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Die richtige Verbindung - Stecker- und Kabel (2/2)

Mit dem Aufkommen von Videogeräten wurde Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre eine (analoge) Verbindung von dort zum Fernsehgerät sinnvoll, die - im Gegensatz zum Antennenanschluß - die Qualität von Aufzeichnungen in vollem Umfang auf den Fernseher bringt.

In Europa setzte sich dafür die Scart-Schnittstelle durch, die wichtigste analoge AV-Verbindung darstellt. Scart wurde in Geräten für die europäischen Märkte bis nach 2010 verbaut. Die weiteren analogen Verbindungsmöglichkeiten waren ursprünglich aus herstellerspezifischen, können aber bestimmte allgemeine Funktionen erfüllen. Die auf dieser Seite beschriebenen analogen Stecker- und Kabelsysteme werden inzwischen schrittweise durch digitale Verbindungen abgelöst.


Digital: HDMI | HDBaseT | DVI | USB 2.0 | USB 3.0 | TOSlink
Analog: Scart | Cinch | S-Video


SCART - Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radiorécepteurs et Téléviseurs
Die 21polige analoge Verbindung ist nach dem französischen Standardisierungsgremium SCART benannt. Sie wird auch als „Euro-AV“ bezeichnet. Alle Bild- und Tonkomponenten liegen getrennt vor, so dass eine weitere Wandlung für die Wiedergabe über Bildröhre bzw. Audioverstärker nicht notwendig ist. Steuersignale können zwischen den Geräten ausgetauscht werden.
 
Scart-Schema
Zählschema: von rechts nach links, oben ungerade und unten die gerade Pin-Nummern
  1 - Audio rechts out
  2 - Audio rechts in
  3 - Audio links out (o. Mono)
  4 - Masse Audio
  5 - Masse blau
  6 - Audio links in (oder Mono)
  7 - Blau in
  8 - Steuersignal 4:3/16:9
  9 - Masse grün
10 - Daten 2
11 - Grün in
12 - Daten 1
13 - Masse rot (S-Video:Chrominanz Masse)
14 - Masse Steuersignal
15 - Rot in (S-Video:Chrominanz)
16 - Umschaltung RGB/FBAS
17 - FBAS (S-Video Luminanz) - out Masse
18 - FBAS (S-Video Luminanz) - in Masse)
19 - FBAS out (S-Video Luminanz out)
20 - FBAS in (S-Video Luminanz in)
21 - Abschirmung
Scart war die beste Wahl zur Verbindung der älteren Settopboxen für digitale Programme in Standard-Bildauflösung (DVB-T, DVB-S) mit analog empfangenden TV-Geräten. Für HDTV-Programme (z.B. DVB-T2 HD) ist diese Verbindung grundsätzlich nicht geeignet, obwohl etliche Settopboxen für DVB-T2 HD (und viele Flachbild-Fernseher) mit einer Scart-Buchse oder einem adaptierbaren Miniklinken-Buchse ausgestattet sind. Für den Transport von HDTV-Inhalten - z.B. zwischen einer DVB-T2 HD Settopbox und einem HDTV-Fernseher - wird ein HDMI-Kabel empfohlen, welches HDTV-Bilder weiterleiten kann.
Hinweise zur Nutzung mit DVB-T: Scart ist im Grundsatz für Übertragungen in beide Richtungen, beispielsweise beim Kopieren zwischen zwei Videogeräten, zu benutzen. Bisweilen werden Billig-Kabel angeboten, die nicht voll beschaltet sind und nur in einer Richtung (z.B. von der Settopbox zum Fernseher) funktionieren. Scart wurde für verschiedene Signalarten definiert: Nur wenn es Probleme mit der Farbwiedergabe gibt, sollte man den Farbmodus am Receiver umschalten. Zur Wahl stehen dabei RGB (rot-grün-blau), FBAS (Farb-Bild-Austast-Synchron-Signal, auch englisch CVBS oder Composite genannt) und S-Video.
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Cinch (RCA)
Diese Kabel werden in den USA bereits seit etwa 1940 an ungenormten Steckverbindungen verwendet. Die Entwicklung stammt vom US-Network Radio Corperation of America, daher wird deren Kürzel RCA auch als Synonym für die Stecker benutzt. Wegen des Anschlusses von Plattenspielern sind auch die englischen Bezeichnungen phono jack oder phono plug geläufig. Die in Deutschland übliche Bezeichnung Cinch kann auf den Kabelhersteller Cinch Connectors zurückgeführt werden.
Dieses Steckersystem mit Koaxialkabeln dient hauptsächlich für Verbindungen zwischen Geräten der Unterhaltungselektronik. Übertragen werden sowohl Audio- als auch Videosignale in Standard-Bildauflösung. Dabei dient der äußere ringförmige Pol als Abschirmung bzw. Minus-Leitung.

Im Audiobereich gibt es Cinch-Verbindungen sowohl für analoge Stereo-Leitungen (Bild Mitte) als auch für koaxiale Anschlüsse für den digitalen Dolbyton (Farbcode: orange). Bei der analogen Bildübertragung werden entweder Composite-Signale (Bild links) oder Komponenten-Signale (Bild rechts) transportiert. Bei der letztgenannten Signalart liegen die Bildinformationen getrennt - Bildsignalanteile getrennt - in Helligkeit (Luminaz) und Farbwerten (Chrominanz). Dieses Signal wird auch als YPbPr bezeichnet. Damit können auch HDTV-Bilder im progressiven (Vollbild) Modus von der Settopbox oder dem BluRay-Player zum Fernseher oder Projektor gebracht werden. Es handelt sich aber, wie schon gesagt, um eine analoge Verbindung.
Farbcodes:
Cinch AV-Kabel Cinch Audio-Kabel Komponenten-Anschluß
AV-Kabel:
weiß - Audio links
rot - Audio rechts
gelb - Composite Video
Stereo-Kabel:
weiß - Audio links
rot - Audio rechts
Buchsen f. Komponenten-Kabel:
grün - Y (Helligkeit)
blau - Pb (Farbdifferenz)
rot - Pr (Farbdifferenz)
Mehr Infos: Wikipedia

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S-Video
Das Kürzel S steht hier wohl für „Super“. Bei dieser analogen Video-Verbindung wird das Farbsignal über die Werte von Chrominanz (Farbe; Y) und Luminanz (Helligkeit; C) erzeugt und wird wegen der Kürzel gelegentlich auch als Y/C-Verbindung bezeichnet. Die Qualität liegt zwischen dem RGB- und dem Composite-Signal. Für das Steckersystem werden auch die Bezeichnungen „Mini-DIN“ oder „Hosiden“ (japanisch) verwendet. Auch S-Video wurde durch die direkte digitale Kopplung mit HDMI-Kabeln ersetzt.
 
S-Video Zählschema:
Unten links Pin 1, oben links Pin 3,
oben rechts Pin 4, unten rechts Pin 2
      1 - Luminanz Masse
      2 - Chrominanz Masse
      3 - Luminanz
      4 - Chrominanz
Mehr Infos: Wikipedia


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