Dezember kommt es zwischen 5 und 9 Uhr zur Messarbeiten am Sender Peißenberg, die mit Abschaltungen aller drei Analogprogramme verbunden sind.
Das Projektbüro weist darauf hin, dass am 6. Dezember diverse analoge Füllsender im neuen DVB-T-Gebiet abgeschaltet werden. Dazu zählen die Anlagen Regensburg (Ziegetsberg), Deggendorf und Passau. „Stattdessen wird im Versorgungsgebiet dieser Sender weitgehend DVB-T empfangbar sein“, so das Projektbüro, das eine umfangreiche Liste (pdf) dieser Sendeanlagen veröffentlicht.
Quelle: Newsletter des Projektbüros Bayern vom 20.11.2006.
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20.11.2006 • Preise: Fernseher billiger, Gebühren teurer
Euro-Münze Preisverfall bei Farb-TVs seit Januar 2000. Quelle: Statistisches Bundesamt. Vergrößern: Klick  aufs Bild Was alle schon wußten ist jetzt amtlich. Das Statistische Bundesamt bestätigt: Farbfernseher sind seit Oktober 2000 um 39,3 Prozent günstiger geworden. Dies sei nicht nur auf die immer billiger werdenden Röhrenfernseher zurückzuführen. Aufgrund von Produktionssteigerungen gerieten „aber auch die Preise der modernen LCD- und Plasmageräte in letzter Zeit zunehmend unter Druck“.
Die TV-Gebühren stiegen in dem Sechsjahreszeitraum. Die GEZ-Gebühr wurde in zwei Stufen um 18,8 Prozent erhöht. Kabelkunden müssen im Durchschnitt um 8,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen.
Quelle: Presseinfo des Statistischen Bundesamtes vom 20.11.2006.
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19.11.2006 • Ostbrandenburg: Info-Dokumente veröffentlicht
Brandenburg Zur Vorbereitung auf die am 12. Dezember stattfindende Umstellung der Sender Booßen und Calau auf DVB-T wurden jetzt zwei Dokumente veröffentlicht. Ein „Technik-Handbuch“ enthält neben dem Üblichen eine Liste von 9 analogen Füllsendern im Land Brandenburg, die am 12. bzw. 31. Dezember abgeschaltet werden. Es werde auch „Orte/Ortsteile geben, wo keine ausreichende digitale Versorgung mit DVB-T gewährleistet werden kann“, heisst es dazu. Das sei dort „aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich“. Wo der Fernseher dann also sogar mit DVB-T-Equipment kein Bild zeigt, wird die Umstellung auf Kabel oder Satellit empfohlen bzw. auf DVB-T (mit RBB Brandenburg) in den benachbarten Bundesländern verwiesen.
Quelle: Website von GARV (Rubrik DVB-T).
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17.11.2006 • England: Digitalfernsehen hat die Insel erobert
England 70,2 Prozent der britischen TV-Haushalte haben mindestens ein Fernsehgerät mit digitalem Empfang ausgestattet. Der Marktanteil von DVB-T liegt bei 26 Prozent. Das ist Ergebnis einer Studie der britischen Medienbehörde Ofcom zur Haushaltsausstattung mit Rundfunk- und Kommunikationstechnik. Die Zuschauer können zwischen 354 TV-Programmen wählen, von denen 40 per DVB-T gesendet werden. 166 der 337 Radioprogramme werden parallel zur analogen Ausstrahlung über DAB angeboten.
Laut Ofcom scheint jedoch die digitale Spaltung weit fortgeschritten: Während 88 Prozent der Gutverdiener einen häuslichen Online-Anschluß haben, ist dies nur bei 25 Prozent der schlechter Verdienenden der Fall.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 16.11.2006 (in englischer Sprache).
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17.11.2006 • Frankreich: Lokal-Ausschreibung, HDTV
Frankreich 22 Programmanbieter haben eine Ausschreibung der Medienbehörde CSA für Lokal-TV per DVB-T („TNT“) im Raum Paris mit 10 Mio. Einwohnern beantwortet.
Nach Angaben der CSA erreichte der DVB-T Versorgungsgrad Ende Oktober mehr als 65 Prozent der Bevölkerung.
Das Ende Mai begonnene Pilotprojekt zur HDTV-Verbreitung mit MPEG-4 über DVB-T in den Regionen Paris, Lyon und Marseille ging in die 2. Welle. Fünf Programmanbieter erhalten in vierzehntäglichen Wechsel Kapazitäten für ein Programm. Die Terminplanung läuft bis zum 8. Januar 2007.
