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DVB-T2 mit SimpliTV in Österreich (3/3)

Was vorher geschah

Österreich DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Umstieg auf DVB-T wurde im Juni 2011 beendet. Doch das schon Anfang Mai 2011 veröffentlichte Digitalisierungskonzept 2011 und die dazugehörigen Erläuterungen der Regulierungsbehörde KommAustria enthalten bereits eine erste relativ genaue Frequenzplanung für DVB-T2.

Der relativ schnelle Technikwechsel - nach dem Start von DVB-T im Oktober 2006 - wird so argumentiert: Der Kapazitätsgewinn durch DVB-T2 ermögliche mehr Programme bzw. eine bessere Bildqualität durch HDTV. Das soll helfen, den Marktanteil der Terrestrik (6 Prozent der Erstgeräte im Januar 2013) erheblich zu erhöhen. Für die Perspektive werden auch interaktive Anwendungen mit HbbTV genannt. Auch stereoskopisches Fernsehen sei denkbar, hieß es vorbereitend.

Dem Regelbetrieb war ab April 2010 ein Pilotprojekt im Raum Wien mit den Programmen ORFeinsHD, ORF2HD und ServusTVHD sowie drei Radiowellen (Sender Kahlenberg, Kanal 65) voraus gegangen. 2011 kam der SFN-Standort am Wien-Arsenal hinzu. Ebenfalls 2011 ging ein zweiter Multiplex (Kahlenberg, K 60) in Betrieb, um Zusatzdienste (HbbTV) zu erproben. Die Versuchsbetriebe wurde bis zum 31. März 2013 verlängert.

Mux-D, Mux-E, Mux-F: Ende für DVB-H

„Die Planung, der technische Aufbau und der Betrieb weiterer lokaler oder regionaler terrestrischer Multiplex-Plattformen im Übertragungsstandard DVB-T bei einer Audio- und Videokomprimierung mittels MPEG-2 oder im Übertragungsstandard DVB-T2 bei einer Audio- und Videokomprimierung mittels MPEG-4“ wurden im Juli 2011 für die Muxe D und E ausgeschrieben. Favorisiert werden sollten Bewerber, die mindestens einen Mux mit HDTV-Programmen bereit stellen wollen.

Erwartungsgemäß erhielt ORS comm, eine Tochter des ORF und der Raiffeisen-Gruppe, den Zuschlag als Netz- und Plattformbetreiber zweier Multiplexe (D und E). Mux-D war von DVB-H auf DVB-T2 umgewidmet worden. Ursprünglich war als Sendebeginn das 4. Quartal 2012 genannt worden. Zugleich wurden erste Programme genannt, darunter ORF Eins HD, ORF 2 HD, ServusTV HD und ZDF HD. Auch neuartige Angebote wie Video On Demand wurden erwähnt.

Der Übergang von DVB-T zu DVB-T2 soll schrittweise bis Ende 2016 erfolgen. Dann endet die Lizenz der privaten DVB-T Sender. Deren Umstieg auf DVB-T2 liegt zu diesem Zeitpunkt nahe. Schon im Sommer 2014 könnten Mux-A und Mux-B für DVB-T2 ausgeschrieben werden, so die Anfang 2013 aktualisierte Strategie.

Vorplanungen für DVB-T2

Nach dem Scheitern des Mobilfernsehens mit DVB-H wurde der dafür reservierte Mux-D zugunsten von DVB-T2 umgewidmet. Mux-F war zunächst als Reserve geplant. Die Ausschreibung für den Plattformbetrieb des Mux F im April 2012 deutet an, dass ein solcher Bedarf besteht. Damit stehen anfangs drei Multiplexe zur Verfügung. Für sie sieht das Digitalisierungskonzept 2011 19 regionale „Allotments“ vor. Inwieweit die Nutzung der Kanäle knapp unter 800 MHz (K59, K60) durch künftige Dienste der 4. Mobilfunkgeneration entfallen, bleibt zunächst offen. Vorläufig vorgesehen ist die folgende regionale Frequenzverteilung:

BundeslandMux-DMux-EMux-F

Burgenland NordK 36K 60*K 53*
Burgenland SüdK 47K 39*K 50*
Kärnten OstK 31K 46K 33
Kärnten WestK 48K 23K 33*
Niederösterreich Mitte/NordK 48K 55K 58
Niederösterreich Mitte/SüdK 48K 31K 53*
Niederösterreich OstK 36K 60K 53
Niederösterreich WestK 35K 34K 47
Nordtirol OstK 37K 24K 22
Nordtirol WestK 32K 29K 50
OsttirolK 35K 25K 33
Oberösterreich NordK 41K 45K 24*
Oberösterreich SüdK 44K 28K 23
SalzburgK 47K 59K 22*
Steiermark MitteK 48*K 56K 35
Steiermark OstK 47K 39K 27
Steiermark WestK 40K 42K 27
VorarlbergK 31K 59K 42*
WienK 36K 60K 53

* Diese Kanäle befinden sich noch in internationaler Koordinierung.

Mux-C: DVB-T2 auch für Lokal-TV?

Das Digitalisierungskonzept 2011 lässt offen, ob der Lokalfernseh-Mux-C weiter für DVB-T vorgehalten oder auf DVB-T2 umgewidmet wird. Mux-C soll aber für lokale bzw. regionale Programme reserviert bleben. Für Zusätzliches wurden zunächst folgende Kapazitäten geblockt:
WienKanal 41VorarlbergKanal 55
OsttirolKanal 49Nordtirol OstKanal 36
Eine Umplanung wird für weitere ungenutzte Kapazitäten des Mux-C in Aussicht gestellt.

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