Quelle: Website der CSA (in französischer Sprache).
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16.11.2006 • Regulierung: ARD und LMAs gegen Frequenzauktionen
DLM ARD Logo Vertreter der ARD-Gremien und der Landesmedienanstalten haben sich am Rande der Gesamtkonferenz der LMAs gegen EU-Pläne zur Versteigerung von Rundfunkfrequenzen ausgesprochen. Dies „wird der herausgehobenen Stellung des Rundfunks für eine demokratische und plurale Gesellschaftsordnung nicht gerecht“.
Auf der Gesamtkonferenz wurden Vorschläge für eine neue Struktur diskutiert. Über „bundesweite Aufgaben wie Frequenzmanagement, Zulassung und Aufsicht über nationale Rundfunkprogramme und Telemedien sowie Zuweisung von bundesweiten Übertragungskapazitäten“ sollen danach künftig drei Kommissionen bindend entscheiden. Eine Kommission soll sich mit Zugang, Technik und Innovation beschäftigen. Eine Kommission für Zulassung und Aufsicht könnte die Aufgaben der KEK integrieren. Die erfolgreich bewertete Arbeit der 2003 eingerichteten Kommission für Jugendmedienschutz soll weitergeführt werden. Eine Neuregelung der Kompetenzen wird durch Änderung des Rundfunkstaatsvertrages wirksam.
Quelle: Presseinfos der DLM vom 14. und 15. November 2006.
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15.11.2006 • Österreich: Interesse für MHP-Boxen, Run auf Sat-Karten
Österreich Nach Angaben der österreichischen Regulierungsbehörde RTR sind seit Beginn der Umstellung auf DVB-T 25.000 bis 30.000 Gutscheine für vom TÜV AT zertifizierte MHP-Boxen eingelöst worden. Damit sei das Kontigent von 100.000 geförderten Geräten zu noch nicht einem Drittel aufgebraucht.
Indessen scheint es in Österreich einen Sat-Boom zu geben. Seit August, so die Zeitung „Der Standard“ heute, habe sich die Ausgabe von kostenlosen Smartcards für den ORF-Empfang mehr als verdoppelt. Von August bis Oktober seien mehr als 90.000 Smartcards ausgegeben worden. Diese Wanderungsbewegung in Richtung Satellitenversorgung könnte bis Jahresende bewirken, dass dann eine Million Haushalte in Österreich diesen Empfangsweg nutzen, zuvor waren es nur 850.000 der insgesamt 3,3 Mio. österreichischen TV-Haushalte.
Quelle: Meldung in Der Standard vom 15.11.2006.
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15.11.2006 • Schweiz: Bakom schreibt für DAB+ aus
Schweiz Das schweizerische Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat seine Ausschreibung für DAB-Kapazitäten in der Deutschschweiz erhöht. Unter Berufung auf den AAC+-Standard soll es nunmehr 8 statt 3 Programmlizenzen geben. Bis Ende Oktober hatte es 13 Bewerbungen gegeben. Entscheidungen gibt es aber erst, wenn AAC+ den Standardisierungsprozess durchlaufen hat.
Quelle: Presseinfo von BAKOM vom 14.11.2006.
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14.11.2006 • Niederlande: Galgenfrist für Analogzuschauer
Niederlande Nach Angaben des Fachdienstes Medien Aktuell endet das analoge Fernsehzeitalter in den Niederlanden am 11. Dezember 2006 mit der Abschaltung aller analogen Sendeanlagen. Gleichzeitig sollen die öffentlich-rechtlichen Sender Nederland 1,2 und 3 samt Regionalprogrammen aus dem Pay-TV-Angebot Digitenne ausgegliedert und damit per DVB-T landesweit frei empfangbar sein.
Quelle: Presseinfo der SRG vom 14.11.2006.
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14.11.2006 • Schweiz: DVB-T für die Deutschschweiz bis 2007
Schweiz Bis 2007 will das Schweizer Fernsehen SRG den im Mai 2006 begonnen Aufbau der Infrastruktur für DVB-T in der Deutschschweiz abschließen. Derzeit werden die TV-Programm SF 1, SF zwei, TSR 1 und TSI 1 digital verbreitet. Auf nationale Ebene soll bis 2009 komplett digitalisiert sein, dann folgt die Abschaltung analoger Sender.
Quelle: Presseinfo der SRG vom 14.11.2006 / Homepage DVB-T Schweiz.
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13.11.2006 • DVB-H: Bitkom vs. ARD/ZDF
DVB-H Logo Für die Frequenznutzung von DVB-H verlangten ARD und ZDF „in Gutsherrenmanier einen großen Teil des Frequenzspektrums“ für sich. Dies behauptet der Industrieverband Bitkom unter Berufung auf den nicht veröffentlichten Vorschlag. Dadurch würden private Interessenten am Betrieb von DVB-H-Netzen benachteiligt. Der Vorschlag sei zudem nicht effizient, da ARD und ZDF laut Bitkom DVB-H mit DVB-T gemeinsam übertragen wollen, was eine schlechtere Versorgung mit sich brächte. Laut Bitkom wollen die Landesmedienanstalten das Papier morgen oder übermorgen behandeln.
Die ARD hielt dem entgegen, dass „Spielräume für neue mobile Rundfunkangebote“ erst durch das Engagement der Öffentlich-rechtlichen für DVB-T möglich geworden wären. Die „Stimmungsmache“ der Bitkom „soll lediglich dazu dienen, den Rundfunk insgesamt aus der terrestrischen Verbreitung zu verdrängen“, erklärte ARD-Generalsekretärin Veronika Wiedemann. Ziel der Gespräche mit den Landesmedienanstalten sei es „die knappen Ressourcen für mobiles Fernsehen im Interesse der Verbraucher chancengleich zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern aufzuteilen“.
Bitkom erwartet, dass bis 2010 20 Mio. fernsehtaugliche Mobiltelefone im Wert von 6 Mrd. Euro verkauft werden. An Handy-TV zeigten zehn Mio. Deutsche Interesse. Es sei notwendig, Handy-TV zügig einzuführen.
Quelle: Presseinfos von Bitkom und ARD vom 13.11.2006 / Hintergrund: Hierarchische Modulation.
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11.11.2006 • DVB-H: Studie sieht Erfolg in Individualisierung
DVB-H Logo Eine von Nokia beauftrage Studie über Fernsehen und Mobilität sieht herkömmliche Programme nur als Ansatzpunkt für einen Markterfolg des Mobil-Fernsehens. „User generated content“ á la YouTube und interaktive Dienste könnten treibende Kräfte neben kurzen Programmformen im „Snack“-Format werden. Auch das Sehverhalten werde sich verändern: Es sei damit zu rechnen, dass der TV-Konsum am Handy während der Mittagszeit einen Höhepunkt erreicht.
Autorin der Studie „This Box Was Made For Walking“ ist Dr. Shani Orgad von der London School of Economics.
Quelle: Presseinfo von Nokia vom 10.11.2006 / Abschlußbericht zur Studie (englisch pdf).
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11.11.2006 • DVB-H: Grundlagenforschung preiswürdig?
DVB-H Logo Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, Berlin, ist mit sechs anderen Unternehmen für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2006 nominiert worden. Gewürdigt wird das von einer Arbeitsgruppe um Dr.-Ing. Ralf Schäfer betriebene Teilprojekt „DVB-H Playout mit statistischem Multiplex“. Mit diesem Verfahren sei es gelungen, „die Anzahl der über den Fernsehkanal übertragenen Programme von 9 auf 14 zu erhöhen. Für diese aus Berlin stammende und in Italien bereits eingesetzte Technologie gibt es auf dem Weltmarkt z.Zt. keine Konkurrenz“, heißt es in der Begründung. Die Preisverleihung erfolgt am 1. Dezember.
Quelle: Presseinfo des HHI / Hintergrund: Statistischer Multiplex, DVB-H.
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10.11.2006 • DAB: Kapazitäten aufbohren mit MPEG-4
DAB-Logo Das WorldDMB-Forum hat dem Standardisierungsgremium ETSI die Einführung einer MPEG-4-Codierung (genau: MPEG-4 HE AAC v2) für digitales Audio vorgeschlagen. Die Nutzung soll - parallel zum bisherigen überalterten Verfahren MPEG-1 Layer 2 - 2007 beginnen. Eine Taskforce soll das vorbereiten. Die neue DAB-Variante wird auch als DAB plus (DAB+) bezeichnet.
Stefan Meltzer von der schwedischen Softwarefirma Codec Technologies sieht die Perspektive vor allem darin, dass die Zahl der Radioprogramme je DAB-Multiplex mit dem neuen Verfahren von 6 bis 8 auf 20 bis 25 erhöht werden könne.
„Eine Verdrei- oder vierfachung der Hörfunkprogrammangebote“ sieht die deutsche DAB-Lobby der Initiative Marketing Digitalradio (IMDR) in der Praxis allerdings nicht gegeben, jedoch könnten die Ausstrahlungskosten je Programm gesenkt werden.
WorldDAB betreibt die Förderung von Technologien, die aus dem Europaprojekt Eureka 147 entstanden sind. Es hatte sich kürzlich in Seoul in WorldDMB-Forum umgenannt. Damit wird neben DAB nunmehr auch das Handy-Fernsehen DMB, das technisch auf DAB aufsetzt, von dem Forum vertreten.
Quelle: Presseinfos von WorldDMB zu MPEG-4 (pdf, 3.11.2006) und zur Umbenennung (pdf, 30.10.2006, englisch) / Presseinfo der IMDR vom 8.11.2006 / Stefan Meltzer in Medien Aktuell vom 6.11.2006.
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10.11.2006 • Landesmedienanstalten gegen europaweiten Frequenzhandel
DLM Die Direktoren der Landesmedienanstalten haben sich gegen EU-Pläne zum europaweiten Handel mit Radio- und TV-Frequenzen ausgesprochen. „Es kann nicht sein, dass der Rundfunk, der durch eine effiziente Frequenznutzung Spektrum frei macht, nicht an der „eigenen“ digitalen Dividende partizipieren kann, die er z.B. zur Verbesserung der technischen Qualität bestehender und für neue innovative Dienste, wie HDTV, braucht“, erklärte der Europabeauftragte der DLM Gernot Schumann. Die Frequenzverwaltung müsse auf künftige Entwicklungen flexibel reagieren können und dabei die Informations- und Meinungsvielfalt erhalten. Dieses für eine demokratische Gesellschaft grundlegende Gut sei wichtiger als die Finanzen. Zudem dürften nach deutschem Verfassungsrecht „rundfunkeigene Frequenzen nicht zum Handelsobjekt werden“. Ein Frequenzhandel könne auch nationale Regulierungsmassnahmen - beispielsweise zur Verhinderung oder Einschränkung von Fast-Monopolen (wie in Deutschland im Kabel) - aushebeln.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 9.11.2006 / Stellungnahme der DLM vom 27.10.2006.
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9.11.2006 • Bayern: CSU will Gebühr für Lokalfunk weiterführen
Bayern Die CSU will das sogenannte Teilnehmerentgelt („Kabelgroschen“), mit dem in Bayern mehr als 30 Lokalprogramme bezuschußt werden, verlängern und die ankündigte Absenkung des Betrages nicht durchführen. Die betreffende Regelung war im Oktober 2005 vom Bundesverfassungsgericht für grundgesetzwidrig erklärt worden, weil keine Vorsorge getroffen sei, um dem „Kommunikationsinteresse aller Zahlungspflichtigen“ zu dienen. Das Gericht setzte das Entgelt jedoch nicht ausser Kraft, da es 2008 ohnehin auslaufen würde und die Monatsgebühr 2007 von 45 auf 30 Eurocent gesenkt werden sollte.
Jetzt will die CSU es bei 45 Eurocent lassen und plant, auch Satelliten- und Antennenzuschauer ab 2008 zur Mitfinanzierung der wirtschaftlich nicht voll tragfähigen lokalen und regionalen Programme heran zu ziehen. Lokalfunk werde inzwischen ja auch über Satellit angeboten, sekundierte Wolf-Dieter Ring, Direktor der Landesmedienanstalt BLM. Er nannte 45 Eurocent „medienpolitisch vernünftig“.
Die ANGA, Verband der Kabelbranche, sieht in dem Plan eine Missachtung des Karlsruher Urteils. Es sei ein „eigenartiges Rechtsverständnis“, eine verfassungswidrige Regelung zu verschärfen statt eine Neuregelung vorzubereiten. Das Teilnehmerentgelt sei ohnehin ein „antiquierter Auswuchs der Subventions- und Selbstbedienungsmentalität“, erklärte ANGA-Geschäftsführer Peter Charissé. Er kündigte eine erneute Verfassungsbeschwerde an.
Per DVB-T werden in Bayern nur München.TV und Franken.TV in der jeweiligen Region verbreitet.
Quelle: Meldungen des Münchner Merkur vom 7.11. und 8.11. und in Fachmedien /
Presseinfo des Bundesverfassungsgerichtes vom 2.12.2005 / BLM-Seiten zum Teilnehmerentgelt.
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8.11.2006 • DVB-H: Nokia liefert N92 aus - in Asien
DVB-H Logo Tour de France Live auf dem N92. Foto: dehnmedia Nokia beginnt die Vermarktung seines TV-Handys N92 in der kommenden Woche, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Das erste käufliche DVB-H Gerät wird es jedoch zunächst nur in Vietnam und Indonesien geben. In Deutschland, wo das Gerät (wie in anderen Ländern auch) im Piloteinsatz war, ist mit dem kommerziellen Rollout von DVB-H nicht vor Ende 2007 zu rechnen.
Quelle: Meldung bei Sat und Kabel vom 8.11.2006 / DVB-H in Deutschland und weltweit / N92: Kurztest.
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8.11.2006 • DVB-H: E-Plus steigt aus Betreiberkonsortium aus
DVB-H Logo E-Plus sieht auf absehbare Zeit keinen Massenmarkt mit dem Handy-Fernsehen und hat den Ausstieg aus dem Konsortium der vier Mobilfunkbetreiber erklärt. Damit ziehe man „die Konsequenzen aus den politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen, den wirtschaftlichen Erwartungen an ein solches Investment sowie den bisherigen Verhandlungen.“ Das Quartett habe sich nicht über „wesentliche Eckpunkte“ des Konsortiums einigen können.
Handy-TV habe durchaus Zukunft, räumt CEO Michael Krammer ein. Man wolle aber keine „eigene TV-Infrastruktur errichten und betreiben“. Wenn zu viele mitverdienten werde der Dienst „für die Kunden zu teuer oder für die Betreiber unwirtschaftlich“. Monatsgebühren zwischen fünf und zehn Euro seien zu hoch. Krammer favorisiert eine kostenlose Grundversorgung, die Betreiber könnten dann mit zusätzlichem Pay-TV und rückkanalfähigen Angeboten Gewinne machen.
Der Ausstieg von E-Plus kommt überraschend, da alle vier Unternehmen ein Pilotprojekt im Sommer positiv bewertet hatten. Als schwierig erweisen sich offenbar jedoch die noch fehlenden Verfahrensregularien, auf die sich die 15 Landesmedienanstalten einigen müssen. T-Mobile, O2 und Vodafone wollen an dem Projekt weiter arbeiten.
Quellen: Presseinfo von E-Plus und Bericht der Welt vom 8.11.2006.
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7.11.2006 • VRGZ: Ende eines Vereins
Der erst Mitte März 2006 gegründete Verband der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) steht offenbar vor dem Aus. Der Webmaster hat Inhalte der Website blockiert und informiert statt dessen darüber, dass eine Anzeige gegen den Gründungsvorstand erstattet worden sei. Nach Angaben eines Verbandsmitglieds wird der bisherige Geschäftsführer der Veruntreuung von Vereinsvermögen beschuldigt. Offenbar hat der alte Vorstand inzwischen einen Nachfolge-Verein „Rundfunkgebührenzahler Deutschland e.V. (RFGZ)“ gegründet. Dessen Website wurde aber schon am 30. August bei Denic eingetragen. Dieser Webauftritt hat offenkundig Inhalte der VRGZ-Site übernommen. Die Unregelmässigkeiten, die zur Anzeige führten, seien jedoch von dem erst Mitte Oktober 2006 gewählten neuen Vorsitzenden aufgedeckt worden.
In Zusammenarbeit mit dem VRGZ hatte die frühere Vorsitzende, Rechtsanwältin Petra Marwitz, gegen die Rundfunkgebühr für Internet-PCs Verfassungbeschwerde eingelegt.
Quellen: Darstellung eines Mitglieds vom 7.11.2006 / Websites des VRGZ, des RFGZ und von P. Marwitz.
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7.11.2006 • Österreich: 200.000 MHP-Geräte bis Ende 2007?
Österreich MHP-Logo Der ORF geht „davon aus, dass Ende 2007 etwa 200.000 MHP-taugliche DVB-T-Endgeräte in Österreich in Gebrauch sein werden“. Die Anstalt sieht für ihren MHP-Dienst ORF OK auch für die Einspeisung ins Kabelnetz für 2007 Perspektiven. Jedoch verzögere die hohe Zahl vorhandener nicht für MHP geeigneter Boxen die Einführung von MHP via Satellit. Etwa 1,3 der 3,3 Millionen TV-Haushalte empfangen das Fernsehen per DVB-T, nur 850.000 per Satellit.
Anders als in Deutschland wird in Österreich die Anschaffung von MHP-Boxen für das am 26.10. gestartete DVB-T gefördert: Bis Jahresende erhalten die ersten 100.000 Käufer von TÜV AT geprüften MHP-Boxen einen Zuschuß von 40 Euro. Ab 2007 will der ORF per Kabel zusätzlich Video on Demand-Dienste anbieten.
Quelle: Presseinfo des ORF vom 6.11.2006 (nicht öffentlich im Web).
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6.11.2006 • Studie: Weniger Fernsehen, das aber gezielt
Geht die Zapping-Ära zuende? Nach einer Studie („TV2010 - Mission Complete?“) der Softwarefirma Buhl Data sinkt mit zunehmender Digitalisierung die Sehdauer des Fernsehens erheblich: Die befragten 3.000 „Digital Forerunners“ bringen es täglich nur auf 130 Minuten Fernsehkonsum, deutschlandweit liege dieser Wert hingegen bei 230 Minuten.
„In den Wohnzimmern gibt es heute mehr Medienquellen, so dass nicht mehr das Durchschalten von Fernsehkanälen die alleinige Option für audiovisuelle Unterhaltung oder Informationsbeschaffung ist. Die Zuschauer wechseln völlig problemlos zwischen Fernsehen, DVD und Internet ...“ So verliere das Fernsehen seinen Status als Leitmedium, indem weniger - und dann gezielt - geschaut werde. Damit werde die Information über laufende Sendungen immer wichtiger, wobei der EPG den Zeitschriften und dem Videotext den Rang ablaufe.
Quelle: Presseinfo von Buhl Data vom 6.11.2006, Download der Studie (pdf).
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1.11.2006 • Satellit: Samsung und Alcatel wollen S-Band für DVB-H
DVB-H Logo Alcatel und Samsung wollen bei der DVB-H-Verbreitung per Satellit via S-Band kooperieren. Eine Vereinbarung setzt auf die von Alcatel im Februar vorgestellte hybride Lösung „Unlimited Mobile TV“ (auch: „Satellite Services for Portable Devices“ - DVB-SSP) auf, die beim DVB-Projekt zur Standardisierung vorliege.
Alcatel liefert die Sendetechnik für den W2A-Satelliten von Eutelsat, von dem der Dienst abgestrahlt werden soll. Samsung will Endgeräte entwickeln.
Quelle: Presseinfos von Alcatel/Eutelsat und Alcatel/Samsung vom 30.10.2006 (englisch).
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1.11.2006 • Brandenburg: DVB-T für den Südosten / Analogende im Norden
Brandenburg DVB-T in Brandenburg/Südost. Grafik: RBB Am 12. Dezember werden die Sender Calau für Cottbus und Boossen für Frankfurt/Oder auf digitalen Betrieb umgestellt. Statt bisher drei gibt's dann mit DVB-T Empfängern zehn Programme. Wie gemeldet wird dort ein ARD-Bouquet auf dem Kanal 53 (Das Erste, RBB mit Berliner Abendschau, Phoenix, Eins Extra mit Brandenburg aktuell), ein Paket mit NDR, MDR, Arte auf Kanal 57 und ZDFmobil auf Kanal 33 (Boossen) bzw. 36 (Calau) ausgestrahlt werden.
Am 31. Dezember werden im Norden und Nordwesten Brandenburgs die letzten analog-terrestrischen Sendeanlagen ersatzlos abgeschaltet.
Laut RBB empfangen nur zwei Prozent der knapp 1,2 Millionen Haushalte des Bundeslandes analog-terrestrisch. „Der Großteil“ dieser Haushalte liege im Raum Cottbus/Frankfurt. Die Analogantennen-Zuschauer im Norden und Nordwesten Brandenburgs werden auf den DVB-T-Empfang des RBB im NDR-Paket für MVP und per Kabel bzw. Satellit verwiesen.
Bereits vor Jahresfrist hatte der RBB diesen Schritt für „spätestens Ende 2007“ angekündigt. Durch die Umstellung auf DVB-T einschließlich der Abschaltung diverser Füllsender will der RBB bis Ende 2008 etwa 8 Millionen Euro einsparen. Der Rundfunkstaatsvertrag gestattet zudem den Ausstieg aus der Terrestrik, wo alternative Empfangswege gegeben sind. Der RBB will in seinen Sendungen und durch Lauftext-Einblendungen ab Mitte November die Zuschauer informieren.
Quelle: Presseinfo des RBB vom 1.11.2006 / Weitere Details bei GARV (DVB-T/Brandenburg clicken).



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